BLB NRW Köln, Universität Bonn, Viktoriabad, Abbruch u. Schadstoffsanierung
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBauleistung für den Abbruch, die Entkernung und die Schadstoffsanierung des Viktoriabads und des Stadtmuseums in Bonn, Franziskanerstraße 9 / Belderberg 26.
Die denkmalgeschützte Fassade zum Belderberg und statisch relevante Bauteile zur Nachbarbebauung sind zu erhalten und zu sichern. Umfang und Kalkulationsgrundlage sind das bepreiste Leistungsverzeichnis mit 192 Positionen und die Leistungsbeschreibung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Schutzmaßnahmen
Aufbau, Betrieb, Unterhalt und Beräumung der Baustelleneinrichtung einschließlich Strom-, Wasser- und Abwasserversorgung, Beleuchtung, Verkehrssicherung, Bauzaun, Containern, Schutzabklebung, staubdichten Abschottungen, Personen- und Materialdekontaminationseinheiten sowie Luftwechselgeräten.
Die wesentliche Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung, Atenthalts- und Sanitärcontainer sowie der Bauzaun sind 78 Wochen vorzuhalten; Personenschleusen und Materialschleusen 40 Wochen. Luftwechselgeräte sind für abgeschottete Bereiche mit mindestens zehn Luftwechseln pro Stunde vorzuhalten. Für Arbeiten im Schwarzbereich und für etwa zwei Vertreter des Auftraggebers ist persönliche Schutzausrüstung bereitzustellen.
Schadstoffsanierung
Fachgerechte Sanierung beziehungsweise Demontage und Entsorgung von Asbest- und asbesthaltigen Baustoffen, künstlichen Mineralfasern, PAK-, PCB-, HBCD-, FCKW- und Schwermetallbelastungen. Die Arbeiten umfassen unter anderem die Sanierung von Spachtelmasse, Fugen- und Dichtstoffen, Fensterkitt, Faserzement, Bodenbelags- und Fliesenklebern, Dichtbahnen, Beschichtungen, Dämmungen sowie schadstoffbelasteten technischen Anlagen.
Sanierungsbereiche sind staubdicht abzuschotten, mit Schleusen und Unterdruckhaltung zu sichern und nach der Demontage zu reinigen sowie visuell zu kontrollieren. Das verpackte asbesthaltige Material ist innerhalb von 48 Stunden nach Demontage bzw. nach Abschluss der vorbereitenden Arbeiten zu entsorgen.
Entkernung und Rückbau
Entkernung des Gebäudekomplexes mit einer Bruttogrundfläche von etwa 10.850 m² und einem Bruttorauminhalt von etwa 41.600 m³, einschließlich dem Rückbau der Schwimmbad-, Lüftungs-, Klima-, Heizungs-, Sanitär- und Elektrotechnik sowie von Wand- und Bodenfliesen, Abdichtungen, Estrichen, Schüttungen, Travertinplatten, Dachabdichtungen, Fenstern, Lichtkuppeln, Sprungtürmen und Startblöcken.
Der Rückbau erfolgt in sechs Phasen: entlang der Franziskanerstraße in zwei Abschnitten, im Umkleidebereich, in der Halle des Lehrschwimmbeckens, im Sportbecken und in der Halle beziehungsweise dem Sportbecken. Vorgesehen sind unter anderem etwa 6.650 m³ Stahlbeton, etwa 4.000 m³ Mauerwerk, etwa 670 t Metallschrott aus den Rückbauphasen, 250 m Gebäudetrennungsschnitte und die vollständige Demontage der Schwimmbadtechnik.
Statik, Verbau und Schutz
Erstellung von Ausführungsplanungen, Verfahrensanweisungen und statischen Nachweisen für sämtliche Rückbauphasen und Bauzwischenzustände. Erforderliche Verbau-, Unterfangungs-, Rückverankerungs-, Abstütz- und Sicherungsmaßnahmen sowie Schutzmaßnahmen für die Nachbarbebauung und die denkmalgeschützte Fassade am Belderberg sind zu planen, ausführen und fortlaufend auf ihreWirksamkeit prüfen.
