Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Wiehl vergibt Ingenieurleistungen zur Erstellung einer Generalentwässerungsplanung (GEP) als Gesamtauftrag (ohne Losaufteilung). Gefordert sind u.a. die Aufstellung eines GEP für ein Kanalnetz von über 100 km, hydraulische Kanalnetzberechnungen, 2D-Oberflächenabflussmodellierungen (Einzugsgebiet teils > 50 km² bzw. gekoppelt > 30 km²), die bauliche Zustandsbewertung des Kanalnetzes sowie die Konzeptionierung von Maßnahmen zum Überflutungsschutz.
Das Verfahren ist ein zweiphasiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb: Zunächst werden Teilnahmeanträge eingereicht; die Stadt wählt daraus 3 bis 5 Bewerber für die Angebotsphase aus. Bewertet werden später Preis (35 %), Projektteam-Qualifikation (30 %) und eine Präsentation (35 %).
Die Teilnahmeanträge müssen elektronisch über die Plattform subreport (https://www.subreport.de/E65622511) eingereicht werden, Frist: 07.09.2026, 11:00 Uhr. Unterlagen sind in deutscher Sprache einzureichen; es werden keine Neben- oder Mehrfachangebote zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis35%
Bewertung des vom Bieter eingetragenen Endpreises. Das günstigste Angebot erhält 100 Punkte, ein doppelt so teures Angebot 0 Punkte. Dazwischen wird linear interpoliert: P = 100 – ((Preis – niedrigster Preis) x 100 / niedrigster Preis). Sämtliche Zuschläge sind im Angebot auszuweisen und gehen in die Wertung ein.
- Qualifikation des Projektteams30%
Bewertung der projektspezifischen Erfahrungen der Projektteammitglieder (mind. 4 Personen). Pro Mitglied können max. 5 Punkte (über 5 Unterkriterien) erreicht werden, insgesamt max. 20 Punkte. Mindestanforderungen: Jedes Kriterium muss mind. einmal belegt sein, Kriterien III.–V. mind. zweimal. Der Bieter mit der höchsten Punktzahl erhält 100 Wertungspunkte, alle weiteren proportional (Punktzahl / höchste Punktzahl x 100).
- Präsentationstermin35%
Präsentation durch Projektleiter und stellvertretenden Projektleiter (ca. 30 min Präsentation + 30 min Diskussion). Bewertet durch eine Jury anhand inhaltlicher und formeller Kriterien. Max. 100 Jury-Punkte. Bieter mit höchster Punktzahl erhält 100 Wertungspunkte, alle weiteren proportional. Teilnahme von Projektleiter und stellvertretendem Projektleiter verpflichtend.
Preis: P = 100 – ((Preis des Angebotes – niedrigster Preis) x 100 / niedrigster Preis). Qualifikation: Wertungspunkte = (Punktzahl des Bieters / höchste Punktzahl) x 100, multipliziert mit Gewichtungsfaktor 30%. Präsentation: Wertungspunkte = (Punktzahl des Bieters / höchste Punktzahl) x 100, multipliziert mit Gewichtungsfaktor 35%. Gesamtpunktzahl = Summe der gewichteten Punkte. Bei Punktgleichheit erhält das Angebot mit dem niedrigsten Gesamtpreis den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufstellung des Generalentwässerungsplans (GEP)
Erstellung des Generalentwässerungsplans für das Kanalnetz der Stadt Wiehl mit einer Kanallänge von insgesamt über 100 km (Misch- und Regenwasserkanäle gemeinsam). Der GEP bildet die strategische Grundlage für die künftige Abwasser- und Niederschlagswasserbeseitigung im Stadtgebiet.
Hydraulische Kanalnetzberechnung (1D)
Numerische hydraulische Berechnung des bestehenden Kanalnetzes mit geeigneter Modellierungssoftware. Damit werden die hydraulische Leistungsfähigkeit bewertet und Überlastungen/Engpässe im Bestand identifiziert.
2D-Oberflächenabflussmodellierung
Durchführung von 2D-Oberflächenabflussberechnungen für Einzugsgebiete mit jeweils > 50 km². Damit werden Überflutungsbereiche an der Geländeoberfläche ermittelt, insbesondere bei Starkregen.
Gekoppelte Berechnung Kanalnetz + Oberflächenabfluss
Gekoppelte 1D-Kanalnetz- und 2D-Oberflächenabflussberechnung für ein zusammenhängendes Bestandsgebiet > 30 km² (nicht auf Bebauungsplangebiete beschränkt). Damit werden Wechselwirkungen zwischen Kanal und Oberfläche realistisch abgebildet.
Bauliche Kanalzustandsbewertung
Bewertung des baulichen Zustands des Kanalnetzes als Grundlage für die Sanierungsplanung. Ergänzung der hydraulischen Ergebnisse um Aussagen zum Zustand der Infrastruktur.
Konzeptionierung von Oberflächenschutzmaßnahmen
Entwicklung von Maßnahmen an der Oberfläche zum Schutz vor Überflutung. Dazu zählen z.B. Mulden, Rückhalteflächen, Notwasserwege und andere oberflächige Lösungen zur Reduzierung des Überflutungsrisikos.
Maßnahmenkombination baulich + hydraulisch
Planung kombinierter baulicher und hydraulischer Maßnahmen im Bestand. Hydraulische Optimierung und bauliche Sanierung werden als ineinandergreifendes Konzept erarbeitet und umgesetzt.
