Berlin – BfR AMF Haus 8: Neuausstattung Medientechnik
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für die Neuausstattung der Medientechnik im Bundesinstitut für Risikobewertung, Haus 8, Alt-Marienfelde 17–21 in Berlin.
Das einheitliche Angebot umfasst die Lieferung, Montage, Integration, Programmierung, Inbetriebnahme und Übergabe einer zentralen AV-over-IP-Plattform mit Displays, Videokonferenz- und Audiotechnik, LED-Videowand, Netzwerk- und Mediensteuerung sowie raumakustischen Maßnahmen. Ebenfalls gefordert sind Elektroprüfungen, Werk- und Montageplanung, Dokumentation, zweimalige Einweisung sowie ein Instandhaltungsangebot.
Angebote sind bis zum 17.11.2026 um 11:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Niedrigste Wertungssumme des Angebots einschließlich der nach den Vergabeunterlagen zu berücksichtigenden Bestandteile; Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent und bei Gleichstand den Zuschlag
Wertungssumme aus nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten; bei bis zu fünf Jahren Instandhaltungslaufzeit statische Berechnung Instandhaltungskosten pro Jahr multipliziert mit der Laufzeit, bei mehr als fünf Jahren Kapitalisierung mit dem Barwertfaktor nach ImmoWertV; Preisgleitklauseln bleiben unberücksichtigt; Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent und bei Gleichstand den Zuschlag
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenMedientechnische Systemplattform
Lieferung, Montage, Integration, Programmierung, Inbetriebnahme und betriebsfertige Übergabe einer zentralen AV-over-IP-Plattform für die Konferenz-, Besprechungs- und Seminarräume im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss von Haus 8.
Die zentrale Systemtechnik wird in einem 19-Zoll-Serverschrank im Technikraum des Untergeschosses installiert. Audio-, Video- und Steuerungssignale werden gemeinsam über eine IP-basierte Infrastruktur verarbeitet und verteilt. Eingebunden werden unter anderem Displays, Präsentationssysteme, professionelle Audiotechnik, Deckenmikrofonarrays, Lautsprechersysteme, Videokonferenztechnik, Tischanschlussfelder sowie Netzwerk- und Bedieneinheiten.
Konferenz- und Besprechungsräume
Die Ausstattung umfasst die in den Unterlagen ausgewiesenen Räume 1.03, 1.06, 1.09 und 1.11. Je nach Raum werden interaktive 65- oder 75-Zoll-4K-Displays, Halterungen, Soundbars, Digitalendstufen, PTZ-Konferenzkameras, AV-Prozessoren, Netzwerk-Videoendpunkte, Netzteile, Touchpanels, Tisch-Mikrofonarrays und Tischanschlussfelder installiert.
Raum 1.09 erhält eine modulare COB-LED-Videowand mit ungefähr 135 Zoll Diagonale, LED-Controller, Medienwand-Stele, zwei passiven Fullrange-Linienstrahlern, zwei Lautsprecherhaltern, einer 4-Kanal-Class-D-Systemendstufe, drei PTZ-Konferenzkameras, einem Decken-Array-Mikrofon, einem 10-Zoll-Netzwerk-Touchpanel, zwei AV-Prozessoren, zwei Netzwerk-Videoendpunkten, zwei Netzteilen und drei Tischanschlussfeldern.
Raum 1.11 erhält ein mobiles, höhenverstellbares Display-Standsystem sowie die im Leistungsverzeichnis aufgeführten Komponenten. Raum 1.03 und Raum 1.06 erhalten jeweils die jeweils konkret ausgewiesenen Komponenten für ihre Ausstattung.
Zentrale Netzwerk- und Gebäudetechnik
Lieferung, Rackmontage, Netzanschluss, Grundkonfiguration, Integration und Funktionsprüfung eines professionellen Managed-Gigabit-Ethernet-Switches mit 40 Gigabit-Ethernet-PoE++-Ports, acht 10-Gigabit-SFP+-Ports und Switch-Fabric von 240 Gigabit/s.
Ein Netzwerk-Koppelmodul bindet die vorhandene LCN-Gebäudeautomation über Modbus-TCP/IP an die Mediensteuerung an. Die Raumfunktionen werden über vorhandene Touchpanels bedienbar. Dazu gehören Konfiguration, Integration, Inbetriebnahme, Funktionsprüfung und Übergabe der Schnittstellendokumentation.
