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Betrieb Gigabit-Netz in der Gemeinde Schemmerhofen

Gemeinde Schemmerhofen | Vergabekammer Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Karlsruhe | iuscomm Rechtsanwälte - Schenek und Zimmermann Partnerschaftsgesellschaft mbB | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Schemmerhofen, Baden-WürttembergVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Gemeinde Schemmerhofen verpachtet ihr passives Glasfasernetz (FTTB) an einen Netzbetreiber und vergibt den Netzbetrieb als Dienstleistungskonzession.

Der Betreiber soll die aktive Technik aufbauen, das Netz betreiben und gegenüber Privat- und Geschäftskunden Internet, Telefonie und optional Fernsehen anbieten. Außerdem muss er offenen Netzzugang (Open Access) für Drittanbieter gewähren, Wartung und Entstörung (max. 48 Stunden) sicherstellen und das Netz dokumentieren.

Das Ausbaugebiet umfasst rund 810 Adressen, die Inbetriebnahme ist für 2030 geplant. Die Vertragslaufzeit beträgt rund 18 Jahre und 9 Monate. Im Verfahren sind drei Referenzen über vergleichbare Telekommunikationsnetze der letzten fünf Jahre nachzuweisen.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
Termin / FristSEP2026 MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP
Veröffentlichung30. Sep. 2026
Teilnahmefrist3. Nov. 2026
Aufforderung Erstangebote17. Nov. 2026
Angebotsfrist Erstangebot18. Jan. 2027
Angebotsfrist finales Angebot8. März 2027
Bindefrist Erstangebot18. Jan. – 18. März 2027
Verhandlungsgespräche1. Feb. 2027
Aufforderung finales Angebot8. Feb. 2027
Bindefrist finales Angebot8. März – 8. Mai 2027
Zuschlag22. März 2027
Vertragslaufzeit (Erstlaufzeit)ca. 22. März 2027 – 31. Dez. 2039
Netzinbetriebnahmeca. 1. Jan. – 31. Dez. 2030
Verlängerung 11. Jan. 2040 – 31. Dez. 2042bis 2042
Verlängerung 21. Jan. 2043 – 31. Dez. 2045bis 2045
StörungsbeseitigungDatum offenStörungen sind vom Netzbetreiber innerhalb von maximal 48 Stunden zu beseitigen.
InbetriebnahmefristDatum offen12 Wochen ab Übergabe der passiven Netzinfrastruktur – Frist für den Einbau der aktiven Technik durch den Betreiber.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis3 Kriterien
Preis 100%Qualität 0%
  • Netzpacht100%

    Einziges Zuschlagskriterium ist die Netzpacht. Diese setzt sich zusammen aus der Fixpacht (60%), der Zusatzpacht privat/SOHO (20%) und der Zusatzpacht gewerblich/Open Access (20%). Es handelt sich um eine Pachtzahlung an den Auftraggeber für die Überlassung der passiven Glasfaserinfrastruktur.

Gesamtpunktzahl G = 0,60 × P1 + 0,20 × P2.1 + 0,20 × P2.2 (höchstens 10 Punkte). P1 = (angebotene Fixpacht / höchste angebotene Fixpacht) × 10; P2.1 = (angebotene Zusatzpacht / höchste angebotene Zusatzpacht) × 10; P2.2 = (angebotener Prozentsatz / höchster angebotener Prozentsatz) × 10. Lineare Interpolation, Höchstgebot erhält 10 Punkte, 100%ige Unterschreitung 0 Punkte. Der Zuschlag wird auf das Angebot mit der höchsten Gesamtpunktzahl erteilt.

