B109 Prenzlau - Blindow, Lückenpflanzung B198 Abs 200-220
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für die Lückenbepflanzung der Bundesstraße B198 zwischen Prenzlau und Blindow. Der Auftrag umfasst die Lieferung und Pflanzung von 560 Hochstämmen, die erforderlichen Vorarbeiten einschließlich Leitungssuche und Wurzelschutz, Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung sowie eine einjährige Fertigstellungspflege und vierjährige Entwicklungspflege.
Das Angebot ist ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg einzureichen. Angebotsfrist: 18.11.2026, 10:00 Uhr.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium Preis100%
Die Wertungssumme wird aus der nachgerechneten Angebotssumme unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, gegebenenfalls monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines unbedingten Nachlasses ermittelt. Angebote von Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 vom Hundert der Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit wird der Zuschlag ihnen erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Baustelle einschließlich Baubüros, Unterkünften, Lagerflächen und Ver- und Entsorgungseinrichtungen einrichten; Zufahrt nach Wahl des Auftragnehmers herstellen und nach Bauabschluss entfernen. Baustelle räumen und benutzte Flächen und Wege herrichten.
Verkehrssicherung für die Pflanzung und sämtliche Pflegeleistungen nach RSA, Regelplan C II/2 und B IV/1, für bewegliche Arbeitsstellen mit 4 bis 8 Stunden Verkehrsführung bei Tageslicht. Gebühren für verkehrsrechtliche Anordnungen in die Preise einrechnen. Öffentlichen Verkehr aufrechterhalten, Zugänge und Zufahrten freihalten und verschmutzte Fahrbahnen laufend reinigen.
Vorarbeiten, Leitungen und Schutzmaßnahmen
54 m Suchgraben, bis 1,25 m tief, zur Leitungsortung herstellen; Leitungen oberirdisch markieren und die Ergebnisse in Aufmaßen dokumentieren. Wurzelsperren mit insgesamt 816 m einbauen: 111 m für Gas- und Wasserleitungen sowie 705 m für Elektro- und Telekommunikationsleitungen. Die Abstimmung mit Auftraggeber und Leitungsträgern sowie die Einhaltung der dortigen Vorschriften sind erforderlich. Fotodokumentation der kompletten Leitungsschutzmaßnahmen an jedem Pflanzstandort erstellen.
2.240 m² Vegetationsfläche mähen, 560 Pflanzstellen kennzeichnen und 54 Wurzelstöcke ausfräsen. Fräsgut und anfallender Aufwuchs nach Wahl des Auftragnehmers entfernen und verwerten. Vorhandene Bäume nach DIN 18920 sowie Vermessungs- und Straßenmerkmale schützen.
Pflanzmaterial, Pflanzung und Schutz
560 Bäume in Einzelstellung liefern und pflanzen:
Die Bäume sind dreimal verpflanzt und mit Drahtballen zu liefern. 139 Bäume mit 16–18 cm Stammumfang, 50 mit 16–18 cm auf Böschungen, 302 mit 12–14 cm auf Seitenstreifen und 69 mit 12–14 cm auf Böschungen pflanzen.
Pflanzlöcher herstellen, Pflanzschnitt durch qualifizierte Fachkräfte ausführen, Gießränder anlegen, Böschungen mit Schwartenbrettern sichern und den Boden gemäß den Vorgaben verbessern. Pflanzsubstrat, organische Bodenverbesserungsstoffe, Dünger, Symbiosedünger und Mulchmaterial liefern und einbauen. Pflanzscheiben mulchen, 560 Baumverankerungen, 560 Rindenschutzvorrichtungen, 189 Wühlmausschutzvorrichtungen und 136 Begrenzungspfähle herstellen beziehungsweise setzen.
Fertigstellungspflege
Nach der Pflanzung einjährige Fertigstellungspflege mit Verkehrssicherung, 10 Wässerungsgängen mit grundsätzlich mindestens 50 Litern je Pflanze und Gang sowie drei Pflegegängen je Gehölzbestand durchführen. Dabei Pflanzscheiben pflegen, Gießränder und Mulch erhalten, Triebe entfernen, Gehölze richten und zurückschneiden sowie Pfähle und Bindungen nachbessern.
Zwei Pflanzenschutzanwendungen je Bestand ausführen und beschädigte Verankerungen, Rindenschutzvorrichtungen und Begrenzungspfähle reparieren oder ersetzen. Wasserbereitstellung sowie jeden Wässerungsgang schriftlich anzeigen und bestätigen lassen.
