E-Bus LIS Rundestraße Neubau Betriebsgebäude
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für den Neubau eines zweigeschossigen Betriebsgebäudes in Hannover zur Versorgung von acht E-Bus-Lademasten mit jeweils 300 kW.
Das Gebäude umfasst Transformator-, Mittelspannungs- und Ladetechnikräume. Ausgeschrieben sind unter anderem Baustelleneinrichtung, Abbruch- und Erdarbeiten, Rohbau in Ortbeton- und Fertigteilbauweise, Abdichtung, Dachbegrünung, Fassade, Innenausbau, Außenanlagen, Erdung und Blitzschutz.
Das Angebot ist ausschließlich elektronisch über die deutsche Vergabeplattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebots ermittelt. Wertungssummen ergeben sich aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Angebote von Werkstätten für Behinderte erhalten bei der Wertungssumme einen Bonus von 15 Prozent; bei gleicher Wirtschaftlichkeit wird der Zuschlag auf das Angebot der Werkstatt für Behinderte erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGebäude und Betriebsfunktion
Errichtung eines zweigeschossigen Betriebsgebäudes in Ortbetonbauweise auf einem schmalen Randstreifen der bestehenden Kellerdeckenkonstruktion des angrenzenden Parkhauses. Die Konstruktionshöhe beträgt 9,37 m, die lichten Geschosshöhen 3,90 bis 4,02 m. Je Geschoss ist ein Kabelkeller vorgesehen.
Das Gebäude dient der Versorgung von acht Lademasten mit jeweils 300 kW. Im Erdgeschoss sind vier Transformatorzellen und zwei Mittelspannungsräume, im Obergeschoss zwei Räume für die Ladetechnik vorgesehen. Zwei Mittelspannungsanschlusspunkte sind zu berücksichtigen.
Baustelleneinrichtung und vorbereitende Arbeiten
Baustelleneinrichtung, Baustellenwäsche, Verkehrssicherung und Baustellenzäune einrichten, für 31 Wochen vorhalten und anschließend räumen. Fassadengerüst, Gerüsttreppentürme, Auffangnetze und provisorische Bautreppen bereitstellen sowie die erforderliche Verkehrsführung auf dem schmalen Baufeld regeln.
Abbruch, Erdarbeiten und Entsorgung
Bestehende Magerbeton-, Fundament-, Bord-, Aluminiumblech-, Pflaster- und Asphaltschichten zurückbauen beziehungsweise abtragen. Leitungsanfragen, Suchschachtungen, Erdaushub, Tragschichtenabbau, Rodung, Bodenanalysen und die getrennte Entsorgung nach Schadstoffklassen durchführen. Schottertragschicht, Planum und Fundamentierung herstellen.
Ein Entsorgungskonzept, Verbleibserklärungen, Probenahmeprotokolle, Analysen und abfallrechtliche Einstufungen für Aushub sowie das elektronische Abfallnachweisverfahren eANV sind vorzuhalten.
Rohbau, Abdichtung und Ausbau
Ortbeton-, Stahlbeton- und Fertigteilkonstruktionen für Bodenplatte, Wände und Decken herstellen sowie schalen. Halbfertigteil- und Fertigteilwände, Attiken, Winkelstützen, Treppenelemente, Granitblockstufen, Vergussbeton, Setzungsplatte und Trennstreifen ausführen. Das Bauwerk als wasserundurchlässige Bauweise nach dem System Weiße Wanne herstellen und mit Fugenbändern, Injektionsschläuchen und Verbundabdichtungen schließen.
Dachaufbau mit Gefälledämmung, Abdichtung, Schweißbahn, Wurzelschutzvlies, Drän- und Wasserrückhalteelement, Filtervlies, Extensivsubstrat, extensiver Begrünung, Wartungsgang und Dachentwässerung erstellen. Verputzte schiefergraue Fassade in RAL 7015, Außenanstrich, Graffitischutz, Innenraumgrundierung, Silikatanstrich, Doppelboden und Gitterroste herstellen.
