Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Zuge des Umbaus der Burg Hülshoff zur Droste Residenz in Havixbeck soll ein neues Gästehaus (für ein studentisches Residenz-Programm des Center for Literature) errichtet werden. Für dieses Vorhaben werden die Außenanlagen im Rahmen des Vergabepakets VE 5.80 ausgeschrieben.
Die ausgeschriebenen Leistungen umfassen Erd-, Entwässerungs-, Beton- und Pflasterarbeiten, die Herstellung wassergebundener Wege, Pflanz- und Saatarbeiten einschließlich Einpflege sowie den Rückbau der Baustelleneinrichtung. Der Zuschlag wird nach VOB/A öffentlich vergeben – entscheidendes Kriterium ist der niedrigste Preis.
Angebote müssen ausschließlich elektronisch über den Vergabemarktplatz Westfalen eingereicht werden. Abgabefrist ist der 08.09.2026 um 11:00 Uhr. Geplanter Baubeginn ist November 2026, die abnahmereife Fertigstellung ist für Januar 2027 vorgesehen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtüberblick
Es handelt sich um eine öffentliche Ausschreibung nach VOB/A für die Außenanlagen eines neu zu errichtenden Gästehauses der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung am Standort Schonebeck, 48329 Havixbeck (rund 500 m von der denkmalgeschützten Burg Hülshoff). Der Auftrag umfasst die gesamten landschaftsgärtnerischen Arbeiten inklusive Baustelleneinrichtung, Rückbau und Wegebau und ist nicht in Lose aufgeteilt. Der Leistungsumfang ist in einem GAEB-Leistungsverzeichnis (LV 0080, 92 Positionen) im Detail beschrieben.
Baustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichten und späteres Räumen der Baustelle, Aufbau und Rückbau aller erforderlichen Einrichtungen. Anlieferung und Aufstellung eines Schnurgerüsts zur Übertragung der Geländehöhen. Verkehrsrechtliche Genehmigungen sind vom Auftragnehmer selbst beizubringen. Die Zufahrt zum Grundstück erfolgt über eine geschotterte Privatstraße; eine intakte Kleinkläranlage im Innenhof darf nicht beeinträchtigt werden.
Rodungs- und Erdarbeiten
Rodung von Aufwuchs bis 1,00 m und 1,00–2,00 m Höhe, Entfernung von Wurzeln und Abziehen der Krautschicht. Oberboden abtragen, fachgerecht lagern bzw. entsorgen. Geländemodellierung und Herstellung des Planums. Boden der Bodenklassen 3–4 ausbauen, lagern, entsorgen bzw. wieder einbauen. Lieferung und Einbau von Füllsand sowie Lieferung und Einbau einer 15 cm dicken Oberbodenschicht als Deckschicht. Das Bodengutachten ist zu beachten.
Befestigte Flächen – Unterbau, Beton und Wege
Unterbau: Aufnehmen und Verbauen von HKS-Schotter, Tragschicht 20 cm, Noppenbahn als Grundmauerschutz.
Betonierarbeiten (Drainagebeton): Wasser durchlässiger Drainagebeton im Farbton sandfarben (Baumberger Sandstein), Randschalung gerade und gebogen, Geotextil, Fugenschnitt. Vor der Ausführung ist eine Musterfläche von mindestens 1,00 × 1,00 m herzustellen und eine Freigabezeichnung (Fugenposition, Betonierabschnitte, Oberflächengefälle) unaufgefordert vorzulegen.
Wassergebundene Wegedecke: Randeinfassung mit Natursteinpflaster, dynamische Schicht aus Dolomit, Deckschicht, Fertigstellungspflege. Zulage für Fahrradbügelpositionen.
Entwässerungsrinne und Einbauteile
Fassadenrinne aus Edelstahl V2A, 200 mm breit, 150 mm hoch, mit Ablaufstutzen. KG-Rohre DN 100 für die Regenwasserentwässerung, Anschluss an die RW-Entwässerung. Lieferung und Aufstellung von 9 feuerverzinkten Fahrradanlehnbügeln (DB 703), einer E-Bike-Ladesäule, Schachtringen DN 100 sowie Punktfundamenten für Pollerleuchten. Für Fahrradbügel und E-Bike-Ladesäule sind vor dem Einbau Produktdatenblätter und Freigabezeichnungen durch die Bauleitung freizugeben.
Pflanzen und Saatflächen
Lieferung und Pflanzung von Solitärbäumen – Japanische Nelkenkirsche (Prunus serrulata Kanzan, 250–300 cm), Winterbirne (Pyrus communis, Hochstamm), Chinesischer Blumenhartriegel (Cornus kousa var. chinensis) – sowie des Strauchs Holunder (Sambucus nigra). Unterirdische und oberirdische Baumverankerungen; das Verankerungssystem ist fotografisch zu dokumentieren. Herstellung der Rasenfläche durch Ansaat von Gebrauchsrasen RSM 2.3 mit 25 g/m².
Stundenlohnarbeiten und Bauwesenversicherung
Stundenlohnarbeiten für Facharbeiter (ca. 5 h) und Helfer (ca. 9 h) sind im Angebot vorzusehen. Für die Bauwesenversicherung wird eine Umlage von 0,30 % der Netto-Abrechnungssumme erhoben; Bieter müssen angeben, ob sie am Umlageverfahren teilnehmen oder eine eigene Bauleistungsversicherung nachweisen. Doppelte Positionen im Leistungsverzeichnis dienen der internen Abrechnungsdifferenzierung – die Einheitspreise sind einheitlich für beide Finanzierungstöpfe einzutragen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage
Eintragung im Berufs- oder Handelsregister des Sitzes oder Wohnsitzes (sofern eintragungspflichtig). Nachweis auf Verlangen z. B. durch Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in die Handwerksrolle oder IHK-Bescheinigung.
Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft (sofern pflichtig). Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Lohnsummen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis des Jahresumsatzes im Tätigkeitsbereich (vergleichbare Leistungen) als Durchschnitt der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre. Bestätigung durch Steuerberater, Bilanz nicht erforderlich.
Erklärung zur ordnungsgemäßen Entrichtung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse und Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 3 vergleichbare Referenznachweise aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau / Außenanlagen. Vergleichbarkeit hinsichtlich Art, Umfang, technischer Anforderungen und Schwierigkeitsgrad. Vorlage nur auf Anforderung der Vergabestelle bei Angebot in engerer Wahl.
Angabe zur Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte in vergleichbaren Leistungen der letzten drei Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal (Formblatt 124.3).
Präqualifikation und Nachunternehmer
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. führen – Angabe der PQ-Nummer im Angebotsschreiben.
Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) mit dem Angebot ein. Bei Zuschlag in engere Wahl werden Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen bestätigt; fremdsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung vorzulegen.
Bei Einsatz von Nachunternehmern: Nachweis der Präqualifikation oder Eigenerklärung zur Eignung der Nachunternehmer; Formblatt 233 (Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen) ist mit dem Angebot einzureichen.
3 vergleichbare Referenznachweise aus dem Bereich Garten- und Landschaftsbau / Außenanlagen
Vergleichbarkeit hinsichtlich Art, Umfang, technischer Anforderungen und Schwierigkeitsgrad (z. B. Erdarbeiten, Entwässerung, Beton/Pflaster, Pflanzarbeiten, wassergebundene Wege). Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetztes Personal (Durchschnitt), besonderes technisches/gerätespezifisches Profil, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Auf Anforderung der Vergabestelle bei Angebot in engerer Wahl vorzulegen.