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Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung

Lutherstadt Wittenberg - Der Oberbürgermeister | Vergabekammer beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Lutherstadt Wittenberg, Sachsen-AnhaltVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Lutherstadt Wittenberg schreibt die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung als externe Dienstleistung aus. Der Auftragnehmer analysiert die heutige Wärmeversorgung (Bestandsaufnahme), ermittelt Potenziale für erneuerbare Wärme und Einsparungen, entwickelt ein Zielszenario bis 2045, erarbeitet eine Wärmewendestrategie und einen priorisierten Maßnahmenkatalog und beteiligt dabei Akteure sowie die Öffentlichkeit. Die Lieferung umfasst ein Fachgutachten, kartografische Darstellungen und digitale Datenformate (GIS, XWärmeplan, XPlanGML). Der Wärmeplan muss bis zum 30.06.2028 stehen. Angebote sind bis zum 13.10.2026 um 10:00 Uhr elektronisch über die Plattform evergabe-online.de einzureichen.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 15. Oktober 2026
Termin / FristSEP2026 DEZ MÄR JUN SEP DEZ MÄR JUN
Ausgabe der Vergabeunterlagen10. Sep. 2026
Unterlagen zuletzt aktualisiert10. Sep. 2026
Veröffentlichung12. Sep. 2026
Nachforderungsfrist1. Okt. 2026
Angebotsfrist13. Okt. 2026
Angebotsöffnung13. Okt. 2026
Bindefrist13. Okt. – 1. Dez. 2026
Vertragsbeginn1. Dez. 2026
Vertragsende1. Dez. 2026 – 30. Juni 2028
Frist zur Erstellung des Wärmeplansca. 30. Juni 2028
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität5 Kriterien
Preis 20%Qualität 80%
  • Angebotssumme20%

    Netto-Gesamtangebotssumme gemäß Preisblatt (Anlage 2). Niedrigster Preis erhält 5 Punkte, höchster 1 Punkt, lineare Interpolation. (Aspekte: Netto-Gesamtangebotssumme gemäß Preisblatt)

  • Zwei Referenzprojekte20%

    Bewertung von zwei vergleichbaren Referenzprojekten zur kommunalen Wärmeplanung oder vergleichbaren strategischen Wärme-/Energieplanung. Aspekte: Vergleichbarkeit (Stadtgröße, Siedlungsstruktur, Wärmeversorgungsstruktur, Aufgabenstellung), nachweisbare Mitwirkung der vorgesehenen Projektleitung und Schlüsselpersonen, fachliche Qualität und Nachvollziehbarkeit der Methodik/Ergebnisse, Umsetzungsorientierung. 1 = mit deutlichen Einschränkungen bis 5 = überzeugt im besonderen Maße.

  • Qualität des vorgesehenen Fachteams20%

    Bewertung des vorgesehenen Projektteams. Aspekte: fachliche Eignung Projektleitung und Stellvertretung, Erfahrungen mit kommunaler Wärme-/Energieplanung, Wärmeversorgung und Beteiligungsverfahren, nachvollziehbare Aufgaben- und Rollenverteilung, Verfügbarkeit im Projektzeitraum, Kompetenz im Umgang mit GIS-Daten, Datenmanagement, Datenschutz und Informationssicherheit.

  • Qualität und Plausibilität des Zeit- und Terminplans10%

    Bewertung der Qualität und Plausibilität des vom Bieter vorzulegenden Zeit- und Terminplans.

  • Qualität der Konzeptaufgabe30%

    Bewertung der methodischen und organisatorischen Herangehensweise (max. 15 DIN-A4-Seiten). Aspekte: Daten (Beschaffung, GIS-Bearbeitung, Datenschutz/Informationssicherheit), technologieoffene Bewertung der Wärmeversorgungsoptionen, Akteursansprache und -beteiligung sowie Öffentlichkeitsarbeit, priorisierte umsetzungsreife Maßnahmen, Befähigung der Stadtverwaltung zur Fortschreibung und Umsetzung.

