Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Stadtverwaltung Mühlhausen für Elektroarbeiten in den Außenanlagen eines Camping- und Wohnwagenplatzes am Schwanenteich.
Im 1. Bauabschnitt werden 3 neue Bungalows (Nr. 5, 6 und 7) elektrotechnisch erschlossen – inklusive Kabelverlegung, Unterverteilungen mit Überspannungsschutz, Energiepoller für die Stellplätze und LED-Außenbeleuchtung. Hinzu kommen Erdarbeiten, Baustelleneinrichtung sowie die komplette Planung und Dokumentation.
Bauzeit: ca. Mitte November 2026 bis Anfang April 2027. Angebote sind bis spätestens 15.09.2026, 12:00 Uhr elektronisch über subreport ELVIS einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und vorbereitende Arbeiten
Einrichten und später Räumen der Baustelle mit Bauzaun, Baubüro, WC und Lagermöglichkeiten. Aufbau und Vorhalten einer Baustromversorgungsanlage sowie einer Bauwasserversorgungsanlage über die gesamte Bauzeit von ca. 6 Monaten (inkl. Anschluss, ca. 50 m Zuleitung überbrücken, Instandhaltung und späterer Abbau).
Vor Beginn der eigentlichen Elektroarbeiten sind die bestehenden Bungalow-Verteilungen zu prüfen, zu beschriften und für die Erweiterung umzubauen und anzupassen (Schutzorgane, Reiheneinbaugeräte, Erstprüfung nach VDE 0100-600).
Erdarbeiten und Kabelverlegung im Außenbereich
Leitungsgräben ausheben und wieder verfüllen (ca. 46 m³, bis ca. 1,00–1,25 m Tiefe), Handaushub, Suchgräben, Ringraumdichtungen, Kernbohrungen, Rohrbettung in Sand, Warnbänder.
Kabelverlegung NYY-J 5×16 (ca. 76 m) zwischen Verteilungen und Bungalows sowie NYY-J 5×10 (ca. 68 m) für die Außenbeleuchtung. Herstellen von Baugruben für die Fundamente der Pollerleuchten (ca. 11 Stück) und der Energiepoller.
Elektroinstallation in den Bungalows
Einbau von 3 Unterverteilungen (je 1 pro Bungalow, vorgesehen für je 3 Räume) einschließlich FI-Schutzschalter, LS-Schalter, Überspannungsschutz Typ 1+2 und Lastabwurfrelais für Durchlauferhitzer. Kabeleinführungen über Kernbohrungen mit Ringraumdichtungen.
Energiepoller und Außenbeleuchtung
Aufstellen eines Energiepollers mit Betonfundament und Fundamentanker. Energieversorgungssäule 4× CEE 230 V / 16 A mit Camp-Card-System (Referenzprodukt: CYNOX CAMPTEC Sylt M-L-T 4), LCD-Display, elektronischen geeichten Zählern, FI-LS-Schutzschaltern und Beleuchtung für die Steckdosensäule.
Errichtung der Außenbeleuchtung mit 10 Betonfundamenten, 10 LED-Pollerleuchten (IP66, ca. 780 mm hoch, 3000 K, 620–690 lm, ca. 50.000 h Lebensdauer), Anschluss an die vorhandenen Pollersicherungselemente und Überspannungsableitern (z. B. DEHNcord).
Planung und Dokumentation
Erstellung der Entwurfsplanung für Starkstrom- und Fernmelde-/IT-Anlagen (Anlagengruppen 4 und 5) mit Leistungsbilanz, Netzberechnung und Zeichnungen 1:100.
Erstellung der Werkstatt- und Montageplanung mit Schaltplänen, Klemmenplänen, Kabellisten, Stücklisten, Ringleitungsplänen, Brandschutzeintragungen, Erdungsplänen und Trassenplänen 1:50 – 3-fach vor Montagebeginn vorzulegen.
Technische Bestandsdokumentation nach VOB Teil C / DIN 18382: 3-fach Papier A4 (nach Gewerken sortiert) und 1-fach CD-ROM. Übergabe vollständig 4 Wochen vor der Abnahme. Zusätzlich Schaltpläne in Zeichnungstaschen der Schaltschränke hinterlegen.
Abnahme und Einweisung
Abnahme der kompletten Elektroanlage gemeinsam mit dem Bauherren und dem Fachplaner, inklusive Einweisung des Personals in Stark- und Schwachstromanlagen. Übergabe der Dokumentation als PDF und in 2-fach A4-Ordnern.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Referenzen
Erbringung vergleichbarer Elektroarbeiten in den letzten 5 Kalenderjahren. Bei engerer Wahl sind 3 Referenznachweise mit umfangreichen Angaben vorzulegen (Ansprechpartner, Art und Umfang der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetzte Mitarbeiterzahl, besondere technische oder gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart, Vertragsbindung, Auftraggeberbestätigung).
Fachkunde gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A (Punkte 1–9); die genauen Inhalte sind den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Persönliche Eignung und Zuverlässigkeit
Eintragung in mindestens einem der folgenden Register: Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (oder keine Eintragungspflicht).
Keine laufenden oder beantragten Insolvenzverfahren (bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A – insbesondere keine rechtskräftige Verurteilung zu Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Leistungsfähigkeit
Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren aus Bauleistungen und vergleichbaren Leistungen (inkl. ARGE-Anteil). Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte (auf Verlangen: Aufstellung der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit ausgewiesenem Leitungspersonal).
Präqualifikation und Nachunternehmer
Präqualifizierte Unternehmen können ihre Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis nachweisen und ersetzen damit einzelne Eigenerklärungen. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die ausgefüllte 'Eigenerklärung zur Eignung' (Formblatt 124) ein.
Bei Einsatz von Nachunternehmern: präqualifizierte NU geben ihre PQ-Verzeichnisnummer an; nicht präqualifizierte NU müssen ebenfalls Eigenerklärungen vorlegen. Schriftliche Zustimmung des Auftraggebers vor Auftragserteilung an Nachunternehmer ist erforderlich. Bei Bietergemeinschaften gesamtschuldnerische Haftung mit bevollmächtigtem Vertreter.
Thüringer Vergabegesetz
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zum Thüringer Vergabegesetz abzugeben. Anerkannt werden damit insbesondere: Tarentreue, Anforderungen an den Einsatz von Leiharbeitskräften, Entgeltgleichheit, Zustimmungspflicht des Auftraggebers vor Nachunternehmereinsatz, Weitergabe der Pflichten an Nachunternehmer sowie Vorhaltepflichten für Kontrollunterlagen. Verstöße können zu Vertragsstrafen, fristloser Kündigung und Ausschluss von Vergabeverfahren bis zu 3 Jahren führen.
3 Referenznachweise über vergleichbare Elektroarbeiten (bei engerer Wahl vorzulegen)
mit der zu vergebenden Leistung vergleichbare Elektroinstallationen; Angabe von Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsbindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) und Auftraggeberbestätigung