Die Planung umfasst unter anderem Trägerbohlwand, Baugrubenböschungen, Baugrubenverfüllung, Absturzsicherung, Witterungsschutz, Fassadensicherung sowie die Sicherung von Leitungstrassen. Gründungstiefen und gemeinsame Abhängigkeiten der Gebäude entlang der Bebauungsgrenze sind fortlaufend zu überprüfen.
Entsorgung und Bauschuttmanagement
Gefährliche und nicht gefährliche Bau- und Abbruchabfälle getrennt erfassen, verpacken, lagern, transportieren und über die vorgesehenen Nachweise entsorgen. Das Abfalltagebuch ist zu führen, für gefährliche Abfälle ist das elektronische Abfallnachweisverfahren anzuwenden und Entsorgungs- sowie Übernahmebelege sind vorzulegen.
Vorgesehen sind unter anderem die Entsorgung von asbesthaltigen Baustoffen, KMF, PAK-, PCB-, HBCD-, FCKW- und schwermetallbelasteten Abfällen sowie die getrennte Erfassung mineralischer und nicht gefährlicher Abfallfraktionen. Metallschrott geht mit Gutschrift beziehungsweise Minus-Position zugunsten des Auftraggebers in das Eigentum des Auftragnehmers über; dafür sind Kupferschrott und übriger Metallschrott gesondert auszuweisen.
Planungs-, Nachweis- und Dokumentationsleistungen
Vor Arbeitsbeginn sind Gefährdungsbeurteilung, Arbeitsplan, Betriebsanweisungen, Arbeits- und Umweltschutzmaßnahmen, Abschottungs- und Baustelleneinrichtungsplan, Verfahrensanweisungen, statische Nachweise, freigegebene Ausführungspläne, Fachbauleiterbenennung, TRGS-521-Fachkunde, arbeitsmedizinische Nachweise, Ersthelfer- und Gerätenachweise sowie Entsorgungsnachweise vorzulegen.
Während der Ausführung sind Verfahrensanweisungen mindestens vier Wochen vor der jeweiligen Ausführung bereitzustellen, der Strom- und Wasserbedarf mindestens acht Wochen vorher mitzuteilen, Abnahmen mindestens 48 Stunden vorher anzumelden und Bautageberichte wöchentlich zu übergeben. Die Ergebnisse der Sanierungs-, Arbeitsschutz-, Verwertungs- und Entsorgungsmaßnahmen sind fortlaufend zu dokumentieren.
Stundenlohnleistungen und Geräteeinsatz
Neben den Hauptleistungen sind Stundenlohnleistungen für Bauleitung, Poliere, Bauhelfer, Baufacharbeiter, Baumaschinenführer, LKW-Fahrer sowie Hydraulikbagger-, Radlader- und Hubsteigerfahrer mit Fahrer vorgesehen. Die Leistungsbeschreibung weist je Position zunächst zehn Stunden aus. Für die Arbeiten sind geeignete geprüfte Geräte und Maschinen bereitzustellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmens- und Rechtsform
Das Angebot ist von einem Unternehmen in der Rechtsform 'Gesamtschuldnerisch haftend mit bevollmächtigtem Vertreter' einzureichen. Bei Bietergemeinschaften sind die Mitglieder, ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummern und der bevollmächtigte Vertreter zu benennen und die gemeinsame Haftung zu erklären.
Vergleichbare Referenzen
Mit dem Angebot sind zwei Unternehmensreferenzen und zwei persönliche Referenzen der Projektleitung vorzulegen. Die Nachweise müssen Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen im innerstädtischen Bereich mit direkt angrenzender Nachbarbebauung und Denkmalschutz betreffen, vollständig im Zeitraum 01.08.2021 bis 01.08.2026 ausgeführt worden sein und zusammen mindestens 4 Mio. Euro umfassen. Mindestens eine Unternehmensreferenz muss für einen öffentlichen Auftraggeber erbracht worden sein.
Umsatz und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist anzugeben, soweit er vergleichbare Bauleistungen und andere vergleichbare Leistungen betrifft. Bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen ist der eigene anteilige Umsatz einzubeziehen. Ein Mindestumsatz ist in den Unterlagen nicht festgelegt.