Stahlbau, Treppen, Türen und Außenanlagen
Stahl- und Schlosserarbeiten einschließlich Außentreppe, Steigleiter, fahrbarer Podesttreppe, Klappleiter, Zaunanlagen, Toren, Spaltüberbrückungen, Klimageräteunterkonstruktionen und Sicherheitsseil-System ausführen. Provisorische Bautüren, elektrische Aluminiumtüren, Lüftungselemente, Schlüsseldepot sowie Wartungs- und Absturzsicherungen einbauen.
Kabeldurchführungen, Erdung und Blitzschutz
Bestehende Kabeltrassen einbinden, Rohr- und Kabeldurchführungen sowie druck- und brandbeständige Durchführungssysteme herstellen und Kabelschutzrohre, Messdurchführungen, Kabelschachtabdeckungen und Steigeisen ausführen.
Fundamenterder, Ringerder, Potentialsteuerung, Potentialausgleich, Hochspannungs- und Niederspannungs-Betriebserder sowie Blitzschutz planen, ausführen, prüfen und dokumentieren. Werk- und Montagepläne sowie ein vollständiges Blitzschutzkonzept sind vorzulegen. Prüfungen und Messungen der Erdungsanlage sind durch eine qualifizierte Elektrofachkraft mit gültig kalibrierten Messgeräten durchzuführen und mit Erdungsprotokoll D.6, Bestandsplan, Fotodokumentation sowie Material-, Konformitäts- und Prüfzeugnissen zu belegen.
Planung, Dokumentation und Ausführungsleistungen
Baustelleneinrichtungsplan, Werkplanung, Werkstatt- und Detailpläne, Verlegepläne, Erdungs- und Montageplanung sowie die dichtungstechnische Planung erstellen. Nach Auftragserteilung beziehungsweise vor Baubeginn beziehungsweise Montagebeginn vorlegen und die erforderlichen Freigaben einholen.
Je Position Aufmaßblätter und Mengenberechnungen erstellen und parallel als GAEB-Datenart 11 führen. Tägliche Bautagesberichte, mindestens wöchensinnlich vorzulegende Originalseiten und fristgerechte Stundenlohnnachweise bereitstellen. Ausgeführte Leistungen gemeinsam aufmessen, Nachweise zu Beton, Stahl, Erdung, Blitzschutz, Sicherheitsseil-System und Produkten führen sowie benutzte Flächen nach Bauende zurückversetzen.
Abgrenzung der Leistung
Nicht zu erbringen beziehungsweise bauseitig sind insbesondere Entwässerungsleitung und Anschluss an den Sammelschacht, Entwässerungsrinnen, Kabelschutzrohre und Betonplatte über den Mittelspannungskabeln, Verfüllung der Baugrube, Pflaster- und Asphaltarbeiten der Vorflächen, Klima- und Lüftungstechnik sowie Einbauten von Kabelkanälen.
Der technische Innenausbau einschließlich Licht, Steckdosen und Erdung ist laut Leistungsverzeichnis weitgehend den begleitenden ÜSTRA-Gewerken zugeordnet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBaufachliche Eignung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch die Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung und gegebenenfalls auftragsspezifische Nachweise vor.
Zuverlässigkeit und steuerliche Pflichten
Der Bieter muss erklären, dass über sein Vermögen kein Insolvenzverfahren oder vergleichbares Verfahren eröffnet, beantragt oder mangels Masse abgelehnt wurde, dass das Unternehmen nicht in Liquidation befindet und keine schwere Verfehlung die Zuverlässigkeit infrage stellt. Steuer, Abgaben, Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung und gesetzliche Mindestlohnpflichten müssen ordnungsgemäß erfüllt beziehungsweise eingehalten werden. Zutreffende Erklärungen zu Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit müssen richtig sein. Die ordnungsgemäße Anmeldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft ist zu erklären.
