A45; Baugrunderkundung TB Bremecke; Lüdenscheid
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Autobahn GmbH des Bundes – NL Westfalen – schreibt Baugrunderkundungsarbeiten für den geplanten Ersatzneubau der Talbrücke Bremecke im Zuge der A45 bei Lüdenscheid aus.
Gefordert werden 32 Kernbohrungen (bis ca. 50 m Tiefe) und 32 schwere Rammsondierungen (bis ca. 20 m Tiefe), zusätzlich zwei Grundwassermessstellen, Bodenproben, Wasserproben, Seitendruckversuche sowie bodenmechanische und chemische Laborversuche.
Vergabe als Einzelauftrag (keine Lose), offenes Verfahren nach VOB/A, Angebotsfrist 13.10.2026 um 09:00 Uhr (MESZ), Bindefrist bis 13.11.2026. Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform der Autobahn einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Logistik
Einrichten und Räumen der Baustelle, einschließlich Betrieb eines Bohrkernlagers über rund 30 Wochen. Herstellen von 21 Bohrebenen und 250 m² Baggermatratzen als Wegebau. Probentransport zum Gutachter ETN Erdbaulaboratorium (Königsberger Straße 9, 35410 Hungen).
Technische Vorarbeiten und Genehmigungen
Bohranzeige beim Geologischen Dienst NRW und der Bergbehörde NRW, Bohrzeitenplan erstellen und fortschreiben, wasserrechtliche und ggf. weitere Genehmigungen einholen. Leitungserkundung an 64 Punkten, Vorschachtungen bis 1,25 m Tiefe, Absteckung und Einmessung aller Aufschlusspunkte (ETRS89/UTM, ±0,03 m), Koordination der Verkehrssicherung sowie fotografische Beweissicherung.
Kernbohrungen und Grundwassermessstellen
32 Maschinenkernbohrungen mit Tiefen bis ca. 50 m durch Lockergestein und Festgestein, durchgehende Kerngewinnung nach DIN EN ISO 22475-1. Entnahme von Kern-, Boden- und Wasserproben, Seitendruckversuche nach DIN EN ISO 22476-7, Verfüllung der Bohrlöcher, Fotodokumentation. Zwei Bohransatzpunkte sind zu dauerhaften Grundwassermessstellen auszubauen (Verrohrung, Filterrohr DN125, Schutzrohr DN150, Datenlogger).
Schwere Rammsondierungen
32 schwere Rammsondierungen (DPH) nach DIN EN ISO 22476-2, Richtwert 5–15 m Tiefe, maximal 20 m. Umsetzen des Geräts, ggf. Zulage bei Geländeneigung >25 %, Durchörtern befestigter Flächen, Verfüllung und Verschluss der Bohrlöcher.
Laboruntersuchungen
Bodenmechanische Laborversuche (Wassergehalt, Wasseraufnahmevermögen, Korngrößenverteilung Siebung nass und kombiniert, Fließ- und Ausrollgrenze, Kalkgehalt, Glühverlust, LCPC- und Cerchar-Abrasivität, Einaxial-Versuch an Festgestein) sowie chemische Analysen (Asphaltanalyse nach RuVA StB 01, Bodenanalysen nach EBV, Grundwasseranalyse auf betonangreifende Stoffe nach DIN 4030-2).
Dokumentation und Berichtswesen
Feld- und Ergebnisbericht nach DIN EN ISO 22475-1, Schichtenverzeichnisse, Verfüllprotokolle, Fotodokumentation der Bohrkerne, Koordinatenliste (PDF/Excel/ASCII), Versuchsprotokolle und Ergebnisbericht 2 Wochen nach Abschluss der Erkundungsarbeiten. Übermittlung der Fach- und Bewertungsdaten an den GD NRW gemäß GeolDG.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeiner Eignungsnachweis
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung über die Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die HVA B-StB Eigenerklärung zur Eignung (oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung) mit dem Angebot ein. Angebot in deutscher Sprache, Verwendung der vorgeschriebenen Vordrucke der Vergabestelle, form- und fristgerechte Einreichung.
Fachliche Qualifikation – Bohrpersonal
Bohrgeräteführer müssen die Qualifikation 'Fachkraft für Probenahme und Grundwassermessungen' nach DIN EN ISO 22475 nachweisen; der Qualifikationsnachweis ist bereits mit dem Angebotsschreiben beizufügen – auch für eingesetzte Subunternehmer. Erfahrung mit den ausgeschriebenen Bohrverfahren (Kernbohrungen, schwere Rammsondierungen, Doppel-/Dreifachkernrohr im Fels) wird vorausgesetzt.
Eignungsleihe und Bietergemeinschaften
Eignungsleihe für technische und berufliche sowie wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ist zulässig. Bei Bietergemeinschaften ist eine ARGE-Erklärung mit Benennung des Bevollmächtigten und gesamtschuldnerischer Haftung erforderlich. KMU-Status (< 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio. € Umsatz bzw. ≤ 43 Mio. € Bilanzsumme) ist anzugeben, sofern zutreffend.
Weitere Anforderungen
Benennung eines SiGeKo mit RAB-30-Qualifikation. Verwendung FSC- oder PEFC-zertifizierter Holzprodukte. Pauschaler Schadenersatz in Höhe von 15 % der Abrechnungssumme bei unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung. Messgeräte sind gemäß Herstellervorgaben zu kalibrieren.
Erfahrung mit den beschriebenen Bohrverfahren (Kernbohrungen, schwere Rammsondierungen); Erfahrung mit Doppel-/Dreifachkernrohr im Fels; Erfahrung in Probenahme und Grundwassermessungen nach DIN EN ISO 22475
Referenznachweise mit dem Angebot auf Verlangen; Angaben gemäß Eigenerklärung zur Eignung (HVA B-StB). Keine konkrete Anzahl oder Zeitraum in den Unterlagen genannt.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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