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Errichtung und Betrieb einer Photovoltaikanlage im Invest- und Betreibermodell

Landeshauptstadt Potsdam, Bereich Vergabemanagement14473 Potsdam, BrandenburgVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Kurzbeschreibung

Die Landeshauptstadt Potsdam (Kommunaler Immobilien Service, KIS) sucht einen Auftragnehmer, der auf dem Dach des Neubaus der Sporthalle/Mensa der Grund- und Gesamtschule am Humboldtring in Potsdam eine Photovoltaikanlage (mind. 50 kWp) plant, finanziert, errichtet und über 20 Jahre ab Inbetriebnahme betreibt.

Im Invest- und Betreibermodell bleibt die Anlage Eigentum des Auftragnehmers. Dieser liefert den erzeugten Strom vorrangig an die Liegenschaft (Eigenverbrauch, Planungswert ca. 140.000 kWh/a) und vermarktet Überschüsse eigenverantwortlich. Die Dachfläche (ca. 470 m²) wird vom KIS über einen separaten Mietvertrag zur Verfügung gestellt.

Vergabenummer: Ö-L-KIS-223-26

Auftraggeber: Landeshauptstadt Potsdam, Bereich Vergabemanagement

Einreichungsfrist: 28.10.2026, 08:00 Uhr

Einreichungsweg: elektronisch über den Vergabemarktplatz Brandenburg (eForms-Link)

Verfahrensart: offenes Verfahren

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 28. Oktober 2026
Termin / FristOKT2026NOV
Einreichungsfrist28. Okt. 2026
Ziel-Inbetriebnahmeca. 30. Nov. 2026
Vertragslaufzeit (Stromlieferung)Datum offen20 Jahre ab Inbetriebnahme der Stromlieferung; genauer Beginn abhängig von Inbetriebnahme.
Vertragslaufzeit (Dachflächennutzung)Datum offen20 Jahre nach Inbetriebnahme gemäß Mietvertrag (separat zur Stromlieferung).
Verlängerung 1Datum offenAutomatische Verlängerung um 12 Monate nach Ablauf der Erstlaufzeit, wenn nicht 6 Monate vorher gekündigt wird.
Verlängerung 2Datum offenWeitere automatische Verlängerung um 12 Monate (insgesamt max. 5-mal möglich).
Verlängerung 3Datum offenWeitere automatische Verlängerung um 12 Monate (insgesamt max. 5-mal möglich).
Verlängerung 4Datum offenWeitere automatische Verlängerung um 12 Monate (insgesamt max. 5-mal möglich).
Verlängerung 5Datum offenLetzte mögliche automatische Verlängerung um 12 Monate (max. 5 Verlängerungen insgesamt).
KündigungsfristDatum offen6 Monate vor Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit in Textform erforderlich.
DokumentationsvorlageDatum offenVollständige Dokumentation binnen 1 Monat nach Fertigstellung; bei Nichtvorlage nach 2 Monaten droht Außerbetriebnahme.
Jährlicher BrandschutznachweisDatum offenJährlich unaufgefordert zum 15.08. schriftlich an den Auftraggeber zu übermitteln.
Rücktrittsfrist InstallationDatum offenBeginn der Installation muss innerhalb 6 Monaten nach Vertragsbeginn erfolgen (Nutzungsvertrag).
Rücktrittsfrist FertigstellungDatum offenInstallation muss innerhalb 12 Monaten nach Vertragsbeginn abgeschlossen sein (Nutzungsvertrag).
Sicherheitsleistung ÜbergabeDatum offenÜbergabe der Sicherheitsleistung (10.000 € Errichtungsphase, danach 5.000 €) binnen 3 Monaten nach Vertragsunterschrift.
PreisanpassungDatum offenAlle 2 Jahre im Februar, Anpassung gemäß Verbraucherpreisindex (Nutzungsvertrag).
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität3 Kriterien
Preis 90%Qualität 10%
  • Preis90%

