Betrieb Gigabit-Netz in Biberach an der Riß
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Stadt Biberach an der Riß vergibt den Betrieb eines geförderten Glasfaser-Netzes (sog. Graue-Flecken-Programm) als Dienstleistungskonzession.
Was zu tun ist: Ein Netzbetreiber pachtet die vom Auftraggeber gebaute passive Infrastruktur (Leerrohre, Glasfasern, Schächte, POP-Standorte), installiert die aktive Technik und stellt für ca. 516 Adressen im Ausbaugebiet Telekommunikationsdienste (Internet, Telefonie, optional IPTV) mit mindestens 1 Gbit/s symmetrisch bereit. Dazu gehören 24/7-Störungsbeseitigung, Kundenservice, Dokumentation sowie Open Access für andere Anbieter.
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in einer Stufe – die Erstangebote sind bereits verbindlich, Verhandlungen nur bei Bedarf.
Teilnahmefrist: 29.10.2026, 11:00 Uhr (MEZ) – Einreichung über www.deutsche-evergabe.de.
Vertragslaufzeit: 216 Monate ab Vertragsbeginn.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Netzpacht100%
Einziges Zuschlagskriterium ist die Netzpacht, bestehend aus Fixpacht (60%) und Zusatzpacht (40%). Die Wertung erfolgt je Unterkriterium mittels linearer Interpolation; Gesamtpunkzahl G = 0,60×P1 + 0,20×P2.1 + 0,20×P2.2.
Gesamtpunktzahl G = 0,60 × P1 + 0,20 × P2.1 + 0,20 × P2.2 (höchstens 10 Punkte). Je Kriterium (1.1, 2.1, 2.2): P = (angebotener Wert / höchster angebotener Wert) × 10 (lineare Interpolation, Höchstgebot = 10 Punkte, 0 = 0 Punkte). Zuschlag auf höchste Gesamtpunktzahl. Bei Gleichstand entscheidet die höhere Punktezahl beim Kriterium Fixpacht.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenNetzbetrieb & Versorgung
Störungsfreier Netzbetrieb der gesamten passiven Infrastruktur.
Flächendeckende Versorgung mit Telekommunikations-Dienstleistungen (Telefonie, Internet, optional IPTV) für Privat- und Geschäftskunden im Ausbaugebiet.
Zielbandbreite: mindestens 1 Gbit/s symmetrisch am Abschlusspunkt der Linientechnik im Gebäude.
Verfügbarkeitsanforderungen:
Service-Level gemäß Stand der Technik.
Aktive Technik & Mehrfachdienste
Installation aller aktiven Komponenten durch den Netzbetreiber: Lichtanlage, Klima-/Lüftungstechnik, Schließ- und Überwachungssysteme, Stromlieferung für die PoP-Standorte. Die Netzebene 4 (aktive Ebene) liegt komplett in der Verantwortung des Betreibers.
Mehrfachdienste:
Kundenservice, Störungsbeseitigung & Dokumentation
Störungsmanagement:
Dokumentation & Auskunft:
Open Access & Vorgaben Fördermittel
Offener Netzzugang (Open Access) auf Vorleistungsebene für andere Betreiber, anzukündigen mindestens 6 Monate vor Markteinführung. Mögliche Vorleistungsprodukte: Dark Fiber, L2 Bitstream Access, Leerrohre, Mikrorohre, Layer 3.
Einhaltung aller Vorgaben der Zuwendungsbescheide (Bund: Gigabit-Richtlinie; Land Baden-Württemberg: VwV Gigabitmitfinanzierung) samt Nebenbestimmungen, Hinweisen, Auflagen, Merkblättern und Leitfäden sowie der Gigabit-Rahmenregelung. Einhaltung der von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Vorleistungspreise (Obergrenze).
Planungsleistungen für Konkretisierungsanträge durch den Auftragnehmer.
Pacht & Vertragsrahmen
Der Auftraggeber (Stadt Biberach) liefert die passive Infrastruktur (Leerrohre, Glasfasern, POP-/MFG-Rohbau, Stromanschluss-Vorbereitung). Der Auftragnehmer pachtet diese für die Vertragslaufzeit von 216 Monaten (18 Jahre) und betreibt das Netz.
Pachtzahlungen setzen sich zusammen aus: übergebenen Hausanschlüssen, Endkundenverträgen (privat/gewerblich), Umsatz aus aktiven Anschlüssen und Open Access (gemäß Anlage 5 zum Vertrag).
Kundenpotential: 516 Adressen im Ausbaugebiet HGF Stadt Biberach (Prognose, Abweichungen möglich).
Geplante Inbetriebnahme: Teilinbetriebnahmen ab 2029, Netzinbetriebnahme 2030.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Weitere Pflichten
Vergleichbare Referenzen über Aufbau der aktiven Technik eines Telekommunikationsnetzes, aktiven Betrieb eines TK-Netzes mit angeschlossenen Endkunden und Erbringung von Endkundendiensten (Internet, Telefon, Fernsehen)
Mehr als 30 % des Telekommunikationsnetzes der jeweiligen Referenz muss mit aktiver Technik betriebsbereit ausgestattet worden sein. Leistungen müssen vom Bewerber selbst erbracht worden sein (Eignungsleihe mit separatem Referenzblatt möglich). Pflichtangaben je Referenz: Auftraggeber, Anzahl angeschlossener Haushalte/Unternehmen, Auftragshöhe, Zeitraum, Open Access, Technik FTTB/FTTC, ggf. Förderprojekt, Leistungsbeschreibung, % aktive Technik, Endkundenpotential, Anzahl versorgter Kunden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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