Arbeitsmarktdienstleistung für eine Maßnahme nach § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III - "Kompetenzfeststellung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit Migrationshintergrund"
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenArbeitsmarktdienstleistung zur Kompetenzfeststellung für erwerbsfähige SGB-II-Leistungsberechtigte mit Migrationshintergrund.
Die Maßnahme umfasst Befragungen, Grundlagenvermittlung, Bewerbungsbegleitung, praktische Erprobungen und möglichst ein Praktikum. Sie wird in zwei dreimonatigen Durchgängen mit jeweils 20 Teilnehmenden durchgeführt.
Das Angebot ist ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- I.10.1 Auftragsbezogene Zusammenarbeit
Wertungsbereich zur auftragsbezogenen Ausgestaltung der Zusammenarbeit mit Akteuren, potenziellen Kooperationspartnern sowie deren Organisation und Umsetzung anhand eines auf die Zielgruppe zugeschnittenen Beispiels.
- I.10.2 Strategische Vorgehensweise/Teilnehmerbezogene Vorgehensweise
Wertungsbereich zur strategischen und teilnehmerbezogenen Vorgehensweise bei der Kompetenzfeststellung. Die mit einem Sternchen gekennzeichneten Kriterien führen bei 0 Punkten zum Ausschluss des Angebotes.
- I.10.3 Organisation und Durchführungsqualität
Wertungsbereich zur Organisation und Durchführungsqualität, insbesondere Personaleinsatz, Sprachmittler-Einsatz und interkulturelle Kompetenzen.
Erweiterte Richtwertmethode: Kennzahl für das Leistungs-Preis-Verhältnis = Gesamtsumme der Leistungspunkte / Wertungspreis × 100, kaufmännisch auf zwei Dezimalstellen gerundet. Zunächst werden Angebote innerhalb eines Korridors aus der höchsten Kennzahl und deren um 10 Prozent verminderten Kennzahl als gleichwertig behandelt; entschieden wird in diesem Korridor nach der höchsten Leistungspunktzahl im Wertungsbereich I.10.2, bei Gleichstand nach dem preisgünstigeren Angebot, danach durch Auslosung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenZielgruppe und Rahmen
Die Maßnahme richtet sich an erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit Migrationshintergrund nach § 16 Abs. 1 SGB II in Verbindung mit § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III. Die Zuweisung der Teilnehmenden erfolgt ausschließlich durch den Auftraggeber. Die Durchführung umfasst zwei Durchgänge mit jeweils drei Monaten; das Preisblatt sieht jeweils 20 Teilnehmende je Durchgang vor.
Modul 1
Das einmonatige Modul 1 umfasst Einzelgespräche und Befragungen zur Erhebung von Kompetenzen, Qualifikationen, Fähigkeiten und Neigungen. Je Teilnehmenden sind mindestens 20 Stunden für Gespräche und Befragungen vorgesehen, davon mindestens 12 Stunden Einzelgespräche. Eine tägliche Präsenzpflicht besteht nicht; Kleingruppen umfassen höchstens 10 Teilnehmende. Bei Bedarf werden Sprachmittler eingesetzt. Zusätzlich werden ein Lebenslauf, Bewerbungsunterlagen, Grundlagen zur Stellensuche und Bewerbung sowie Grundlagen zu Beschäftigungsverhältnissen erarbeitet oder vermittelt.
Modul 2
Das zweimonatige Modul 2 umfasst 20 Präsenzstunden je Woche. Im Vordergrund stehen Praktikasuche, Stellenrecherche, Bewerbungsunterlagen, Bewerbungsaktualisierung, Unterstützungsangebote und Möglichkeiten des Spracherwerbs. Mindestens ein Praktikum im zweiten Monat ist vorgesehen, wenn möglich. Praktika dauern je Teilnehmendem mindestens zwei und maximal drei Wochen. Während der Praktikumszeit erfolgt mindestens wöchentlich persönlicher oder telefonischer Kontakt; telefonischer Kontakt allein genügt nicht. Vier Wochen in Modul 2 sind beim Auftragnehmer durchzuführen, unter anderem zur Vor- und Nachbereitung der betrieblichen Erprobungen.
Praktische Erprobungen und Praktika
Die praktische Erprobung dient dazu, Kompetenzen fachpraktisch festzustellen. Für die Durchführung müssen für mindestens zwei der genannten Berufsfelder praktische Erprobungsplätze nachgewiesen werden; für zwei weitere Berufsfelder kann der Nachweis spätestens vier Wochen nach Zuschlagserteilung erbracht werden. Die genannten Berufsfelder sind Hotel- und Gaststättengewerbe, Reinigung und Hygiene, Handel, Verwaltung, Metallbau und Metallbearbeitung, Produktion und Fertigung, Kranken- und Altenpflege, pädagogischer Bereich sowie Aus-, Hoch- und Tiefbau sowie Transport, Lager und Logistik. Arbeitgeber sollen ausbildungsberechtigt sein. Der erste Kontakt mit dem Praktikumsunternehmen muss innerhalb der ersten drei Tage erfolgen.
Räume, Technik und Erreichbarkeit
Der Maßnahmeort ist am Gebäude eindeutig auszuschildern und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Erforderlich sind ausreichend große und ausgestattete Besprechungs-, Seminar-, Unterrichts- und Sozialräume, ein Besprechungsraum für mindestens 11 Personen und Seminarräume für Kleingruppen bis zehn Teilnehmende. Je Einrichtung ist ein Fotokopierer vorzuhalten. Es sind ausreichend vernetzte PC-Arbeitsplätze mit Internetanschluss, geeignete Hardware, marktübliche Office- und Anwendersoftware, Virenschutz, Firewall und IT-Sicherheitsmaßnahmen bereitzustellen. Je Unterrichtsraum ist ein Farbdrucker, je Standort ein Fotoscanner sowie PDF-Generator und PDF-Reader vorzuhalten. Arbeitsunterlagen sollen digital in bearbeitbarer Form oder auf Wunsch auf USB-Sticks bereitgestellt werden.