KI-Hinweis: Einziges Zuschlagskriterium ist die Netzpacht (100%), die sich aus Fixpacht (60%), Zusatzpacht privat/SOHO (20%) und Zusatzpacht gewerblich/Open Access (20%) zusammensetzt. Bewertungsformel und Beispielrechnung sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Netzbetrieb und aktive Technik

Aufbau und Betrieb der aktiven Technik im überlassenen passiven FTTB-Glasfasernetz der GemeindeErrichtung und Betrieb aller aktiven Netzkomponenten, inkl. Beschaffung, Installation und Betrieb von Lichtanlage, Klima-/Lüftungstechnik, Schließ- und Überwachungssystemen in den POP-/TechnikstandortenStromversorgung und Energieredundanzen an den POP-StandortenSicherstellung eines störungsfreien Netzbetriebs der gesamten passiven InfrastrukturBauabschnittsweise Inbetriebnahme der überlassenen passiven NetzabschnitteWartung und Instandhaltung der HausanschlüsseMitwirkung an Spleißplanungen des Auftraggebers (unentgeltlich)Inbetriebnahme der aktiven Technik innerhalb von 12 Wochen nach Überlassung der passiven InfrastrukturEinsatz marktüblicher Sensorik zur Schadensvorbeugung (Nässe, Hitze, Schimmel, Korrosion)Sicherstellung eines nahtlosen Übergangs bei einem späteren BetreiberwechselAufrechterhaltung des Betriebs für mindestens 24 Monate nach Vertragsende, bis ein Folgebetreiber übernimmt

Telekommunikationsdienste für Endkunden

Bereitstellung von Telefonie und Internet für Privatkunden und Geschäftskunden an jedem AnschlussOptional: qualitätsgesicherter IPTV- bzw. Fernsehverteildienst auf NachfrageOffener Zugang zu IPTV-Produkten von Drittanbietern ohne EinschränkungenZielbandbreite: 1 Gbit/s symmetrisch (Up- und Download) im gesamten FördergebietVerfügbarkeit: mind. 95 % pro Tag; mind. 97 % Jahresverfügbarkeit für Privatkunden; mind. 98,5 % Jahresverfügbarkeit für GeschäftskundenBereitstellung von Privat- und Geschäftskundentarifen, die an jedem Anschluss angeboten werden könnenMarketing und Vertrieb der Mehrfachdienste

Offener Netzzugang (Open Access)

Gewährung eines diskriminierungsfreien offenen Netzzugangs für andere Betreiber auf Vorleistungsebene (Dark Fiber, L2 Bitstream Access, Layer 3, Leerrohre, Mikrorohre)Vorleistungspreise und -produkte gemäß BNetzA-Festlegung (Obergrenze, veröffentlicht 23.12.2024)Bereitstellung von Open Access spätestens 6 Monate vor der eigenen Markteinführung

Kundenservice und Entstörung

24-Stunden-Erreichbarkeit an 365 Tagen für StörungsmeldungenStörungsbeseitigung innerhalb von höchstens 48 StundenKundenhotline zu büroüblichen Zeiten (Rechnungsberatung etc.)Netzauskunft/Trassenauskunft als erster Ansprechpartner

Dokumentation und Berichtswesen

Lagengenaue Dokumentation der passiven und aktiven Infrastruktur im vom Auftraggeber festgelegten Format (GIS-NBest Bund/Land)Wöchentliche Statusreportings zu POPs, Hausanschlüssen und AusbaustatusQuartalsweise Übermittlung von GIS-Daten (z. B. shape-Format) an den AuftraggeberQuartalsweise Pachtprognosen (mindestens 4x jährlich)Jährliche testierte Pachtabrechnung bis zum 10.04. des FolgejahresJahresübersicht der Zugangsnachfragen bis Ende Januar für das VorjahrÜberlassung sämtlicher Dokumentationsleistungen an den Auftraggeber entgeltfrei

Pachtstruktur

Fixpacht je passiv angeschlossener Wohn-/Gewerbeeinheit pro Monat (passiv angeschlossen = APL am Gebäude angeschlossen, Netz vollständig gespleißt, PoP-Standort errichtet; homes passed ohne Hausanschluss lösen keine Pacht aus)Zusatzpacht je aktiver Nutzungseinheit privat/SOHO pro Monat (aktive NE = Kundenvertrag über Endkundenprodukt)Zusatzpacht gewerblich/Open Access: Prozentsatz vom monatlichen Nettoumsatz aktiver gewerblicher Nutzungseinheiten (FTTB, Geschäftskundenprodukte) sowie aller Open-Access-Vorleistungsprodukte

