Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Helmholtz-Zentrum hereon GmbH (Geesthacht) beschafft im offenen Verfahren ein vollautomatisiertes Super-Resolution-Mikroskopsystem. Geliefert, installiert und in Betrieb genommen werden soll ein inverses Forschungsmikroskop mit konfokalem Laser-Scanning, Super-Resolution-Detektion (laterale Auflösung ≤120 nm, axial ≤350 nm), mindestens 4 Fluoreszenzkanälen und 6 Laserlinien, robotergestützter Probenhandhabung für Multiwell-Platten, Umweltkontrolle (Temperatur, CO2) sowie Anbindung an HPC-/Datenmanagement-Infrastrukturen für KI-gestützte Bildanalyse. Erfüllungsort: Teltow (14513). Angebote sind elektronisch bis zum 15.09.2026, 12:00 Uhr einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis30%
Angebotspreis inkl. Nebenkosten; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung von Nachlässen. Das preisniedrigste Angebot erhält 10 Punkte.
- Wissenschaftliche Leistungsfähigkeit25%
Eignung für hochauflösende Untersuchungen von Zell- und Materialinteraktionen, 2D-/3D-Zellkulturmodelle, Organoide und Biomaterialoberflächen, Live-Cell-Imaging, Anzahl und Flexibilität der Anregungs- und Detektionskanäle, Empfindlichkeit des Detektionssystems, Flexibilität für zukünftige Forschungsfragen.
- Automatisierung und High-Content-Screening10%
Grad der Automatisierung des Gesamtsystems, vollautomatisiertes Probenhandling, automatische Abläufe ohne permanente Nutzerinteraktion, Langzeitbetrieb über mehrere Tage, Unterstützung großer Multiwell-Plattenformate, automatisierte Wiederholungsmessungen, Workflow-Management und Scheduling.
- Datenqualität und Super-Resolution10%
Erreichbare laterale und axiale Auflösung, Signal-Rausch-Verhältnis, Empfindlichkeit bei schwach fluoreszierenden Proben, Phototoxizität bei Langzeitmessungen, Geschwindigkeit der Datenerfassung, Eignung für quantitative Bildanalyse.
- KI- und Analyseunterstützung10%
Automatisierte Probenfindung und Fokussierung, KI-gestützte Segmentierung und Objekterkennung, automatisierte Batch-Analyse, Unterstützung von Deep-Learning-Workflows, Schnittstellen zu Python, Fiji/ImageJ und externen Analyseplattformen, Möglichkeiten zur Implementierung eigener Analysepipelines.
- Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit5%
Modularität des Systems, Nachrüstbarkeit zusätzlicher Bildgebungsmodalitäten, Offenheit für neue Software- und Analysewerkzeuge, Erweiterbarkeit des Detektionssystems, Schnittstellen zu Laborautomatisierung und Datenplattformen, erwartete Nutzbarkeit über mindestens zehn Jahre.
- Service, Schulung und Support5%
Umfang der Anwenderschulung, Reaktionszeiten im Servicefall, Verfügbarkeit von Applikationsunterstützung, Unterstützung bei Workflow- und Analyseentwicklung, Verfügbarkeit von Software-Updates.
- Betriebskosten und Nachhaltigkeit5%
Energieverbrauch, Kosten von Verbrauchsmaterialien, Wartungsaufwand, Ausfallrisiko, Folgekosten über die geplante Nutzungsdauer.
Preis: Das preisniedrigste Angebot erhält 10 Punkte. Für preislich nachfolgende Angebote wird die Punktzahl wie folgt bestimmt: [Formel im Dokument nicht vollständig angegeben, Standardform: (günstigster Preis / eigener Preis) x 10]. Die erreichten Punktzahlen werden auf zwei Nachkommastellen gerundet und mit dem Gewichtungsfaktor multipliziert. Qualitative Kriterien: Bewertung mit 0/2/4/6/8/10 Punkten, multipliziert mit dem Gewichtungsfaktor.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWissenschaftliche Funktionalität
Das Mikroskop muss automatisierte hochauflösende Fluoreszenzbildgebung an lebenden und fixierten Proben ermöglichen, 2D- und 3D-Zellkulturen sowie Organoide und Zell-Material-Interaktionen abbilden und Langzeit-Live-Cell-Imaging über mehrere Tage bis Wochen unterstützen. Ebenso gefordert: High-Content-Screening von Multiwell-Platten für die Erzeugung großer standardisierter Bilddatensätze als Grundlage für KI-Analysen und digitale Zwillinge biologischer Systeme.
Mikroskop-Kernkomponenten
Inverses automatisiertes Forschungsmikroskop mit konfokaler Laser-Scanning-Technologie, Galvo- und Hochgeschwindigkeitsscanning, mindestens 4 simultanen Fluoreszenzkanälen und mindestens 6 Laserlinien im Bereich 400–750 nm. Super-Resolution auf Basis eines Detektorarrays, laterale Auflösung ≤ 120 nm, axiale Auflösung ≤ 350 nm.
Detektion
Hochempfindliche Detektoren mit geringem Eigenrauschen; Einzelphotonen- oder vergleichbare Hochsensitivitätsdetektion; Detektion bis in den Nahinfrarotbereich; optimiert für schwach fluoreszierende Proben.