Mediensteuerung und Systemintegration
Planung, Programmierung, Parametrierung und Inbetriebnahme der zentralen Mediensteuerung. Integriert werden Displays, LED-Videowand, Audio- und DSP-Systeme, Videokonferenzkameras, Anschlussfelder, Peripheriegeräte sowie Jalousie-, Sonnenschutz- und Szenensteuerungen.
Zu liefern und zu konfigurieren sind unter anderem Steuerlogik, Szenen, Makros, Start- und Abschaltsequenzen, Signalmanagement und Statusrückmeldungen. Nach einer Betriebsphase von zwei bis vier Wochen wird die Touchpanel-Benutzeroberfläche einmalig angepasst und optimiert.
Raumakustik
Lieferung und Montage von Wandabsorbern mit individuellem Motivdruck sowie akustischen Zusatzmaßnahmen an Mobiliar. Mobile Tieffrequenzabsorber sollen die Sprachverständlichkeit und das akustische Gesamtverhalten verbessern.
Prüfung, Inbetriebnahme und Einweisung
Durchführung der Erstprüfung der neu installierten ortsfesten und ortsveränderlichen elektrischen Betriebsmittel durch qualifizierte Elektrofachkräfte. Erstellt werden ein digitales Prüfbuch, Einzelprüfprotokolle, eine Errichterbestätigung und eine Schulungsdokumentation.
Die Anlage wird vollständig in Betrieb genommen und einem Funktionstest unterzogen. Das Bedienpersonal wird zweimal jeweils vier Stunden eingewiesen; eine erste Einweisung erfolgt nach Inbetriebnahme, eine zweite kurz vor Übergabe der vollständig montierten Anlage. Die Einweisung wird schriftlich bestätigt.
Planung, Dokumentation und Übergabe
Erstellung der Werk- und Montageplanung mit Geräteliste, Audio-, Video-, Netzwerk-, Steuerungs- und Spannungs-Blockschaltbildern, Raum- und Rackansichten, Beschriftungsdarstellungen, Konstruktionszeichnungen und Montageterminplan.
Die Planunterlagen werden in Papier- und elektronischer Form sowie als editierbares PDF übergeben. DWG-Dateien müssen mindestens AutoCAD 2013, Excel-Dateien mindestens Microsoft Excel 2013 und Word-Dateien mindestens Microsoft Office 2013 entsprechen.
Die vollständige Revisions- und Bestandsdokumentation nach BHKS-Regel 2.001 und ergänzend VOB/C wird nach Prüfung und Freigabe einmal sortiert in Papierform sowie digital als DWG, PLT und PDF auf CD oder USB-Stick übergeben. Die Dokumentation umfasst unter anderem Anlagenbeschreibung, Bestands- und Gerätedaten, Datenblätter, Bedienungs-, Wartungs- und Instandhaltungsinformationen, Prüfprotokolle sowie Bestandspläne. Unvollständige Dokumentationsunterlagen können zur Abnahmeverweigerung führen.
Programmier-Quellcodes, Software, Plugins, Bibliotheken und sämtliche Passwörter sind zur späteren Bearbeitung und Anpassung durch den Auftraggeber bereitzustellen. Ein Ansprechpartner für Servicefälle ist zu benennen.
Nebenleistungen und Baustellenorganisation
Sämtliche Nebenleistungen, Befestigungsmaterialien, Anpassungsarbeiten und Beschriftungen sind in die Einheitspreise einzukalkulieren, soweit sie nicht gesondert ausgeschrieben sind.
Baustelleneinrichtung, Baustellenräumung sowie An- und Abfahrt von Maschinen, Geräten und Werkzeugen sind zu berücksichtigen. Arbeitsbeleuchtung für die vertragliche Leistungszeit ist vorzuhalten. Das bauseits gestellte Gerüst kann kostenfrei genutzt werden.
Bau- und Abbruchabfälle sowie Baustellenabfälle sind zu vermeiden, zu verwerten oder zu beseitigen. Erforderliche Abfälle sind nach geltenden Vorschriften getrennt zu erfassen und zu halten sowie sachgerecht zu entsorgen. Bei einer vom Leistungsverzeichnis abweichenden Verwertungs- oder Beseitigungslösung sind besondere Nachweise zu erbringen.
Instandhaltung
Zusätzlich zur Neuanlage ist ein Angebot für Wartung und Inspektion der technischen Anlage einzureichen. Die beigefügten Arbeitskarten beschreiben die konkret anzubietenden Leistungen und sind ohne Änderungen anzubieten.
