Bauleistung Baufeldfreimachung von Baufeld 1 im CIPZ
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBauleistung zur Freimachung einer rund 15 Hektar großen Teilfläche im Chemie- und Industriepark Zeitz (Elsteraue). Auf einer Kampfmittel- und Altlastenverdachtsfläche eines ehemaligen Hydrierwerks muss das Grundstück bis 6 m unter Geländeoberkante auf Kampfmittel untersucht und geräumt werden. Außerdem sind Altfundamente, Altleitungen, Bauwerke, Aufbauten und Fahrbahnen zurückzubauen und zu entsorgen. Ziel ist ein beräumtes, vermarktungsfähiges Baufeld.
Das Verfahren ist ein EU-weites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen (Teilnahmewettbewerb ab 25.09.2026, finale Angebotseröffnung 07.12.2026, Vertragsunterzeichnung 04.01.2027). Geschätztes Auftragsvolumen: 3 bis 5 Mio. € netto. Die Ausführung läuft vom 04.01.2027 bis Ende 3. Quartal 2027 (ca. 9 Monate).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis50%
Angebotspreis, bewertet über lineare Interpolation: 50 Punkte für den niedrigsten Preis, 0 Punkte ab dem 2-fachen des niedrigsten Preises.
- Ausführung50%
Qualitative Ausführung der Bauleistung, bewertet anhand der eingereichten Angebotsunterlagen und des Verhandlungsgesprächs. Setzt sich aus den Unterkriterien A, B und C zusammen.
Preis: Lineare Interpolation zwischen niedrigstem Preis (50 Punkte) und dem 2-fachen des niedrigsten Preises (0 Punkte). Angebote darüber erhalten 0 Punkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKampfmittelfreistellung
Das Baufeld 1 ist als Kampfmittelverdachtsfläche eingestuft. Das Grundstück ist bis zu einer Tiefe von 6 m unter Geländeoberkante (GOK) auf Kampfmittel zu untersuchen und kampfmittelfrei herzustellen. Hierfür ist ein Kampfmittelräumkonzept zu erstellen bzw. baubegleitend fortzuschreiben und mit den zuständigen Stellen abzustimmen. Schutz- und Sicherungsmaßnahmen bei allen bodeneingreifenden Arbeiten sind vorzusehen.
Rückbau von Altfundamenten, Altleitungen und Bauwerken
Im Untergrund verbliebene Störstoffe aus dem ehemaligen Hydrierwerk sind rückzubauen und zu verwerten bzw. zu entsorgen. Dazu zählen Altfundamente, Altleitungen und Bauwerke. Anfallender Beton ist aufzubereiten; nicht wiedereinbaufähige Materialien, Altleitungen, Kabel und sonstige Störstoffe sind getrennt zu halten und einer geordneten Verwertung/Entsorgung zuzuführen.
Rückbau von Aufbauten und Fahrbahnen
Die noch vorhandenen Aufbauten und Fahrbahnen sind vollständig zurückzubauen und fachgerecht zu verwerten oder zu entsorgen. Der Asphalt ist aufzubrechen und entsprechend seiner Qualität getrennt zu lagern bzw. zu verwerten.
Bodenmanagement und Altlastensanierung
Das Baufeld ist eine Altlastenverdachtsfläche (ehemaliges Hydrierwerk). Oberboden ist bis ca. 30 cm abzutragen. Bodenmaterial ist abzutragen, zu transportieren, zwischenzulagern und je nach Belastung zu separieren. Ein Probenahme- und Analytikkonzept ist in Abstimmung mit dem Auftraggeber zu erstellen, mit Probenahmeplan und Beauftragung eines geeigneten Prüflabors. Das anfallende kontaminierte Material ist nach den Ergebnissen der Analytik fachgerecht zu entsorgen oder zu verwerten.
Geländeberäumung und Rodung
Die Oberfläche ist zu beräumen (Müll, Schrott, Bewuchs). Rodungs- und Wurzelentfernungsarbeiten sind durchzuführen. Sämtliche Aushub-, Rückbau- und Transportarbeiten sind mit der Kampfmittelräumung abzustimmen.
