Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Magistrat der Stadt Sontra schreibt den Ersatzneubau der Brücke über den Renda Talgraben (Alter Weißt) im Zuge der Hauptstraße in Sontra-OT Ulfen öffentlich aus. Die bestehende Brücke ist baufällig und wird abgebrochen; an ihrer Stelle entsteht ein monolithischer Stahlbetonrahmen mit Kappen, Geländer und Abdichtung. Ergänzend sind eine Stützwandsanierung, Kanalbauarbeiten am Mischwassersystem (DN 700), die Erneuerung der Trinkwasserleitung, Straßen- und Gehwegbau sowie Gewässerarbeiten (inkl. Wasserhaltung) als Gesamtleistung zu erbringen.
Das Angebot muss bis 17.08.2026, 14:00 Uhr MESZ elektronisch eingereicht werden. Mit dem Angebot sind u. a. das Angebotsschreiben (Formblatt 213), das Leistungsverzeichnis, die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124), Preisermittlungsformblätter (221 oder 222), Nachunternehmerverzeichnis (233/235), Unbedenklichkeitsbescheinigungen sowie je nach Leistungsbereich spezielle Eignungsnachweise (z. B. SIVV, Güteschutz Kanalbau RAL-GZ 961 AK 2, MVAS) vorzulegen. Bei engerer Wahl werden 3 Referenzbescheinigungen vergleichbarer Leistungen der letzten 5 Jahre nachgefordert.
Baubeginn ist in Kalenderwoche 38/2026 vorgesehen, die abnahmereife Vollendung in Kalenderwoche 30/2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Rahmentechnik
Baustelleneinrichtung und -räumung inkl. Winterpause, Vorhaltung eines Baubüros (ca. 40 m²) mit Besprechungsraum (ca. 30 m²) für 8 Monate, Immissionsschutz (Reinigung öffentlicher Flächen), Verkehrssicherung und verkehrsrechtliche Anordnung, provisorische Verkehrsanlagen, Vermessung (Absteckung, Bestandsvermessung) sowie Beweissicherung (außen und innen an Gebäuden Hauptstraße 13, 22A, 24, 24A).
Erd- und Verbauarbeiten, Wasserhaltung
Oberbodenabtrag, Erdaushub und Erdarbeiten, Spundwandverbau (u. a. für die Kanal- und Brückenbaugrube bis ca. 5,0 m Tiefe), Baugruben mit Verbau und Standsicherheitsnachweis, offene Wasserhaltung mit Pumpenanlage und Bachumleitung, Gewässernachprofilierung, Bodenbehandlung und -entsorgung gem. EBV (chemische Analysen, Abfalllisten, eANV für gefährliche Abfälle).
Brückenarbeiten
Abbruch und Entsorgung der bestehenden Brücke, Herstellung des neuen monolithischen Stahlbetonrahmens (lichte Weite ca. 6,645 m, lichte Höhe ca. 2,00 m) mit Gründung über Bodenaustausch, Winkelstützen, Widerlager und Überbau, Kappen und Geländer (Höhe 1,00 m/1,30 m), Abdichtung gem. RIZ-ING Was 7 mit Polymerbitumen-Schweißbahn, Brückenbelag gem. ZTV-ING Teil 6 (Gussasphaltdeck-/Schutzschicht), Fahrbahnübergang, Einbau einer Jahreszahl-Matrize, Gewässersohle mit 20 cm Steinschüttung auf Kiesschicht und Frostschutzschicht.
Stützwandsanierung
Abbruch von Geländer und Mauerkrone, Sicherung der bestehenden Stützwand mit Spritzbetonschale (C30/37, diverse Expositionsklassen), Einbau von Bewehrungsbefestigungen (ca. 700 Spiralanker, Leitfabrikat Hilti Hit HY200), Unterfangung, Schadstellensuche und -entfernung, Natursteinausbesserung, Kernbohrungen, Entlastungsrohre DN 100, Raumfugen, neue Mauerkrone aus Beton C30/37 mit Betonstahl, Mauerabdeckplatte 6 cm Muschelkalk, neues Stahlgeländer (Höhe 1,14 m und 1,30 m).
Kanalbau Mischwassersystem
Verbau- und Erdarbeiten mit Spundwand S270 GP, Voraushub, Baugruben, Gründung auf Basaltschotter, Leitungszone, Verfüllung, Sohlstabilisierung, Geotextil. Verlegung Stahlbetonrohr DN 700 (Hersteller Betonwerk Müller 'Perfect Pipe Plus') mittig unter den Brückenwiderlagern, Kontrollschacht DN 1200 (P9) mit Schachtabdeckung (Meierguss Meilevel A), Formstücke, Rückbau Bestandskanal DN 150 (Steinzeug), Kanalhausanschlüsse DN/OD 160 PVC-U mit Anbohr-Sattelstücken und Abwasserkontroll-Set DN 200/160. Kontrollprüfungen: TV-Inspektion (DWA-M 149-5), Dichtheitsprüfung Schächte (DWA-M 149 Teil 6).