Automatisierung und Robotik
Vollautomatisiertes Probenhandling durch ein Robotersystem für Multiwell-Platten; zeitgesteuerter Betrieb ohne Nutzerinteraktion; Durchführung von Experimenten über mehrere Tage bis Wochen.
Umweltkontrolle
Temperatur- und CO2-Regelung am Probenort, geeignet für Langzeit-Live-Cell-Experimente.
Datenanalyse, KI und IKT
Mitgeliefert werden automatisierte Bildanalyse und KI-gestützte Segmentierung sowie Batch-Verarbeitung großer Datensätze mit Schnittstellen zu Python, ImageJ/Fiji und gängigen KI-Frameworks. Erforderlich sind Netzwerk- und Serveranbindung, automatische Datensicherung, Unterstützung von Datensätzen im TB-Bereich und Anbindung an HPC- und Datenmanagement-Infrastrukturen des Auftraggebers.
Objektive
Lieferung von Objektiven mit Vergrößerungen 4x, 10x, 20x, 40x (Wasserimmersion) sowie 60x oder 100x (Öl-Immersion).
Service, Schulung, Erweiterbarkeit
Erwartet werden Schulung und Support, dokumentierte Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit des Systems. Inhaltlich zugeordnet sind diese Aspekte auch den Zuschlagskriterien (Service/Schulung/Support 5 %, Erweiterbarkeit 5 %, Betriebskosten/Nachhaltigkeit 5 %).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und rechtliche Voraussetzungen
Bieter muss im Handelsregister oder einem vergleichbaren öffentlichen Register eingetragen sein (Nachweis nicht älter als 6 Monate; für ausländische Bieter vergleichbare Bescheinigungen). Es darf kein Insolvenz- oder Liquidationsverfahren laufen – andernfalls ist ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorzulegen. Es dürfen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen; bei früheren schweren Verfehlungen (z. B. Geldbuße > 2.500 €, Freiheitsstrafe > 3 Monate in den letzten zwei Jahren) ist ggf. Selbstreinigung nachzuweisen. Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten sind zu erfüllen; auf Verlangen ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts vorzulegen. Die Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft ist zu erklären. Ab einer Auftragssumme > 30.000 € fragt der Auftraggeber das Wettbewerbsregister ab.
Sanktions-Compliance (EU-Sanktionen)
Vorzulegen ist die Eigenerklärung EU-Sanktionen VO 2022/576. Der Bieter (sowie Mitglieder von Bietergemeinschaften, Nachunternehmer, Lieferanten und kapazitätsbereitstellende Unternehmen mit > 10 % Auftragswertanteil) darf keine russische Staatsangehörigkeit, keine Niederlassung in Russland, keine sanktionierte Beteiligung > 50 % haben und nicht im Auftrag sanktionierter Personen handeln. Diese Vorgaben gelten auch für die gesamte Vertragslaufzeit.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Erklärung über den Gesamtumsatz der letzten drei Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025) sowie über den Umsatz im Tätigkeitsbereich Lieferung, Installation, Konfiguration und Wartung in diesem Zeitraum. Eigenerklärung zur Betriebshaftpflichtversicherung mit Deckung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Allgemeine Unternehmensdarstellung (max. 5 Seiten) mit Name, Anschrift, Rechtsform, Struktur, Sitz und Gründungsdatum. Drei Referenzen aus den letzten drei Jahren mit vergleichbarem Auftragsgegenstand (vorzugsweise aus außeruniversitären Forschungseinrichtungen) – Inhalt je Referenz: Auftraggeber, Ansprechpartner mit Telefon/E-Mail, Beschreibung, Auftragswert, Zeitraum. Nachweis, dass das erforderliche Personal zur Verfügung steht; jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten Jahre und Benennung der für die Leitung vorgesehenen Personen. Eintragung im jeweiligen Berufsregister, sofern eintragungspflichtig.
Sprache und Form
Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen, es sind die vorgegebenen Vordrucke zu verwenden, und alle Eintragungen müssen dokumentenecht sein. Bei Bietergemeinschaften ist eine Erklärung aller Mitglieder in Textform mit Arbeitsgemeinschafts- und Vertretungsregelung sowie Gesamtschuldnerhaftung erforderlich (VVB 234); bei Nachunternehmereinsatz sind VVB 233 und ggf. VVB 235 zu verwenden.
Sonstige vergaberechtliche Erklärungen
Mit Angebotsabgabe erklärt der Bieter u. a., dass abweichende eigene Vertragsbedingungen nicht Vertragsbestandteil werden, einschlägige rechtliche, steuer-, sozialversicherungs- und arbeitsschutzrechtliche Pflichten (inkl. MiLoG, Entsendegesetz) eingehalten werden, keine Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht und keine ILO-Kernarbeitsnorm-Verstöße vorliegen und kein Interessenkonflikt im Verfahren besteht. Eine besondere Rechtsform, eine Sicherheitsüberprüfung oder eine Sicherheitsleistung/Bid-Bond sind nicht erforderlich.
Drei vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren; vorzugsweise aus außeruniversitären Forschungseinrichtungen; Inhalt: Auftraggeber, Ansprechpartner (Name, Telefon, E-Mail), Beschreibung der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum
vergleichbarer Auftragsgegenstand (Lieferung/Installation/Konfiguration/Wartung eines Mikroskopsystems); Nachweis tabellarisch im VVB 124_LD; Auf Verlangen durch Bescheinigungen zu belegen