Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AöR für Kanalneubauarbeiten in der Ackerstraße in Duisburg-Rumeln-Kaldenhausen.
Die Leistung umfasst die Erneuerung des Abwasserkanals in offener Bauweise: Verlegung von rund 90 m Steinzeugrohren DN 300, Herstellung von Schachtbauwerken (2 Fertigteilschächte DN 1000 sowie 1 Doppelschacht als Sonderformat), 11 Umschlüsse von Haus- und Senkenanschlüssen sowie die anschließende Wiederherstellung der Straßen- und Gehwegoberflächen.
Die Bauzeit beträgt 48 Arbeitstage, geplanter Baubeginn ist November 2026. Zuschlagskriterium ist ausschließlich der niedrigste Preis. Angebote sind elektronisch über das Vergabeportal "Metropole Ruhr" einzureichen bis spätestens 01.10.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis (Wertungssumme)100%
Maßgeblich ist ausschließlich der Angebotspreis (Wertungssumme). Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H. auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit wird der Zuschlag auf das Angebot der Werkstatt für Behinderte erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Aufbau, Vorhalten und Räumen der Baustelleneinrichtung für offenen Kanalbau inkl. Geräte, Bauwagen, Bauzaun, Schilder und Warnleuchten.
Aufrechterhaltung des Verkehrs mit Überfahrten (Brückenklasse 60), Mobilzaun (ca. 120 m) und Informationstafeln.
Verkehrsregelung gemäß RSA 21, ZTV-SA 97 und TL; Ortstermine mit Straßenverkehrsbehörde, Polizei, Feuerwehr, DVG, NIAG, DUISPORT, Frische Kontor, Verkehrssteuerung und Straßen NRW; Protokoll an alle Beteiligten. Aktenzeichen der verkehrsrechtlichen Genehmigung: 31047/26.
Erdarbeiten und Baugrube
Baufeldräumung, Straßenaufbruch (Platten, Bordsteine, Rinnenbahn, teerhaltige Befestigungen), Baugrubenaushub in den Homogenbereichen C1/D1 und C3/D2 mit Handaushubanteilen.
Boden zwischenlagern, Abbruch von Altkanälen DN 200–350, Entsorgung/Verwertung nach ErsatzbaustoffV (BM-0, BM-F0*, BM-F1, Schlacken), Wiegenachweise.
Baugrubenverkleidung mit Holzbohlen, Kanaldielen, Großflächenverbau und Kammerdielenelementen (insgesamt ca. 220 m²).
Rohrauflager, Sandbettung 0/4 mm (BM-0), Rohrummantelung, Bodenersatz (Füllkies, optional Flüssigboden 0/16); Querung und Parallelführung von Versorgungsleitungen inkl. Handschachtung bis 2 m Tiefe.
Wasserhaltung und Entsorgung
Abwasserhaltung rund um die Uhr (mit Bereitschaftsdienst) für Kanäle DN 250–350, geschlossene Rohrleitungen für Abwasserüberleitung und wasserdichte Einbindung.
Suchschachtungen zu Beginn aller Arbeiten in Abstimmung mit dem Auftraggeber. Kampfmittelvorsorge: Untersuchung bis 7 m Tiefe durch AG; Erschwernisse sind vom AN zu kalkulieren.
Rohrverlegung und Schachtbauwerke
Verlegung von ca. 89–90 m Steinzeugrohren DN 300H (DIN EN 295) in offener Bauweise inkl. Formstücken, Gelenkstücken, Abzweigen und Dichtungssystemen (P-Ring, BI-Adapter, VPC-Rohrkupplung).
Herstellung von 2 Kontrollschächten DN 1000 aus Fertigteilen (FBS-Qualität) mit Auskleidung (Kanalklinker, Steinzeugplatten, Sohlschalen/Bogenschalen), Schachtabdeckungen Klasse D 400, Steigeisen und Einstiegshilfen.