Preis: Niedrigste Netto-Gesamtangebotssumme erhält 5 Punkte, höchste 1 Punkt, dazwischen lineare Interpolation (Punkte auf 2 Nachkommastellen gerundet). Qualitätskriterien: Bewertung mit 1-5 Punkten je Kriterium, gewichtete Punkte = Punkte × Wichtung. Bei Preisgleichheit erhalten alle 5,00 Punkte.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien, Gewichtungen, Bewertungsmaßstäbe und die Bewertungsformel für den Preis sind in der Bewertungsmatrix (Anlage 3) sowie den Vergabeunterlagen vollständig angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Überblick und Rahmenbedingungen

Gegenstand: Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für das gesamte Stadtgebiet der Lutherstadt Wittenberg gemäß Wärmeplanungsgesetz (WPG) und WPG-AG Sachsen-Anhalt. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, den Wärmeplan bis zum 30.06.2028 zu erstellen; die Finanzierung erfolgt über den Mehrbelastungsausgleich nach WPG-AG LSA.

Umfang: Die Leistung ist ein einteiliger Auftrag ohne Lose. Sie gliedert sich in die Teile 0 bis 6 (Projektmanagement; Bestandsanalyse; Potenzialanalyse; Zielszenario; Wärmewendestrategie/Maßnahmenplan; Dokumentation; Akteurs- und Öffentlichkeitsbeteiligung) und wird in deutscher Sprache erbracht.

Zielsetzung: Strategische Entscheidungs- und Planungsgrundlage für eine langfristig treibhausgasneutrale, sichere und wirtschaftliche Wärmeversorgung mit Darstellung des Wärmebedarfs, der Versorgungsoptionen und eines priorisierten Maßnahmenprogramms.

Teil 0 – Projektmanagement, Abstimmung und Datenmanagement

Fachliche Projektsteuerung inkl. Zeit- und Projektstrukturplan.Koordination der Arbeitspakete und regelmäßige Statusinformationen an die Stadt.Jour-fixe-Termine im Regelfall alle zwei Wochen (in Präsenz oder digital).Erarbeitung eines Datenmanagementkonzepts inkl. Datenräume, Zugriffsrechte, Datenschutz und Informationssicherheit.Einbindung von Netzbetreibern und Energieversorgungsunternehmen.Datenverarbeitungsdokumentation, die 5 Jahre Nachvollziehbarkeit sicherstellt.

Teil 1 – Bestandsanalyse und Datenaufbereitung

Erfassung Gebäude- und Siedlungsstruktur.Räumlich aufgelöste, straßenabschnittbezogene Wärmeverbrauchsdichten und Wärmebedarfe.Eignungsprüfung gemäß § 14 WPG.Identifizierung von Großverbrauchern und Ankerlasten.Bestandsaufnahme der Wärmeversorgungsinfrastruktur (Wärme-, Gas-, Stromnetze).Endenergieverbrauch nach Energieträgern sowie Treibhausgasemissionen.Dokumentation von Datenlücken.

Teil 2 – Potenzialanalyse

Energieeinsparpotenziale.Potenziale erneuerbarer Wärmequellen (Solarthermie, Geothermie, Umweltwärme, Biomasse, Abwärme).Potenziale für Wärmespeicher.Restriktionen und Ausschlussgebiete.Potenziale zur Nutzung von erneuerbarem Strom für Wärme.

Teil 3 – Zielszenario und Einteilung in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete

Entwicklung und Bewertung von Szenarien bis 2045.Darstellung Wärmebedarfsentwicklung, zukünftige Wärmeversorgungsstruktur, Endenergiebedarf und THG-Emissionen für die Zieljahre 2030, 2035, 2040 und 2045.Räumliche Abgrenzung voraussichtlicher Wärmeversorgungsgebiete (Wärmenetzgebiete, Wasserstoffnetzgebiete, dezentrale Wärmeversorgung).Baublockbezogene kartografische Darstellung.

