Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenFliesen- und Natursteinarbeiten im Rahmen der Sanierung und des Umbaus der denkmalgeschützten Gebäude Poppenhusenstraße 6–10 in Hamburg-Barmbek. Die Arbeiten umfassen zwei Bauabschnitte und werden bei laufendem Betrieb der angrenzenden Gebäude und Räume ausgeführt.
Das Angebot muss elektronisch über www.deutsche-evergabe.de bis zum 09.09.2026 um 10:00 Uhr abgegeben werden. Nebenangebote und mehrere Hauptangebote sind nicht zulässig.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis (in EUR, netto) wird aus der Wertungssumme des Angebots ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Bonus-/Malus-Regelungen, Gleitklauseln.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAusführung und Baustellenorganisation
Die Arbeiten erfolgen im Bestand und bei laufendem Betrieb der angrenzenden Gebäude und Räumlichkeiten. Die Bauausführung umfasst die erforderliche Einrichtung und Räumung der Baustelle, Entsorgungsleistungen, die Koordination mit anderen am Bau beteiligten Unternehmen sowie die Mitbenutzung der vorgesehenen Gerüste. Weisungen des vom Auftraggeber eingesetzten SiGeKo sind zu befolgen.
Vor Ausführungsbeginn sind die sichtbar bleibenden Materialien und Oberflächen zu bemustern. Die Muster sind zweifach zu übergeben; zusätzlich ist eine Musterliste vorzulegen. Produktinformationen, Datenblätter, Zulassungen und Einbauanleitungen müssen rechtzeitig vor Materialbestellungen und Ausführungsbeginn der Fachbauüberwachung vorliegen.
Allgemeine Arbeiten in beiden Bauabschnitten
Zu den Leistungen gehören der Rückbau und die Entsorgung vorhandener Sanitärobjekte sowie der Abbruch von Wand- und Bodenfliesen. Innenwände und Böden erhalten die erforderlichen AIV-F-Abdichtungen. Als neue Beläge sind Steinzeugfliesen einschließlich Sockelleisten, Edelstahl-Abschlussschienen und Silikonfugen vorgesehen. Spiegel werden ebenfalls eingebaut.
Bauabschnitt 1
Im ersten Bauabschnitt im Erdgeschoss werden Sanitärobjekte demontiert, 110 m² Wandfliesen und 45 m² Bodenfliesen abgebrochen und die Innenwand- sowie Bodenbereiche abgedichtet. Es werden 110 m² glashelle Steinzeug-Wandfliesen, 45 m² graue, rutschhemmende Steinzeug-Bodenfliesen, 30 m Sockelleisten, 30 m Edelstahl-Abschlussschienen und 95 m Silikonfugen vorgesehen. Zusätzlich sind fünf Spiegel vorgesehen.
In der Kassenhalle und im Foyer werden 430 m² Jura-Natursteinboden gereinigt und imprägniert, 100 Schadstellen gefüllt, 20 Platten ausgetauscht, 10 ELT-Bodentanks abgedeckt und ein 40 m langer ELT-Bodenkanal abgedeckt.
Bauabschnitt 2
Im zweiten Bauabschnitt im nördlichen Erdgeschoss sowie in den nördlichen und westlichen Bereichen des 1. Obergeschosses werden Sanitärobjekte einschließlich Duschen demontiert, 120 m² Wandfliesen und 50 m² Bodenfliesen abgebrochen und die Bereiche mit AIV-F-Abdichtungen der Beanspruchungsklassen W1-I und W2-I im Duschraum versehen. Es werden 90 m² Steinzeug-Wandfliesen, 24,5 m² rutschhemmende Steinzeug-Bodenfliesen, 19 m Sockelleisten, 25 m Edelstahl-Abschlussschienen und 105 m Silikonfugen vorgesehen. Zusätzlich sind fünf Spiegel, darunter ein barrierefreier Kippspiegel, vorgesehen.
Dokumentation und Übergabe
Während der Bauzeit sind Bautagesberichte täglich zu führen und wöchentlich beziehungsweise auf Anforderung tagesaktuell zu übergeben. Vor der Abnahme sind die geforderten technischen Datenblätter, Prüfzeugnisse, bauaufsichtlichen Zulassungen, Entsorgungsnachweise, Protokolle und weiteren Nachweise zu übergeben. Die Abnahmeunterlagen sind einmal in Papierform DIN A4 und einmal digital als PDF auf einem USB-Stick bereitzustellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufliche Registrierung
Der Bieter muss im Handelsregister oder in einem vergleichbaren Register eingetragen sein. Erforderlich sind außerdem die Gewerbeanmeldung sowie der Handelsregisterauszug beziehungsweise der Nachweis über die Eintragung in Berufsregister oder Handwerksrolle.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss über eine ausreichende Leistungsfähigkeit zur Auftragsausführung verfügen. Angemessen sind Umsätze der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre aus vergleichbaren Bauleistungen. Eine Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Mindestdeckung von 5,0 Mio. EUR für Sach-, Vermögens- und Personenschäden, zweifach maximiert pro Jahr, ist nachzuweisen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Es sind drei Referenznachweise aus den letzten fünf abgeschlossenen Kalenderjahren über vergleichbare Leistungen vorzulegen. Jede Referenz benötigt eine schriftliche Bescheinigung der Auftraggeberin über die auftragsgemäße Ausführung und das Ergebnis. Zusätzlich sind die erforderlichen Arbeitskräfte und Ausrüstungen sowie Angaben zur Entwicklung der Arbeitskräfte der letzten drei Jahre nach Lohngruppen und zum technischen Leitungspersonal vorzulegen.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Es dürfen keine rechtskräftigen Verurteilungen oder Geldbußen wegen der in den Vergabeunterlagen genannten Straftaten vorliegen. Ebenso dürfen keine schweren Verfehlungen, wettbewerbsbeschränkenden Absprachen, Interessenkonflikte, Wettbewerbsverzerrungen, mangelhafte Auftragserfüllung, Täuschung, unzulässige Einflussnahme, offenen Steuer- oder Sozialversicherungspflichten, Schwarzarbeit, Verstöße gegen das Mindestlohn- und Arbeitnehmerentsenderecht, Insolvenzverfahren oder Liquidation vorliegen.
Der Bieter muss eine Eigenerklärung zu den Ausschlussgründen nach §§ 123 und 124 GWB sowie eine Erklärung abgeben, dass kein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt ist. Freistellungsbescheinigung, Berufsgenossenschaftsbescheinigung, Sozialkassenbescheinigung und gegebenenfalls Bescheinigung in Steuersachen sind auf Anforderung vorzulegen.
Ausführungsbedingungen und Organisation
Der Auftragnehmer muss mindestens den Mindestlohn zahlen und bei Natursteinarbeiten die ILO-Kernarbeitsnormen einhalten. Falls Holz verwendet wird, ist FSC- oder PEFC-zertifiziertes Holz einzusetzen. Der Bieter muss der Abfrage von Wettbewerbsregister und Gewerbezentralregister zustimmen.
Nach Auftragserteilung ist spätestens zwei Wochen danach ein bevollmächtigter Firmenbauleiter zu benennen. Dieser muss der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig sein. Vor Baubeginn ist eine Gefährdungsanalyse zu erstellen und dem Auftraggeber zu übergeben; Unterweisungsnachweise sind auf der Baustelle vorzuhalten.
Drei Referenznachweise über vergleichbare Fliesenarbeiten beziehungsweise Sanierungsleistungen
Schriftliche Bescheinigung der Auftraggeberin über die auftragsgemäße Ausführung und das Ergebnis.