Betonwerksteinarbeiten und Sichtestrich
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBauleistung für Betonwerkstein- und Estricharbeiten im denkmalgeschützten Palais am Festungsgraben sowie im angrenzenden Neubau.
Gefordert sind unter anderem Betonwerkstein-Fertigteil-Winkel- und Trittstufen, Design- und Sichtestrich auf Treppenpodesten, Verfugung, Bemusterung, Planung, Dokumentation sowie die Baustelleneinrichtung. Die Arbeiten erfolgen im laufenden Betrieb des Palais und des benachbarten Maxim-Gorki-Theaters.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung
Baustelleneinrichtung aufbauen, während der Bauzeit vor- und instand halten und anschließend räumen. Hierzu gehören Hebe- und Transportwerkzeuge, Geräte und Werkzeuge, Lager- und Materialcontainer, Arbeitsschutzmaßnahmen, Betriebsmittel, Reinigung sowie Trennung von Baustellen- und Nutzerwegen. Der Baustelleneinrichtungsplan ist im Maßstab 1:250 zwei Wochen nach Auftragserteilung vorzulegen.
Planung, Terminierung und Dokumentation
Werk- und Montageplanung einschließlich vollständigem Aufmaß, Verlege- und Fugenplanung sowie Detailplanung nach Freigabe durch die Architektinnen und Architekten. Produktdatenblätter, Zulassungen und Hersteller- beziehungsweise Konformitätsnachweise sind bereitzustellen. Ein Feinablaufplan ist als PDF und MPP-Datei fortlaufend zu aktualisieren. Die Ausführungsdokumentation muss spätestens 21 Tage vor der Abnahme vollständig vorliegen.
Bemusterung und Abstimmung
Bemusterung von Handmustern und Musterflächen. Für einen Bemusterungsvorgang mit Handmuster sind 15 Arbeitstage, für Musterflächen 25 Arbeitstage vorgesehen. Farbe und Oberfläche des Sichtestrichs sowie der Silikonverfugung sind abzustimmen; der Stufenfarbton richtet sich nach der Bemusterung.
Betonwerksteinarbeiten
Herstellung und Einbau von Betonwerkstein-Fertigteil-Winkelstufen und Fertigteiltrittstufen. Die Winkelstufen sind etwa 2,00 bis 2,02 m lang, mit 2K-PU-Beschichtung und mindestens R9 auszuführen. Erforderlich sind außerdem Betoninstandsetzung und farbliche Anpassung an die Podest- beziehungsweise Designestrichrezeptur, kontrastreiche Stufenmarkierungen mit Betonwerkstein-Kontrasteinsatzprofil und Vierung, Randdämmstreifen für Podeste und Zwischenpodeste sowie die Verlegung im Mörtelbett auf neuen Stahlbetonpodesten mit Stattenfuge und seitlicher Wartungsfuge.
Estricharbeiten
Ausführung eines einschichtigen Verbundestrichs nach DIN 18560-3 mit 70 mm Schichtdicke in den Podesten und Zwischenpodesten TRH F im Erdgeschoss bis 1. Obergeschoss. Der Estrich ist rosa, geschliffen und in Terrazzo-Optik herzustellen und muss mindestens DIN 18560-CT-C40-F6-V70 entsprechen. Die Ebenheiten nach DIN 18202, Tab. 3, Zeile 4, und eine zulässige Flächenlast von 5 kN/m² sind einzuhalten. Randdämmstreifen und Edelstahl-Abstellwinkel sind herzustellen.
Verfugung
Herstellung von 5 mm breiten Silikonfugen zwischen Betonwerkstein-Winkelstufen und Wand. Der Farbton des Stufenmaterials und der Fuge ist entsprechend der Bemusterung abzustimmen.
Stundenlohnarbeiten
Bereitzustellung und Ausführung von jeweils 5 Stunden Facharbeiter beziehungsweise Helfer auf Anordnung des Auftraggebers. Erschwernis-, Überstunden-, Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschläge werden gesondert vergütet.
Ausführung bei laufendem Betrieb
Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb des Palais und des benachbarten Maxim-Gorki-Theaters. Schutz- und Sicherungsmaßnahmen, Interimzustände, Staub- und Lärmschutz, Schutz der Bausubstanz sowie die barrierefreie Erschließung neben dem Haupteingang sind sicherzustellen. Arbeitsbereiche sind arbeitstäglich zu reinigen, Verkehrswege und Gehwege mindestens einmal täglich. Bautagebuch und täglicher Bautagesbericht sind zu führen; ein kompetenter, deutschsprachiger leitender Mitarbeiter nimmt wöchentlich an der Baubesprechung teil.
