Deponiebauarbeiten zur Errichtung des Ablagerungsbereiches Mitte 2 der Deponie Kahlenberg.
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg (ZAK) schreibt im offenen Verfahren den Ausbau des Deponieabschnitts Mitte 2 als Deponie der Klasse II (DK II) auf rund 2,5–2,6 ha aus. Geboten wird die Herstellung einer Kombinations-Basisabdichtung (technische Barriere, mineralische Dichtung, Kunststoffdichtungsbahn, Entwässerungsschicht) mit Anschluss an den Bestand Mitte 1, einschließlich Sickerwasserfassung, Entgasungssystem, Randdamm mit Betriebsstraße, Oberflächenentwässerung mit Regenrückhaltebecken sowie Rückbau- und Profilierungsarbeiten.
Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform bis zum 09.11.2026 um 10:00 Uhr MESZ einzureichen. Zuschlagskriterium ist der niedrigste Preis. Ausführung vom 03.05.2027 bis 01.12.2028. EU-weite Vergabe in einem Los.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Für Angebote von Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme eingeräumt.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Deponieklasse
Bauabschnitt Mitte 2 auf der Deponie Kahlenberg als Deponie der Klasse II (DK II).
Kombinations-Basisabdichtung (Regelaufbau von unten nach oben)
1. Planum der Profilierung
2. Technische geologische Barriere: d = 1,0 m, Durchlässigkeit kf < 1 × 10⁻⁹ m/s, ca. 26.300 m³ (Liefermassen + aufbereitetes Bestandsmaterial)
3. Mineralische Basisabdichtung: d = 0,5 m, kf < 5 × 10⁻⁷ m/s, ca. 13.400 m³
4. Kunststoffdichtungsbahn (KDB): d > 2,5 mm, BAM-Zulassung, ca. 26.500 m²
5. Sandschutzmatte (MDDS) mit BAM-Zulassung, ca. 26.500 m²
6. Mineralische Entwässerungsschicht: d = 0,5 m Flach- / 0,3 m Böschungsbereich, kf > 1 × 10⁻³ m/s, Kies 16/32, ca. 9.800 m³
7. Trennvlies (mind. 300 g/m², GRK 5)
8. Frostschutzschicht: d = 0,3 m Flach- / 0,5 m Böschungsbereich, RC-Material zulässig bis DK II
9. Asphaltdichtungsschichten AC 11 D-DA für Anschluss der KDB an die Bestandsdichtung Mitte 1
Zusätzlich temporäre Abdichtung mit KDB d = 2,0 mm über ca. 25.500 m².
Böschungsneigungen: Flachbereich < 1:10 (≈ 45 %), Böschungsbereich bis 1:3 (≈ 55 %). Druckfestigkeits- und Scheranforderungen (φ' ≥ 27°, c' ≥ 11 kN/m²) sind nachzuweisen.
Sickerwasserfassung und -ableitung
Verlegung neuer Sickerwasserdränleitungen SWS 18 und SWS 19 als PE-HD-Rohre da 400 SDR 11, inkl. Verlängerung der Sickerwasser-Kontrollleitungen SWS 09 und 10. Herstellung der zugehörigen Kontrollschächte mit Spül- und Kamerabefahrungsmöglichkeit.
Deponie-Entgasungssystem
Neubau/Verlegung von Gasregelstationen (auch temporär auf Berme), Gastransportleitungen aus PE-HD da 110/160, Messtrecken, Absperrklappen, Kompensatoren, Elektroschweißmuffen, Endkappen, Blitzschutzanlage und Potentialausgleich sowie Kondensatschacht mit Pumpstation und Kondensatableitung. Gassammelbalken mit 6 bzw. 4+2 Anschlüssen.
Randdamm und Betriebsstraße
Randdamm aus Bestandsböden mit Bodenverbesserung (Mischbinder). Zweispurige Betriebsstraße auf OK Randdamm mit zweistufigem Asphaltaufbau (Frostschutz-, Trag-, Binder-, Deckschicht), Bankett, Bordsteinen und Rasenansaat. Leitungsgräben für Entwässerungskanal, Gassaugleitung, Erdkabel und Kabelleerrohre.
