Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht:
Die Stadt Braunschweig (über die Grundstücksgesellschaft Braunschweig GmbH und die Stadtentwässerung Braunschweig GmbH) beschafft Planungsleistungen für ein neues Wohngebiet „Glogaustraße-Süd" (ca. 3,5 ha, ca. 153 Wohneinheiten plus Kindertagesstätte) im Stadtteil Melverode.
Was zu tun ist:
Es sind vier Leistungsbilder nach HOAI zu planen – Verkehrsanlagen, eine Lärmschutzwand, Freianlagen und die Kanal-/Regenrückhaltebecken-Anlage. Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen: Erst Teilnahmeantrag, dann Angebot. Bewerber müssen u. a. fachliche Qualifikation, Mindestumsatz, Haftpflichtversicherung und passende Referenzen nachweisen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Stufenbeauftragung
Geplant wird die Erschließung des rund 3,5 ha großen Baugebiets „Glogaustraße-Süd" (ME69) in Braunschweig, Stadtteil Melverode. Auftraggeber sind die Grundstücksgesellschaft Braunschweig mbH und die Stadtentwässerung Braunschweig GmbH. Geplant sind ca. 100 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau (WA 1) und ca. 53 Wohneinheiten in verdichteter Reihenhausbebauung (WA 2 und WA 3; in WA 3 sind alternative Wohnformen möglich) sowie eine Kindertagesstätte.
Stufenweise Beauftragung: Auftragsgegenstand der Stufe 1 sind die Grundleistungen der Leistungsphasen 1–3 nach HOAI; die Stufen 2–4 (Leistungsphasen 4–9) können optional abgerufen werden (spätestens 6 Monate nach vollständiger Erbringung der vorherigen Stufe). Die Kostenobergrenze der Baumaßnahme beträgt 3.195.000 € netto.
Koordination und Schnittstellenmanagement
Alle Leistungsbilder sind im Planungsteam eng miteinander abzustimmen. Dazu gehören Schnittstellenmanagement zwischen Verkehrsanlagen, Freianlagen, Kanalbau, Lärmschutzwand und Tragwerksplanung, die Erstellung eines koordinierten Leitungsplans, die Kommunikation mit Versorgern/Leitungsträgern und Dritten sowie verwaltungsinterne Abstimmungen.
Konzept Umsetzung der Planungsaufgabe (für die Wertung)
Zusätzlich zu den Referenzen ist ein Konzept zur Umsetzung der Planungsaufgabe zu erstellen (max. 20 Seiten). Es umfasst Termin- und Kostenmanagement mit Bauablauf, das Konzept zur Zusammenarbeit und Personaleinsatzplanung sowie eine Projekteinschätzung zu Schnittstellen, klimaresilienter Stadtentwicklung und Umgang mit Bestand/Bäumen/Umnutzung.
Übergabe- und Unterlagenformate
Planunterlagen, Beschreibungen und Berechnungen sind digital in dxf/dwg, pdf, docx/xlsx, pptx sowie als IFC- bzw. SHAPE-Daten zu liefern; zusätzlich 1-facher kopierfähiger Farbausdruck mit Schriftfeld des Auftraggebers, DIN-gerecht gefalzt und als „Verfasser" unterzeichnet.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensrahmen
Durchgeführt wird ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen (Stufe 1: Teilnahmewettbewerb, Stufe 2: Erstangebotsabgabe). Zur Angebotsabgabe werden mindestens 3, höchstens 5 Bewerber aufgefordert; bei Punktegleichheit entscheidet das Los. Die Teilnahmeanträge und Angebote sind ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform Deutsche eVergabe einzureichen.
Befähigung zur Berufsausübung
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Durchschnittlicher Mindestjahresumsatz ≥ 500.000 € netto (Summe aus den vier Leistungsbildern, Durchschnitt 2023–2025). Haftpflichtversicherung mit Deckungssummen von jeweils mind. 1.500.000 € für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab Leistungsbeginn. Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 2 Ingenieure je Leistungsbild 1, 2 und 4; mindestens 2 Landschaftsarchitekten für Leistungsbild 3. Durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl in den letzten 3 Jahren: ≥ 6 Ingenieure und ≥ 2 Landschaftsarchitekten.
Sonstige Eigenerklärungen und Formalien
Verschwiegenheitspflicht, Russland-Erklärung (keine Betroffenheit nach Art. 5k Abs. 1 VO (EU) 833/2014) und Belehrung gemäß Verpflichtungsgesetz sind abzugeben. Möglich sind Bewerbergemeinschaften, Eignungsleihe (gesamtschuldnerische Haftung für wirtschaftlich-finanzielle Leistungsfähigkeit) und der Einsatz von Unterauftragnehmern – jeweils mit Benennung der Mitglieder und Leistungsteile.
Wertungsrelevante Zusatz-Referenzen
Pro Leistungsbild kann eine über die Mindestanzahl hinausgehende wertungsfähige Referenz mit 10 Punkten in die Wertung eingehen (max. 4 × 10 = 40 Punkte). Die Vergleichbarkeit wird im Wege einer Gesamtschau nach Aufgabenstellung, Nutzungsart, Schwierigkeitsgrad, Größenordnung und erbrachten Leistungen ermittelt.
Anforderungen an alle Referenzen (gilt übergreifend)
Leistungsbeginn nach dem 01.01.2011; Leistungsende (ohne Leistungsphase 9) bis zum Schlusstermin der Teilnahmeantragsabgabe. Je Referenz sind Angaben zu Referenznehmer, Projektinhalt, Zeitraum, Umfang, Wert und ein Lageplan einzureichen. Maßgeblich sind die Vordrucke B.8.1 (Verkehrsanlagen), B.8.2 (Lärmschutzwand), B.8.3 (Freianlagen) und B.8.4 (Kanal/Regenrückhaltebecken).
Mindestens 2 Referenzen je Leistungsbild + 1 Wertungsreferenz; Leistungsbeginn nach 01.01.2011; Leistungsende (ohne LPH 9) bis Teilnahmeantragsabgabe
Referenzvordrucke B.8.1, B.8.2, B.8.3, B.8.4 verwenden; öffentlicher Auftraggeber (bei LB 2 auch privat möglich); Lageplan zur Referenz
Objektplanung Verkehrsanlagen – öffentlicher Auftraggeber, Erschließung oder innerstädtische gestaltete Fläche
Vordruck B.8.1; Aufgabenstellung, Nutzungsart, Schwierigkeitsgrad, Größenordnung und erbrachte Leistungen vergleichbar; Lageplan beilegen
Objektplanung Ingenieurbauwerke – Lärmschutzwand, öffentlicher oder privater Auftraggeber
Vordruck B.8.2; eine Referenz muss bis einschließlich Entwurfsplanung oder über die Entwurfsplanung hinausgehen; Lageplan beilegen
Objektplanung Freianlagen – öffentlicher Auftraggeber, qualifizierte Grünfläche mit Spiel-/Bewegungsangeboten
Vordruck B.8.3; Lageplan beilegen
Objektplanung Ingenieurbauwerke – Kanal und/oder Regenrückhaltebecken, öffentlicher Auftraggeber
Vordruck B.8.4; Lageplan beilegen