Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Landratsamts Karlsruhe (Amt für Straßen) für die Sanierung eines Wellstahldurchlasses (Moosalbdurchlass) unter der Kreisstraße K3553 bei Schöllbronn.
Das Bauwerk aus Wellstahl weist starke Korrosion an der Sohle auf und erhält von innen eine neue Wellstahl-Sohlschale. Die Arbeiten umfassen Wasserhaltung über Fangedämme und eine Rohrleitung DN 400, Reinigung und Strahlen des Bestandsrohrs, Einbau und Verschweißen der neuen Sohlschale, Verdämmung des Ringspalts, Korrosionsschutz der Schweißstellen, Wiederherstellung der Natursteinpflasterrinne im Gerinne, Verkehrssicherung (halbseitige Sperrung mit Ampel, zeitweise Vollsperrung), Baustelleneinrichtung und Erdarbeiten. Das Baufeld liegt in einem FFH- und Naturschutzgebiet; alle Arbeiten erfolgen ausschließlich von innen am Rohrquerschnitt.
Es gibt ein Los, keine Nebenangebote, kein Mehrfach-Hauptangebot. Verfahren: offenes Verfahren nach VOB/A. Bindefrist: 28.09.2026. Bauphase nach Baubeschreibung: 26.10.2026 bis 21.11.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung
Einrichten und Räumen der Baustelle inkl. Nebenanlagen, Lagerplatzbefestigung, Leitereinbau, Schutz von Vegetationsflächen und Gehölzrückschnitt.
Verkehrssicherung
Verkehrssicherung längere Dauer auf der K3553: halbseitige Sperrung mit transportabler Lichtsignalanlage (Typ C, verkehrsabhängig), Quermarkierung, Einsatzzeit ca. 30 Tage; Vollsperrung 2–7 Tage für Kranarbeiten. Verkehrsrechtliche Anordnung gem. § 45 StVO mind. 2 Wochen vor Baubeginn; Erstellung der verkehrstechnischen Unterlagen (Signallageplan, Zwischenzeitenmatrix, Signalzeitenplan).
Schutzeinrichtungen
Abbau und Aufstellung von Schutzeinrichtungen (einfache Schutzplanke, Holm Profil B); Nachweis gemäß BASt-Technische Übersichtsliste bzw. Einsatzfreigabeverfahren.
Wasserhaltung
Fangedamm aus Sandsäcken (ca. 2,50 m breit, ca. 1,50 m hoch) im Gerinne, Rohrleitung DN 400 als ca. 70 m Freispiegelleitung durch den Durchlass; Tragkonstruktion der Wasserhaltung in Längs- und Querrichtung; Fischevakuierung vor Beginn; Rückbau nach Abschluss.
Mauerwerksanierung
Aufnehmen und Wiederverlegen der Natursteinplatten (Porphyr), Reinigung der Portalverblendung, Herstellung Großpflasterdecke im Gerinne (Porphyr), Hohlraumverdämmung mit Quellmörtel, Ringspalt abstellen, Erneuerung der Fugen und Anpassung der Bachsohle an die neue Höhenlage.
Stahlbau und Korrosionsschutz
Neue Sohlschale aus Wellstahl (ViaCon MultiPlate MP200, S235JR, Mindestblechdicke 3,5 mm, Zinkauflage 1000 g/m²), Anschlusswinkel S235, kraftschlüssige Verbindung mit dem Bestand durch Schweißen. Oberflächenvorbereitung Sweepstrahlen SA 3, Spritzverzinkung 100 µm, Zwischenbeschichtung Epoxidharz 2×120 µm, Deckbeschichtung 120 µm; Arbeitszelt/Einhausung für die Strahlarbeiten; Korrosionsschutz der Schweißstellen.
Erdbau / Oberboden
Oberboden abtragen und andecken (Homogenbereich Oberboden Gruppe 1, bis ca. 10 cm).
Örtliche Verhältnisse und Rahmenbedingungen
Baufeld ca. 60 m Länge entlang der K3553 (Station 1+520 bis 1+580 km), außerorts; Bauwerkslänge ca. 50 m; Profil 5 %-elliptisch, Breite 2,46 m, Höhe 2,72 m; Überschüttung ca. 7,00 m; ganzjähriger Durchfluss der Moosalb (>1,5 m/s, Gebirgsbachcharakter), Regelwasserstand ca. 0,35 m, Hochwasser-Spitzenabfluss mind. 25 m³/s; Lage in FFH- und Naturschutzgebiet; sämtliche Arbeiten erfolgen ausschließlich von innen am Rohrquerschnitt; Bauphase 26.10.2026 bis 21.11.2026.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Eigenerklärung zu Ausschlussgründen gem. §§ 123, 124 GWB: keine schweren Verfehlungen, keine Strafen > 3 Monate Freiheitsstrafe, > 90 Tagessätze Geldstrafe oder > 2.500 € Geldbuße; keine Einträge im Gewerbezentralregister in den letzten 2 Jahren wegen solcher Verstöße. Selbstreinigung gem. § 125 GWB möglich. Erklärung zu Ausschlussgründen gem. § 22 LkSG (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz). Ordentliche Erfüllung der Pflichten zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Rechtliche / organisatorische Eignung
Kein laufendes Insolvenzverfahren, keine Massearmut-Ablehnung, keine Liquidation. Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (bzw. keine Pflicht zur Eintragung). Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung Eignung; auf Verlangen Bestätigung des Mindestjahresumsatzes durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater bzw. testierte Jahresabschlüsse. Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen; Freistellungsbescheinigung § 48b EStG. Eignungsleihe wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit möglich.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zur Eignung (oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung); Eignungsleihe technische/berufliche Leistungsfähigkeit möglich. Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren (insbesondere Stahlsanierung und Mauerwerksanierung); auf Verlangen Referenzbescheinigungen. Auf Verlangen: Erklärung zur durchschnittlichen Arbeitskräfteanzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit Angabe des technischen Leitungspersonals. Bereitstellung eines SiGe-Koordinators mit Qualifikation gem. RAB 30.
Lieferkettenmanagement und Sanktionen
Angabe des Systems zur Lieferkettenüberwachung; auf Verlangen Nachweise. Ggf. Eigenerklärung zu Art. 5k EU-VO 2022-576 (Sanktionen).
Tariftreue und Mindestentgelt (LTMG BW)
Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und zum Mindestentgelt nach dem LTMG Baden-Württemberg (gilt ab Auftragswert 20.000 € ohne USt). Weitergabe der Pflichten an Nachunternehmen/Verleihunternehmen; bei Auftragsvolumen < 10.000 € ohne USt entfällt die Vorlagepflicht. Sanktionen bei Verstößen: Vertragsstrafe, Ausschluss bis 3 Jahre, fristlose Kündigung.
Präqualifikation / KMU
Optionale Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Nummer); optionale Angabe des KMU-Status (< 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio. € Umsatz bzw. ≤ 43 Mio. € Bilanzsumme).
Nachunternehmer / Bietergemeinschaft
Bei Einsatz von Nachunternehmen: HVA B-StB Verzeichnis der Unterauftrag-/Nachunternehmerleistungen; auf Verlangen Benennung der NU und Eigenerklärungen/Präqualifikationsnachweise. Bei Bietergemeinschaften: HVA B-StB Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft mit bevollmächtigtem Vertreter, ARGE-Bildung, Gesamtschuldner-Haftung; auf Verlangen unterschrieben.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren; vergleichbare Leistungen insbesondere Stahlsanierung und Mauerwerksanierung; je Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil des Bieters), Ausführungszeitraum, Auftraggeber
auf Verlangen: Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung und Ergebnis