Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Im Rahmen des Projekts „Knoten Hamburg Hbf Gleis 9/10" – Vorbereitung für den Neubau eines Bahnsteigs an Gleis 9 – werden Baugrundaufschlüsse im Hamburger Hauptbahnhof durchgeführt.
Was ist zu tun?
Was wird gefordert?
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis als alleiniges Zuschlagskriterium (100% Gewichtung, Maximalpunktzahl 5, Mindestbewertung 1 Punkt)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitende Arbeiten & Genehmigungen
Ortstermin / Ortsbesichtigung: Pflicht vor Angebotsabgabe. Mit Angebotsabgabe bestätigt der Bieter, dass ihm die Örtlichkeiten bekannt sind.
Bauzeitenplan: Als Balkenplan, 1-fach analog + digital (PDF) – Vorlage zum Auftaktgespräch (innerhalb 1 Woche nach Beauftragung).
Genehmigungen und Anzeigen (durch den Auftragnehmer einzuholen):
Leitungs- und Kabelrecherche: Einholen bahneigener und bahnfremder Leitungsauskünfte; Schachtscheine und Leitungseinweisungen vor Ort; Handschachtungen zur Kabel-/Leitungssuche bis 1,50 m u. GOK.
Benennung Bauleiter: Schriftlich 3 Tage nach Auftragserteilung inkl. Mobilfunknummer.
Vermessung & Sicherung
Vermessung der Aufschlussansatzpunkte: 63 Stück, Lage (DB_ref 2016 und WGS 84) und Höhe (m NHN / GCG, DHHN 2016); Genauigkeit Höhe ±3 cm, Lage ±50 cm.
Grenzvermessung: Im Bereich geplanter Grundwassermessstellen durch öbuv Vermesser (2 St).
Sicherungsplan Seite 1: Über das Portal 'SiPla Workflow', 20 Arbeitstage vor Baubeginn.
Wöchentliche Arbeitsanmeldung: 1 Woche vor Arbeitsbeginn, bis Mittwoch 12:00 Uhr, an AG, FBÜ und Sicherungsfirma.
Sicherungsfirma: Vom AG zu benennen – Kosten trägt der AN.
Baustelleneinrichtung & Gleislogistik
Baustelleneinrichtung: Baustelleneinrichtung inkl. Hilfskonstruktionen, Baggermatratzen, Schutzzaun; Gerätetransport im Gleisbereich nur per Bauzug oder Zweiwegebagger; Vegetationsschnitt ggf. erforderlich.
Gleislogistik: Planung, Anmeldung und Koordinierung inkl. aller Genehmigungen, Mieten, Trassengebühren; einmaliger Zugfahrt des Arbeitszuges vom Verladepunkt zum Betriebsbahnhof.
Probenlager: Eigenständig zu besorgen (< 25 km Entfernung), klimatisiert und frostfrei (>10 °C), mind. 15 m² Arbeitsbereich; Vorhaltezeit = Dauer der Aufschlussarbeiten + 6 Monate Einlagerung; Beheizung bei <10 °C; 250 Zusatzauslegen.
Bohrungen & Sondierungen
Baugrundbohrungen (B): Trockenbohrungen nach DIN EN ISO 22475-1, Tiefen bis 25 m; Aufschlüsse B+GWM+CPT 1/25, B+CPT 2/25, 3/25, B+GWM+CPT 4/25 (je 25 m Tiefe). Mengen: 0–10 m: 40 m + 1 m Kern; 10–20 m: 40 m + 1 m Kern; 20–30 m: 20 m + 1 m Kern; Tonsperren 80 m.
Kleinrammbohrungen (BS): Nach DIN EN ISO 22475-1, Tiefen 3,0–15,0 m; 23 Geräteeinsätze; Bohrlochverfüllung 156 m.
Schwere Rammsondierungen (DPH): Nach DIN EN ISO 22476-2, Tiefen 3,0–15,0 m; 21 Geräteeinsätze.