Technische Ausstattung und Software
Einsatz einer numerischen Modellierungssoftware zur hydraulischen Kanalnetzberechnung und 2D-Oberflächenabflussberechnung. Nachweis über Name, Version, Anbieter und Lizenz im Teilnahmeantrag. Zusätzlich ist eine zertifizierte Prüfstelle für Durchflussmessungen erforderlich (eigene oder über Kooperation).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Ausschlussgründe
Keine rechtskräftigen Verurteilungen u.a. wegen Korruption, Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Menschenhandel (§§ 123, 124 GWB sowie aufgeführte StGB-Normen).
Erfüllung der Zahlungspflichten für Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge.
Keine Insolvenz/Liquidation und keine schwere Verfehlung, die die Integrität des Unternehmens infrage stellt.
Keine Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen bei öffentlichen Aufträgen.
Sanktionen (EU-VO 833/2014): Keine Russlandbezüge (russische Staatsangehörigkeit, Niederlassung, > 50 % Anteile durch Russland, Handeln im Auftrag Russlands) – auch für Unterauftragnehmer/Lieferanten mit > 10 % Auftragswert.
Subventionen (EU-VO 2022/2560): Eigenerklärung zu drittstaatlichen Subventionen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung mit:
Alternativ Erklärung, dass die Versicherung bis zum Zuschlagszeitpunkt abgeschlossen wird.
Auf Verlangen nachzureichen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Finanzamt, Sozialversicherer), Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung/Handwerksrollenauszug, Mitarbeiteranzahl und Qualifikation der letzten 3 Geschäftsjahre, Maßnahmen zur Qualifikationssicherung, Angaben über vergleichbare Leistungen inkl. Ansprechpartner.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Personalausstattung
Mindestanforderungen an die Personalausstattung (kumulativ durch Bieter, Unterauftragnehmer und/oder Bietergemeinschaft erfüllbar):
Für die Angebotsphase: Projektteam mit mindestens 4 Personen, das die im Auswahlverfahren bewerteten Qualifikationen abdeckt (Projektleitung, Stellvertretung, hydraulische Kanalnetzberechnung, 1D/2D-Kopplung, 2D-Oberflächenabfluss).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen
Es sind maximal 6 Referenzen einzureichen (Referenzformulare Nr. 0–6). Referenzen dürfen nicht älter als 10 Jahre sein und müssen abgeschlossen sein oder voraussichtlich innerhalb von 6 Monaten abgeschlossen werden.
Die Referenzen müssen die folgenden Kriterien abdecken (jede Referenz kann mehrere Kriterien erfüllen):
Für jede Referenz sind Auftraggeber, Ansprechpartner (Name, Telefon, E-Mail), Referenzname und Abschlussdatum anzugeben. Die Kriterien a–f sind gleichzeitig Auswahlkriterien im Teilnahmewettbewerb.
Verfahren und Auswahl
Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Phasen. In Phase 1 werden 3 bis max. 5 Bewerber zur Angebotsabgabe ausgewählt.
Auswahlkriterien im Teilnahmewettbewerb (gewichtete Bewertung):
Auswahlregel: Maximal 5 Bieter mit höchster Punktzahl; bei mehr als 3 Bietern mit max. 10 % Abstand zum Drittplatzierten werden alle aufgefordert.
Zuschlagskriterien (Phase 2)
Die endgültige Zuschlagsentscheidung in Phase 2 erfolgt nach folgenden gewichteten Kriterien:
Die Stadt behält sich den Zuschlag auf das Erstangebot vor. Nebenangebote und Mehrfachangebote sind nicht zugelassen. Die Bindefrist der Angebote endet am 31.01.2027.
Anforderungen an Bietergemeinschaften, Unterauftragnehmer und Eignungsleihe
Bietergemeinschaften: Gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder; ein federführendes Mitglied vertritt die Gemeinschaft. Ausschluss-, Sanktions- und Subventionserklärungen sind für jedes Mitglied vorzulegen.
Unterauftragnehmer: Angaben zu übernommenen Auftragsteilen (Firmenname, Sitz, Kontaktdaten), Nachweis, dass die UA die erforderlichen Mittel bereitstellen, sowie Ausschlussgrunderklärung des jeweiligen UA (handschriftlich unterschrieben, eingescannt) – spätestens bei geplanter Zuschlagserteilung.
Eignungsleihe (§ 47 VgV): Erklärung über die bereitgestellten Kapazitäten und den Eignungsleiher sowie Haftungserklärung des Eignungsleihers (handschriftlich unterschrieben, eingescannt). Eignungsleiher müssen nachweisen, dass keine Ausschlussgründe vorliegen, und haften gemeinsam mit dem Bieter.
Generalentwässerungsplanung (GEP) – Misch- und Regenwasserkanal, Kanallänge > 100 km
Referenzformular mit Auftraggeber, Ansprechpartner (Name, Telefon, E-Mail), Referenzname, Abschlussdatum.
Konzeptionierung von Maßnahmen an der Oberfläche zum Schutz vor Überflutung
Referenzformular mit Auftraggeber, Ansprechpartner, Abschlussdatum.
2D-Oberflächenabflussberechnungen
Referenzformular mit Auftraggeber, Ansprechpartner, Abschlussdatum.
Bauliche Kanalzustandsbewertung
Referenzformular mit Auftraggeber, Ansprechpartner, Abschlussdatum.
Maßnahmenkombination baulich + hydraulisch (im Bestand kombiniert geplant/umgesetzt)
Referenzformular mit Auftraggeber, Ansprechpartner, Abschlussdatum.
Gekoppelte Berechnung Kanalnetz + Oberflächenabfluss (1D/2D-Kopplung)
Referenzformular mit Auftraggeber, Ansprechpartner, Abschlussdatum.