Teil 4 – Wärmewendestrategie und Maßnahmenplan

Identifizierung und Priorisierung von Fokus- und Schlüsselgebieten.Konkrete Maßnahmenentwicklung mit kurz- und langfristiger Priorisierung.Finanzierungs- und Förderansätze.Organisations- und Abstimmungsstrukturen.Verstetigungsstrategie und Controlling-Konzept.Vorschlag zur regelmäßigen Aktualisierung.

Teil 5 – Dokumentation und Ergebnisaufbereitung

Fachgutachten.Kartografisch aufbereiteter Wärmeplan.Tabellarische Übersicht der Energiekennwerte.Priorisierte Maßnahmen mit Zeitplan und Zuständigkeiten.Allgemeinverständliche Kurzfassung.

Teil 6 – Akteurs- und Öffentlichkeitsbeteiligung

Beteiligungs- und Kommunikationskonzept.Mindestens 1 Abstimmungstermin mit Netzbetreibern.Mindestens 2 Akteursveranstaltungen.Mindestens 2 öffentliche Informations- bzw. Beteiligungsveranstaltungen.Fachliche Begleitung der Offenlegung, Auswertung der Stellungnahmen, Öffentlichkeitsarbeit.

Datenabgabe und Lieferformate

Zu liefern sind u.a.:

Fachgutachten als Word und PDF.Wärmeplan/Karten als druckfähiges PDF.XWärmeplan / XPlanGML-konforme Daten.GIS-Daten in GeoPackage, ESRI und Shapefile im Bezugssystem ETRS89/UTM Zone 32N (EPSG:25832).Tabellarische Daten als Excel/CSV.Berechnungsgrundlagen, Daten- und Methodenbeschreibung, Datenverzeichnis.Ordnerstruktur mit klarer Trennung von Rohdaten / Aufbereitung / Zwischenergebnissen / Endergebnissen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Allgemeine Angaben zum Verfahren

Verfahrensart: Offenes Verfahren nach VgV, ohne Lose.Ausschlussgründe: Es dürfen keine Ausschlussgründe nach §§ 123 und 124 GWB vorliegen (zu erklären über Formblatt 124 LD).Eignungsleihe: Möglich durch den Einsatz von Kapazitäten anderer Unternehmen mit Verpflichtungs- und Haftungserklärung (Formblatt 236).Bietergemeinschaften: Zugelassen; von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung mit Benennung eines bevollmächtigten Vertreters und gesamtschuldnerischer Haftung (Formblatt 234).KMU-Eignung: Das Verfahren ist ausdrücklich für kleine und mittlere Unternehmen geeignet.Elektronische Abwicklung: Elektronische Angebote und elektronische Zahlung sind vorgeschrieben.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Angabe des Umsatzes des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind; Anteile bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen sind einzubeziehen.Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Beiträgen zur gesetzlichen Sozialversicherung (Eigenerklärung).Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft (Eigenerklärung).Ab einer Auftragssumme von 30.000 € fordert der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister gemäß § 150a GewO an.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Fachgebiete, die das Unternehmen abdeckt.Verfügbare personelle Ressourcen und vorgesehenes Fachteam (Projektleitung, Stellvertretung, Qualifikationen, Aufgabenverteilung, Verfügbarkeit).Technische Ausstattung für:GIS-Datenverarbeitung,Datenmanagement,Datenschutz,Informationssicherheit,Qualitätssicherung.Eintragung im Berufsregister des Sitzes/Wohnsitzes (oder Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht).Erklärung, dass in den letzten drei Jahren vergleichbare Leistungen ausgeführt wurden.

Zwingend mit dem Angebot einzureichende Eignungsnachweise

Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124 LD).Referenzliste mit Auftraggeber, Bearbeitungszeitraum, Leistungsumfang, bearbeitetem Gemeinde-/Projektgebiet, Rolle des Bieters und Ansprechpartner des Auftraggebers.Darstellung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit (Fachgebiete, Personal, technische Ausstattung).Gegebenenfalls Angaben zu vorgesehenen Nachunternehmen und deren Leistungsteilen.

