Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU) vergibt Planungs- und Ingenieurleistungen für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Rahmen des Hochwasserschutzvorhabens Ortslage Breese im Landkreis Prignitz.
Worum es geht:
Es ist eine Landschaftspflegerische Ausführungsplanung (LAP) zu erstellen – aufgeteilt auf vier Teilobjekte (Entsiegelung einer ehemaligen Stallanlage, Anlegen eines Zauneidechsenhabitats, zwei Kleingewässer). Beauftragt werden die Leistungsphasen 1–3 (Grundlagenermittlung, Vor- und Entwurfsplanung) sowie 5–7 (Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe) nach HOAI, ergänzt um Leistungsphase 8 (Objektüberwachung/Bauleitung) und 9 (Objektbetreuung) sowie Besondere Leistungen (Entwicklungspflege-Kontrolle über 3 Jahre).
Wichtige Fristen:
Das Angebot muss elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg eingereicht werden. Es gelten die landesspezifischen Mindestlohn-Regelungen nach BbgVergG (mind. 13,00 €/Std.).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Angebotssumme Netto zuzüglich Nebenkosten und der vom Auftraggeber zu tragenden Umsatzsteuer. Punktermittlung anhand des Angebotspreises; bei negativem Ergebnis 0 Punkte.
- 1. Zuschlagskriterium: Erfahrungen zu Entsiegelungs- und Erdbauarbeiten
Bewertet werden vergleichbare, bereits umgesetzte Planungen (Stichtag 31.07.2026), bei denen eine Fläche von mindestens 3.500 m² entsiegelt und rekultiviert bzw. für naturschutzfachliche Maßnahmen vorbereitet wurde. Angabe von bis zu 6 Referenzprojekten.
- 2. Zuschlagskriterium: Erfahrungen zu Erdbauarbeiten an grundwassernahen Standorten / Anlegen von Kleingewässern
Bewertet werden vergleichbare, bereits umgesetzte Planungen (Stichtag 31.07.2026), bei denen ein Kleingewässer oder mehrere als Cluster mit einer Größe von mindestens 250 m² angelegt wurde. Angabe von bis zu 6 Referenzprojekten.
- 3. Zuschlagskriterium: Erfahrungen zum umweltfachlichen Umgang mit Zauneidechsen und deren Habitatansprüchen
Bewertet werden vergleichbare, bereits umgesetzte Planungen (Stichtag 31.07.2026), bei denen Zauneidechsenhabitate von mindestens 150 m² (inkl. angelegter Habitatstrukturen) angelegt wurden. Angabe von bis zu 6 Referenzprojekten.
- 4. Zuschlagskriterium: Qualifikation und Erfahrung der vorgesehenen Projektverantwortlichen
Bewertet werden Qualifikation (Abschluss in Biologie, Landschaftsplanung, Landschaftsarchitektur, Gartenbau, Geoökologie oder vergleichbar) und Berufserfahrung der namentlich zu benennenden Projektleitung, Vertretung, Projektbearbeitung und Vertretung der Projektbearbeitung, inkl. Anzahl begleiteter Ausführungsplanungen im artenschutzfachlichen Kontext mit Schwerpunkt Zauneidechsen.
Punktermittlung Angebotspreis: nicht explizit beschrieben – Preispunkte werden anhand der Angebotssumme (Netto + Nebenkosten + vom AG zu tragende USt) ermittelt; bei negativem Ergebnis 0 Punkte. Qualitätskriterien: 0–10 Punkte je Kriterium nach Erfüllungsgrad (10/8/6/4/2/0). Gesamtbewertung = gewichtete Summe aus Preis- und Qualitätspunkten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Leistungsstruktur nach HOAI
Beauftragt werden die Leistungsphasen 1–3 (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung) und 5–7 (Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe) des HOAI-Leistungsbilds Objektplanung Freianlagen (2021, §§ 38–40), ergänzt um Leistungsphase 8 (Objektüberwachung/Bauleitung) und Leistungsphase 9 (Objektbetreuung).
Lph 4 (Genehmigungsplanung) und anteilige Lph 7 (Vergabe) entfallen, da die zentrale Vergabestelle des LfU diese selbst übernimmt. Daraus ergibt sich ein Honoraransatz von 94,5 % nach HOAI.
Die Leistung umfasst die Planung und Überwachung von vier Teilobjekten:
Gesamtsumme vorläufig anrechenbare Kosten: 170.000 €.
Besondere Leistungen (Entwicklungspflege über 3 Jahre)
Im Rahmen der Lph 9 sind folgende Besondere Leistungen für die gesamte Maßnahmenfläche zu erbringen:
Übergabeformate und Qualitätsanforderungen
Ausfertigung: 2-fache farbige Ausfertigung (analog, inkl. Pläne) plus digitale Ausfertigung. Pläne für Vergabeprozesse müssen vollständig anonymisiert werden (kein Firmenstempel).
Dateiformate:
AVA-Programm: Es wird ein vollumfängliches AVA-Programm vorausgesetzt, u.a. FB 223 VHB Bund.
