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Fachplanung Monitoring

Landeshauptstadt München, Baureferat | Vergabekammer SüdbayernMünchen, BayernVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Landeshauptstadt München, Baureferat, sucht einen Fachplaner für das Monitoring einer zweifeldrigen Spannbetonbrücke (BW 41/57 Leipartstraße über Heckenstallerstraße/Mittlerer Ring Süd-West). Das Bauwerk aus dem Jahr 1963 ist 37,32 m lang und 18,00 m breit; verbaut ist spannungsrisskorrosionsgefährdeter Spannstahl. Bis zum geplanten Ersatzneubau soll ein Monitoringsystem (Schallemissionsmonitoring plus zusätzliches faseroptisches System) frühzeitig Spanndrahtbrüche erkennen und lokalisieren.

Der Auftrag umfasst die Konzeption, Planung und fachliche Begleitung des Monitorings in drei abrufbaren Leistungsstufen mit sechs Phasen (Machbarkeit/Monitoringkonzept, Vergabe eines Spezialdienstleisters für Bauwerksmessungen, Begleitung Installation/Inbetriebnahme, Betrieb/Bewertung). Verfahrensart: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb, zweiphasig, für ein Los.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
Termin / FristOKT2026 APR OKT APR OKT APR OKT APR OKT APR OKT
Veröffentlichung18. Okt. 2026
Bieterfragen-Frist12. Nov. 2026
Teilnahmefrist18. Nov. 2026
Angebotsfrist12. Jan. 2027
Vertragslaufzeit15. Feb. 2027 – 27. Feb. 2032
Leistungsstufe 1 – Monitoringkonzeptca. 30. Apr. 2027
Leistungsstufe 1 – Vergabeverfahren SDBca. 31. Aug. 2027
Leistungsstufe 2 – Installation/Inbetriebnahmeca. 30. Nov. 2027
Leistungsstufe 3 – Betrieb und Bewertungca. 29. Feb. 2032
Bewertung nach Alarmierung (Einzelereignis)Datum offenFachliche Bewertung binnen 72 Stunden nach einer Alarmierung durch das Monitoringsystem.
Bewertung bei Häufung von BrüchenDatum offenBewertung binnen 24 Stunden nach Alarmierung bei Häufung von Spannstahlbrüchen.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität13 Kriterien
Preis 40%Qualität 60%
  • Auftragsbezogenes Organisationskonzept12%

    Darstellung der Projektorganisation mit Unterkriterien zu Projektteam/Zuständigkeiten (4%), Qualitätssicherung und Schnittstellenorganisation (6%) sowie Organisation der Planungsunterlagen und des Datenaustauschs (2%).

  • Auftragsbezogene Qualifikation und Erfahrung der Projektmitarbeiter20%

    Qualifikation und Erfahrung des Projektteams mit Unterkriterien zu Berufsabschlüssen/Zertifizierungen/Referenzen (6%), fachplanerischer Wissensstand (4%) und praktische Erfahrung bei vergleichbaren Projekten (10%).

  • Auftragsbezogenes Konzept zum Ablauf der Planungsphase12%

    Konzept zum Ablauf der Planungsphase mit Unterkriterien zu Rolle des Fachplaners/Herangehensweise (3%), Abnahme und Freigabe der Arbeitsergebnisse (6%) sowie Änderungsmanagement (3%).

  • Auftragsbezogenes Konzept zum Ablauf der Installation und des Betriebs16%

    Konzept zum Ablauf der Installation und des Betriebs mit Unterkriterien zu Überwachung während Installation (4%), Überwachung während Betrieb (4%) und Bewertung der Ergebnisse/Umgang mit Schadensereignissen (8%).

  • Preis40%

    Der Preis (in €, netto) wird aus der Wertungssumme (nachgerechnete Summe) des Angebotes ermittelt. Bewertung: günstigstes Honorar = 5 Punkte, 2,0 x günstigstes Honorar und mehr = 0 Punkte, dazwischen lineare Interpolation auf eine Kommastelle genau.