Auf gesondertes Verlangen nachzureichende Unterlagen

Drei Referenzen aus den letzten drei Jahren (Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum).Jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten drei Jahre.Bescheinigung über Eintragung im Berufsregister (soweit zutreffend).Insolvenzplan (falls rechtskräftig bestätigt).Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts bzw. Bescheinigung in Steuersachen.Nachweis der Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft.

Russland-Sanktionen (Artikel 5k EU-VO 2026/506)

Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung abzugeben, dass weder der Bieter/Bewerber noch – bei mehr als 10 % Auftragswert – Unterauftragnehmer, Lieferanten oder kapazitätsbereitstellende Unternehmen:

russische Staatsangehörigkeit oder Niederlassung in Russland haben,zu mehr als 50 % im Eigentum solcher Personen/Unternehmen stehen oderim Auftrag oder Namen solcher Personen/Unternehmen handeln.

Diese Anforderung gilt auch während der gesamten Vertragslaufzeit.

Zuschlagskriterien (Wirtschaftlichste Angebot – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis)

| Kriterium | Gewichtung |

|---|---|

| Angebotssumme | 20 % |

| Zwei Referenzprojekte | 20 % |

| Qualität des vorgesehenen Fachteams | 20 % |

| Qualität und Plausibilität des Zeit- und Terminplans | 10 % |

| Qualität der Konzeptaufgabe | 30 % |

Referenzprojekte
zwei Referenzprojekte ReferenzenZeitraum: nicht zeitlich eingegrenzt (für die Wertung maßgeblich: Vergleichbarkeit mit Lutherstadt Wittenberg nach Stadtgröße, Siedlungsstruktur, Wärmeversorgungsstruktur und Aufgabenstellung)Volumen: nicht angegeben

Vergleichbare Referenzen zur kommunalen Wärmeplanung oder vergleichbaren strategischen Wärme- bzw. Energieplanung

Referenzliste mit Auftraggeber, Bearbeitungszeitraum, Leistungsumfang, bearbeitetem Gemeinde-/Projektgebiet, Rolle des Bieters und Ansprechpartner des Auftraggebers; zusätzlich frei zugänglicher Internetlink zu den Projektunterlagen oder aussagekräftige Projektdokumentation als Anlage. Bewertet werden ferner: nachweisbare Mitwirkung der vorgesehenen Projektleitung/Schlüsselpersonen, fachliche Qualität und Nachvollziehbarkeit der Methodik/Ergebnisse, Umsetzungsorientierung.

drei Referenzen (nur bei engerer Wahl nachzureichen) ReferenzenZeitraum: letzte drei JahreVolumen: nicht angegeben; Auftragssumme als Referenzangabe

Vergleichbare Leistungen aus den letzten drei Jahren (Eigenerklärung Eignung, Formblatt 124 LD)

Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 51%11+ · 22%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 24 erledigt
Angebotsschreiben und formelle Anlagen
Eigenerklärungen und Ausschlussgründe
Eignungsnachweise
Wertungsrelevante Angebotsbestandteile (werden NICHT nachgefordert)
Nachreichung durch Vergabestelle

Verlauf dieser Vergabe

2 Bekanntmachungen
  1. 14.09.2026Ausschreibungauf dieser Seite
    • Abgabefrist: 13.10.2026 → 15.10.2026
  2. 12.09.2026Ausschreibung
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Auftraggeber
Lutherstadt Wittenberg - Der Oberbürgermeister | Vergabekammer beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
06886 Lutherstadt Wittenberg
Ort
06886 Lutherstadt Wittenberg
Kategorie
Sachsen-Anhalt
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.wittenberg.de ↗

Erfüllungsort

Ort der Leistung
06886 Lutherstadt Wittenberg
Sachsen-Anhalt

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