Erneuerung Fahrleitungsschaltanlage in Stadtbahnwerkstatt Prüfstraße und Waschhalle
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie moBiel GmbH (Stadtwerke Bielefeld) erneuert im Stadtbahnwerkstatt-Bereich drei bestehende Fahrleitungsschaltanlagen (Stadtbahnwerkstatt, Prüfstraße und Waschhalle, Otto-Brenner-Straße 242 in 33604 Bielefeld) mit moderner SPS-Verriegelungssteuerung. Geboten wird eine schlüsselfertige Gesamtleistung – Hardware, Software, Integration, Prüfung und Inbetriebnahme inklusive Schnittstellenabstimmung mit angrenzenden Gewerken (Krananlagen, Hebeanlagen, Dacharbeitsstände, Waschanlage).
Das Angebot wird ausschließlich elektronisch über das Vergabeportal eingereicht. Die Angebotsfrist endet am 10.11.2026 um 11:00 Uhr. Gefordert sind u. a. Eigenerklärungen zur Eignung, drei vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Jahren (Schalt-/Steuerungsanlagen, Integration in Bestandsanlagen), Nachweis einer Betriebshaftpflicht von mindestens 2,5 Mio. € sowie eine DIN-ISO-9001-Zertifizierung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis100%
Einziges Wertungs- bzw. Zuschlagskriterium i.S.d. § 16d Abs. 1 Nr. 5 VOB/A ist der Angebotspreis unter Berücksichtigung eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Bedarfspositionen werden bei der Wertung mit dem Gesamtpreis berücksichtigt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Vergabeart
Schlüsselfertige Gesamtleistung mit durchgängiger Systemverantwortung des Auftragnehmers. Die Vergabe erfolgt als Gesamtlos ohne Aufteilung in Fachlose; Koordination sämtlicher eigener und fremder Anteile (inkl. Nachunternehmer) liegt beim Auftragnehmer. Alle Leistungen und Lieferungen zur betriebsfertigen Anlage sind in die Angebotspreise einzukalkulieren. Keine Nebenangebote und keine mehreren Hauptangebote zugelassen.
Kernkomponenten der Anlage
Herstellung von drei Fahrleitungsschaltanlagen mit folgenden Hauptkomponenten:
Schnittstellen und Integration
Einbindung der Schaltanlagen in die vorhandene Werkstatt-Infrastruktur und Anbindung an verschiedene Gewerke pro Anlagenstandort: Krananlagen, Hebeanlagen, Dacharbeitsstände, Waschanlage, Schutztürsysteme, Endlagenschalter, Näherungsschalter, Absauganlage, Bediengehäuse, UFD-Leitersteuerung. Schlüssel- und Schlüsselschränke sind in das bestehende Schlüsselmanagement einzubinden. Funktion in der Waschhalle in Anlehnung an bestehende Fahrleitungsschaltstelle. Sicherheitsgerichtete Verriegelung mit der Waschanlage ist zu realisieren.
Ausführung, Termine und Projektstruktur
Ausführungszeitraum 15.12.2026 bis 01.12.2027. Arbeitszeiten Mo–Fr 07:00–17:00 Uhr. Umsetzung in drei Steps zur Aufrechterhaltung des Betriebs: Step 1 Stadtbahnwerkstatt, Step 2 Prüfstraße, Step 3 Waschhalle. In der Waschhalle Rückbau der Altanlage vor Neubau (Waschanlage außer Betrieb). Vorlage der Ausführungsunterlagen (Stromlaufpläne, Aufstellungspläne, Kabellisten, Gerätestücklisten, Aufbaupläne) 3 Monate vor Ausführungsbeginn in 2-facher Ausfertigung. Revidierte Bestandszeichnungen 3 Wochen nach Inbetriebnahme in 3-facher Ausfertigung.
Dokumentation und Abnahme
Zur Abnahme: Entwurf eines detaillierten Abnahmeprotokolls zur Genehmigung vorlegen, Teilnahme mit kompetentem Elektrotechniker, alle Hilfsmittel/Werkzeuge/Programme bereitstellen, Personaleinweisung für Betriebspersonal durchführen, DGUV-V3-Konformitätsbestätigung für die elektrischen Anlagen. Dokumentation in EPLAN P8 bzw. AutoCAD-2010-lesbaren Formaten.
Geltende Normen und Vorschriften
Maschinenrichtlinie, EMV-Richtlinie, Niederspannungsrichtlinie, DIN/VDE-Bestimmungen, EN ISO 13849, EN 60204, EN 61439, DGUV V3, VDV-Schriften, RSA'95, ZTV-SA 97, Bauordnung NRW, Arbeitsschutzbestimmungen, Umweltschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage / Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe nach § 16 VOB/A sowie §§ 19 Abs. 3 MiLoG und 21 Abs. 1 SchwarzArbG dürfen vorliegen (u. a. keine Insolvenz/Liquidation, keine schweren Verfehlungen, keine Steuerrückstände, Anmeldung bei Berufsgenossenschaft, keine Mindestlohnverstöße ≥ 2.500 € Geldbuße).
Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen: Nachweis durch Eintrag in der Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. Bei Nachunternehmen reicht die PQ-Nummer; nicht präqualifizierte Unternehmen reichen das Formblatt ‚Eigenerklärung zur Eignung' als vorläufigen Nachweis ein. Im Fall der engeren Wahl sind Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen zu bestätigen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre (vergleichbare Bauleistungen); bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Aufträgen Angabe des eigenen Anteils. Alternativ Präqualifikationsnachweis.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Jahren (Gleichstrom-Schaltanlagen, Energieversorgungs-, Bahnstrom- oder Fahrleitungsschaltanlagen bzw. vergleichbare industrielle Schalt-/Steuerungsanlagen) mit nachgewiesener Integration in bestandsanlagen. Erfahrungen in Schalt-/Steuerungsanlagen, Verriegelungs-/Freigabefunktionen, Not-Aus-/Sicherheitsfunktionen, Safety-SPS oder gleichwertig sowie Fernwirk-/Leit-/Automatisierungstechnik (einzeln oder verteilt auf mehrere Referenzen). Allgemeine Unternehmensdarstellung/Firmenprofil.
Qualitätssicherung
Zertifizierung nach DIN ISO 9001 ist erforderlich.
Haftpflichtversicherung
Betriebshaftpflicht mit mindestens 2,5 Mio. € Deckungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden je Schadensfall, zweifach maximiert pro Jahr, inkl. Umweltrisiken. Gleicher Versicherungsschutz ist für alle Nachunternehmer sicherzustellen.
Nachunternehmer / Eignungsleihe
Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen, Verpflichtungserklärungen und Eigenerklärungen aller Unterauftragnehmer/Eignungsleiher; Eignungsnachweise jedes Mitglieds einer Bietergemeinschaft. Nachunternehmer dürfen erst nach Freigabe durch den Auftraggeber beauftragt werden.
Vergleichbare Planung, Errichtung oder Modernisierung von Schalt- und Steuerungsanlagen (Gleichstrom-Schaltanlagen, Energieversorgungs-, Bahnstrom- oder Fahrleitungsschaltanlagen) inkl. Integration in Bestandsanlagen, Verriegelungs-/Freigabefunktionen, Not-Aus-/Sicherheitsfunktionen, Safety-SPS und Fernwirk-/Leit-/Automatisierungstechnik
mindestens eine Referenz muss Integration einer neu errichteten oder modernisierten Anlage in bestehende technische Infrastruktur belegen; die geforderten Leistungsinhalte können über mehrere Referenzen verteilt nachgewiesen werden
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenVerlauf dieser Vergabe
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