Herstellung 1 Sonderformat-Schaft als Doppelschacht 002/004; geprüfte Statik gemäß Pos. 10.6.20 vorzulegen.
Verlegung nach DIN EN 1610, DIN 4124 und DWA-A 139; Dichtheitsprüfung bis 2,5 bar; Kamerainspektion.
Anschlussleitungen (Umschluss)
Umschluss von 11 Haus- und Senkenanschlüssen DN 150–200 innerhalb des offenen Kanalgrabens, einschließlich Regulierung Gegengefälle etc. über die Verbauwand hinaus; KG 2000 Vollwand-Kunststoffrohre mit Sandbettung (RAL-Gütezeichen).
Zusätzliche Leistungen außerhalb des Kanalgrabens: Erneuerung von Hausanschlüssen und Senkenleitungen bis zur Grundstücksgrenze, einschl. Straßenablaufanschluss; je Anschluss gesonderte Teilschlussrechnung (Material- und Lohnkosten getrennt), Rechnungsstellung max. 4 Wochen nach Fertigstellung.
Straßenbau / Oberflächenwiederherstellung
Wiederherstellung der Fahrbahn-, Gehweg- und Nebenflächen aus den Aufbrüchen (Belastungsklasse Bk 1,0 nach RStO 12).
Fahrbahnaufbau: 4 cm Deckschicht AC 8 D N (Diabas), 4 cm Binderschicht prov. STS, 6 cm AC 16 T N, 10 cm prov. STS-Tragschicht, 10 cm AC 32 T S Frostschutz, 15 cm STS-Unterbau.
Gehwege und Nebenflächen: 4 cm AC 8 D N, 15/18 cm STS-Tragschicht, 14 cm FSS; Plattenbeläge, Randbefestigungen mit Basalt-Betonbordstein, Quarz-Betonrandstein und Betonsteinpflaster, Rinnen zweireihig.
RC-Material Klasse 1+2 gemäß ErsatzbaustoffV (in Wasserschutzbereichen nur Naturgestein/Grauwacke); temperatureingeschränkter Asphalt ab 01.01.2027.
Dokumentation, Bauüberwachung und Qualitätssicherung
Wöchentliche Fotodokumentation (mind. 2,0 Megapixel, Farbdruck auf Verlangen), Tages- und Wochenberichte je Kolonne mit Personal, Geräten, Wetter, Leistungsmengen, Materialeingang, Bauüberwachung, Grundwasserstand und besonderen Vorkommnissen.
Wöchentliche Baustellenbesprechungen mit Niederschrift.
Qualitätskontrolle Asphalteinbau (Formular); Eigenüberwachungsprüfungen (Verdichtung, Plattendruckversuche) gemäß ZTV E-StB; Kontrollprüfungen im Umfang von ca. 30 % der Eigenüberwachung.
Abfallentsorgung gemäß KrWG, Nachweisverordnung und VHB 241 (Erklärungen, Belege, Wiegescheine).
Bauzeit, Bauausführung und besondere Pflichten
Bauzeit 48 Arbeitstage; geplanter Baubeginn November 2026, Bauende voraussichtlich Januar 2027.
Arbeitsvorbereitung 1 Monat ab Auftragserteilung; Baustelleneinrichtungs- und Bauzeitenplan je 12 Arbeitstage nach Auftragserteilung; Anliegerinformation (Postwurfsendung) mind. 2 Wochen vor Baubeginn; Baumschutz-Rückschnitt mind. 2 Wochen vor Maßnahmenbeginn.
Auf der Baustellen-Informationstafel ist eine um 1 Monat längere Bauzeit als Puffer für unvorhergesehene Unterbrechungen auszuweisen.
Einsatz von mind. 3 Kolonnen parallel (1× Kanalbau, 1× Pflasterarbeiten, 1× Straßenbau) zur Einhaltung der 48-Arbeitstage-Frist.