Dokumentation und Berichtswesen
Teilnehmerbezogene Aktivitäten sind ab dem ersten Zuweisungstag zu erfassen. Monatliche Anwesenheitslisten mit Anwesenheitszeiten und verbrauchten Stunden sind zu führen; Fehlzeiten aus wichtigem Grund sind gesondert zu kennzeichnen. Je Teilnehmendem ist ein Teilnehmervertrag abzuschließen. Die teilnehmerbezogenen Abschlussberichte sind spätestens eine Woche nach Ende der Zuweisung und der maßnahmebezogene Gesamtbericht spätestens vier Wochen nach Ende der Maßnahme vorzulegen. Ergebnisse, Empfehlungen, Arbeitgeber- und Kooperationskontakte sowie weitere Eingliederungsschritte sind zu dokumentieren. Bei Abbruch einer betrieblichen Erprobung ist unverzüglich die Suche nach einem anderen Arbeitgeber einzuleiten und zu dokumentieren.
Datenschutz und sichere Übermittlung
Personenbezogene Daten sind grundsätzlich über Cryptshare oder auf dem Postweg zu übermitteln; normale E-Mail ist für personenbezogene Daten unzulässig. Berichte mit Gesundheitsdaten oder besonders schützenswerten Daten sind ausschließlich per Post zu versenden. Teilnehmerbezogene Daten dürfen nicht in Listenform übermittelt werden; ausgenommen ist die Anwesenheitsliste. DSGVO-konforme Einwilligungen sind einzuholen, zu dokumentieren und aufzubewahren. Datenlöschung, On-Premise-Kommunikation und Informationssicherheit sind umzusetzen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTrägerzulassung und fachliche Befähigung
Der Bieter muss die für die Maßnahmedurchführung erforderliche Trägerzulassung durch Zertifikat nachweisen. Die eingesetzten Interviewer sowie Lehrkräfte beziehungsweise Ausbilder müssen fachlich und pädagogisch geeignet sein. Berufs- oder Studienabschluss sowie einschlägige Berufserfahrung, pädagogische Qualifikation und Erfahrung im Umgang mit der Zielgruppe werden gefordert.
Personaleinsatz und Verantwortlichkeit
Mindestens eine verantwortliche Person muss während der gesamten Maßnahmedauer beim Auftragnehmer eingestellt sein. Neben Interviewern sowie Lehrkräften beziehungsweise Ausbildern wird Personal für Sprachmittlung und administrative Aufgaben wie Teilnehmerverwaltung und Fahrkostenerstattung benötigt. Für Urlaub und Krankheit ist eine Vertretungsregelung sicherzustellen und mitzuteilen. Beim Praktikumsbetrieb beziehungsweise bei Kooperationspartnern muss eine fachlich und sozial geeignete Betreuung gewährleistet sein.
Räumlichkeiten und technische Voraussetzungen
Die Maßnahmeorte müssen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein und geeignete Besprechungs-, Seminar-, Unterrichts- und Sozialräume in ausreichender Zahl, Größe und Ausstattung bereitstellen. Es sind ausreichend vernetzte PC-Arbeitsplätze mit Internetanschluss sowie technische und organisatorische IT-Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. Arbeitsschutz-, Unfallversicherungs-, Brandschutz- und Datenschutzanforderungen sind einzuhalten.
Kooperationen und praktische Erprobungsplätze
Für mindestens zwei der in der Leistungsbeschreibung genannten Berufsfelder müssen praktische Erprobungsplätze nachgewiesen werden. Die Kooperationspartner müssen in der Lage sein, fachpraktische Kompetenzfeststellungen durchzuführen. Für die Praktikumsbetreuung muss ein fachlich und sozial geeigneter Verantwortlicher vorhanden sein.
Wirtschaftliche und formale Angaben
Vorliegen können Angaben zu Haftpflichtversicherung, Berufsgenossenschaft, Bietergemeinschaft, Unteraufträgen, Eignungsleihe und Ausschlussgründen. Bei einer Bietergemeinschaft müssen insgesamt alle Mitglieder die Eignungskriterien erfüllen. Unterauftragnehmer und Verleiher müssen die Anforderungen zu Mindestentgelt, Beschäftigungsnachweisen und Kontrollen einhalten.
Ausschlussgründe und Erklärungen
Erklärungen zu personen- und Unternehmensbezogenen Voraussetzungen sowie gegebenenfalls zu strafrechtlichen Verurteilungen, Steuer- oder Sozialversicherungsrückständen, sozial- und arbeitsrechtlichen Verfehlungen, Insolvenz, schweren beruflichen Verfehlungen und wettbewerbsverzerrenden Verhaltensweisen sind vorzulegen. Bei einer Bietergemeinschaft ist für jedes betroffene Mitglied eine separate Erklärung erforderlich.
Erklärung zu bereits ausgeführten oder vergleichbaren Leistungen zur Kompetenzfeststellung nach § 45 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB III oder mit im Wesentlichen gleicher Zielsetzung; alternativ Erfahrung des für die Ausführung oder Leitung verantwortlichen Personals.
Angaben zu Auftragnehmer, Rechtsgrundlage, Vergabe- und Losnummer, Durchführungszeitraum, Durchführungsort, Auftraggeber und Ansprechpartner; bei anderen vergleichbaren Leistungen zusätzlich aussagekräftige Leistungsbeschreibung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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