Schadstoffsanierung und Fachkunde
Das Unternehmen muss gefahrstoffrechtlich zugelassen sein und die erforderlichen Nachweise nach TRGS 519, 521 und 524 für Bauleitung und Polier vorlegen. Ein geeigneter Fachbauleiter mit nachgewiesener Fachkunde nach TRGS 521 ist zu benennen. Die eingesetzten Personen müssen für die Arbeiten geeignet, unterwiesen und arbeitsmedizinisch vorsorgeuntersucht sein.
Personal und technische Fähigkeiten
Das für die Ausführung erforderliche Personal muss zur Verfügung stehen. Die in den letzten drei Jahren jahresdurchschnittlich eingesetzten Arbeitskräfte sind nach Lohngruppen und mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal anzugeben. Das Unternehmen muss Gefährdungsbeurteilungen, Arbeits- und Betriebsanweisungen, Verfahrensanweisungen, statische Nachweise, Ausführungsplanung, Verkehrsplanung sowie sortengerechte Erfassung und Entsorgung gefährlicher Abfälle leisten können. Die Baustellenkommunikation muss in deutscher Sprache erfolgen.
Register, Zuverlässigkeit und Versicherungen
Angaben zu Handelsregister, Handwerksrolle, IHK beziehungsweise Nichterfüllung einer Eintragungspflicht sowie zu Insolvenz, Liquidation und Zuverlässigkeit sind erforderlich. Bei Anforderung können Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Freistellungs- und Unbedenklichkeitsbescheinigungen sowie eine qualifizierte Berufsgenossenschaftsbescheinigung vorgelegt werden. Das Verfahren ist für kleine und mittlere Unternehmen geeignet.
Arbeitsschutz und Entsorgung
Der Auftragnehmer muss die technischen, organisatorischen und persönlichen Schutzmaßnahmen für Arbeiten in kontaminierten Bereichen sicherstellen. Dazu gehören staubdichte Abschottung, Schleusen, Unterdruck, PSA, geschulte Ersthelfer, geprüfte Geräte, Unterweisungen, Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Einhaltung der einschlägigen TRGS- und DGUV-Vorgaben. Gefährliche Abfälle sind mit den erforderlichen Berechtigungen und Nachweisen zu befördern und zu entsorgen.
Einsatz weiterer Unternehmen
Werden Kapazitäten oder Leistungen anderer Unternehmen genutzt, sind die beteiligten Unternehmen und deren Leistungsbereiche zu benennen und geeignete Verpflichtungserklärungen vorzulegen. Bei Eignungsleihe für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ist eine Haftungserklärung zusammen mit der Verpflichtungserklärung erforderlich.
Zwei Unternehmensreferenzen über Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen im innerstädtischen Bereich mit direkt angrenzender Nachbarbebauung; beide als Projekte mit Denkmalschutz. Die Leistungen müssen zwischen 01.08.2021 und 01.08.2026 vollständig erbracht worden sein und zusammen mindestens 4 Mio. Euro betragen. Mindestens eine Referenz muss für einen öffentlichen Auftraggeber erbracht worden sein.
Nachweis der vergleichbaren Leistungsart, vollständigen Ausführung im Zeitraum, Denkmalschutz, innerstädtischer Lage mit angrenzender Nachbarbebauung und bei mindestens einer Referenz eines öffentlichen Auftraggebers. Auf Anforderung drei Referenznachweise nach Formblatt 124 mit Auftragssumme, Leistungsumfang, Mengen, Arbeitnehmerzahl, technischen Besonderheiten und Auftraggeberbestätigung.
Zwei persönliche Referenzen der Projektleitung für Sanierungs- und Rückbaumaßnahmen im innerstädtischen Bereich mit direkt angrenzender Nachbarbebauung; beide Projekte müssen Denkmalschutz betreffen und zusammen mindestens 4 Mio. Euro Sanierungs- und Rückbauleistungen umfassen.
Persönliche Referenzen sind dem Angebot beizufügen und müssen die vergleichbare Projektleitung und Ausführung der genannten Sanierungs- und Rückbauleistungen belegen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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