Verdichtungsgeräte: im Bereich der Leitungszone und bis 1,0 m über Rohrscheitel nicht zugelassen; ab 1,0 m über Rohrscheitel Anbauverdichter mit Nulllagensensor, X-Schaltstufen, Auflastassistent und elektrischer Drehdurchführung.
Nach Auftragserteilung ist eine verschlossene und versiegelte Urkalkulation zu hinterlegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und Zuverlässigkeit
Eintragung in Berufs-/Handwerksrolle oder Handelsregister (Eigenerklärung VHB 124; auf Verlangen Nachweis).
Mitgliedschaft Berufsgenossenschaft ohne Beitragsrückstände.
Steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung sowie Unbedenklichkeitsbescheinigungen Sozialkasse/Sozialversicherung (VHB 124).
Ab Auftragssumme ≥ 50.000 EUR Pflichtabfrage Wettbewerbsregister durch AG.
Erklärung zum Nichtvorliegen sonstiger Ausschluss-/Zuverlässigkeitsgründe (VHB 124).
Einhaltung TVgG NRW (Tariftreue- und Vergabegesetz NRW) gemäß BVB.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung 3.000.000 EUR Personen-/Sachschäden und 2.000.000 EUR Vermögensschäden (Formblatt F1; bei engerer Wahl Kopie der Police oder Versichererbestätigung).
Jährlicher Gesamtumsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (VHB 124).
Jährlicher spezifischer Umsatz mit vergleichbaren Leistungen in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (VHB 124).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis RAL-GZ 961 Gütesicherung Kanalbau in Beurteilungsgruppe AK3 oder vergleichbar; bei Einstufung AK2 oder AK3 Angabe vergleichbarer Leistungen der letzten 3 Geschäftsjahre; Angabe zu Eigenüberwachung, Fremdüberwachung (mit Prüfstelle) sowie ggf. Verbandsmitgliedschaft (DWA, DVGW, VDRK etc.).
Mindestens 3 vergleichbare Referenzleistungen in den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit Auftragssumme, Auftraggeberin und Leistungszeit (VHB 124; bei engerer Wahl Vorlage der Referenznachweise).
Jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Geschäftsjahre, gegliedert nach Gesamtzahl und technischem Personal (Formblatt F2).
Benennung Bauleiter/in und Stellvertreter/in; Bauleiter mit mindestens 3 Jahren Berufserfahrung bei vergleichbaren Leistungen (Formblatt F3; bei engerer Wahl Lebenslauf).
Bestätigung, dass der Bieter sich mit den Örtlichkeiten vertraut gemacht hat (Vorblatt Bewerbungsbedingungen).
Präqualifikation (z.B. PQ-Verein) als freiwillige Angabe; Nachweise max. 1 Jahr alt.
Bieter-/Angebotsbezogene Anforderungen
Bei Rohren, Formstücken und Zubehör (Steinzeug und Beton) darf nur ein Hersteller/eine Herstellergruppe angeboten werden (Mehrfachnennung führt zum Ausschluss); bei Kunststoffrohren entsprechend nur ein Fabrikat.
Bei Einsatz von Flüssigboden: Hersteller bei Angebotsabgabe benennen; QM-Nachweis durch vom DIBt autorisierte Materialprüfanstalt.
Dichtungen P-Ring: Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2000 für Dichtungen der drucklosen Abwassertechnik.
Steigeisen/Edelstahlbefestigungen: Dübel und Bolzen mit bauaufsichtlicher Zulassung.
Steinmuster auf Verlangen des AG (bei Asphaltdeckschichten mit Diabas).
Mindestens 3 vergleichbare Leistungen (Kanalbau) der letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit Angabe von Auftragssumme, Auftraggeberin und Leistungszeit
Eigenerklärung VHB 124; auf Verlangen Vorlage der Referenznachweise
Falls RAL-GZ 961 Beurteilungsgruppe AK2 oder vergleichbar: zusätzlich Angabe vergleichbarer Leistungen der letzten 3 Geschäftsjahre (gemäß Bewerbungsbedingungen)
Eigenerklärung auf Vorblatt