TendiGo

Alle Vergabeplattformen in Deutschland

Vollständige Übersicht aller 806 Vergabequellen in Deutschland — Vergabeplattformen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, privatwirtschaftliche Anbieter sowie Bieterportale einzelner Auftraggeber.

806 Vergabequellen1.128.522 Bekanntmachungen16 Bundesländer
Plattform-Ansicht der TendiGo-Vergabeplattform-Übersicht
Plattform-Katalog

Vergabeplattformen im Detail

Sortier- und filterbare Liste der wichtigsten Vergabeplattformen mit strukturierten Stammdaten, die als Quelle für Vergabeunterlagen oder Bieter-Zugänge auftreten. Nach Typ (Bund, Land, Kommune, Region, Konzern, Privatwirtschaft) und Bundesland filterbar.

62 Plattformen gelistet — die aktivsten der 806 erfassten Vergabequellen
eVergabe-Online evergabe-online.deBeschaffungsamt des BMI / BundesverwaltungsamtBund79.992Deutsches Vergabeportal (DTVP) dtvp.decosinex GmbHPrivatwirtschaft77.268evergabe.de evergabe.deAdministration Intelligence AGPrivatwirtschaft74.220meinauftrag (RIB) meinauftrag.rib.deRIB Software SEPrivatwirtschaft48.748Vergabemarktplatz Brandenburg vergabemarktplatz.brandenburg.deLand BrandenburgLandBrandenburg34.745Deutsche eVergabe — Bieterzugang bieterzugang.deutsche-evergabe.deHealy Hudson GmbHPrivatwirtschaft34.719Subreport ELViS subreport-elvis.desubreport Verlag Schawe GmbHPrivatwirtschaft33.845Deutsche eVergabe deutsche-evergabe.deHealy Hudson GmbHPrivatwirtschaft30.239Vergabeplattform Niedersachsen vergabe.niedersachsen.deLand NiedersachsenLandNiedersachsen29.955Subreport subreport.desubreport Verlag Schawe GmbHPrivatwirtschaft27.029
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Sie möchten alle 806 Vergabequellen einsehen?

Diese Übersicht listet die aktivsten Vergabeplattformen mit strukturierten Stammdaten. Insgesamt erfasst TendiGo 806 Vergabequellen — die weiteren Quellen (u. a. Bieterportale einzelner Auftraggeber und angebundene Fachportale) durchsuchen Sie direkt in unserer Plattform.

Zu app.tendigo.de
Überblick

Wie verteilt sich der Markt?

Insgesamt erfasst TendiGo 806 Vergabequellen. 602 davon sind über die Auswertung von 1.128.522 Vergabebekanntmachungen — von denen 841.272 auf eine Vergabeplattform verweisen — als eindeutige Plattform-Domains identifiziert und im Katalog oben mit Stammdaten erfasst. Die weiteren 204 Quellen, vor allem Bieterportale einzelner Auftraggeber und angebundene Fachportale, sind direkt in der TendiGo-Plattform durchsuchbar.

Von den 602 gelisteten Plattformen sind 196 im engeren Sinne aktiv (mindestens zehn Ausschreibungen pro Jahr) und 131 gelten mit mindestens fünfzig jährlichen Verfahren als bedeutend. Die Verteilung ist stark konzentriert: Auf die zehn am häufigsten genutzten Plattformen entfallen rund 56 Prozent aller Bekanntmachungen; die Top 50 decken etwa 95 Prozent. Die übrigen über fünfhundert gelisteten Plattformen bilden einen langen Ausläufer kleinerer Instanzen einzelner Kommunen, Zweckverbände, Forschungseinrichtungen und Großunternehmen.

806
Vergabequellen gesamt
602 davon mit Stammdaten
196
Aktive Plattformen
≥ 10 Ausschreibungen / Jahr
56%
Top-10-Anteil
aller Bekanntmachungen
95%
Top-50-Anteil
aller Bekanntmachungen
Definition

Was ist eine Vergabeplattform?

Eine Vergabeplattform (auch: Vergabeportal, eVergabe-Plattform) ist ein elektronisches Portal zur digitalen Durchführung von Vergabeverfahren. Öffentliche Auftraggeber veröffentlichen über sie Bekanntmachungen und Vergabeunterlagen; Bieter reichen ihre Angebote rechtsverbindlich in digitaler Form ein. Der Funktionsumfang umfasst typischerweise Suche und Filterung von Ausschreibungen, Download der Unterlagen, Kommunikation über Bieterfragen, die Angebotsabgabe und — auftraggeberseitig — die Submission und Angebotsauswertung.