Logistik, Baustelleneinrichtung und Dokumentation
Vor Ausführungsbeginn sind ein Baustellen- und Logistikkonzept (Zufahrten, Verkehrsführung, innerbetriebliche Transportwege, Lager- und Bereitstellungsflächen, getrennte Lagerung unterschiedlicher Boden- und Materialqualitäten) sowie ein Massenmanagementkonzept (Volumina/Tonnagen aller Materialströme, Massenbilanz, Zwischenlagerflächen) zu erstellen. Nach Abschluss ist eine digitale Abschlussdokumentation (Aufmaß, Massenbilanz, Freigaben, Analytik, Entsorgungsnachweise) zu übergeben. Die Leistung umfasst zudem die Baustelleneinrichtung, Sicherung, Vermessungskoordination und alle notwendigen Schutzmaßnahmen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Bewerbung muss formlos vom Büroinhaber, Geschäftsführer oder berechtigten Vertreter elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden. Unterschriftsberechtigung ist bei juristischen Personen durch aktuellen Handelsregisterauszug (max. 6 Monate alt) nachzuweisen. Verfahrenssprache ist ausschließlich Deutsch; ausländische Bewerber reichen beglaubigte Übersetzungen ein.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (40 %)
Nachweis des Netto-Bauumsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023–2025). Punkte: >4 Mio. € = 5 Pkt., >5 Mio. € = 10 Pkt., >6 Mio. € = 15 Pkt. Pflicht: Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit mind. 3.000.000 € für Personenschäden und 2.000.000 € für sonstige Schäden, 2-fach maximiert pro Kalenderjahr; die Deckung muss über Vertrags- und Gewährleistungslaufzeit erhalten bleiben.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (30 %)
Mittlere Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) der letzten 3 Geschäftsjahre (2023–2025): >10 MA = 2 Pkt., >20 MA = 4 Pkt., >30 MA = 6 Pkt. Auslastungserklärung mit laufenden Projekten über 1 Mio. € (Art, Fertigstellungstermine, max. 2 Seiten) = max. 4 Pkt. Organigramm mit Aufgabenverteilung inkl. Nachunternehmer (max. 1 Seite) = 3 Pkt. Darstellung der technischen Ausstattung (max. 2 Seiten) = 2 Pkt.
K.-o.-Kriterium: Entsorgungsfachbetrieb
Zertifikat als Entsorgungsfachbetrieb gemäß § 56 KrWG ist zwingend erforderlich und muss zum Zeitpunkt des Ablaufs der Teilnahmefrist gültig sein. Mindestumfang: Tätigkeiten Sammeln, Befördern, Verwerten oder Beseitigen. In einer Bewerbergemeinschaft muss das die Entsorgungsleistungen erbringende Mitglied zertifiziert sein; alternativ ist Eignungsleihe mit Verpflichtungserklärung Formblatt 236 möglich. Fehlen des Zertifikats führt zum Ausschluss; eine Nachforderung ist ausgeschlossen.
Ausschlussgründe und Selbstreinigung
Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 123 Abs. 1 Nr. 1–10 GWB und § 123 Abs. 4 Nr. 1 GWB sowie § 124 Abs. 1 Nr. 1–9 GWB vorliegen. Falls Ausschlussgründe vorliegen, sind Maßnahmen der Selbstreinigung nach § 125 GWB darzustellen.
Referenzen als Fachkundenachweis (30 %)
Maximal 3 Referenzvorhaben aus den letzten 5 Jahren im Bereich Baufeldfreimachung und Flächensanierung. Pro Referenz max. 10 Punkte (Rückbau Infrastruktur 0–2, Sondier-/Kampfmittelräumarbeiten 0–2, Boden-/Altlastensanierung 0–2, Bausumme netto 1–3, Referenzbestätigung 1). Maximal 30 Punkte; die Begrenzung gilt je Bewerbung unabhängig von der Zahl der Einzelbewerber.
Tariftreue und arbeitsrechtliche Anforderungen
Eigenerklärung zur Tariftreue, Zahlung des Vergabemindestlohns und Gleichbehandlung von Leiharbeitnehmern gemäß § 11 TVergG LSA (Anlage 9) sowie Eigenerklärung zum Nachunternehmereinsatz gemäß § 14 Abs. 2 und 4 TVergG LSA (Anlage 6). Bei Einsatz von Nachunternehmern sind Tariftreuepflichten vertraglich weiterzureichen. Während der Auftragsausführung sind prüffähige Entgeltabrechnungen und Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte bereitzuhalten.
Baufeldfreimachung und Flächensanierung mit Rückbau von Gebäudeinfrastruktur/Altbauwerken/Fundamenten/Infrastrukturanlagen, Koordination von Sondier- und Kampfmittelräummaßnahmen sowie Boden- und Altlastensanierung
Projektdarstellung max. 2 DIN A4-Seiten je Referenz inkl. Auftraggeber, Kontaktdaten, Angaben zu Rückbau/Kampfmittel/Altlasten, Bausumme netto, Einhaltung Termin- und Kostenziele; Pflicht: Referenzbestätigungsschreiben des Auftraggebers oder vergleichbare Eigenerklärung mit Ansprechpartner
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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