    Gesamtbewertung aus Arbeitspreis sowie Mess- und Abrechnungspreis

  • Leistung10%

    Bewertung der erzeugten elektrischen Energie

Die Arbeitspreispunktzahl und die Mess- und Abrechnungspreispunktzahl werden jeweils nach der Formel Punkte = 100 – ((Angebotssumme Bieter / Angebotssumme niedrigstes Angebot) - 1) * 100 ermittelt, kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet und mit 0,95 beziehungsweise 0,05 gewichtet. Die Gesamtpreispunktzahl ergibt sich als (gewichtete Arbeitspreispunktzahl + gewichtete Mess- und Abrechnungspreispunktzahl) * 0,9. Die Anlageneffizienzpunktzahl wird als (erzeugte Menge Strom des zu bewertenden Angebots - 1/2 Menge des Angebots mit der höchsten Effizienz) / (1/2 Menge des Angebots mit der höchsten Effizienz) * 100 ermittelt, kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet und mit 0,1 gewichtet. Die Summenkennzahl Z ist die Summe aus Gesamtpreispunktzahl und Leistungspunktzahl; der Zuschlag wird auf das Angebot mit der höchsten Summenkennzahl erteilt.

KI-Hinweis: Die Zuschlagskriterien, Gewichtungen und Bewertungsformeln sind in Bewertungsmatrix_Beispiel.pdf sowie der Aufforderung zur Angebotsabgabe eindeutig angegeben und stimmen mit der Bekanntmachung überein.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Überblick und Vertragsrahmen

Vertragslaufzeit: 20 Jahre ab Inbetriebnahme, automatische Verlängerung um jeweils 12 Monate (max. 5-mal), sofern nicht 6 Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wirdVertragsbeginn/Ende (Vertragsentwurf): Platzhalter XX.XX.20XX (spätestens XX.XX.20XX) bzw. 20 Jahre nach InbetriebnahmeZiel-Inbetriebnahme: Ende November 2026 (spätere Inbetriebnahme zulässig)Kostenpauschale: 300 EUR/Jahr an den AG (KIS)Sicherheitsleistung (Mietvertragsentwurf): 10.000 EUR während Errichtung + 6 Monate nach Inbetriebnahme, danach 5.000 EURBetreiberverhältnis: Auftragnehmer ist Eigentümer und Betreiber der PV-Anlage; KIS/LHP ist Eigentümer der Liegenschaft und Mieter der Dachfläche (separater Mietvertrag). Stromlieferung erfolgt in einem separaten Stromliefervertrag.

Photovoltaikanlage – Technik und Errichtung

Standort: Dachfläche des Neubaus Sporthalle/Mensa, Grund- und Gesamtschule am Humboldtring, Humboldtring 15-17, 14773 PotsdamDachart: Gründach; zur Verfügung stehende PV-Fläche ca. 470 m² (von 1.136 m² BGF, abzüglich Wartungsgänge/Oberlichter)Mindestleistung: ≥ 50 kWp (DC-Nennleistung Module), darf nicht unterschritten werdenModule: dunkle einheitliche Farbgebung (inkl. Rahmen), max. 100 cm Breite; 8 lange Reihen (ca. 38 m) und 3 kurze Reihen (ca. 31 m); Module sollen Attika nicht überragenUnterkonstruktion: bauseits vorhandene ZinCo Solar-Grundrahmen „SGR 15" (Eigentum AG) – darauf zu montierenWechselrichter-Standort: Dach des SozialtraktesBauseits vorhanden: AC-Kabel, Potentialausgleichskabel, Datenkabel, Steuerleitung Not-Aus, ZählermessschrankKeine Dachdurchdringungen für Kabelverlegung zulässigBlitzschutz: Integration in ggf. vorhandene Gebäudeanlage nach DIN EN 62305 (Klasse III), innerer Blitzschutz/Überspannungsschutz, DC-Freischalteinrichtung in Modulnähe für die FeuerwehrBrandschutz/Sicherheit: Schutzkonzept gemäß Anlage 08; jährlicher Brandschutz-/Schutzkonzept-Nachweis zum 15.08.Abnahme: nach VDE 0126-23-1 / DIN EN 62446-1 mit schriftlichem Prüfprotokoll, inkl. BlitzschutznachweisBaustoffnachweis Module: höchstens normal entflammbar

