BEW Modul 1 – Transformationsplan Neuburg einschließlich integrierter Grundlagenermittlung bis LPH 1
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadtwerke Neuburg an der Donau suchen ein Planungs- und Beratungsbüro für die Erstellung eines Transformationsplans nach BEW Modul 1 (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze) für ihr Fernwärmenetz. Zum Auftrag gehört eine integrierte Grundlagenermittlung nach Leistungsphase 1 HOAI. Die Folgephasen LPH 2–9 sind nicht Teil dieses Verfahrens, die Anschlussfähigkeit dafür soll aber nachgewiesen werden.
Hinweis: Dies ist die erste Stufe eines zweistufigen Verfahrens (Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb). In Stufe 1 werden nur Eignung und Auswahl geprüft – Konzepte und Preise folgen erst in Stufe 2 nach Aufforderung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis30%
Angebotspreis aus dem Preisblatt mit Festpreisen je Arbeitspaket AP0 bis AP5, Optionen und Stundensätzen (Stufe 2)
- Qualität (Bieterkonzept gemäß Bewertungsmatrix, Mindestqualitätsschwelle)70%
Auftragsbezogenes Bieterkonzept der Stufe 2; die Qualitätsunterkriterien, deren Gewichtungen und Bewertungsmaßstäbe sind in der erst später übermittelten Bewertungsmatrix festgelegt
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftragsgegenstand im Überblick
Erstellung eines prüffähigen, förderkonformen und fortschreibbaren Transformationsplans nach BEW Modul 1 für das Fernwärmenetz der Stadtwerke Neuburg an der Donau. Inhaltlich eingeschlossen ist eine integrierte Grundlagenermittlung gemäß Leistungsphase 1 HOAI.
Das Netz umfasst rund 49 km Trasse, 493 Abnahmestellen und 2.652 Wohneinheiten. Ziel ist die treibhausgasneutrale Entwicklung des Wärmesystems bis 2045. Der Transformationsplan wird über das Förderprogramm BEW (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze) vom BAFA gefördert.
Die Leistungsphasen 2 bis 9 HOAI sind nicht Teil dieses Auftrags. Der Auftragnehmer soll aber die Anschlussfähigkeit für diese Folgephasen nachweisen (Personen, Kompetenzen, Erfahrung).
Arbeitspakete AP0–AP5
AP0 – Projektmanagement, Bescheid-Compliance und Koordination: Projektorganisation, Terminsteuerung, Datenraumbetrieb, Qualitätssicherung.
AP1 – Integrierte Grundlagenermittlung, Daten- und IST-Analyse: Datenaufnahme, Bilanzgrenzen, Netz-, Erzeugungs- und Kundenanalyse, Hydraulikmodellabgleich, LPH 1 HOAI.
AP2 – Potentialanalyse EE, Abwärme, Speicher, Netz und Effizienz: Standort- und quellenbezogene Potentiale, Flächen, Genehmigungen, Speicheroptionen.
AP3 – Sollkonzept, Varianten und Zielsystem 2045: Systemvarianten, Temperatur- und Hydraulikkonzept, Erzeugungs- und Speicherkonzept, Vorzugsvariante.
AP4 – Wirtschaftlichkeit, Finanzierung, Kostenrahmen und Risiken: Kostenrahmen, Wirtschaftlichkeitsmodell, Sensitivitäten, Förder- und Finanzierungskonzept.
AP5 – Umsetzung, Beteiligung, Nachweis und Übergabe: Maßnahmenfahrplan, Stakeholder-Beteiligung, Dokumentation, Abschlusspräsentation.
Kerninhalte des Transformationsplans
Berücksichtigt werden unter anderem: Großwärmepumpen, industrielle Abwärme, Biomasse, Solarthermie, Speicher sowie die schrittweise Temperaturabsenkung im Netz.
Mengenansätze und Termine
In der Grundleistung vorgesehen:
Optionale Zusatzleistungen (nur über das Preisblatt in Stufe 2 anbieten): zusätzliche Workshops, Vor-Ort-Termine und Prüfschleifen, eine weitere BAFA-Rückfragerunde, Praxis-Workshop Anlagenbetrieb.
Ausführungszeitraum: voraussichtlich 18.01.2027 bis 17.12.2027, vorbehaltlich einer schriftlich bewilligten Verlängerung bis 23.06.2028.
Förderrahmen
Das Vorhaben wird im BAFA-Förderprogramm 'Bundesförderung für effiziente Wärmenetze' (BEW), Modul 1, gefördert. Bewilligungszeitraum: 24.06.2026 bis 23.06.2027; eine Verlängerung bis 23.06.2028 ist beabsichtigt, aber noch nicht bewilligt. Der Verwendungsnachweis ist online innerhalb von 3 Monaten nach Ende des Bewilligungszeitraums einzureichen.