Die endgültige Punktzahl errechnet sich durch die Multiplikation der erreichten Punkte beim einzelnen (Unter-)Kriterium (0-5 Punkte nach Erfüllungsgrad) mit der ihm jeweils zugemessenen Gewichtung. Bei Punktgleichheit erfolgt der Zuschlag auf das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme. Preisbewertung: günstigstes Honorar = 5 Punkte; 2,0 x günstigstes Honorar und mehr = 0 Punkte; dazwischen lineare Interpolation auf eine Kommastelle genau.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien, Unterkriterien und Gewichtungen sind in Formblatt III.16.1 vollständig angegeben; Summierung der Unterkriterien ergibt jeweils die Gewichtung der Oberkriterien (12+20+12+16+40=100).

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Ziel und Gegenstand des Monitorings

Frühzeitige Detektion und Lokalisierung möglicher Spanndrahtbrüche an der zweifeldrigen Spannbetonbrücke BW 41/57 (Baujahr 1963; Beton B450; Spannstahl Sigma Oval 40, stark spannungsrisskorrosionsgefährdet). Zustandsnote 2026: 2,9. Überwachung relevanter Schädigungsprozesse bis zum geplanten Ersatzneubau.

Erfüllungsort: München, PLZ 81369. Vertragslaufzeit: ca. 15.02.2027 bis 27.02.2032 (rund 60 Monate).

Drei Leistungsstufen mit sechs Phasen

Beauftragung stufenweise; kein Rechtsanspruch auf Gesamtbeauftragung.

Leistungsstufe 1 (ab Vertragsschluss): Phase 1 Definition der Fragestellung und Machbarkeitsprüfung; Phase 2 Erstellung Monitoringkonzept und Fachplanung des Monitorings.Leistungsstufe 2 (auf Abruf): Phase 3 Begleitung der Ausführungsplanung des Messsystems; Phase 4 Begleitung Installation und Inbetriebnahme.Leistungsstufe 3 (auf Abruf): Phase 5 Begleitung Betrieb und Datenverarbeitung; Phase 6 Bewertung der Ergebnisse.

Phase 1: Definition und Machbarkeit

Abstimmungen, Klärung der Aufgabenstellung, Grundlagenermittlung. Nachrechnung gemäß Handlungsanweisung Spannungsrisskorrosion (HASpRK) im Grenzzustand der Tragfähigkeit (GZT-Nachweis). Variantenvergleich für zusätzliches Monitoringsystem (Schallemissionsmonitoring plus faseroptisches System o. Ä.).

Phase 2: Monitoringkonzept und Fachplanung

Erstellung des Monitoringkonzepts inkl. schematischem Sensorlayout, Messgrößen, Messstellen, Schwellwertfestlegung, Alarm- und Havariekonzept, Alarmierungsablauf. Detaillierte statische Berechnungen für Messgrößen und Grenzwerte. Prüfung und ggf. Durchführung einer objektbezogenen akustischen Analyse (OaA) gemäß DGZfP-Richtlinie SE05-2024. Ggf. kontrollierter Referenzbruch und/oder Spannstahlprobenentnahme. Ggf. Belastungsversuche am Bauwerk. Erstellung projektspezifisches Ablaufkonzept für Schallereignisse. Hybride Statik/Verknüpfung mit Simulationsrechnungen. Fachliche Vorbereitung und Begleitung der Vergabe des Spezialdienstleisters für Bauwerksmessungen (SDB) im offenen Verfahren nach § 15 VgV: Leistungsverzeichnisse gemäß VHBM R250 und Vergabehandbuch Bayern, Baubeschreibung, Mitwirkung Angebotsprüfung/-bewertung, IT-Sicherheit, Kostenplanung und -steuerung.

Phase 3: Ausführungsplanung Messsystem

Abstimmungen, Qualitätssicherung der Ausführungsplanung des Messsystems durch den SDB.

Phase 4: Installation und Inbetriebnahme

Abstimmungen, Vororttermine zur Abnahme, Qualitätssicherung der Ausführung, zusammenfassender Bericht.

Phase 5: Betrieb und Datenverarbeitung

Abstimmungen, Qualitätssicherung der Datenverarbeitung (Datenaufbereitung, -konditionierung, -bereinigung, Zeitsynchronisation). Jährliche QS-Datenverarbeitung (4 Stück über die Laufzeit).

