Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht es?
Das Universitätsklinikum Aachen plant den Neubau eines Erweiterungsgebäudes für Operationssäle (EOP) mit 12 hochkomplexen OP-Sälen (inkl. Hybrid-OP, intraoperativer Bildgebung, robotischer OP-Technik), einer neuen Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) und einem automatisierten Sterilgut- und Materiallager. Das Projekt wird im IPA-Modell (Integrierte Projektabwicklung) mit Mehrparteienvertrag und BIM-Methodik umgesetzt.
Was wird hier konkret vergeben?
Das IPA-Paket 2 umfasst die Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) – also die Planung von Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär (HKLS), Elektrotechnik (ELT) und Gebäudeleittechnik für den Neubau. Die Leistung beinhaltet zudem die BIM-Fachmodellierung, die Schnittstellenkoordination mit Medizintechnik und AEMP und die Mitwirkung am IPA-Projektallianzmodell (Co-Location, Lean Construction).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualifikation und Erfahrung Schlüsselpersonen30%
Bewertung der Qualifikation und Erfahrung der benannten Schlüsselpersonen (SMT, PMT, weitere Schlüsselpersonen) für die Projektabwicklung im IPA-Verfahren.
- Konzept zur Personalplanung Stufe 1a10%
Konzept zur Personalplanung für die Stufe 1a des IPA-Verfahrens.
- Technisches Konzept (Wartung und Erneuerung im Betrieb, Betriebssicherheit und Resilienz)25%
Technisches Konzept bestehend aus den Unterkriterien: Konzept zu Wartung und Erneuerung im Betrieb (12,5%) sowie Betriebssicherheit und Resilienz (12,5%).
- Kooperationsfähigkeit5%
Bewertung der Kooperationskultur anhand der Ergebnisse eines Assessment Centers (AC) in den IPA-Kernkompetenzen Kooperations- und Teamfähigkeit, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, Problemlösungskompetenz.
- Kommerzieller Wert30%
Der kommerzielle Wert umfasst den Beteiligungsbeitrag sowie das Preiskriterium (Deckungsbeitrag, Personalverrechnungssatz, Reise- und Übernachtungskosten). Preis geht mit 200 Anteil in die Gesamtbewertung ein.
Inverse Dreisatz-Formel für alle Kriterien: P = Punktzahl_max × (akt_Angebot / max_Angebot). Für das Preiskriterium gilt die modifizierte Formel: P = Punktzahl_max × (min_Angebot / akt_Angebot), da der niedrigste Preis die Maximalpunktzahl erhält.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Vertragsmodell
Das Projekt wird im Modell der Integrierten Projektabwicklung (IPA) mit einem Mehrparteienvertrag (MPV) realisiert. Alle Auftragnehmer werden Partei des Mehrparteienvertrags und sind Teil der Projektallianz.
Wesentliche Merkmale:
Vertragsstufen:
Übergeordnete Meilensteine:
Nachhaltigkeit: BNB-Zertifizierung Silber (≥ 65% Erfüllungsgrad gemäß BNB-Kriterienkatalog).
Inhalt und Funktionsbereiche des Neubaus
Der Neubau umfasst 12 hochkomplexe Operationssäle, darunter:
Zentrale Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) mit hohem Automatisierungsgrad (bis zu 9 Roboter für verschiedene Aufbereitungsschritte), Reinigungs-/Desinfektionsbereich, Packbereich, Sterilgutbereich, Sterilgutlager, Kommissionierung mit Fallwagen-Bestückungsroboter.
Automatisiertes Sterilgut- und Materiallager sowie Anbindung an Bestandsgebäude (UBFT/PF) auf Ebene -2 zur Schaffung eines durchgängigen "blauen Bereichs" und Verbindungsbrücke zum OIP-PNZ auf Ebene 1.
Gesamtflächen (NUF 1-7):
Berücksichtigung Denkmalschutz und Potenzial einer südlichen Erweiterung.
BIM-Anforderungen (übergreifend)
Die BIM-Planung erfolgt nach den Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) und dem BIM-Abwicklungsplan (BAP). Wesentliche Anforderungen:
Folgende BIM-Anwendungsfälle sind u.a. umzusetzen: 3D-Modellerstellung, Informationsanreicherung, Planableitung, Modellprüfung, CDE-Nutzung, Planungsfreigabe, Renderings/Walkthroughs, modellgestützte Mengenermittlung, 4D-Terminplanung, As-Built-Daten, Mängelmanagement, Raumbuch/Betrieb.
Kooperative Pflichten (alle Partner)
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Berufsausübung
Ausschlussgründe (Pflicht)
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Auswahlkriterien und Verfahrensrahmen
Auswahlkriterien (max. 130 Punkte):
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (zweistufig). Es werden die 3 geeignetsten Bewerber zur Angebotsabgabe zugelassen; Nachberufung nicht vorgesehen. Keine Verhandlung erforderlich – erfolgreiche Teilnehmer werden nach dem Teilnahmewettbewerb direkt zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Allgemeine gewerbliche Tätigkeit: Nachweis im Fachbereich (slc-suit-reg-trade).
Methodische und projektkulturelle Eignung
Mindestens 3 Referenzen für TGA-Fachplanung (HKLS und/oder ELT) im Zeitraum 01.01.2015–31.12.2025, davon mind. 1× HKLS (Anlage 3.1a), mind. 1× ELT (Anlage 3.1b), 1 weitere wahlweise. Pflichtinhalte: mind. 1× BIM-Methodik, mind. 1× ≥3.000 m² NUF, mind. 1× Gebäudeleittechnik, mind. 1× Gesundheitsbau.
Mittels Referenzformular Anlage 3.1a (HLSK) und/oder 3.1b (ELT), mit Auftraggeber, Ansprechpartner, Leistungszeitraum, Auftragsvolumen, Rolle, Kurzbeschreibung (max. 500 Zeichen) und Darstellung der Vergleichbarkeit zum UKA-Projekt. Höhere Punktzahl bei Vergleichbarkeit (max. 40 Pkt.) und großen Baukosten (KG 300+400 > 100 Mio. EUR = 50 Pkt.).
Mindestens 1 Referenz muss Gebäudeleittechnik (MSR/GLT) beinhalten
Anlage 3.1a/3.1b, Kriterium 1c – 20 Punkte.
Mindestens 1 Referenz muss mittels BIM-Methodik (modellbasierte Planung inkl. AIA/BAP) durchgeführt worden sein
Anlage 3.1a/3.1b, Kriterium 8 – BIM-Fachkoordination inkl. BAP = 30 Punkte, TGA-Planung Planung oder Ausführung je 10 Punkte.
Mindestens 1 Referenz mit Nutzfläche NUF 1-7 ≥ 3.000 m²
Anlage 3.1a/3.1b, Kriterium 7 – > 7.500 m² = 50 Pkt., ≤ 7.500 m² = 30 Pkt., ≤ 3.000 m² = 10 Pkt.
Mindestens 1 Referenz im Gesundheitsbau (Neubau, Erweiterung, Umbau oder Bestand)
Anlage 3.1a/3.1b, Kriterien 1a/1b – 20 bzw. 40 Pkt. (2-fache Gewichtung bei Erweiterung/Umbau/Bestand).