Nebenangebote sind nicht zugelassen. Optionale Zusatzleistungen werden ausschließlich in Stufe 2 über das Preisblatt abgefragt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Referenzen
Mindestens 2, maximal 3 wertbare Referenzaufträge aus den letzten 7 Jahren vor Ablauf der Teilnahmefrist (Leistungsende nicht vor dem 23.10.2019). Die Projekte müssen abgeschlossen oder im Wesentlichen abgeschlossen sein.
Gemeinsam müssen die Referenzen folgende Themen abdecken:
1. Erstellung eines Transformationsplans, Dekarbonisierungsfahrplans oder vergleichbaren Konzepts für ein bestehendes Wärmenetz
2. Wesentliche Anteile Netzhydraulik oder Temperaturabsenkung sowie Varianten-, THG- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
3. Erfahrung mit erneuerbarer Wärme und/oder industrieller Abwärme
4. Erfahrung mit strukturierten, editierbaren Daten- und Modellübergaben
Je Referenz ist ein ausgefülltes Referenzblatt D.2 mit Projektbezeichnung, Auftraggeber, Ansprechpartner, Leistungszeitraum, Projektstatus, Kenndaten des Wärmesystems, untersuchten Wärmequellen/Technologien, eigenen Leistungsanteilen, beteiligten Schlüsselpersonen und Datenübergabeformat einzureichen.
Schlüsselpersonen und Projektteam
Mindestens 5 fachlich einschlägig Beschäftigte (Ingenieur*innen, Fachplanende, GIS- und Datenfachkräfte) im Durchschnitt der letzten drei Jahre.
Pflicht-Rollen (mit Mindestanforderungen):
Rollen dürfen in Personalunion besetzt werden, sofern Eignung, Verfügbarkeit und eine Vier-Augen-Qualitätssicherung gegeben sind. Projektleitung und Stellvertretung müssen jedoch zwingend verschiedene Personen sein. Für Projektleitung und Fachverantwortung Hydraulik ist jeweils mindestens eine Referenzangabe im Kurzprofil erforderlich. Je Schlüsselperson ist ein Kurzprofil E.2 einzureichen.
Kapazität und Verfügbarkeit
Bewerbergemeinschaften, Nachunternehmer und Eignungsleihe
Bewerbergemeinschaften: Formblatt TNW-05 ist verpflichtend einzureichen. Teile A und B des Teilnahmeantrags (Angaben zum Bewerber, Ausschlussgründe) sind von jedem Mitglied gesondert auszufüllen; Teile C bis J können gemeinsam ausgefüllt werden. Die Gemeinschaft haftet gesamtschuldnerisch, das federführende Mitglied wird bevollmächtigt. Kein Mitglied darf parallel als Einzelbewerber oder in einer anderen Bietergemeinschaft auftreten.
Eignungsleihe/Nachunternehmer: Für jedes eignungsverleihende Unternehmen ist Formblatt TNW-06 (Verpflichtungserklärung) einzureichen. Das verpflichtende Unternehmen erklärt, dass die überlassenen Kapazitäten (Personal, Referenzen, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) im Auftragsfall tatsächlich und uneingeschränkt zur Verfügung stehen, und haftet gesamtschuldnerisch mit dem Bewerber.
Erstellung eines Transformationsplans, Dekarbonisierungsfahrplans oder vergleichbaren Konzepts für ein bestehendes Wärmenetz
Nachweis über separates Referenzblatt D.2 mit Projektbezeichnung, Auftraggeber, Ansprechpartner, Leistungszeitraum, Projektstatus, Kenndaten des Wärmesystems (GWh/a, Trassenlänge, MW, Temperaturniveau, Erzeugungsstruktur), untersuchte Wärmequellen/Technologien, eigener Leistungsanteil in %, Schlüsselpersonen, Daten-/Modellübergabeformat
Wesentliche Anteile Netzhydraulik oder Temperaturabsenkung sowie Varianten-, Treibhausgas- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung
Dokumentation über Referenzblatt D.2 mit Angabe der entsprechenden Untersuchungsanteile
Erfahrung mit erneuerbarer Wärme und/oder industrieller Abwärme
Dokumentation der untersuchten Wärmequellen und Technologien im Referenzblatt D.2
Erfahrung mit strukturierten, editierbaren Daten- und Modellübergaben
Angabe des Daten-/Modellübergabeformats im Referenzblatt D.2
Wettbewerb & Angebotsprognose
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