Phase 6: Bewertung der Ergebnisse

Laufende und jährliche Bewertung inkl. Projektdokumentation. Vierteljährliche Statusberichte (insgesamt 15 Stück; im Quartal der Jahresbewertung entfällt der Kurzbericht). Jährliche Bewertung, Vorstellung und Dokumentation (4 Stück). Kurzfristige Bewertung nach Alarmierung: 72 Stunden bei Einzelerreignissen, 24 Stunden bei Häufung von Spannstahlbrüchen (insgesamt 4 Stück). Verknüpfung mit Simulationsrechnungen (hybride Statik). Prognose der Restnutzungsdauer.

Berichte, Dokumentation und Berichtswesen

Quartalsweise kurze Statusberichte und jährlich ausführlicher Bericht mit Dokumentation aller Drahtbrüche. Digitale Übergabe sämtlicher Planunterlagen, Berechnungen und Dokumentationen über die Projektplattform think project, spätestens 10 Kalendertage vor Schlussrechnung.

Übergeordnete Pflichten

Regelmäßige Teilnahme an Koordinations-, Planungs- und Baubesprechungen (Online via MS-Teams oder WebEx). Berücksichtigung von Schadstoffen bei Eingriffen in die Bausubstanz. Vorkehrungen zum Schutz der Messsysteme vor Vandalismus, Beschädigung und Diebstahl. Mehrleistungen ohne Honoraranspruch nur bei unwesentlichem Aufwand; sonst gesonderte schriftliche Vereinbarung.

Mengengerüst (aus Leistungsverzeichnis)

Abstimmungen Jour-Fixe (Phase 6): 20 Stk; Abstimmungen Phase 5: 10 Stk; Abstimmungen Phase 2: 5 Stk; Abstimmungen Phasen 1/3/4: je 3 Stk; Vororttermine Installation: 3 Stk; Statusberichte vierteljährlich: 15 Stk; jährliche Bewertung: 4 Stk; jährliche QS Datenverarbeitung: 4 Stk; Kurzfristige Bewertung nach Alarmierung: 4 Stk; Simulationsrechnungen: 4 Psch; Restnutzungsdauer: 4 Psch; übrige Positionen Pauschalen (1 Psch). Hinzu kommen je 10 Stunden für Projektleiter/in, Projektingenieur/in und technische/n Mitarbeiter/in für Leistungsänderungen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Berufliche Qualifikation (Befähigung)

Dipl.-Ing. TH/FH oder Bachelor/Master in Bauingenieurwesen, Messtechnik oder vergleichbar. Bei juristischen Personen: Nachweis über den benannten verantwortlichen Berufsangehörigen. EU-/EWR-Berufsqualifikationen nach Richtlinie 2005/36/EG werden anerkannt.

Berufshaftpflichtversicherung

Deckungssumme mindestens 2.000.000 € für Personenschäden und mindestens 500.000 € für sonstige Schäden. Ersatzleistung mindestens das Zweifache der Deckungssumme pro Jahr (2-fach maximiert). Bei Bewerbergemeinschaften für jedes Mitglied nachzuweisen. Nachweis vor Zahlungen erforderlich; bei Wegfall der Deckung unverzügliche Anzeige und Nachweis neuer Deckung.

Referenzen (Mindeststandards)

1) Mindestens ein Referenzprojekt mit selbst erbrachter Nachrechnung eines Brücken- oder Tunnelbauwerks mit spannungsrisskorrosionsgefährdetem Spannstahl; Leistungsbestandteil Nachweisführung auf Ankündigungsverhalten; Referenzzeitraum 2016 bis Ablauf der Teilnahmefrist.

2) Mindestens ein Referenzprojekt mit selbst erbrachter Erstellung eines Monitoringkonzepts für Schallemissionsmonitoring eines Brücken- oder Tunnelbauwerks mit spannungsrisskorrosionsgefährdetem Spannstahl; Durchführung oder fachliche Begleitung von Installation und Betrieb; tragwerksplanerische Bewertung über mind. 1 Jahr; Konzept für faseroptisches Monitoring; Referenzzeitraum 2021 bis Ablauf der Teilnahmefrist.