Vierjährige Entwicklungspflege
Nach der Fertigstellungspflege vier Jahre Entwicklungspflege mit Verkehrssicherung, Wässerung und drei Pflegegängen je Jahr für alle 560 Gehölze ausführen. Die Wässerung ist grundsätzlich mit mindestens 50 Litern je Pflanze und Gang durchzuführen und bei unzureichendem Niederschlag sicherzustellen; auf Anforderung des Auftraggebers innerhalb von 48 Stunden.
Im zweiten und vierten Entwicklungsjahr je Baum 0,5 kg chloridfreien NPK-Baumdünger und 0,5 kg Hornspäne ausbringen. Pflanzscheiben mulchen, Pflanzenschutzmaßnahmen nach Herstellerangaben und in Abstimmung mit dem Pflanzenschutzdienst durchführen und beim zweiten Einsatz gegenüber dem ersten ein anderes Mittel verwenden.
Im vierten Entwicklungsjahr den Erziehungsschnitt von Hand in der Vegetationsperiode Juli bis September ausführen. Nach Ende des vierten Entwicklungsjahres die Baumverankerungen und Schutzvorrichtungen nach Freigabe durch den Auftraggeber zurückbauen, Schilfrohrmatten entfernen, Stammschutzfarbe aufbringen und die Pflanzscheiben erneut mulchen.
Ausführung, Dokumentation und Umweltschutz
Bauablauf, Personal und Fahrzeugeinsatz an die Baustellenbedingungen anpassen. Zugänge, Zufahrten, Einschlagplätze, Lager- und Arbeitsflächen sowie Ver- und Entsorgungsleistungen selbst organisieren. Verbrauchtes Material und anfallenden Aufwuchs entsprechend den Positionsvorgaben entfernen und nach Wahl des Auftragnehmers verwerten.
Pflanzflächen nach Pflanzplan abstecken und die Absteckung zur Abnahme durch die Bauüberwachung anmelden; erst nach Freigabe pflanzen. Pflanzgutlieferungen zur Qualitätskontrolle anmelden. Bautagebuch, Wässerungsprotokoll sowie Zustandsfeststellungen mit Fotodokumentation vor Baubeginn und nach Bauabschluss führen.
Land-, forst- und naturschutzrechtliche sowie wasserrechtliche Vorgaben beachten. Bei archäologischen Funden oder Funden von Kampfmitteln die Arbeiten einstellen, die Fundstelle absperren und die örtliche Bauüberwachung beziehungsweise die Polizei informieren.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmenseignung und Zulassung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen mit dem Angebot die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung einschließlich der ergänzenden Eigenerklärung Teil II vor.
Erforderliche Angaben umfassen Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe, ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen, Angaben zu Insolvenz- und Liquidationsverfahren, Registereintragungen, Berufsgenossenschaft sowie Jahresumsatz und Umsatz im Tätigkeitsbereich des Auftrags. Konkrete Mindestumsatzschwellen sind in den vorgesehenen Formularfeldern nicht eingetragen.
Für Bietergemeinschaften ist eine Erklärung mit Angabe aller Mitglieder, der USt-IDs und des bevollmächtigten Vertreters einzureichen.
Technische Leistungsfähigkeit und Referenzen
Mindestens drei geeignete Referenzen über vergleichbare Bauleistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren sind vorzulegen. Als vergleichbar gilt Landschaftsbauarbeiten an Bund- und Landesstraßen. Je Referenz sind Leistungsbezeichnung, der auf das Unternehmen entfallende Anteil am Auftragswert, Ausführungszeitraum und Auftraggeber anzugeben.
Die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte müssen verfügbar sein. Technische Fachkräfte und technische Stellen sind mit Funktion und beruflicher Qualifikation anzugeben; technische Ausrüstung, Qualitätssicherung und Umweltmanagementmaßnahmen sind zu beschreiben.
Besondere fachliche Anforderungen
Für die Ausführung sind nachzuweisen:
Der benannte Fachbauleiter muss bei Kontrollen der Pflanzenlieferung sowie der Pflanz- und Pflegearbeiten anwesend sein.
Nachunternehmer
Art und Umfang der an Nachunternehmer vergebenen Teilleistungen sind im Angebot anzugeben. Die Namen der vorgesehenen Unternehmen einschließlich gegebenenfalls vorhandener PQ-Nummern werden erst auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle genannt. Von Nachunternehmern sind auf Verlangen Eigenerklärungen oder Präqualifikationsnachweise vorzulegen; nicht deutschsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung einzureichen.
Mindestens drei geeignete Referenzen über vergleichbare Bauleistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren; als vergleichbar sind Landschaftsbauarbeiten an Bund- und Landesstraßen anerkannt.
Angabe von Leistungsbezeichnung, Anteil am Auftragswert, Ausführungszeitraum und Auftraggeber; Referenzbescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung und Ergebnis auf gesondertes Verlangen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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