Austausch Kältemaschine
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Universität Leipzig (vertreten durch den Freistaat Sachsen, Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement SIB) schreibt den Austausch einer Kältemaschine an der Fakultät Physik, Linnéstr. 5 in Leipzig öffentlich aus.
Die Bieter müssen ein vollständiges Angebot über die Demontage der Altanlage, Lieferung und Montage einer neuen luftgekühlten Kompakt-Kältemaschine (ca. 170 kW) samt Glykolprotektor, Rohrleitungen, Armaturen, Isolierung, Elektro-/MSR-Anschlüssen, Inbetriebnahme und Dokumentation abgeben. Eine ausführliche Leistungsbeschreibung mit allen Positionen liegt als Anlage bei.
Angebote müssen elektronisch über die Vergabeplattform www.sachsen-vergabe.de (AI Bietercockpit) bis spätestens 03.11.2026 um 09:00 Uhr eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium Preis100%
Reine Preiswertung auf Basis der nachgerechneten Wertungssumme des Angebotes (Angebotssumme inkl. Nachlässen, Erstattung Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten).
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKernleistung: Austausch der Kältemaschine
Am Standort Linnéstr. 5, 04103 Leipzig (Universität Leipzig, Fakultät Physik) wird die bestehende defekte Kältemaschine zur Versorgung des RLT-Geräts des ION-Beschleunigers vollständig ausgetauscht. Vorhandene Infrastruktur (Fundament, Hauptleitungen, Kühlregister) soll weitestgehend weitergenutzt werden.
Neue Kältemaschine und Großkomponenten
Lieferung und Aufstellung einer luftgekühlten Kompakt-Kältemaschine mit ca. 170 kW Kälteleistung (R32, 2 Kältekreisläufe, mindestens 3 Verdichter und 4 Ventilatoren, EER ca. 3,10, Winterbetrieb bis -20 °C), Schaltschrank, integriertem Hydraulikmodul mit drehzahlgeregelter Doppel-Kaltwasserpumpe, Pufferspeicher ≥ 500 l, BACnet/Modbus-Schnittstelle, Energiemanagementmodul, Softstarter, Schallschutzhaube (Schalldruckpegel ≤ 54 dB(A) bei 10 m). Inkl. Elektro-Zuleitungsanschluss (NYCWY 4x70 mm²) und GA-Kabelanschluss sowie Lieferung eines TÜV-geprüften Glykolprotektors ca. 150 x 2450 x 3900 mm (Edelstahl, 1.400 l Auffangvolumen, WHG §62ff./AwSV-konform, mit Ölabscheider, Drucksensoren, IP65-Schaltkasten). Aufstellung auf Schwingungsdämpfern.
Demontage und Entsorgung der Bestandsanlage
Entleeren des Kaltwasser-Glykol-Kreislaufs (ca. 500 l Gemisch), Trennen und Entsorgen der medienseitigen Anschlüsse DN 80 sowie des RLT-Registers DN 80 (inkl. Dämmung, Pumpe DN 65, Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil, Rückbaustrecke ca. 6 m). Demontage und fachgerechte Entsorgung der Bestandskältemaschine Trane CGAN 700 (ca. 2.087 kg) inkl. Kältemittel R407C (2 x 27 kg, ca. 54 kg) und Kältemaschinenöl (ca. 30 l). Entsorgungsnachweise sind zu erbringen.
Rohrleitungen, Armaturen und Isolierung
Stahlrohre nahtlos DN 80 (ca. 20 m), DN 25 (ca. 6 m), DN 15 (ca. 2 m) mit Bögen, T-Stücken, Reduzierungen, Klöpperböden, Flanschen, Kupplungen, Verschraubungen und Einschweißmuffen. Armaturen: 6 Absperrklappen DN 80, 2 Kompensatoren DN 80, 4 Kugelhähne DN 25, 10 KFE-Kugelhähne DN 15, 4 Thermometer, 4 Manometer, Absperrventile, Wassersackrohre. Diffusionsdichte Isolierung DN 80/25/15 (19 mm, geschlossenzelliger Kautschuk) inkl. Formstücke, Flanschen-/Armaturenkappen und Blechmantel im Außenbereich.
Befestigung und Aufstellung
Stahlkonstruktion verzinkt (Innen, 40 kg) und feuerverzinkt (Außen, 85 kg), Kälteschellen DN 80/25, Lastverteilplatten.
Elektro, Steuerung und Inbetriebnahme
Lieferung elektrischer Angaben/Kabelliste aller Verbraucher als Grundlage für ELT/MSR; Rohrkennzeichnung und Bezeichnungsschilder; Druck- und Dichtheitsprüfung sowie Spülung der Rohrleitungsanlage gemäß DIN EN 14336 mit Spülbericht; Korrosionsschutznachbesserung (ca. 15 m) mit Nachweis AGI Q151 und Schichtdickenmessprotokoll; Befüllung mit ca. 1.000 l Glykol-Wasser-Gemisch (34 % Ethylenglykol) inkl. Entlüftung, Dichtheits- und Konzentrationskontrolle; Einbau bauseitiger GA/MSR-Fühler und Ventile; werkskundendienstliche Inbetriebnahme der Kältemaschine gemeinsam mit MSR-Gewerk, hydraulische Inbetriebnahme, Einweisung des Bedienpersonals, Protokolle.