Gefahrstoffe und Abfallmanagement
Gefährdungsbeurteilung, Rückbaukonzept und Arbeitspläne für Arbeiten mit Gefahrstoffen sind vorzubereiten. Bei verdächtigen Schadstoffen ist die Arbeit sofort zu unterbrechen, der Bereich zu sichern und der Auftraggeber beziehungsweise die Objektüberwachung und Sachverständige sind zu informieren. Verpackungsmaterial, Verschnitt, Resten und Baustellenabfälle sind ordnungsgemäß zu beseitigen und zu entsorgen; nicht gefährliche Abfälle sind nachzuweisen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistereintrag und Eignungsnachweis
Für sich und gegebenenfalls Nachunternehmer sind Fachkunde und Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Zulässige Nachweiswege sind Eintragung im ULV, Eintragung im PQ-Verzeichnis, Eigenerklärung, EEE oder gleichwertige Nachweise jeweils in Verbindung mit der vollständig ausgefüllten Selbstauskunft. Soweit eintragungspflichtig, ist die Eintragung im relevanten Berufs- oder Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK nachzuweisen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Der durchschnittliche Jahresumsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre muss mindestens 100.000,00 EUR netto betragen und mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sein. Im Bietbogen sind die Jahresumsätze 2023, 2024 und 2025 einzutragen.
Referenzen
Mindestens eine projektvergleichbare Referenz ist erforderlich. Sie muss abgeschlossen sein, innerhalb der letzten fünf Jahre vor dem 22.10.2026 abgenommen worden sein, Betonwerksteinarbeiten in einem denkmalgeschützten Gebäude umfassen und einen Auftragswert von mindestens 50.000,00 EUR netto haben. Sämtliche Angaben im Bietbogen, einschließlich der zuständigen Denkmalschutzbehörde, sind vollständig einzutragen.
Personelle Eignung
Nachzuweisen ist geeignetes, beim Auftraggeber beschäftigtes Fachpersonal mit gültigen Zeugnissen und Zertifikaten. Gefordert werden ein Diplom oder Master im Restauratorenstudiengang beziehungsweise eine geprüfte Restauratorin oder ein geprüfter Restaurator im Handwerk, mindestens fünf Jahre Berufserfahrung und die Fachrichtung Holzarbeiten. Zusätzlich ist ein Fachkundenachweis TRGS 505 vorzulegen.
Ausschlussgründe und Bietergemeinschaften
Ausschlussgründe nach VOB/A EU und dem GWB dürfen nicht vorliegen. Bei fehlender Präqualifizierung ist dies per Eigenerklärung zu bestätigen. Bei Bietergemeinschaften müssen Fachkunde und Leistungsfähigkeit insgesamt von allen Mitgliedern nachgewiesen werden; jedes Mitglied füllt die Selbstauskunft aus. Bei eignungsleihender Nutzung von Nachunternehmern sind deren Eignung und Ausschlussgründe mit Verzeichnis, Selbstauskunft und Eignungsbogen nachzuweisen.
Besondere Anforderungen dieses Baus
Für Arbeiten mit Gefahrstoffen sind Qualifikationsnachweise und die erforderliche besondere Fachkunde, insbesondere BGR 128, TRGS 519 und TRGS 521, nachzuweisen. Ein abgestimmtes Rückbaukonzept ist erforderlich. Sämtliche auf die Baustelle tretenden Mitarbeitenden müssen die Zuverlässigkeitsüberprüfung durchlaufen; die Zugangsausweise müssen vor Baubeginn vorliegen. Arbeiten mit Gefahrstoffen dürfen nicht vor Vorlage beziehungsweise Abstimmung der erforderlichen Unterlagen selbst ausgeführt werden.
Tariftreue
Öffentliche Aufträge im Land Berlin werden nur an Auftragnehmer vergeben, die sich bei der Angebotsabgabe zur Tariftreue verpflichten. Der Auftragnehmer muss den gesetzlichen Mindestlohn oder die Branchenmindestlöhne, tariftreues Verhalten und mindestens den aktuellen Vergabemindestlohn sicherstellen. Unterauftragnehmer und Arbeitnehmerverleiher sind vertraglich entsprechend zu binden. Die Angebotskalkulation muss die maßgeblichen tariflichen Mindestentgelte, Zuschläge und Sonderzahlungen berücksichtigen.
Erklärungen zur betrieblichen Eignung
Erforderlich sind Angaben zu Insolvenz- und vergleichbaren Verfahren, abgelehnten Anträgen, bestätigten Insolvenzplänen, Liquidation sowie zur ordnungsgemäßen Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Zudem ist eine gültige Haftpflichtversicherung für Personen-, Sach- und Vermögensschäden nachzuweisen. Bei Bietergemeinschaften sind Erklärungen aller Mitglieder, die Benennung des bevollmächtigten Vertreters und die Gesamtschuldnerschaft zu berücksichtigen.
Abgeschlossene Referenz mit Betonwerksteinarbeiten in einem denkmalgeschützten Gebäude. Die Abnahme der Bauleistung muss innerhalb der letzten fünf Jahre vor Versand der Bekanntmachung am 22.10.2026 erfolgt sein. Zusätzlich sind die im Bietbogen vorgesehenen Angaben zur zuständigen Denkmalschutzbehörde sowie zu Auftraggeber, Ansprechpartner, Objekt, Leistungsart, Ort, Start- und Fertigstellungstermin und Auftragswert einzutragen.
Projektvergleichbare Betonwerksteinarbeiten in einem denkmalgeschützten Gebäude; vollständig ausgefüllter Referenzbogen. Referenzen der ausschreibenden Stelle sind zugelassen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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