Die Wartungsarbeiten umfassen die in den Arbeitskarten beschriebenen wiederkehrenden und bedarfsweisen Prüfungen, Reinigungen, Kontrollen sowie Justier- und Funktionsarbeiten an LED-Screens, Gestellzentralen, Lautsprechern, Audioverstärkern, PTZ-Kameras, Tisch- und Deckenmikrofonen, Displays und Stelen, Tischanschlussfeldern sowie Datenübertragungseinrichtungen.
Das Vertragsmuster sieht eine Vertragslaufzeit von sechs Jahren ab dem Tag nach Abnahme der Bauleistung vor. Wartungstermine sind mindestens 14 Tage vorher anzumelden. Bei Störungen, die Anlagensicherheit oder Gebäudenutzung beeinträchtigen, ist nach Aufforderung innerhalb der betriebsüblichen Arbeitszeit zu handeln.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmenseignung
Für nicht präqualifizierte Unternehmen ist mit dem Angebot die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung vorzulegen. Präqualifizierte Unternehmen müssen die Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nachweisen und gegebenenfalls auftragsspezifische Nachweise ergänzen.
Die Eigenerklärung umfasst Angaben zu vergleichbaren Leistungen, Umsatz, verfügbarem Personal, Registerstatus, Insolvenz- und Liquidationsverfahren, Ausschlussgründen, Zuverlässigkeit, Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen sowie Berufsgenossenschaftsmitgliedschaft.
Fachliche Leistungsfähigkeit
Das Angebot muss die Fähigkeit zur Planung, Lieferung, Montage, Integration, Parametrierung und Inbetriebnahme professioneller AV-, Audio-, Video- und Steuerungssysteme sowie einer zentralen AV-over-IP-Architektur belegen. Die geforderten Leistungen umfassen insbesondere die Integration von Q-SYS-Komponenten, AV-Prozessoren, Videokonferenzkameras, DSP- und Beschallungstechnik, Netzwerk- und Gebäudetechnik sowie Mediensteuerung.
Für die Erstprüfung der elektrischen Betriebsmittel sind qualifizierte Elektrofachkräfte einzusetzen. Das Angebot muss die Einhaltung der einschlägigen technischen und sicherheitsbezogenen Anforderungen sowie die Erstellung prüffähiger Dokumentation und die Einweisung des Bedienpersonals ermöglichen.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Werden Teilleistungen an Nachunternehmer vergeben, sind Art und Umfang der Nachunternehmerleistungen im Verzeichnis VHB 233 anzugeben. Bei einer Bietergemeinschaft ist eine Erklärung aller Mitglieder erforderlich, dass eine Arbeitsgemeinschaft gebildet wird, sämtliche Mitglieder aufgeführt sind und ein bevollmächtigter Vertreter sie gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt.
Bei Beteiligung anderer Unternehmen können zusätzliche Verzeichnisse, Erklärungen, Sicherheitsauskünfte und Nachweise auf Verlangen verlangt werden.
Finanzielle und rechtliche Nachweise
Auf Verlangen können Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle beziehungsweise bei der IHK, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialkasse und des Finanzamtes, Freistellungs- und Berufsgenossenschaftsbescheinigungen sowie ein bestätigter Insolvenzplan vorgelegt werden.
Nicht auf Deutsch verfasste Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung vorzulegen.
Nachhaltigkeit, Materialien und Sicherheit
Für die angebotenen Produkte und Materialien sind die einschlägigen Qualitäts- und Umweltanforderungen der Anlage BNB einzuhalten. Erforderlich sind unter anderem Angaben zu Produkt, Hersteller, Funktion, technischem Datenblatt, Sicherheitsdatenblatt sowie gegebenenfalls Nachweise zu nachhaltiger Holzherkunft.
Die Vorgaben für Umwelt- und Arbeitsschutz, Fremdfirmeneinweisung, Abfalltrennung, gefährliche Arbeiten und Baustellenorganisation sind einzuhalten.
Bei einem Teilnahmewettbewerb ist eine Referenzliste beizufügen; bei engerer Wahl sind drei Referenznachweise vorzulegen. Jeder Nachweis soll Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenen Leistungsumfang, eingesetztes Personal, technische und gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung sowie Bestätigung des Auftraggebers enthalten.
Vergleichbare Leistungen; konkrete fachliche oder technische Mindestanforderungen an die Referenzen sind im Unterlagen excerpt nicht weiter angegeben.
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