Sanktionen und Wettbewerb
Es dürfen keine Ausschlussgründe nach den EU-Sanktionen gegen Russland bestehen. Für die Prüfung sind gegebenenfalls die Eignungsleihe, eingesetzte Nachunternehmer und Lieferanten mit einem Anteil von mehr als 10 % des Auftragswerts zu berücksichtigen. Eine Beteiligung an unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung ist ausgeschlossen; auf Verlangen sind wirtschaftliche und rechtliche Verbindungen offenzulegen.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Alle Leistungen, die nicht im Verzeichnis der durch Nachunternehmer auszuführenden Teilleistungen aufgeführt sind, sind im eigenen Betrieb auszuführen. Eingesetzte Nachunternehmer sind zu benennen; ihre Eignung, PQ-Nummern beziehungsweise Eigenerklärungen und weitere Nachweise können auf Verlangen verlangt werden.
Bei einer Bietergemeinschaft sind die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft, sämtliche Mitglieder, der bevollmächtigte Vertreter und die Haftung als Gesamtschuldner zu erklären.
Personelle und organisatorische Anforderungen
Für die Gesamtleitung ist ein erfahrener, befähigter und mit Vollmachten ausgestatteter Ansprechpartner einzusetzen. Vor Ausführungsbeginn sind ein sach- und fachkundiger Bauleiter, der Sicherungsverantwortliche nach VBG sowie ein Verantwortlicher und ein Stellvertreter für die Verkehrssicherung zu benennen. Ein Verantwortlicher muss ständig erreichbar sein. Bauleiter oder ein qualifikationsgleichwertiger Vertreter nehmen an Baubesprechungen teil.
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator muss über die nach Baustellenverordnung geforderte Qualifikation verfügen. Personal- und Baustellenführung sowie Nachunternehmer sind dem Auftraggeber schriftlich mitzuteilen; Änderungen sind schriftlich anzuzeigen.
Versicherung und Preisgestaltung
Der Auftragnehmer muss eine Produkthaftpflichtversicherung mit mindestens 5 Mio. EUR Deckung je Personen- oder Sachschaden unterhalten und auf Verlangen nachweisen.
Einheits-, Pauschal- und Verrechnungssätze sind ohne Umsatzsteuer anzugeben. Mischkalkulationen sind unzulässig. Die Angaben zu Preisen, Einheitspreisen, Umsatzsteuer und Gesamtsumme müssen vollständig und rechnerisch stimmig sein.
Ausführungsnachweise
Schweißarbeiten sind nach DIN EN 1090-2 mit qualifiziertem Verfahren und zugelassenem Fachpersonal auszuführen. Die Stahlgüte ist lückenlos nachzuweisen. Erforderlich sind außerdem Störlichtbogenberechnungen beziehungsweise Prüfungen sowie Nachweise zu Schallschutz, Feuerwiderstandsdauer und Druckfestigkeit des Baukörpers.
Aushub ist durch eine qualifizierte Sachverständige mit Sachkundenachweis nach EBV zu beproben und durch ein nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Institut zu untersuchen. Je nach Überwachungsklasse kann eine Fremdüberwachung durch eine anerkannte Prüfstelle erforderlich sein. Materialien und Systeme sind auf Eignung zu prüfen; weitere Details oder Muster sind bei Bedarf vorzulegen.
Bestandssituation und Ausführungsunterlagen
Die beigefügten Bodengutachten, die Statik und die Ausführungsplanung sind zugrunde zu legen. Abweichungen oder unklare Bestandssituationen sind rechtzeitig zu klären. Leitungsbestand ist vor Baubeginn festzustellen, und Leitungspläne sind während der gesamten Bauzeit verfügbar zu halten. Suchschachtungen sind fotografisch und mit vermaßter Aufmaßskizze zu dokumentieren.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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