Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Zweckverband Grevesmühlen schreibt Planungsleistungen (Architekten- und Ingenieurleistungen) für die Erweiterung der Schlammbehandlung auf seiner Kläranlage aus.
Gefordert werden:
Geplant ist u. a. ein neuer Faulturm (ca. 3.000 m³), eine Technikhalle, zwei Vorlagen, eine Schlammvorreinigung, eine zweite Schneckenpresse sowie Anpassungen an Entwässerung, Annahme und Abluft. Geschätzte Baukosten: rund 4,84 Mio. € netto.
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb in zwei Stufen. Zunächst wird die Eignung geprüft; 3 bis 5 Bewerber werden anschließend zur Angebotsabgabe aufgefordert. Die Beauftragung erfolgt stufenweise (zunächst LPH 1–4).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Fachliche Qualifikation und Projektumsetzung
Bewertung der fachlichen Eignung und des Projektverständnisses anhand der Erstangebote (Arbeitsweise, Herangehensweise, Personaleinsatz, Verfügbarkeit, Qualifikation des Personals, Auseinandersetzung mit dem konkreten Vorhaben). Die genauen Unterkriterien und Gewichtungen sind in der Bewertungsmatrix 2 (Zuschlagskriterien) enthalten, die hier nicht vorliegt. Insgesamt sind maximal 500 Leistungspunkte (L) erreichbar.
Z = vergebene Leistungspunkte (L) x Faktor 100.000 / Wertungssumme (P). Der Zuschlag wird auf das Angebot mit der höchsten Kennzahl Z erteilt. Angebote, die weniger als 80% der möglichen Leistungspunkte (400 Punkte) erreichen, werden ausgeschlossen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAufgabenpaket Ingenieurplanung
Der Auftragnehmer erbringt folgende Planungsleistungen gemäß HOAI 2021:
Inhaltlich betrifft dies u. a. die Errichtung eines Faulturms (ca. 3.000 m³ Nutzvolumen), einer neuen Technikhalle, zweier Vorlagen (je 600 m³, geschlossen, mit Einbindung in das Klärgassystem), einer Schlammvorreinigung (2. Strainpress), einer zweiten Schneckenpresse, eines Annahmespeichers für externe Schlämme sowie Anpassungen der Schlammentwässerung/Containerverladung, der Schlammannahme und der Abluftbehandlung. Hinzu kommen Verrohrung, Oberflächen im Baubereich und Vorbereitung für Phosphor-Recycling.
Stufenweise Beauftragung
Die Beauftragung erfolgt stufenweise:
Genehmigungen, Anträge und Fördermittel
Zum Leistungsumfang gehören außerdem:
Baumaßnahmen – Orientierung aus Kostenanschlag
Der Kostenanschlag nennt folgende wesentliche bauliche Bestandteile:
Geschätzte Baukosten gesamt: 4.842.400 € netto (Bauwerk 3.017.400 € + Techn. Ausrüstung 1.825.000 €).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Beratender Ingenieur“ oder „Ingenieur“ nach dem Architekten- und Ingenieurgesetz des jeweiligen Bundeslandes. Ausländische Bewerber: Gleichstellung nach RL 2005/36/EG (geändert durch RL 2013/55/EU).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Ausschlussgründe und Formalitäten
Verfahrensspezifische Auswahl
Mindestarbeitsbedingungen / Tariftreue (M-V)
Mindestens 1 detailliert vorgestellte Referenz über vergleichbare Planungsleistungen (z. B. Erweiterung Schlammbehandlung >100.000 EW, Erweiterung Faulung >100.000 EW, vergleichbare Biogas-Projekte, elektrotechnische Planungen für Schaltanlagen auf Kläranlagen oder EMSR-Maßnahmen im laufenden Betrieb auf Anlagen >50.000 EW)
Vorzugsweise Erweiterung Faulung/Schlammbehandlung, Anlagen ≥100.000 EW = 2 Punkte, <100.000 EW = 1 Punkt; öffentlicher Auftraggeber = +0,5 Punkte; Fördermittel = +0,5 Punkte; LP 1–5 = +2 Punkte, LP 1–9 = +3 Punkte; Referenzschreiben = +1 Punkt, mit konkreter positiver Aussage zu Qualität/Termintreue/Kosteneinhaltung = +1 zusätzlicher Punkt