Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Die Fraunhofer-Gesellschaft beschafft ein komplettes Ammoniakversorgungssystem für experimentelle Forschung an großen Schiffsmotoren (Teststände PST7 und PST8 in Rostock-Warnemünde).
Was wird geliefert?
Ein containerisiertes System aus 4 Modulen:
Was ist zu tun?
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der niedrigste Angebotspreis (ohne MWSt) erhält die volle Punktzahl. Lineare Interpolation zwischen niedrigstem Preis (100 Punkte) und dem doppelten Preis (0 Punkte).
Niedrigster Angebotspreis erhält volle Punktzahl (100 Punkte). Ein fiktiver doppelt so teurer Angebotspreis erhält null Punkte. Dazwischenliegende Preise werden mittels linearer Interpolation in Punkte umgewandelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtsystem – Aufbau und Auslegung
Das Ammoniakversorgungssystem ist als containerisiertes, modulares System auszuführen. Jedes Modul darf maximal die Abmessungen eines 20-ft-Containers haben. Die Auslegung muss die Windlastzone 3 (DIN EN 1991-1-4) erfüllen und über alle Module hinweg ATEX-Explosionsschutz, ein geeignetes Lüftungssystem sowie Gasdetektionssensoren vorsehen.
Die CE-Kennzeichnung gemäß Maschinenrichtlinie (Konformitätserklärung) ist bei Lieferung beizufügen. Die Ammoniak-Emissionen sind auf ≤ 50 ppm zu begrenzen und durch das unterschriebene Angebot zu bestätigen.
Lieferumfang: Verpackung, Versicherung, Installation, Inbetriebnahme und Einweisung am Erfüllungsort.
Module im Überblick (4 Module, ein Los)
(1) Ammonia Supply Module (FSS) – Ammoniak-Entnahme aus dem Tank und Förderung zum Verdampfer. Leistungsparameter: Druck bis 25 bar, Temperatur −10 bis +30 °C, Massenstrom 50–4.500 kg/h. Stickstoff-Spülmöglichkeit vorsehen.
(2) Ammonia Mitigation System (AMS) – Auffangen und sicheres Behandeln von Ammoniak aus Überdruckventilen, Entlüftungsleitungen und Spülvorgängen. Muss auch bei Stromausfall sicher funktionieren – keine Ammoniakfreisetzung.
(3) Ammonia Vaporizer Module (VAP) – Vollständige Verdampfung des Ammoniaks. Druck 5–10 bar, Temperatur 30–60 °C, Massenstrom 50–4.500 kg/h, elektrischer Überhitzer ≥ 100 kW. Mit Stickstoff-Spülmöglichkeit und Heißwasser-Konditionierungssystem (max. 90 °C).
(4) Ammonia Gas Valve Unit (GVU) – Regelung der Ammoniakzufuhr direkt am Motor (innen am Teststand aufgestellt). Druck 2–10 bar, Temperatur 30–60 °C, Massenstrom 75–1.650 kg/h (3X-Klasse) bzw. 200–4.500 kg/h (4X-Klasse).
Nicht im Auftragsumfang enthalten
Folgende Bestandteile sind nicht vom Auftragnehmer zu liefern und werden von Fraunhofer gestellt bzw. durchgeführt:
Logistik und Lieferort
Lieferbedingung: DPU Incoterms 2020 an
> Fraunhofer IGP
> Anwendungszentrum Wasserstoff
> Werftallee 13
> 18119 Rostock-Warnemünde
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Vom Bieter ist eine unterschriebene Selbsterklärung (C_002) beizubringen, dass keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123 und 124 GWB vorliegen – u. a. keine schwerwiegenden strafrechtlichen Verurteilungen, keine Steuer- oder Sozialversicherungsverstöße, keine Insolvenz, keine wettbewerbswidrigen Vereinbarungen, keine Verstöße gegen Arbeits-, Sozial-, Umwelt- oder Mindestlohnrecht.
Zusätzlich ist die Eigenerklärung gem. EU-VO 833/2014 (C_004) zwingend einzureichen, mit der bestätigt wird, dass weder der Bieter noch Unterauftragnehmer/Lieferanten (>10 % des Auftragswerts) einen Russland-Bezug i. S. d. Sanktionsliste aufweisen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Bei einem Auftragswert > 500.000 € behält sich der Auftraggeber eine Bonitätsauskunft vor (Creditreform oder Coface):
Ab einer Auftragssumme ≥ 30.000 € wird für den künftigen Auftragnehmer eine Abfrage des Wettbewerbsregisters gem. § 6 Abs. 1 WRegG durchgeführt.
Nachhaltigkeit und Compliance
Der Bieter muss die Nachhaltigkeitsstandards der Fraunhofer-Gesellschaft (Stand Juni 2024) verbindlich einhalten und vertraglich übernehmen. Dazu zählen u. a.:
Exportkontrolle
Vom Bieter ist das Export-Klassifizierungs-Formular (C_003) auszufüllen und zu unterzeichnen. Angaben zu Ausfuhrliste, EG-Dual-Use-Verordnung und ggf. US-Recht sind auch im Angebot, Lieferschein und in der Rechnung zu machen.