Drucksondierungen (CPT): Nach DIN EN ISO 22476-1, Tiefen bis 25 m bzw. bis 200 kN Endlast; 4 Geräteeinsätze; Magnetometerspitze 20 m für Kampfmittelfreimessung; Casingrohre für Weichschichten.
Schotterschürfe (Sch): Nach Ril 880.4010, händisch, max. 1,25 m unter Schwelle; 15 Stück; Aufweitung für Lastplattenversuche; Sicherung; Schichtenverzeichnisse.
Bohrlochrammsondierungen (BDP): Nach DIN EN ISO 22476-14, bei Nichterreichen der CPT-Zieltiefen auf Anordnung der FBÜ.
Grundwassermessstellen & Feldversuche
Grundwassermessstellen (GWM): Ausbau der Bohrungen zu 4-Zoll-Pegeln DN 115 (4,5'') mit Datenloggern; Vollwandrohr 46 m, Filterrohr 4 m, Bodenkappe 2 St, Doppelmuffenverbindungen 17 St, Abstandhalter 25 St, Straßenkappe 2 St, Abschlusskappe 2 St, Füllkies 70 m, Ringraumverfüllung Quellton 50 m, Filterkies 8 m, Filtersand 5 m; Sebakappe; Unterflurausbau.
Klarpumpen: Bis sandfreies Wasser (Restsandgehalt < 0,3 g/m³); 2 h; Pumpprotokoll nach DVGW W 119.
Datenerfassung Grundwasser: Kontinuierliche Messung im 1-Minuten-Intervall mit Funkdatenübertragung an FBÜ und AG; 2 Messdatensammler/Drucksensoren (0–25 m, GPRS); arbeitstägliche Übertragung an externen Server; monatlich an Gutachter des AG (bis spätestens 3. Arbeitstag des Folgemonats); 12 Monate Wartung und Datenerfassung (95 % Verfügbarkeit).
Wasserstandsmessungen: GWA (beim ersten Antreffen), GWE (nach Bohrende), Ruhewasserstand in GWM als Stichtagsmessung.
Dynamische Lastplattendruckversuche: Leichtes Fallgewichtsgerät gem. TP BF-StB Teil B 8.3; 10 Stück.
Probenahme & Laboruntersuchungen
Gestörte Bodenproben (Güteklasse 3): Kunststoffbehälter (1 l aus B, 0,5 l aus BS) bei jedem Schicht-/Konsistenzwechsel bzw. mind. alle 1,0 m.
Ungestörte Bodenproben (Güteklasse 1): Aus B bei bindigen/gemischtkörnigen/organischen Böden (Torf/Mudde); mind. alle 3,0 m.
Ungestörte Kerne in PE-Linern (Güteklasse 1/2): Auf Anordnung der FBÜ; 1 Stück.
Schotterproben: Aus Schotterschürfen – b-Horizont in 10-l-Eimer, c-Horizont in 5-l-Eimer (15 St je Horizont); Dickenbestimmung Schotter-a-Horizont und Schotter-b-Horizont.
Umweltchemische Proben: In luftdicht verschlossenen Braungläsern (1,0 l) bei Auffüllungen in BS und B, bei jedem Schichtwechsel, mind. alle 1,0 m; gekühlte Lagerung.
Wasserproben: Aus GWM mit Vor-Ort-Parametern; Untersuchung auf Betonaggressivität (DIN 4030-1) und Stahlkorrosivität (DIN 50929-3) durch akkreditiertes Chemielabor des AN.
Probenaufbewahrung: Mindestens 6 Monate nach Erkundungsarbeiten.
Probentransport: Ca. 35 % der Proben zum bodenmechanischen Labor des AG (≤100 km oder >100 km).
Bohrlochverfüllung & Kampfmittelbegleitung
Bohrlochverfüllung: Komplett bis GOK mit überschüssigem Bohrgut, Füllboden BM-F0* und Quellton; Verfüllprotokoll mit maßstäblicher Darstellung.