Oberflächenentwässerung und Regenrückhaltebecken
Rückbau und Vorarbeiten
Baugeländeberäumung, Rückbau bestehender Betriebsstraße, Asphaltflächen, Schächte, Entwässerungseinrichtungen und Gasregelstationen, Umsetzen des Tonhaldenmaterials auf Zwischenlagerfläche, vollständiges Abräumen der Tonhalde und Profilierungs-/Planumsarbeiten.
Qualitätsmanagement und Prüfung
Eigenprüfung nach QMP (Qualitätsmanagementplan) sowie Fremdprüfung durch eine nach DIN EN ISO/IEC 17020 und 17025 DAkkS-akkreditierte Stelle. Probefeld im ersten Baujahr (2027), flächenhafte Basisabdichtung voraussichtlich 2028. Standsicherheitsnachweise (Geländebruch, Gleitsicherheit) für alle Bauzustände durch qualifizierte Fachleute. Wöchentliche Wochenvorschau, Eigenprüfungs-Abschlussbericht 4 Wochen vor Abnahme.
Arbeitsschutz, Sicherheit und besondere Rahmenbedingungen
Arbeitszeit werktags 06:00–20:00 Uhr, nur zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang; keine Sonn-/Feiertagsarbeit ohne schriftliche Genehmigung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und rechtliche Eignung (mit dem Angebot einzureichen)
Nachweise/Bescheinigungen sind auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle innerhalb einer angemessenen Frist beizubringen; andernfalls Angebotsausschluss.
Technische und personelle Leistungsfähigkeit
Mindestens 2 Referenzen vergleichbarer Leistungen im Zeitraum 2020–2025:
1. Bodenumlagerung: mindestens 30.000 m³ anstehende Böden der Bodenklassen 3–6.
2. Kombinationsabdichtungen für Deponien DK II oder höherwertig bestehend aus geotechnischer/mineralischer Barriere und Kunststoffdichtungsbahn (KDB), Gesamtfläche ≥ 2 ha, davon ≥ 1 ha in einem Jahr. Falls KDB nicht durch Bieter selbst hergestellt: Eignungsleihe erforderlich; der Eignungsgeber muss die Leistung bei Beauftragung tatsächlich erbringen.
Personelle Anforderungen:
Geräte/Geräteanforderungen:
Spezielle Anforderungen KDB-Einbau und Asphaltarbeiten
KDB-Einbau:
Asphaltarbeiten:
Fremdprüfung und Akkreditierungen
Fremdprüfende Stelle muss durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17020 und 17025 akkreditiert sein. Statische Berechnungen für Rohrleitungen sind durch einen zugelassenen Prüfingenieur zu erstellen.
Einsatz anderer Unternehmen / Eignungsleihe
Bei Bietergemeinschaften: gesamtschuldnerische Haftende Erklärung mit Benennung des bevollmächtigten Vertreters. Bei Einsatz anderer Unternehmen sind Verpflichtungserklärungen vorzulegen; bei Eignungsleihe (wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit) ist gemeinsame Haftung erforderlich. Ausschlussgründe bei Unterauftragnehmern können eine Ersetzung innerhalb einer gesetzten Frist auslösen.
Vertrags-/Verfahrensanforderungen
Bodenumlagerung: mindestens 30.000 m³ anstehender Boden, Bodenklassen 3–6; Kombinationsabdichtung DK II oder höherwertig mit geotechnischer/mineralischer Barriere und KDB, Gesamtfläche ≥ 2 ha, davon ≥ 1 ha in einem Jahr
Eigenerklärung mit Projekt, Leistung, Auftraggeber, Ausführungszeitraum, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE/NU) und Ansprechpartner inkl. Telefonnummer; auf Verlangen Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Falls KDB nicht durch Bieter selbst hergestellt: Eignungsleihe, Eignungsgeber muss Leistung bei Beauftragung tatsächlich erbringen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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