Insgesamt maximal 2 Referenzen zulässig. Ein Referenzprojekt kann beide Mindeststandards gleichzeitig erfüllen. Noch nicht abgeschlossene Projekte sind zulässig, sofern mindestens 75 % der Leistung erbracht sind.

Ausschlussgründe

§§ 123, 124 GWB. Keine Verstöße nach § 21 SchwarzArbG, § 21 AEntG, § 19 MiLoG, § 98c AufenthG (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze, Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren). Keine Geldbuße nach § 22 Abs. 2 LkSG in den letzten 3 Jahren.

Eigenerklärung Bezug Russland (Sanktions-VO (EU) 2022/576)

Keine Bewerber/Bieter mit russischer Staatsangehörigkeit oder Niederlassung in Russland; keine Beteiligung solcher Personen/Unternehmen > 50 %; kein Handeln im Namen oder auf Anweisung solcher Personen/Unternehmen. Eignungsleihe, Nachunternehmer und Lieferanten mit Russland-Bezug nur innerhalb der 10-%-Grenze, einer Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 der Verordnung oder bei vor dem 09.04.2022 geschlossenen und bis 10.10.2022 beendeten Verträgen zulässig.

Weitere Anforderungen und Verfahrensregeln

Teilnahme als Einzelbewerber, Bewerbergemeinschaft oder mit Eignungsleihe möglich. Bei Bewerbergemeinschaften: Bildung einer Bietergemeinschaft für die Angebotsbearbeitung; im Auftragsfall Arbeitsgemeinschaft mit gesamtschuldnerischer Haftung aller Mitglieder; Bevollmächtigter Vertreter. Eignungsleihe über Formblatt III.8; gemeinsame Haftung im Umfang der Eignungsleihe möglich. Mitarbeiter, die Ausschreibungs-, Vergabe- oder Bauüberwachungsleistungen erbringen, sind nach dem Verpflichtungsgesetz zu verpflichten. Auswahlverfahren: Einladung von mindestens 3 und höchstens 5 Bewerbern zur zweiten Stufe. Keine Mehrfachangebote, keine Varianten. KMU-geeignet.

Referenzprojekte
1 (Mindeststandard) ReferenzenZeitraum: 2016 – vor Ablauf der Teilnahmefrist

Selbst erbrachte Nachrechnung eines Brücken- oder Tunnelbauwerks mit spannungsrisskorrosionsgefährdetem Spannstahl; Leistungsbestandteil Nachweisführung auf Ankündigungsverhalten

Abgeschlossene Leistung (mind. 75 % erbracht) innerhalb des Referenzzeitraums; max. 2 Referenzen insgesamt; Projekte mit Nachrechnung und Monitoring-Komponente können kombiniert werden

1 (Mindeststandard) ReferenzenZeitraum: 2021 – vor Ablauf der Teilnahmefrist

Selbst erbrachtes Monitoringkonzept für Schallemissionsmonitoring eines Brücken- oder Tunnelbauwerks mit spannungsrisskorrosionsgefährdetem Spannstahl; Durchführung oder fachliche Begleitung von Installation und Betrieb; tragwerksplanerische Bewertung der Ergebnisse über mind. 1 Jahr; Konzept für faseroptisches Monitoring

Durchgängiger Leistungszeitraum mind. 1 Jahr; installierte Monitoringsysteme angeben; max. 2 Referenzen insgesamt

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 40%4–10 · 56%11+ · 5%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 24 erledigt
Teilnahmeantrag (Phase 1 – bis 18.11.2026, 13:00 Uhr)
Angebot (Phase 2 – nur für eingeladene Bewerber)
Fragen & Plattformzugang
Vertragliche Pflichten bei Auftragserteilung
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Landeshauptstadt München, Baureferat | Vergabekammer Südbayern
Anschrift
81671 München
Ort
81369 München
Kategorie
Bayern
Veröffentlicht
Angebotsfrist
—

Erfüllungsort

Ort der Leistung
81369 München
Bayern

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