Kampfmittelfreimessung: Für Bohrungen in Kampfmittelverdachtsflächen Freimessung im Bohrlochtripel (3 KM-Bohrungen je Bohrpunkt); für CPT-Sondierungen Sondenspitze mit Magnetometer; Kleinrammbohrungen, Sondierungen und Schürfe in Verdachtsflächen durch Feuerwerker mit Befähigungsschein gem. § 20 SprengG anmelden und begleiten.
Kampfmittelräumung: Nicht Bestandteil dieses Auftrags – wird durch separaten AN ausgeführt.
Dokumentation & Übergabe
Schichtenverzeichnisse: Für alle Bohrungen und Sondierungen.
Sondierprotokolle: DPH, CPT, BDP.
Fotodokumentation: Mind. 8 Megapixel, mind. 3 Fotos je Aufschlusspunkt (vorher/nachher), mit Datumsangabe.
Beweissicherung / Zustandsfeststellung: Vorher/nachher an Aufschlussansatzpunkten und Zuwegungen.
CPT-Ergebnisse: Graphische Darstellung (Höhenmaßstab 1:100), ausgedruckt + digital (PDF + ASCII).
Tagesberichte: Wöchentlich, montags für die Vorwoche.
Übergabe an Behörden: Nach Abschluss Erkundungsergebnisse analog + digital inkl. XLS-Koordinatenliste gemäß Geologiedatengesetz.
Gesamtdokumentation: Zusammenstellung aller Unterlagen, 1-fach analog + digital (PDF + XLS für Vermessungsergebnisse).
Rückbau & Wiederherstellung
Oberflächen-Wiederherstellung: Bahnsteig- und Gleis-Oberflächen nach Beendigung der Bohrarbeiten fachgerecht wiederherstellen.
Buschwerksrückschnitt: Mit Nachweis der Verwertung.
Standsicherheitsnachweise: Für Bohrgeräte auf Bahnsteigen (in Anlehnung an IseB SBK31).
Baustellenräumung: Innerhalb von 8 Arbeitstagen nach Fertigstellung; Schutzzaun abbauen, Mäkler zurückbauen, alle Materialien verladen, Reinigung.
Schlussrechnung: Spätestens 6 Wochen nach Abnahme.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung – Ausschluss von der Teilnahme
Keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB, § 42 Abs. 1 UVgO bzw. § 16 VOB/A.
Kein Ausschluss gemäß Art. 5k VO (EU) 2022/576 (Sanktionen, russische Beteiligungen).
Nachweis der Eignung
Wahlweise einer der folgenden Nachweise:
Erklärungen zur Einhaltung gesetzlicher Pflichten:
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Erklärungen über:
Technische und fachliche Leistungsfähigkeit
Erklärungen über:
Nachunternehmer & Verbundenheit
Nachunternehmer:
Verbundenheit / wirtschaftliche Abhängigkeit:
Sprache & Form
Angebotssprache: Deutsch (in Wort und Schrift, auch für Geräte-/Kolonnenführer und Bauleiter).
Elektronische Einreichung: PFLICHT über das DB-Bieterportal; Textform nach § 126b BGB.
Datenaustauschformat: GAEB XML Version 3.3 (Kennung 84 für Angebote, 85 für Nebenangebote, 86 für Nachtrags-LV); Schemaprüfung über 'GAEB Checker'.
Nebenangebote: Zugelassen, jedoch nur in Verbindung mit einem Hauptangebot.
Nachweis vergleichbarer Leistungen – Baugrunduntersuchungen / Aufschlussarbeiten
Referenzliste (Anlage 3 zum Anschreiben); Nachweis durch PQ-Bahn, PQ-VOB oder Eigenerklärung; Vorlage innerhalb von 6 Kalendertagen nach Aufforderung.