Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenLieferung und Montage einer Absauganlage für Kunststoffdämpfe in der Werkstatt der Kunststofftechnik im Neubau des Schulungsgebäudes Haus 7 (Standort Hansemann) der Handwerkskammer Dortmund.
Die Anlage wird an bestehenden Werkbänken installiert, mit Verrohrung im Zwischenraum, Rechteckkanälen und Lüftungsgittern sowie einem zentralen Radialventilator unter dem Dach. Zum Umfang gehören auch die interne Elektroinstallation, Inbetriebnahme, Einregulierung, Werkstattzeichnungen sowie die komplette Dokumentation.
Voraussichtlicher Baubeginn TGA: 05.10.2026, Gesamtdauer ca. 6,5 Monate. Angebotsabgabe bis 07.09.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Standort: Haus 7 (Standort Hansemann), Barbarastraße 7, 44357 Dortmund-Mengede.
Gebäude: Erdgeschossige Massivhalle in Stahlbetonbauweise, dient als Schulungswerkstatt für die Kunststofftechnik.
Aufstellung: Die Werkbänke stehen Rücken an Rücken mit ca. 35 cm Abstand; die Absaugung nutzt diesen Spalt für die Verrohrung und wird auf Werkbankhöhe über Lüftungsgitter versorgt.
Bauseits gestellt (nicht im Leistungsumfang): Werkbänke (Bestand), Zufahrt/Andienung über Barbarastraße, Baustrom (vom Ausbildungskran, 80 A, ca. 20 m entfernt), Bauwasser (von Toilettencontainern, ca. 25 m entfernt), WC-Container, Erstellung des Durchbruchs für die Dachdurchführung (Eindichtung bauseits) sowie Zuleitung, Aufklemmen und Messung der Anlagensteuerung.
Absauganlage – Hauptkomponenten
Radialventilator (1 Stück): Volumenstrom min. 4.000 m³/h, Pressung max. 2.800 Pa, 2,20 kW bei 400 V, inkl. Fortluftausblas DN 355 und Rohrschalldämpfer DN 200.
Schwingmetall-Satz (4 Stück) und Gummimanschetten mit Befestigungsschellen.
Schalldämmhaube: Verzinktes Stahlblech, min. 40 mm Noppenschaum, Schallminderung min. 10 dB(A), mit Wartungstür und Kühlluftzuführung, max. 75 kg.
Reparatur-Notschalter (allpolige Abschaltung, bis 7,0 kW).
Ventilator-Nachlaufsteuerung im Aufputzgehäuse mit Motorschutzschalter, Schützsteuerung, Trafo, einstellbarer Aufschaltverzögerung, Hauptschalter, Störmeldung und potentialfreien Kontakten, inkl. Schaltplan.
Signalleuchte (Grün/Rot, 230 V, Wandmontage) und Druckschalter (werkseingestellt).
Rohrleitungen, Schalldämmung und Werkbank-Anbindung
Rechteckkanal (sendzimir-verzinkt, bis 1.500 mm Kantenlänge, Überdruck bis 1.000 Pa / Unterdruck bis −630 Pa) – ca. 3 m².
Formstücke Rechteckkanal (Bögen, Übergangsstücke, Abzweige, Hosenstücke, Kreuzstücke, Steckmuffen) – ca. 1 m².
Wickelfalzrohre DN 125–DN 355 insgesamt ca. 17 m, aufgeteilt in verschiedene Durchmesser (DN 125: 2 m, DN 180: 6 m, DN 200: 1 m, DN 250: 2 m, DN 280: 1 m, DN 300: 4 m, DN 355: 1 m), inkl. passender Formstücke (Bögen, Abzweige, Übergangsstücke).
Regulier-/Drosselklappen DN 180: 4 Stück (manuell).
Rohrschalldämpfer DN 300 (100 mm Dämmpaket, verzinkt, ca. 1.500 mm Länge).
Dachdurchführung DN 355 in Edelstahl mit Flanschplatten, ca. 400 mm Dachaufbau.
Kompaktgitter Zuluft 825/75 mm (bis 500 m³/h, max. 25 Pa, max. 35 dB(A)) – 8 Stück, jeweils für ca. 500 m³/h bei 12 m/s.
Montagezubehör: Installationsschiene 40/40/2,0 mm (14 m, bandverzinkt, statisch berechnet), Gewindestab M8 (5 m), Buche-Multiplex-Arbeitsplatte 40 mm (350 mm tief, 8 m) zum Verschließen des Spalts zwischen den Werkbänken.
Elektroinstallation, Inbetriebnahme und Einweisung
Interne Elektroinstallation der Anlage: ca. 30 m Steuerleitung 2×0,75 mm² und ca. 35 m Verbindungsleitung 4×2,5 mm².
Inbetriebnahme und Einregulierung durch System-Servicetechniker bzw. autorisierten Fachbetrieb: Funktionsprüfung, Einmessung mit Messcomputer, Übergabeprotokoll.
Einweisung des Nutzers in Funktion und Bedienung der Anlage (inkl. evtl. Wiederholungseinweisung), Übergabe- und Einweisungsprotokoll.
