A59, Untersuchungsprüfung bei Verpressankern (Standort 1 und 2)
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Im Zuge des 6-streifigen Ausbaus der A59 (zwischen Autobahnkreuz Duisburg und Anschlussstelle Duisburg-Marxloh) sollen 19 Verpressanker hergestellt und durch Belastungsprüfungen untersucht werden. Ziel ist es, die charakteristische Mantelreibung des Baugrunds zu ermitteln.
Was zu tun ist: An zwei Standorten (Kreuz Duisburg Nord und AS Hamborn) müssen Baugrunderkundungen (Kernbohrungen, Drucksondierungen), Kampfmitteluntersuchungen, die Ankerherstellung (Bohrdurchmesser 160–230 mm, Länge 6–12 m), Schrägzug-Versuche bis rund 4.910 kN sowie umfangreiche Messtechnik (u. a. faseroptische Sensoren) durchgeführt werden. Inklusive Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung, Entsorgung und Rückbau.
Abgabe: Angebot bis 4. November 2026, 10:00 Uhr, elektronisch über die Vergabeplattform vergabe.autobahn.de.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis auf Basis der Wertungssumme (nachgerechnete Angebotssumme inkl. günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. Nachlass ohne Bedingungen); Bonus von 15 v.H. für Werkstätten für Behinderte bei gleicher Wirtschaftlichkeit
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme ergibt sich aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten bei der Berechnung der Wertungssumme einen Bonus von 15 v.H. Ist ein Angebot einer Werkstatt für Behinderte ebenso wirtschaftlich wie ein anderes Angebot, erhält die Werkstatt den Zuschlag. Der Nachweis ist mit dem Angebot zu führen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaugrunderkundung & Kampfmittel
Baugrundaufschluss: An beiden Standorten sind Kernbohrungen (mind. 2 je Standort, Tiefe ca. 11–17 m, DU 169 mm) und Drucksondierungen (CPT 15, Tiefen 0–10 m und 10–20 m) sowie Bohrlochrammsondierungen durchzuführen. Schichtenverzeichnisse und Berichte nach DIN EN ISO 22475-1, Drucksondierungsberichte nach DIN EN ISO 22476-1.
Kampfmittel: Bohrungen für Sondierung (ca. 28 m), sukzessive Freigabe der Bohrpunkte (19 St.) durch ein befähigtes Räumunternehmen, Abschlussbericht mit Übersichtskarte und Messdiagrammen. Personal mit Befähigungsschein nach § 20 SprengG; nur Räumstellen mit Zulassung nach KampfmittelVO NRW.
Verpressanker – Herstellung
Insgesamt 19 Verpressanker als Kurzzeitanker in drei Bohrdurchmessern:
Ankerspezifikationen: 6–22 Spannstahllitzen 0,6" oder 0,62"; Verpresskörperlänge 6 / 9 / 12 m; Ankerneigung 15° bzw. 25°. Systeme nur mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (Z-34.11-236 für Stahlzugglieder, Z-13.8-154 für Ankerköpfe). Ankerabstand mindestens 1,5 m, freie Ankerlänge ≥ 5 m. Inklusive Ankerköpfe (19 St.), zwei Nachverpressungen pro Anker, statische Bemessung und Ausführungspläne je Standort.
Untersuchungsprüfung (Belastungsversuche)
Schrägzug-Versuche in 11 Lastzyklen bis max. 4.910,4 kN (22 Litzen 0,62", St 1660/1860) je Anker. Mindestbeobachtungszeiten je Laststufe: nichtbindiger Boden 15/30/60 min, bindiger Boden 15/60/180 min. Auswertung endet bei Kriechmaß k_s > 2,0 mm. Aufbau und Abbau von Widerlagerkonstruktion (2 St., bis 5 MN), Pressen und Belastungseinrichtung je Anker. Witterungsschutz/Verschattung für den Ankerkopf vorsehen. Versuchsbericht mit Messdaten, Diagrammen, Auswertung der freien Stahllänge; Daten als csv/xlsx.
Messtechnik
Je Anker: 1 induktiver Wegaufnehmer (Messbereich bis 200 mm, Genauigkeit ≤ 0,5 mm, Kriechmaßauflösung ≤ 0,01 mm) und 1 Kraftmessdose (Genauigkeit min. 1 % bzw. 10 kN, größerer Wert gilt). Zusätzlich faseroptische Sensoren: 455 m über die Ankerlänge (in allen 19 Ankern) plus 80 m im Verpresskörper (in 2 zusätzlichen Ankern). Spezifikation: Ortsauflösung 1 cm, Integrationslänge 2 cm, Auflösung 1 µstrain, Messbereich 2.500 µstrain. Einbau, Begleitung und Auswertung nur durch erfahrenes Fachpersonal mit Nachweis/Referenzen für faseroptische Messungen. Echtzeitvisualisierung während des Versuchs.
Baustelleneinrichtung, Erdbau & Verkehrssicherung
Baustelleneinrichtung für jeden Standort (1 Monat Vorhalt je Standort), 500 m Bauzaun, Baufeldvorbereitung: ca. 6.800 m² abräumen, 12.450 m³ Schotter 0/45 RC1 liefern/einbauen, 15.300 m² Geotextil (Trennvlies RC-Klasse 4) liefern/einbauen. Vermessung Urgelände, Baustelleneinrichtungsplan mit Zufahrt- und Abwasserkonzept. Vorankündigung gemäß Baustellenverordnung mindestens 2 Wochen vor Einrichtung der Baustelle.
Verkehrssicherung nach RSA 21 / ZTV-SA inkl. VZ-Pläne, kürzere/längere Dauer (Standort 1 mit 120 m Arbeitsbereich, 30 Tage Vorhalt), 2× 300 m Längsmarkierung Typ II herstellen/entfernen, transportable Schutzeinrichtung 100 m, Kontrolle 2× täglich (an arbeitsfreien Tagen 1×). Abstimmung mit der Autobahnmeisterei Duisburg.
Entsorgung & Rückbau
Entsorgung des Bohrguts und Aushubs gemäß ErsatzbaustoffV / Deponieklassen. Mengen u. a.: 13,6 t BM-F3, 6,8 t DK I und DK II, 3,4 t BM-0 und BM-0*; chemische Analysen BM-0* (4 St.) und BM-F (2 St.) mit Probenahme und Dokumentation; Entsorgungsnachweise (Wiegescheine); Dokumentation in ZEDAL EBV (Formate EBV23/eEBV23), eANV-Dokumente. Verfüllung der Bohrlöcher (Tonpellets, Sand-Kies-Gemisch, FSS-Material).
Rückbau: Arbeitsebene (2 St.), 7 Widerlageranker, Verfüllung der Pfahlköpfe mit 9,5 m³ Boden; Wiederherstellung des ursprünglichen Geländes inkl. Oberbodenandeckung, Bewuchs und Leitplankenausbau (100 m) sowie Leitpfostenaufnahme.
Versuchsbericht, Dokumentation & Präsentation
Versuchsbericht mit Auswertung aller Lastzyklen, Diagrammen, Kriechmaß-Entwicklung, freier Stahllänge, Echtzeitdaten und Rohdaten als csv/xlsx – digital. Fotodokumentation (Vorher-/Nachher-Vergleich) mind. 1024×768, 24 Farben, auf CD/DVD. Bautagesberichte täglich. Ergebnispräsentation (2 × 4 h online) zur Abstimmung der Ergebnisse.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung (Bauleistung nach VOB/A)
Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegende Nachweise
Besondere fachliche Anforderungen (Ausführung)
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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