Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Verbandsgemeinde Dannstadt-Schauernheim für den Vollausbau eines Teilbereichs der Haßlocher Straße (ca. 300 m, von Hauptstraße bis Bahnhofstraße) in der Ortsgemeinde Hochdorf-Assenheim.
Die Maßnahme umfasst Straßenbau (Asphalt- und Pflasteraufbau, Gehwege, Bord- und Rinnenanlagen), Kanalaustausch (Mischwasserkanal DN 400–600 in Stahlbeton mit ca. 15 Hausanschlüssen und Schachtbauwerken), Erneuerung der Wasserversorgungsleitung (GJS DN 100) und Erneuerung der Straßenbeleuchtung (10 Lichtmasten, Kabel NYY-J 5x10).
Die Arbeiten werden in zwei Bauabschnitten unter Vollsperrung ausgeführt, die Bauzeit beträgt rund 9 Monate, der Abschluss ist für 2027 vorgesehen. Angebote müssen bis zum 20.10.2026 um 09:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Einrichten und Vorhalten der Baustelle für alle Gewerke, inklusive Bauzaun, Vorwegweiser, Fußgängerführung und Erschütterungsmessungen nach DIN 4150. Verkehrszeichen- und Umleitungspläne in dreifacher Ausfertigung sind zu erstellen, die verkehrsrechtliche Anordnung für beide Bauabschnitte zu beantragen. Die Maßnahme wird in zwei Bauabschnitten unter Vollsperrung ausgeführt: Bauabschnitt 1 Gartenstraße bis Bahnhofstraße, Bauabschnitt 2 Hauptstraße bis Gartenstraße (nach Zwischenabnahme BA 1). Bauzeit rund 9 Monate, Abschluss 2027.
Straßenbau
Vollausbau mit Funktionstrennung Gehwege/Fahrbahn. Fahrbahn in Asphaltbauweise (4 cm Deckschicht, 14 cm Tragschicht, 37 cm Frostschutz), Gehwege mit Betonpflaster auf Drainbeton-Tragschicht und Frostschutzschicht, Gesamtaufbau je 55 cm, Belastungsklasse BK 1,0 gem. RStO 2012. Bordanlagen mit Rundbord 15/22, Übergangs- und Absenksteinen, Entwässerungsrinnen aus Würfelpflaster 16/16/14 (1-zeilig), Straßenabläufe 50/30 und 30/30, SK-Anschlüsse DN 150. Quergefälle variabel ca. 3 % (mind. 2 %, max. 4 %). Inklusive Straßenaufbruch, Erdarbeiten, Pflaster- und Asphaltarbeiten, Straßenentwässerung, Höhenumbau der Schachtbauwerke, Straßenmarkierungen (Haltelinie, Wartelinien, Radfahrer- und Fußgängerfurt) und barrierefreier Ausbildung an Einmündungen.
Kanalaustausch (Mischwasserkanal)
Erneuerung des Mischwasserkanals DN 400–600 in Stahlbeton mit ca. 15 Kanalhausanschlüssen (PVC-U DN 150) und Schachtbauwerken DN 1000–1200. Erdarbeiten Kanalisation, Verlegung, Grabenverbau, Verfüllung. Bestandskanal Mischwasser DN 500 bleibt tlw. als Bestand erhalten (s. Ausbauquerschnitt C-C). Digitale Kanalbestandspläne (UTM, ISYBAU 96, DXF, PDF, Farbplot) sowie Fotodokumentation der Hausanschlüsse sind zu liefern. Kostenträger: Eigenbetrieb Abwasser der VG Dannstadt-Schauernheim.
Erneuerung der Wasserversorgung
Austausch der Trinkwasser-Hauptleitung als GJS DN 100 (ca. 190 m) und ca. 15–22 Wasserhausanschlüsse bis in die Keller. Erdarbeiten für Hauptleitung und Hausanschlüsse, Grabenverbau und Verfüllung. Die Montage der Leitung erfolgt durch die Friedelsheimer Gruppe, die Erdarbeiten durch den Auftragnehmer. Trassenführung gemäß Lageplan WV 1 (Station 0,00 bis 25,00 dargestellt, weitere Stationen fortgesetzt).
Straßenbeleuchtung
Kabelverlegung NYY-J 5x10, Aufstellen von 10 Lichtmasten mit Lichtpunkthöhe 6,0 m sowie Demontage der Bestandsanlagen. Anpassung an Bestand an beiden Enden.
Bauausführung – Pflichten des Auftragnehmers
Koordinierung der Fremdfirmen und Versorgungsträger, getrennte Rechnungsstellung je Kostenträger (OG Hochdorf-Assenheim, Eigenbetrieb Abwasser, Friedelsheimer Gruppe). Lastplattenversuche, Rammsondierungen und Druckprüfungen an Probekörpern sind zu protokollieren (mehrfach in Papierform).
Baugrund und Bodenaustausch
Homogenbereiche B1–B4 gemäß beigefügtem Baugrundgutachten, mind. 50 cm Tiefenkofferung vorgesehen. Sanierungsvorschläge für Erdplanum und Straßenoberbau sind zu beachten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Präqualifikation/Eigenerklärung)
Mit dem Angebot ist entweder die PQ-Nummer (präqualifizierte Unternehmen) abzugeben oder die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) bzw. eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Allgemeine Nachweise (auf Verlangen)
Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle bzw. bei der IHK, Nachweis Haftpflichtversicherung.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, keine Abweisung mangels Masse, keine Liquidation. Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A. Keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten zwei Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie der Sozialversicherungsbeiträge. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Ab 30.000 € Auftragssumme wird ein Gewerbezentralregisterauszug gem. § 150a GewO angefordert.
Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Bauleistungen und vergleichbare Leistungen der letzten drei Geschäftsjahre (mit Anteil bei ARGE). Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamtes (Bescheinigung in Steuersachen), Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG und qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen.
Technische Leistungsfähigkeit / Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (auf Verlangen mit Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem Personal mit Mengenangaben, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, technischen Anforderungen, Baumaßnahmenart, vertraglicher Bindung, ggf. koordinierten Gewerken und Auftraggeberbestätigung).
Tariftreue / Mindestentgelt (LTTG)
Abgabe einer Tariftreueerklärung nach § 4 Abs. 1 oder 3 LTTG oder Mindestentgelterklärung nach § 4 Abs. 2 LTTG (gilt für Aufträge ab 20.000 € Netto). Für Nachunternehmer und Verleiher ab 10.000 € Auftragsvolumen sind entsprechende Erklärungen sicherzustellen. Kalkulationen der Nachunternehmer müssen auf Einhaltung der Tariftreue/Mindestentgelt geprüft werden. Bei Nichtabgabe erfolgt Ausschluss des Angebots.
Kapazität / Personelle Leistungsfähigkeit
Ausreichende Arbeitskräfte für die Ausführung verfügbar; auf Verlangen ist die Anzahl der in den letzten drei Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte gegliedert nach Lohngruppen und mit Leitungspersonal nachzuweisen.
Insolvenzplan
Falls ein Insolvenzplanverfahren anhängig ist, ist auf Verlangen ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorzulegen.
Mindestens 3 vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren
Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetztes eigenes Personal mit Mengenangaben, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vergleichbarkeit bezieht sich auf Bauleistungen wie Kanal-, Straßen- und/oder Tiefbau.