Gerüste, Container und Dokumentation
Gerüste/Arbeitsbühnen: 2 fahrbare Montagegerüste bis 5,50 m Arbeitshöhe, inkl. An- und Abtransport.
Material-/Arbeitscontainer: 1 Woche Standzeit, inkl. Statiknachweis.
Werkstatt-/Fertigungs-/Detailzeichnungen: statische Berechnungen, Montagepläne M 1:50, Details M 1:20, Schalt-/Stromlaufpläne. Vorlage mind. 4 Wochen vor Montagebeginn über AWARO.
Dokumentation/Revisionsunterlagen: Grundrisse M 1:50, Schemata, Wartungslisten, Funktionsbeschreibung, Herstellerangaben/Ersatzteillisten, Betriebs-/Bedienungsanleitungen, Prüfzeugnisse, Einweisungsprotokoll, CAD-Abrechnungszeichnungen – digital auf Projektserver/AWARO, spätestens 14 Tage vor Abnahme.
Bautagebuch: Tagesbericht während der gesamten Bauzeit (Mindestangaben: Wetterlage, Mitarbeiterzahl, Geräte/Maschinen, ausgeführte Leistungen, Terminbeurteilungen, besondere Vorkommnisse, besondere Anweisungen).
Stundenlohnarbeiten und Ausführungsfristen
Stundenlohnarbeiten: Obermonteur 4 h, Monteur 6 h, Helfer 6 h (nur Stundenkontingente, keine festen Positionen). Nachweise täglich zur Prüfung am nächsten Werktag; Unterzeichnung alle 14 Tage durch Bauleitung und Auftraggeber.
Ausführungszeiten: Werktage Montag–Samstag
Abfallwirtschaft und Holzprodukte
Abfallentsorgung: Trennung und Erfassung der Bau- und Abbruchabfälle nach geltenden Vorschriften; Nachweise gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV). Bei eigener Verwertungs-/Beseitigungslösung sind Berechtigungsnachweis, Betreiberbestätigung, ggf. Andienungspflicht-Bestätigung sowie Kostenaufgliederung mit dem Angebot vorzulegen.
Holzprodukte: Falls Holz verbaut wird, müssen verwendete Holzprodukte FSC-, PEFC- oder gleichwertig zertifiziert sein; Nachweise gemäß Formular 248 (CoC-Zertifikat, Prüfbericht Thünen-Institut/BfN, Einzelnachweis oder Lieferschein mit FSC/PEFC-Aussage). Originalnachweise vor Einbau bzw. bei Anlieferung vorlegen.
Tariftreue: Einhaltung der Mindestarbeitsbedingungen gemäß TVgG NRW und gesetzlichem Mindestlohn nach MiLoG für Leistungen im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland; Pflicht zur Sicherstellung auch durch Nachunternehmen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung
Verfahren: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A – Abschnitt 1.
Losweise Vergabe: Nein (einheitliche Vergabe).
Nebenangebote: Nicht zugelassen. Mehrere Hauptangebote: Zugelassen, jedes muss für sich zuschlagsfähig sein.
Eignungsnachweise
Präqualifizierte Unternehmen: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) sowie ggf. auftragsspezifische.
Nicht präqualifizierte Unternehmen: Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) mit dem Angebot sowie ggf. auftragsspezifische.
Nachunternehmen: Bei präqualifizierten Nachunternehmen Präqualifikationsnummer angeben; bei nicht präqualifizierten Nachunternehmen Eigenerklärung abgeben.
Bei Zuschlag in enger Wahl: Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen bestätigen lassen, ggf. mit Übersetzung, falls nicht auf Deutsch.
Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder in Textform mit dem Angebot, Benennung eines bevollmächtigten Vertreters und gesamtschuldnerische Haftung.
Fachliche und organisatorische Anforderungen
Fachliche Qualifikation: Fähigkeit zur Erstellung von Werkstatt-/Fertigungs-/Detailzeichnungen einschließlich statischer Berechnungen.
Deutschsprachige Bauleitung: Für die Dauer der auszuführenden Arbeiten muss ein deutschsprachiger Bauleiter oder Vorarbeiter täglich und dauerhaft auf der Baustelle anwesend sein – auch wenn Mitarbeiter fremdsprachig sind.
Befähigungsnachweise: Bei entsorgungsrelevanten Arbeiten (z. B. belastete Böden gemäß EVB) sind entsprechende Nachweise vor Auftragsvergabe vorzulegen.
Gesetzliche Compliance: Beschäftigung von Mitarbeitern ohne gesetzliche Meldung (Unfallversicherung, Sozialversicherung, Lohnsteueranmeldung etc.) ist verboten.
Plattformnutzung: Fähigkeit zur digitalen Kommunikation und Dokumentenübermittlung über die AWARO-Plattform.
Angebotsform: Angebot in deutscher Sprache, auf vorgegebenen Vordrucken, fristgerecht, dokumentenecht; Preisangaben in Euro mit max. 3 Nachkommastellen, ohne Umsatzsteuer (separat am Ende hinzuzufügen).