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Mindestjahresumsatz netto: 470.000 € in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (je Geschäftsjahr)Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen: 10.000.000 € für Personenschäden je Schadensfall und 5.000.000 € für Sachschäden je SchadensfallBei Bietergemeinschaften: Mindestdeckung muss von mindestens einem Mitglied vollständig erreicht werdenAngabe der durchschnittlichen jährlichen Mitarbeiterzahl in Vollzeitäquivalenten (2023–2025)Bei Eignungsleihe über Unterauftragnehmer: Umsätze des Unterauftragnehmers werden nur bei wirtschaftlicher Eignungsleihe addiert

Fachliche Eignung – Referenzen

Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare LeistungenVergleichbarkeit: Aufbau/Betrieb aktive Technik eines Telekommunikationsnetzes mit angeschlossenen Endkunden und Erbringung von Endkundendiensten (Internet, Telefon, Fernsehen)Referenzzeitraum: letzte 5 Jahre vor Teilnahmefrist (03.11.2026)Mehr als 30 % des Telekommunikationsnetzes der jeweiligen Referenz muss mit aktiver Technik betriebsbereit ausgestattet worden seinLeistungen müssen vom Bewerber selbst erbracht worden sein; Unterauftragnehmerleistungen zählen nichtBei Eignungsleihe: eigenes Referenzblatt des Eignungsgebers mit dessen eigenen Leistungen

Rechtliche Eignung – Ausschlussgründe

Kein Insolvenzverfahren / Abweisung mangels Masse / LiquidationOrdnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und SozialversicherungsbeiträgenMitgliedschaft in der BerufsgenossenschaftKeine schweren Verfehlungen (Freiheitsstrafe >3 Monate, Geldstrafe >90 Tagessätze, Geldbuße >2.500 € in den letzten 2 Jahren)Kein Verstoß gegen Vorschriften mit Eintrag im GewerbezentralregisterEintragung in Handels-/Berufsregister (bzw. Handwerksrolle/IHK) oder Erklärung über fehlende Eintragungspflicht

Sonstige Erklärungen

Einhaltung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (Tariftreue, Mindestlohn); Verpflichtung auch für NachunternehmerEigenerklärung fehlender Russlandbezug gemäß Art. 5k VO (EU) 833/2014 (Sanktionsverordnung)Keine wettbewerbsbeschränkenden oder unlauteren Verhaltensweisen

Formale Hinweise

Bewerbergemeinschaften: Jedes Mitglied muss die Eignung gesondert nachweisen; gesamtschuldnerische HaftungEignungsleihe möglich über Unterauftragnehmer mit VerpflichtungserklärungFehlende/unvollständige Unterlagen können nachgefordert werden; Frist 7 KalendertageBei Nichtvorlage nachgeforderter Unterlagen: Ausschluss des Teilnahmeantrags
Referenzprojekte
mindestens 3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 Jahre vor Teilnahmefrist (03.11.2026)Volumen: je Referenz >30 % des Telekommunikationsnetzes mit aktiver Technik betriebsbereit

Aufbau/Betrieb aktive Technik eines Telekommunikationsnetzes mit Endkunden und Erbringung von Endkundendiensten (Internet, Telefon, Fernsehen)

Referenzblatt mit Auftraggeber, Haushalte/Unternehmensstandorte, Auftragshöhe, Zeitraum, Open Access, Technik (FTTB/FTTC), Förderung, Leistungsbeschreibung, % aktive Technik, % Endkundenpotenzial, Anzahl versorgter Kunden; Leistungen müssen vom Bewerber selbst erbracht worden sein

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 84%4–10 · 15%11+ · 0%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 17 erledigt
Teilnahmeantrag – Pflicht-Erklärungen
Referenzen und Leistungsfähigkeit
Bewerber-/Bietergemeinschaft und Unterauftragnehmer
Sonstiges
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Gemeinde Schemmerhofen | Vergabekammer Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Karlsruhe | iuscomm Rechtsanwälte - Schenek und Zimmermann Partnerschaftsgesellschaft mbB | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
88433 Schemmerhofen
Ort
88433 Schemmerhofen
Kategorie
Baden-Wuerttemberg
Auftragsvolumen
4,7 Mio €
Veröffentlicht
Angebotsfrist
—
Auftraggeber-Website
www.schemmerhofen.de ↗

Erfüllungsort

Ort der Leistung
88433 Schemmerhofen
Baden-Württemberg

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