Trinkwasserleitung
Erdarbeiten (Leitungsgräben bis ca. 2,0 m Tiefe, Arbeitsgruben, Sohlstabilisierung, Geotextil, Dichtriegel), Notleitung PE-HD DA 90 SDR 11 PN 16 (kingsblau, ca. 50 m) mit Not-Hausanschlüssen, Demontage Bestand DN 100, Verlegung Druckrohr PE 100 DA 110 × 10,0 SDR 11 in Schutzrohr DN 200 mit Gleitkufen (ca. 36 m), Formteile (Bögen, T-Stück, N-Stück, Kupplungen) aus duktilem Gusseisen, Unterflurhydranten DN 80, Absperrschieber DN 100, Ortsbeton-Längskraftsicherung, Trinkwasserhausanschlüsse PE 100 RC DA 40 mit Anbohrarmatur 1 1/4". Kontrollprüfungen: Spülen/Desinfektion (DVGW W 291) inkl. bakteriologischer Nachweis, Innendruckprüfung (DVGW W 400-2) mit kontinuierlichen Druckschreibern.
Straßen- und Gehwegbau
Aufnahme vorhandener Fahrbahnbefestigung, Erdarbeiten, Tragschicht in Anschlussbereichen (10 cm), Fahrbahnoberbau aus 4 cm Asphaltdeckschicht, 3,5 cm Gussasphalt und 0,5 cm Bitumen-Schweißbahn, Bordanlagen, Rinnen, Gehwegbefestigung in Pflasterbauweise, Verkehrsschilder/Hinweisschilder, Straßenentwässerung und Straßenbeleuchtung.
Nachweise, Dokumentation und Abnahme
Eignungsnachweise für Gesteinskörnungen (AKR/ASR), Zementzertifikate (Alkaligehalt), Betonrezeptur mit berechnetem Alkaligehalt, Standsicherheitsnachweise für Baugrubenverbau und Winkelstützwand (3-fach + digital) inkl. Prüfberichten des Prüfstatikers, Entsorgungsnachweise für Aushub und Abbruchmaterial, Abfalllisten (Excel), Fotodokumentation digital, TV-/Videodokumentation, Revisionsunterlagen für alle Gewerke (mind. 14 Tage vor Abnahme), Bauwerksbuch und CAB-Datei (4 Wochen vor Abnahme), Übergabedokumentation 2-fach, Bautagesberichte täglich, Beweissicherung. Berücksichtigung der Lage in Wasserschutzzone II gem. DWA-A 142.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Nachweise
Präqualifikation des Bieters und ggf. der Nachunternehmer (Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis) oder alternativ Einzellnachweise. Eigenerklärung zur Eignung (VHB-Formblatt 124 Hessen) mit Angaben zu: Unternehmensart (Kleinst-/Klein-/Mittelunternehmen), Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (vergleichbare Leistungen), Eintragung Handelsregister/Handwerksrolle, Erklärung zu vergleichbaren Leistungen der letzten 5 Kalenderjahre, Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte, ordnungsgemäße Steuer- und Sozialversicherungszahlung, zuständiges Finanzamt und USt-IdNr., Berufsgenossenschaftsmitgliedschaft, Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB, kein Berufsverbot (§ 70 StGB), kein vorläufiges Berufsverbot (§ 132a StPO), keine Gewerbeuntersagung (§ 35 GewO), kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation. Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € wird ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert. Sprache der Angebote und Bescheinigungen: Deutsch (oder mit deutscher Übersetzung).
Fachspezifische Eignungsnachweise
SIVV-Bescheinigung Betoninstandsetzung; Eignungsnachweis DAfStb-Alkali-Richtlinie (AKR/ASR) für Gesteinskörnungen und Zemente; Güteschutz Kanalbau RAL-GZ 961 AK 2 oder gleichwertiger Nachweis bzw. Fremdüberwachungsvertrag für die Kanalbauarbeiten; MVAS-Bescheinigung Verkehrssicherung von Arbeitsstellen an Straßen. Unternehmer müssen über die erforderliche Sachkunde und Erfahrung gem. § 50 HBO verfügen. Es gelten DIN-Vorschriften, VOB/B und VOB/C. Eine Vor-Ort-Besichtigung zur Kalkulation wird empfohlen; Schachtscheine sind erforderlichenfalls einzuholen. Bauwesenversicherung ist abzuschließen.
Referenzen und Nachweise bei engerer Wahl
Bei engerer Wahl sind 3 Referenzbescheinigungen vergleichbarer Leistungen der letzten 5 Kalenderjahre (VHB-Formblatt 444), testierte Jahresabschlüsse bzw. Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers/Steuerberaters, Anzahl der Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre (gegliedert nach Lohngruppen, Leitungspersonal), Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskammer-Eintragung, Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, Berufsgenossenschaft) sowie eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG vorzulegen.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften müssen sich gesamtschuldnerisch haftend erklären und einen bevollmächtigten Vertreter benennen. Nachunternehmer ab 10.000 € Auftragssumme müssen eine gleichlautende Eigenerklärung zur Eignung abgeben, bevor sie beauftragt werden. Verzeichnis der NU-Leistungen (Formblatt 233) und Verzeichnis der Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235) sind mit dem Angebot vorzulegen.
3 Referenzbescheinigungen über vergleichbare Leistungen (VHB-Formblatt 444)
Vergleichbare Bauleistungen (Brücken-/Ingenieurbau, Kanal-/Straßenbau); Nachweis erst bei engerer Wahl durch Bescheinigung des Auftraggebers.