Vergabeplattformen sind abzugrenzen von:

  • TED — Tenders Electronic Daily: dem EU-weiten Supplement des Amtsblatts. Ausschreibungen oberhalb der EU-Schwellenwerte sind dort zwingend zu veröffentlichen, die Abwicklung erfolgt jedoch weiterhin über die nationalen Plattformen.
  • Bundesanzeiger und Landesgesetzblättern: die dem traditionellen öffentlichen Bekanntmachungswesen dienen.
  • Ausschreibungsdiensten: privatwirtschaftlichen Diensten wie subreport oder tender24, die teilweise eigene Plattformen betreiben und teilweise als Rechercheservice fremde Bekanntmachungen aggregieren.
  • Lieferantenportalen privater Konzerne: ohne Vergabepflicht, etwa Ariba oder SAP Business Network — diese unterliegen nicht dem Vergaberecht.
Rechtlicher Rahmen

Rechtsgrundlagen und Veröffentlichungspflichten

Die Nutzungspflichten für elektronische Vergabeplattformen ergeben sich aus unterschiedlichen Regelungsebenen. Oberhalb der EU-Schwellenwerte gelten das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), die Vergabeverordnung (VgV), die Sektorenverordnung (SektVO), die Konzessionsvergabeverordnung (KonzVgV) sowie die Vergabeverordnung für den Bereich Verteidigung und Sicherheit (VSVgV). Sie schreiben die elektronische Kommunikation für den Großteil der Verfahrensschritte vor und verlangen die Bekanntmachung im Supplement zum Amtsblatt der EU (TED).

Unterhalb der Schwellenwerte regeln die Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) für den Bund sowie die jeweiligen Vergabegesetze und -verordnungen der 16 Länder die Anforderungen an die elektronische Vergabe. Die Regelungen unterscheiden sich im Detail, etwa bei Wertgrenzen und zugelassenen Signaturniveaus.

Mit eForms (EU-Durchführungsverordnung 2019/1780) gilt seit dem 25. Oktober 2023 ein einheitliches europäisches Format für Vergabebekanntmachungen. Die deutsche Ausprägung (eForms-DE) passt den Standard an nationales Recht an und ersetzt die bisherigen Standardformulare.

Der nationale Standard XVergabe definiert Schnittstellen zwischen Vergabeplattformen und soll die plattformübergreifende Kommunikation vereinheitlichen. Seit 2024 wird mit dem Datenservice Öffentlicher Einkauf des Bundes ein zentraler Aggregationsdienst aufgebaut, der die verteilten Bekanntmachungen für statistische Auswertungen zusammenführt, die dezentralen Plattformen jedoch nicht ersetzt.

Eine Pflicht zur Nutzung einer bestimmten Plattform besteht nicht. Aus der Kombination aus föderaler Zuständigkeit und freier Plattformwahl der Auftraggeber resultiert die Vielzahl parallel betriebener Systeme.

Betreiber

Wer betreibt die Plattformen?

Hinter den öffentlich betriebenen Plattformen stehen Bund, Länder und Kommunen: Das Beschaffungsamt des BMI betreibt mit der eVergabe-Online die zentrale Plattform des Bundes, die Länder unterhalten eigene Landesplattformen oder Vergabemarktplätze. Technisch basieren viele davon auf Lösungen weniger Softwarehäuser — allen voran der cosinex GmbH, deren System auch dem Deutschen Vergabeportal (DTVP) und zahlreichen kommunalen Vergabemarktplätzen zugrunde liegt.

Daneben betreiben privatwirtschaftliche Anbieter eigene Plattformen, auf denen öffentliche Auftraggeber veröffentlichen: die Administration Intelligence AG (evergabe.de), die Healy Hudson GmbH (Deutsche eVergabe), die RIB Software SE (meinauftrag, RIB Vergabe), die subreport Verlag Schawe GmbH (Subreport ELViS), die AUMASS GmbH, die bi-Medien GmbH, die Deutsches Ausschreibungsblatt GmbH sowie der Staatsanzeiger-Verbund mit vergabe24.

Technische Standards

Standards und Schnittstellen

eForms und eForms-DE

Europäischer Standard für strukturierte Vergabebekanntmachungen (Durchführungsverordnung 2019/1780). Definiert 42 Formulartypen und ist seit dem 25. Oktober 2023 für oberschwellige Vergaben verpflichtend. Die deutsche Ausprägung eForms-DE passt den Standard an nationale Regelungen an.

XVergabe

Nationaler Standard zur plattformübergreifenden Kommunikation zwischen Vergabesystemen. Definiert XML-Schnittstellen für Bekanntmachungen, Unterlagen und Angebote. Entwickelt wird der Standard unter Koordination der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT).

Datenservice Öffentlicher Einkauf

Zentraler Aggregationsdienst des Bundes (seit 2024), der eForms-Bekanntmachungen aller Vergabeplattformen in Deutschland zusammenführt und für statistische Auswertungen bereitstellt. Ersetzt die dezentralen Plattformen nicht.