Qualitätskontrolle: Die Planung muss vor jeder Entwurfsabgabe einer verfasserinternen Kontrolle unterzogen werden.
Anlaufberatung: Nach Auftragserteilung wird der Auftragnehmer vom Auftraggeber vor Ort eingewiesen (voraussichtlich Ende Juni/Anfang Juli 2027).
Schutzgebiete und Kampfmittel
Alle Maßnahmenflächen liegen im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, in Natura-2000-Gebieten (FFH und SPA) sowie im Landschaftsschutzgebiet Brandenburgische Elbtalaue. A2/E9(1) liegt zusätzlich im NSG Wittenberge–Rühstädter Elbniederung. Die jeweiligen Schutzgebietsverordnungen sind zu beachten.
Kampfmittel: Für A2/E9(1) liegt eine bedingte Freigabe vor – ausgenommen der Güllesilo-Bereich. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMBD) ist bei den Abrissarbeiten baubegleitend einzubeziehen (Terminierung durch AG). Für E9(2) liegt eine vollständige KMBD-Freigabe vor (05/2026).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und wirtschaftliche Zuverlässigkeit (Ausschlussgründe)
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zu Ausschlussgründen (Formular 4.1) einzureichen. Der Bieter (und jeder Nachunternehmer vor Vertragsschluss) darf insbesondere keine Ausschlussgründe gemäß:
Liegt ein Ausschlussgrund vor, kann der Bieter Nachweise über Selbstreinigungsmaßnahmen (Schadensersatz, Kooperation mit Behörden, technisch-organisatorische Maßnahmen) gemeinsam mit der Eigenerklärung einreichen.
Bietergemeinschaften und Kapazitätsleihe
Bei Bietergemeinschaften sind alle Mitglieder sowie ein bevollmächtigter Vertreter zu benennen (Formular 4.2).
Bei Eignungsleihe (§ 34 UVgO) sind die Formulare 4.3 und 4.4 einzureichen; das Drittunternehmen muss die geforderten Kapazitäten nachweisen.
Bei Unteraufträgen (§ 26 UVgO) ist Formular 4.3 auszufüllen und beizufügen.
Fachliche Qualifikation des Projektteams (Mindestanforderung aus ZK 4)
Das Projektteam muss namentlich benannt werden. Für jede Rolle (Projektleitung, Vertretung, Projektbearbeitung, Vertretung) ist nachzuweisen:
Fachliche Mindeststandards (Referenzen aus ZK 1–3)
Die nachstehenden Referenzen sind Mindestanforderungen für die qualitativen Zuschlagskriterien; jedes Referenzprojekt muss bis zum Stichtag 31.07.2026 umgesetzt worden sein:
Pro Kriterium können bis zu 6 Referenzprojekte angegeben werden.
Rechtliche Mindestanforderungen BbgVergG (Mindestlohn)
Mit dem Angebot ist die Vereinbarung zur Einhaltung der Mindestanforderungen nach dem Brandenburgischen Vergabegesetz (Formular 5.3 unterzeichnet) einzureichen – sonst gilt das Angebot als unvollständig.
Verpflichtungen:
Bei Verstößen drohen Vertragsstrafen und Auftragssperren.
Haftpflichtversicherung und Anforderungen des Landes Brandenburg
Es gelten die AVB-ING (Allgemeine Vertragsbedingungen für Leistungen der Ingenieure und Landschaftsarchitekten in der Wasserwirtschaft, Ausgabe 2014).
Haftpflichtversicherung (Mindestdeckung):
E-Rechnungen sind über die OZG-konforme Plattform einzureichen (Leitweg-ID: 12-121304900588392-28).
ZK 1: Erfahrungen zu Entsiegelungs- und Erdbauarbeiten – vergleichbare Planung mit entsiegelter und rekultivierter Fläche
Angaben zu AG/Ansprechpartner, Lage, Planungs- und Umsetzungszeitraum, Maßnahmenfläche in m² (über Anlage 4)
ZK 2: Erfahrungen zu Erdbauarbeiten an grundwassernahen Standorten und/oder Anlegen Kleingewässer
Angaben zu AG/Ansprechpartner, Lage, Planungs- und Umsetzungszeitraum, Maßnahmenfläche in m² (über Anlage 4)
ZK 3: Erfahrungen zum umweltfachlichen Umgang mit Zauneidechsen – Habitat-Anlage inkl. Habitatstrukturen
Angaben zu AG/Ansprechpartner, Lage, Planungs- und Umsetzungszeitraum, Maßnahmenfläche in m² (über Anlage 4)
ZK 4: Qualifikation Projektteam (keine Referenzprojekte, sondern Personenangaben)
Abschluss in Biologie, Landschaftsplanung, Landschaftsarchitektur, Gartenbau, Geoökologie o.ä.; Berufserfahrung in Jahren; Anzahl Ausführungsplanungen mit artenschutzfachlichem Kontext (Zauneidechsen)