Dokumentation und Stundenlohnarbeiten
Vollständige prüffähige Dokumentation: Revisionsunterlagen, Anlagenbuch nach DIN EN 378, VDI 6026 Blatt 1, DIN 18380, DIN 18421, Prüf- und Messprotokolle, Inbetriebnahmeunterlagen, Herstellerunterlagen, Betriebs- und Wartungsanleitungen, Bescheinigungen – Übergabe 3-fach Papier und 1-fach digital (Voraussetzung für Abnahme). Stundenlohnarbeiten: Bauleiter/Obermonteur (8 h), Monteur (8 h), Helfer (2 h); Stundenzettel täglich doppelt der Objektüberwachung vorzulegen.
Allgemeine Bauausführung
Funktionsfähige, betriebsfertige Gesamtleistung; Montagehöhen unter 4 m, Rüstungen bis 4 m in Einheitspreisen; tägliche Arbeitsplatzreinigung und Müllentsorgung durch Auftragnehmer (keine Sammelcontainer durch AG); Baustelleneinrichtung für gesamte Bauzeit; Hebezeuge in Einheitspreisen; Aufmaßunterlagen mit prüfbaren Nachweisen; Abstimmung von Anlieferung und Materiallagerung mit dem AG vor Ort.
Umwelt- und Baustellenauflagen
Emissionsarme Baumaschinen: Abgasstufe mind. III B (37–560 kW) bzw. III A (19–37 kW) gemäß Richtlinie 97/68/EG, sonst Nachweis der technischen Nichtnachrüstbarkeit; Maschinenliste mit Nachweisen spätestens 3 Tage vor Bauausführungsbeginn vorlegen. Staubminimierung mit Absaugung und gefahrloser Entsorgung. Lärmschutzzeiten: Wochentags 20–6 Uhr sowie Wochenende/Feiertage 0–24 Uhr nur schallgedämmte Maschinen (Geltung Innenstadt Leipzig).
Abfallentsorgung und Bauprodukte
Vermeidung, Trennung und sachgerechte Entsorgung von Bau- und Abbruchabfällen sowie Baustellenabfällen; Eigenverantwortung des Auftragnehmers als Erzeuger und Besitzer. Verwendbarkeitsnachweise für nicht harmonisierte Bauprodukte (Ü-Kennzeichen, Übereinstimmungsbestätigung, bauaufsichtliche Zulassungen, Prüfzeugnisse, Zustimmungen im Einzelfall) und harmonisierte Bauprodukte (CE, Leistungserklärung/technische Dokumentation); Nachweise vor dem Einbau vorliegen haben, auf Aufforderung vorlegen und spätestens 14 Kalendertage vor Abnahme übergeben.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignung über Präqualifikation oder Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nach, ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen mit dem Angebot die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ein, ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise. Nachunternehmen müssen ebenfalls Präqualifikation oder die Erfüllung der Voraussetzungen nachweisen.
Fachliche und wirtschaftliche Eignung
Angabe des Umsatzes aus vergleichbaren Bau- und Fremdleistungen der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre. Nachweis vergleichbarer Leistungen (Referenzliste) in den letzten fünf Kalenderjahren bzw. im in der Bekanntmachung genannten längeren Zeitraum. Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte (bei engerer Wahl: jahresdurchschnittliche Zahl der Beschäftigten der letzten drei Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal).
Zuverlässigkeit und rechtliche Eignung
Registereintragung (Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK; bei nicht eintragungspflichtigen Betrieben entsprechende Erklärung). Kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation (ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Keine schweren Verfehlungen, die die Zuverlässigkeit in Frage stellen (keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A; keine maßgeblichen Eintragungen im Gewerbezentralregister mit Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 Euro in den letzten zwei Jahren). Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Sonstige formale Anforderungen
Sämtliche Bescheinigungen in deutscher Sprache oder mit deutscher Übersetzung. Auf Verlangen der Vergabestelle sind die in der Eigenerklärung genannten Bescheinigungen zuständiger Stellen innerhalb einer angemessenen Frist vorzulegen (Referenznachweise, Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle/IHK-Eintrag, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Angaben zu Beschäftigten).
Produkt- und qualifikationsbezogene Anforderungen an die Ausführung
Die neue Kältemaschine muss die geforderten Konformitäten erfüllen (u. a. Ökodesign-VO, Druckgeräte-Richtlinie, Maschinen-Richtlinie, Niederspannungs-Richtlinie, EMV-Richtlinie, DIN EN 60204-1, DIN EN 61800-3, REACH, DIN EN 378-2; Herstellung nach ISO 9001 und ISO 14001). Die Inbetriebnahme der Kältemaschine ist durch den Werkskundendienst gemeinsam mit dem MSR-Gewerk vorzunehmen. Für die Baustellenabwicklung ist ein bevollmächtigter Bauleiter bzw. vergleichbar qualifizierter Vertreter zu benennen.
Vergleichbare Leistungen (Referenzliste) im Teilnahmewettbewerb bzw. drei Referenznachweise bei engerer Wahl mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, Bestätigung des Auftraggebers
Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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