Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Universität Hamburg vergibt im Auftrag von sechs Hamburger Hochschulen einen Dienstleistungsauftrag zum Aufbau einer gemeinsamen föderierten Identity- und Access-Management-Infrastruktur (IAM). Jede Hochschule erhält ein lokales IAM-System, das in eine gemeinsame Landesföderation (Subföderation innerhalb der DFN-AAI) integriert wird. Zum Einsatz kommen offene Standards wie SAML, OpenID Connect, SCIM und FIDO2 sowie der DFN-AAI-Dienst inkl. eduID. Ergänzend ist ein zentrales Verzeichnis für Personenattribute vorgesehen.
Das Projekt umfasst die Bestandsaufnahme, die Zielarchitektur, den Aufbau der Subföderation, die Ertüchtigung der lokalen Systeme, einen SSO-/Föderations-Proxy, die eduID-Integration sowie die Überführung in den Regelbetrieb. Die Projektlaufzeit beträgt maximal 24 Monate ab Vertragsbeginn, der geschätzte Aufwand liegt bei 150–250 Personentagen.
Es handelt sich um ein zweiphasiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Bewerber müssen einen vollständigen Teilnahmeantrag samt Eignungsnachweisen und Referenzen einreichen; ausgewählt werden bis zu 3 Bewerber für die Angebotsphase.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Kalkulatorische Gesamtkosten netto des Projekts30%
Preiskriterium: Kalkulatorische Gesamtkosten netto des Projekts (z.B. Personentage x Tagessatz). Eine weitere Detaillierung erfolgt mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe.
- Umsetzungskonzept/Methodisches Vorgehen
Qualitätskriterium (Unterkriterium); genaue Gewichtung wird mit Aufforderung zur Angebotsabgabe konkretisiert. Bewertet wird das methodische Vorgehen und das Umsetzungskonzept.
- Fachliche Passung
Qualitätskriterium (Unterkriterium); genaue Gewichtung wird mit Aufforderung zur Angebotsabgabe konkretisiert. Bewertet wird die fachliche Passung des Angebots auf die ausgeschriebene IAM-Leistung.
- Projektteam
Qualitätskriterium (Unterkriterium); genaue Gewichtung wird mit Aufforderung zur Angebotsabgabe konkretisiert. Bewertet wird die Qualifikation und Zusammensetzung des Projektteams inkl. Projektleitung sowie nachgewiesene Fachkenntnisse in föderierten IAM-Technologien (SAML, OpenID Connect, Shibboleth, LDAP, SCIM, FIDO2).
- Bieterpräsentation
Qualitätskriterium (Unterkriterium); genaue Gewichtung wird mit Aufforderung zur Angebotsabgabe konkretisiert. Bewertet wird die Vorstellung des Projektteams und des Projektplans anhand spezifischer Szenarien im Bietergespräch.
Freie Verhältniswahl Preis/Leistung mit Gewichtung 30% Preis / 70% Qualität
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜberblick und Zielsetzung
Gegenstand ist der Aufbau einer gemeinsamen föderierten Identity- und Access-Management-(IAM)-Infrastruktur für die sechs Hamburger Hochschulen:
Ziel ist eine einheitliche Authentifizierung, Autorisierung und Accounting (AAA) auf Basis etablierter Föderationstechnologien (SAML, OpenID Connect, SCIM, FIDO2) unter Nutzung des DFN-AAI-Dienstes inkl. eduID. Optional können weitere wissenschaftliche Einrichtungen Hamburgs einbezogen werden. Die Identitätsverwaltung bleibt grundsätzlich dezentral bei den Einrichtungen.
Leistungsbausteine
Die Leistung gliedert sich in folgende zusammenhängende Bausteine:
A. Bestandsaufnahme und Anforderungsanalyse
B. Zielarchitektur (AAA-Infrastruktur)
C. Aufbau der Subföderation (DFN-AAI)
D. Ertüchtigung der lokalen IAM-Systeme
E. SSO-/Föderations-Proxy
F. Integration von eduID
G. Inbetriebnahme und Regelbetrieb
Qualitätsanforderungen
Die Leistungserbringung soll sich an folgenden Standards orientieren:
Rahmenbedingungen
Projektlaufzeit: maximal 24 Monate ab Vertragsbeginn; Vertragsbeginn spätestens 4 Wochen nach Zuschlagserteilung
Geschätzter Aufwand: 150–250 Personentage
Erfüllungsort: Hamburg (Stadt Hamburg)
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Muss-Kriterien (Ja/Nein)
Folgende Unterlagen müssen vollständig ausgefüllt und unterschrieben vorliegen – ohne sie erfolgt keine weitere Prüfung:
Inhaltliche Eignungskriterien (Punktebewertung)
a) Bewerbervorstellung – keine eigene Punktewertung, aber Voraussetzung. Inhalt: Rechtsform, Vertretungsberechtigte, Standorte/Zweigstellen, Anzahl Beschäftigte per 01.07.2026, Gesamtumsatz der letzten 3 Jahre, Tätigkeitsschwerpunkt.
b) Referenzen – maximal 180 Punkte (Mindestpunktzahl 90 Punkte). Pro Referenz max. 60 Punkte, verteilt auf:
Es können bis zu 3 Referenzen eingereicht werden, mindestens jedoch 1.
Allgemeine Eignungsanforderungen
Es gelten die üblichen Eignungsanforderungen gemäß §§ 42–50 VgV / §§ 31–35 UVgO:
Die Nachweise werden über die Eigenerklärungen und ggf. durch Nachforderung erbracht.
Mindestvoraussetzungen für die Qualifikation
Um als Bieter für Phase 2 ausgewählt zu werden, müssen folgende Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein:
Es werden je Phase 2 höchstens 3 Bewerber zugelassen (Mindest- und Höchstzahl: 3).
Eignungsleihe
Die Eignungsleihe ist nach § 47 VgV zulässig, sofern Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch genommen werden. Ausgeschlossen ist die Eignungsleihe jedoch für kritische Aufgaben gemäß § 47 Abs. 5 VgV.
Verfahrensrahmen und Wertung
Es handelt sich um ein zweiphasiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb:
Zuschlagskriterien in Phase 2:
Mindestens 1, idealerweise bis zu 3 Referenzen aus den letzten 3 Jahren zu thematisch vergleichbaren Leistungen (föderierte IAM-Infrastruktur, IT-Projektmanagement, IT-Beratung)
Inhalt je Referenz: Auftraggeber mit Ansprechpartner und Kontaktdaten, Auftragsjahr, Auftragsvolumen in Personentagen, Auftragsinhalt in angemessener Detaillierung
Pflichtreferenz: Aufbau oder Weiterentwicklung einer föderierten IAM-Infrastruktur auf Basis von SAML und/oder Shibboleth im Hochschul-/Wissenschafts-/Forschungsumfeld mit Beteiligung mindestens dreier Hochschulen/Einrichtungen
Nachweis über Auftraggeber, Auftragsjahr, Auftragsvolumen in Personentagen, Auftragsinhalt; Bewertung mit max. 60 Pkt. pro Referenz (Kooperationspartner 10 Pkt., Auftragsvolumen 20 Pkt., inhaltliche Passgenauigkeit 30 Pkt.)