XRechnung / EN 16931

Nachgelagerter Standard für die elektronische Rechnungsstellung gegenüber öffentlichen Auftraggebern. Obligatorisch für Rechnungen oberhalb des EU-Schwellenwerts seit November 2020.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Vergabeplattformen gibt es in Deutschland?+
TendiGo erfasst aktuell 806 Vergabequellen, davon 602 eindeutig identifizierte Vergabeplattformen mit strukturierten Stammdaten. Im engeren Sinne aktiv — mit mindestens zehn Ausschreibungen pro Jahr — sind davon 196 Plattformen.
Welche Plattformen sind verpflichtend zu nutzen?+
Keine. Es gibt keine Pflicht zur Nutzung einer bestimmten Plattform. Öffentliche Auftraggeber wählen ihre Plattform selbst; Bieter richten sich nach dem jeweiligen Auftraggeber und sind dadurch in der Praxis auf mehreren Plattformen registriert.
Was ist der Unterschied zwischen eVergabe-Online und DTVP?+
Die eVergabe-Online (evergabe-online.de) ist die zentrale Plattform des Bundes, betrieben vom Beschaffungsamt des BMI. Das Deutsche Vergabeportal (DTVP) ist ein privatwirtschaftliches Angebot der cosinex GmbH, das von zahlreichen Kommunen und Landeseinrichtungen genutzt wird.
Wer betreibt die wichtigsten Vergabeplattformen?+
Neben Bund und Ländern vor allem wenige spezialisierte Softwarehäuser: cosinex GmbH (DTVP, Vergabemarktplätze), Administration Intelligence AG (evergabe.de), Healy Hudson GmbH (Deutsche eVergabe), RIB Software SE (meinauftrag), subreport Verlag Schawe GmbH (ELViS) sowie der Staatsanzeiger-Verbund mit vergabe24.
Was bedeutet eForms?+
eForms ist das seit dem 25. Oktober 2023 verbindliche europäische Standardformat für Vergabebekanntmachungen (Durchführungsverordnung 2019/1780). Die deutsche Ausprägung eForms-DE passt den Standard an nationales Recht an und ersetzt die bisherigen Standardformulare.
Was ist XVergabe?+
Ein nationaler Standard, der XML-Schnittstellen zwischen Vergabeplattformen definiert — für Bekanntmachungen, Unterlagen und Angebote. Koordiniert wird die Entwicklung von der Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT).
Warum gibt es in Deutschland keine zentrale Vergabeplattform?+
Wegen der föderalen Zuständigkeiten: Bund, 16 Länder und tausende Kommunen beschaffen eigenverantwortlich und wählen ihre Plattform frei. Aus dieser Kombination resultiert die Vielzahl parallel betriebener Systeme.
Wie erfolgt die Registrierung auf einer Vergabeplattform?+
In der Regel kostenlos und einmalig pro Plattform: Unternehmensdaten hinterlegen, Nutzerkonto verifizieren, fertig. Für die rechtsverbindliche Angebotsabgabe ist die Registrierung fast immer Voraussetzung, das reine Lesen der Bekanntmachungen meist nicht.
Welche Kosten entstehen Bietern?+
Der Zugang zu Bekanntmachungen und Vergabeunterlagen ist auf den meisten Plattformen kostenlos. Kostenpflichtig sind teils Zusatzdienste privater Anbieter, etwa Recherche- und Benachrichtigungsservices.
Wo werden EU-weite Ausschreibungen veröffentlicht?+
Oberhalb der EU-Schwellenwerte zwingend im Supplement zum EU-Amtsblatt — TED (Tenders Electronic Daily). Die eigentliche Abwicklung des Verfahrens läuft weiterhin über die nationalen Vergabeplattformen.
Quellen

Quellen und weiterführende Informationen

TendiGo Datenanalyse — Plattform-Auswertung der BekanntmachungenBeschaffungsamt des BMI Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz — Vergabe Datenservice Öffentlicher Einkauf TED — Tenders Electronic Daily (EU) eForms-Verordnung (EU) 2019/1780 XVergabe — Standard und Spezifikation XRepository (Koordinierungsstelle IT-Standards) Vergabestatistikverordnung (VergStatVO)
Über diese Seite

Diese Übersicht wird von TendiGo gepflegt. Die Datengrundlage stammt aus der TendiGo-Datenanalyse — einer fortlaufenden Auswertung öffentlicher Vergabebekanntmachungen aus Deutschland und dem EU-Supplement (TED). Die Zahlen auf dieser Seite basieren auf 1.128.522 analysierten Bekanntmachungen, Stand 22. April 2026.

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