Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Wissenschaftsstadt Darmstadt (Grünflächenamt) schreibt im Rahmen des Förderprogramms „PaMo Sozialer Zusammenhalt" Bauleistungen zur Aufwertung der Grünanlage „Im Tiefen See" öffentlich aus.
Die ca. 14.000 m² große Anlage wird mit einem mäandrierenden „Spielband" umgestaltet, das drei Bereiche verbindet: Nord (Sport/Spiel), Mitte (Klein-/Schulkinder) und Süd (Aufenthalt/Picknick).
Gefordert sind Erdarbeiten, Wegebau (wassergebundene Decken, Betonsteinpflaster), Pflanzarbeiten (Gehölze, Rasen, Blumenwiese), der Einbau von Spiel- und Sportgeräten inkl. Fallschutzbeläge, Möblierung (Bänke, Tische, Abfallbehälter, Poller), die Sanierung bestehender Spielgeräte sowie Fertigstellungs- und Entwicklungspflege über mehrere Jahre.
Die Maßnahme ist in Titel gegliedert (Tief- und Landschaftsbau / Gehölzpflanzungen KfW-gefördert / Entwicklungspflege Grünflächen), wird aber als einheitliche Bauleistung vergeben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitung, Baugrund und Baustellenmanagement
Bauzaun, Stammschutz, Verkehrszeichen, Vermessung und Bauschild sind Teil der Vorbereitung. Die Baustelleneinrichtung wird nicht gesondert vergütet.
Das Baufeld ist beengt; es darf nur innerhalb des Baufelds gearbeitet werden, keine zusätzlichen Flächen. Das Gebiet ist Bombenabwurfsgebiet – eine Kampfmittelbeseitigungskoordination ist erforderlich.
Vor Baubeginn ist eine Beweissicherung durch den Auftragnehmer durchzuführen (baulicher Zustand schriftlich und fotografisch dokumentieren).
Während der gesamten Bauzeit ist die Erreichbarkeit der Kindertagesstätte „Friedrich-Fröbel-Haus" sicherzustellen (Fußgängerführung mit 1,2 m lichter Breite, Ost-West-Fußgängerquerung, Freihaltung der Parkplatzausfahrt/-einfahrt). Baustellenzufahrten über Jacobistraße und Helfmannstraße.
Verkehrsrechtliche Anordnungen für Sperrungen von Wegeabschnitten holt der AN selbst ein.
Es findet ein wöchentlicher Jour-fixe statt; die Teilnahme des verantwortlichen Bauleiters des AN ist verpflichtend.
Für die Aufmaßtermine ist die Bauleitung mindestens 2 Tage vorher zu informieren.
Wassergebundene Flächen sind nach Einbau mindestens 2 Wochen zu sperren.
Die Absteckung erfolgt durch den AN.
Erdarbeiten, Entsorgung und Beton-/Mauerarbeiten
Räumungsarbeiten: Demontage bestehender Spielgeräte und Ausstattung, Entfernung von Grasnarbe, Aufwuchs, Wurzelwerk, Rindenmulch, Pflaster und Natursteinmauern.
Erdarbeiten: Oberboden abtragen und andecken, Boden lösen/fördern/einbauen, Geländemodellierung (10 % Quergefälle gemäß Plan).
Entsorgung (nicht gefährliche Abfälle nach AVV): Grasnarbe, Gehölzschnitt, Betonabbruch, Bauschutt, Metall, Holz, Kunststoff.
Beton- und Mauerarbeiten: Streifenfundamente C 20/25, Winkelstützelemente, Einzelfundamente (u.a. für Spielband-Ausstattung und Startpodest). Frostfreie Gründung, Bewehrung nach Statik, mind. 1 % Gefälle.
Spielband – Aufbau und Oberflächen
Musterfläche gemäß Detail D 05: Gesamtaufbau 7
Wegebau
Planum herstellen, Tragschicht einbauen.
Wege Typ „Mittiger Weg" und „Begleitender Weg" (1,2 m breit, 2,0 % Quergefälle): 30 cm Kies/Sand, wassergebundene Decke; Unterbau gemäß D 01.
Befestigte Flächen aus Betonstein: Betonplatten, Pflaster, EPDM-Fallschutzbelag, Vegetationstragschicht.
Sanierung von Bestand (u.a. Sechseck-Schaukel, Kleinkinderschaukel): Restaurierung und Neulackierung in RAL 1015.
Ausstattung, Möblierung und Spielgeräte
Lieferung und Aufstellung gemäß Übersicht T 02 (Mengen, Modelle, Herstellerangaben verbindlich vorgeschlagen):
Verwendete Farbcodes: DB 701, RAL 1007, RAL 1015, RAL 3002.
Bestandsspielgeräte (Sechseck-Schaukel, Kleinkinderschaukel) werden restauriert und neu lackiert (RAL 1015).
Die Erstabnahme der Spiel- und Sportgeräte erfolgt durch einen qualifizierten Spielplatzprüfer nach DIN SPEC 79161.