Stromlieferung und Messung

Liefergegenstand: elektrische Energie aus der PV-Aufdachanlage bis zum Zählpunkt; vorrangige Versorgung der Liegenschaft (Eigenverbrauch)Jahresbedarf-Planungswert: ca. 140.000 kWh/a (keine garantierte Abnahmemenge)Überschusseinspeisung: durch den Lieferanten ins öffentliche Netz (nicht Vertragsgegenstand der Stromlieferung an KIS)Zusatzstrombezug: nicht Vertragsgegenstand (separater Vertrag)Messstellenbetrieb/Messdienstleistung/Abrechnung: durch den Auftragnehmer mit eigenen geeichten MesseinrichtungenStromkundenstatus: Nicht-Haushaltskunde gem. § 3 Nr. 22 EnWG; jährlicher Verbrauch > 10.000 kWhStörungsmanagement: 24h-Notdienst, Datenfernüberwachung, Reaktionszeiten 4h/8h, Störungsbehebung innerhalb 24hPreisbestandteile: Arbeitspreis (Ct/kWh) sowie monatlicher Preis für Messstellenbetrieb und Abrechnung; Angabe ob Reverse-Charge angewendet wird

Betrieb, Wartung und Visualisierung

Übernahme aller Betreiberpflichten (u.a. Wartung, Instandhaltung, Instandsetzung, Störungsbeseitigung)Datenfernübertragung und Visualisierung für die Schule (mind. 24 Zoll Display mit Leistung, Ertrag, CO₂-Einsparung); Anbindung über UMTS-Router mit FunkkarteVersicherungen/Nachweise: Betreiberhaftpflichtversicherung vor Betriebsaufnahme; Sachversicherungsnachweis für die AnlageWartungsanzeige: mind. 2 Wochen vorab beim Vermieter (außer bei Gefahr im Verzug)Rückbauverpflichtung bei Vertragsende oder mehr als einjährigem Stillstand der AnlageJährliche Wartungs-/Prüfpflichten inkl. Thermografie, Betriebsbuch-Dokumentation gemäß SchutzkonzeptKostentragung: sämtliche Errichtungs-, Betriebs- und Wartungskosten trägt der Auftragnehmer

Vor und bei Baubeginn einzureichende Unterlagen

Schriftliche Stellungnahme des Statikers inkl. Prüfstatik (statische Nachweisführung)Schriftliche Stellungnahme des vorbeugenden baulichen Brandschutzes der Landeshauptstadt PotsdamGgf. erforderliche GenehmigungenPlanunterlagen (Lage, Größe, Aufstellung, Neigung, Befestigungskonstruktion, Elektroschema mit Wechselrichterlage, Blitzschutz, Feuerwehrkennzeichnung/-abschaltung, Brandschutz, Kabelführung, Zähler)Vorläufige technische Dokumentation vor Errichtung

Nach Fertigstellung zu übergebende Unterlagen (innerhalb 1 Monats)

Vollständige technische Dokumentation (Produktzertifikate, Produktdatenblätter, Unternehmererklärungen, Produktzertifikate)Abnahmeprotokoll nach VDE 0126-23-1 / DIN EN 62446-1Blitzschutz-Erstellungsmessung mit AbnahmeprotokollPrüf-/Abnahmeprotokoll des EVU (Energieversorgungsunternehmen)Schadensprotokoll nach BegehungNachweis Betreiberhaftpflichtversicherung und SachversicherungsnachweisAktueller Handelsregisterauszug und Kontaktdaten für HavariefälleEinweisung der Hausmeister in den technischen Umgang mit der AnlageHinweis: Bei Nichtvorlage der Dokumentation nach 2 Monaten droht Außerbetriebnahme der Anlage

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Zwingende Voraussetzungen – Ausschlussgründe (Formular 4.1)

Der Bieter (bzw. jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft und jedes Drittunternehmen, dessen Kapazitäten in Anspruch genommen werden) darf keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB aufweisen. Insbesondere ist zu erklären:

Gewerberechtlich ordnungsgemäße Anmeldung/Erlaubnisse und gesetzliche RegistereintragungKeine rechtskräftige Verurteilung wegen Verstößen i.S.d. §§ 123, 124 GWBKeine schweren Verfehlungen, die die Zuverlässigkeit in Frage stellenKein Verstoß gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche VerpflichtungenErfüllung steuerlicher und sozialversicherungsrechtlicher PflichtenIn den letzten 2 Jahren: keine Geldbuße ≥ 2.500 EUR nach AEntG, MiLoG, ArbZGKeine Verurteilung/Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze (Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, SGB III, AÜG, StGB)Keine illegalen ArbeitskräfteKein Insolvenzverfahren, keine LiquidationEinhaltung von Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften

Liegt ein Ausschlussgrund vor, können Nachweise über Maßnahmen (Schadensausgleich, Kooperation mit Behörden, organisatorische/personelle Maßnahmen, Steuernachzahlungen) beigefügt werden. Bieter in Textform müssen Firma, Rechtsform und Name der natürlichen Person angeben, die die Erklärung abgibt.

Nachunternehmer, Eignungsleihe und Bietergemeinschaften

Bietergemeinschaften sind zugelassen; Formular 4.2 (Bietergemeinschaftserklärung) ist auszufüllen. Es ist ein bevollmächtigter Vertreter zu benennen; die Mitglieder haften gesamtschuldnerisch.Eignungsleihe/Nachunternehmer: Formulare 4.3 (Erklärung Eignungsleihe/Nachunternehmer) und 4.4 (Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen) sind je Drittunternehmen separat einzureichen. Bei Eignungsleihe sind die einschlägigen Nachweise gem. Formular 4.3 Pkt. 4.3.1 beizufügen; auf Verlangen sind vor Zuschlagserteilung zusätzlich die Formulare 4.1 und ggf. 4.4 vorzulegen.

Mindestanforderungen nach Brandenburgischem Vergabegesetz (Formular 5.4)

Verpflichtung zur Zahlung des Mindestentgelts nach § 6 Abs. 2 BbgVergG (mindestens 13,00 EUR brutto/Std. für Angebote ab 01.05.2021)Bereithaltung prüffähiger, deutschsprachiger LohnunterlagenWeitergabe der Verpflichtungen an Nachunternehmer/Verleiher (gleichlautende Erklärungen einholen)Duldung von Stichprobenkontrollen (auf Verlangen Lohn-/Gehaltsabrechnungen vorzulegen)Akzeptanz von Vertragsstrafen bei VerstößenAlternative Nachweise: Bescheinigung Steuerberater/Wirtschaftsprüfer über Lohnhöhe oder Sozialkassenbescheinigung (bei Bauleistungen, nicht älter als 6 Monate bei Eingang der ersten Rechnung)

Technische/personelle Eignung (aus den Formularen ableitbar)

Bieter muss – direkt oder durch Eignungsleihe – nachweisen können, dass die für die Errichtung und den 20-jährigen Betrieb einer PV-Aufdachanlage (≥ 50 kWp) erforderliche wirtschaftliche und finanzielle sowie technische und berufliche Leistungsfähigkeit vorliegt.Der Auftragnehmer muss die Errichtung/Installation durch eine geeignete Fachfirma durchführen lassen (Planung/Ausführung gem. Schutzkonzept Anlage 08: anerkannte Fachfirma, Errichterzertifikat bei Übergabe).Standsicherheitsnachweis durch zugelassenen Tragwerksplaner und Prüfung durch Prüfstatiker ist vorzulegen.Abnahme durch Fachfirma (VDE 0126-23-1 / DIN EN 62446-1) und Blitzschutz-Erstellungsmessung mit Abnahmeprotokoll.Die PV-Anlage ist auf der bauseits vorhandenen Unterkonstruktion (ZinCo Solar-Grundrahmen „SGR 15") ohne Dachdurchdringung zu montieren; entsprechende Planungs- und Montagekompetenz ist erforderlich.
KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 63%4–10 · 34%11+ · 4%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 24 erledigt
Angebotsschreiben & Bieter-Angaben
Formale Nachweise & Erklärungen
Technisches Konzept & Planungsunterlagen
Preisblatt & kalkulatorische Unterlagen
Dokumentation, Betrieb & Nachweise nach Inbetriebnahme
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Landeshauptstadt Potsdam, Bereich Vergabemanagement
Ort
14473 Potsdam, Brandenburg
Kategorie
Brandenburg
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
14473 Potsdam
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