Seilbahn-Startpodest
Neubau eines Holzpodests als Zugang zur vorhandenen Seilbahn gemäß Schema D 04:
Pflanzungen und Begrünung
Gehölzpflanzungen (KfW-gefördert, Los 02):
Einsaat/Begrünung (Titel 01):
Einhaltung DIN 18915, 18916, 18917, 18919 sowie FLL-Empfehlungen für Baumpflanzungen.
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege
Fertigstellungspflege 2027 (Titel 01):
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege Gehölze (Titel 02): 2027 bis 2030 – Wässern Großgehölze 73 St./15×100 l, Sträucher 35 St./15×20 l, Stockaustriebe entfernen, Aufwuchs trennen, Düngung 108 St.
Entwicklungspflege allgemeine Grünflächen (Titel 03, nicht förderfähig) 2028–2030: Mähen Gebrauchsrasen 6.100 m²/20 Schnitte, Mähen Wiese 3.600 m²/2 Schnitte, Pflege wassergebundene Decke 1.400 m², organische Düngung 6.100 m².
Förderzeitraum KfW endet am 07.08.2030.
Stundenlohnarbeiten und Nebenleistungen
Stundenlohnarbeiten (Pos. 01.13): Baustellen-Mittellohn 30 h, LKW 5–8 t 10 h, Minibagger 10 h, Radlader 18–37 kW 10 h, Kompressor 10 h – nur auf Anordnung des AG.
Wasserhaltung und Kampfmittelbeseitigungskoordination sind im Gesamtumfang enthalten.
Separate Abrechnung für förderfähige und nicht-förderfähige Leistungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFinanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind (inkl. Anteil bei ARGE).
Vorlage erst auf Verlangen der Vergabestelle: Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt/Bescheinigung in Steuersachen sowie Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Berufliche Qualifikation und Registereintragung
Eintragung im Handelsregister ODER Handwerksrolle ODER IHK ODER Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht.
Vorlage auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte/IHK-Eintragung.
Keine Ausschlussgründe
Kein Insolvenzverfahren beantragt/eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, nicht in Liquidation. Falls Insolvenzplan vorhanden: rechtskräftig bestätigt (auf Verlangen vorzulegen).
Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A; keine Verurteilung in den letzten 2 Jahren wegen Verstößen mit >3 Monate Freiheitsstrafe, >90 Tagessätze Geldstrafe oder >2.500 € Geldbuße.
Gewerbezentralregister-Auszug wird vom Auftraggeber ab 30.000 € Auftragssumme direkt angefordert.
Steuern, Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft
Ordnungsgemäße Erfüllung der Zahlungspflichten gegenüber Sozialkasse, Finanzamt und Berufsgenossenschaft.
Vorlage auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigung tarifliche Sozialkasse (falls beitragspflichtig), Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen.
Fachliche Eignung – Referenzen und personelle Kapazität
In den letzten 5 Kalenderjahren müssen vergleichbare Leistungen ausgeführt worden sein (3 Referenznachweise). Mindestangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsbindung, ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Nachweis der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte: jahresdurchschnittliche Anzahl der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Bei präqualifizierten Unternehmen genügt die Angabe der PQ-Nummer.
Projektbezondere Eignung – Spielplatzprüfung
Für die Erstabnahme der Spiel- und Sportgeräte (Pos. 01.09.37): Nachweis eines „Qualifizierten Spielplatzprüfers" gemäß DIN SPEC 79161 (z.B. TÜV oder vergleichbare Zertifizierungsstelle). Sachkundenachweis ist dem Angebot beizufügen.
Tariftreue und weitere Erklärungen
Erklärung zur Tariftreue ist mit dem Angebot vorzulegen.
Anerkennung der VOB/B Ausgabe 2016 als Vertragsbestandteil.
Erklärung zum SiGeKo gem. Baustellenverordnung / RAB 30.
Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (Formblatt 248).
Erklärung zu Produktangaben („oder gleichwertig"-Klausel) sowie zu kumulierten Nebenangeboten.
Mitteilungspflicht bei Änderung der Freistellungsbescheinigung (§ 48b EStG).
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften: Erklärung in Textform (VHB 234), Bevollmächtigter benannt, Gesamtschuldner-Haftung; bei Bietergemeinschaften nur wenn überwiegender Auftragsanteil durch KMU-Partner erbracht wird (KMU = <250 Beschäftigte und ≤50 Mio. € Umsatz bzw. ≤43 Mio. € Bilanzsumme).
Nachunternehmer: Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (VHB 233) mit Angabe von OZ/Leistungsbereich, Beschreibung der Teilleistung, Name des Unternehmens und ob der eigene Betrieb auf die Leistung eingerichtet ist; auf Verlangen auch Nachunternehmer benennen und Verpflichtungserklärung (Formblatt 236) vorlegen.
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Tief- und Landschaftsbau, Pflanzungen, Wegebau, Spielplatzbau)
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsbindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vorlage erst, wenn das Angebot in die engere Wahl kommt.