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"Fahrverhalten, Flächenanspruch und Sicherheit von Radverkehr auf Gefällestrecken "

Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | Bundeskartellamt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Bergisch Gladbach, Nordrhein-WestfalenVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) vergibt im offenen Verfahren ein Forschungsvorhaben, das Wissenslücken zu Verkehrssicherheit, Fahrverhalten und Flächenbedarf des Radverkehrs auf Gefälle- und Steigungsstrecken schließen soll. Auf Gefällestrecken passieren rund 17 % der Alleinunfälle innerorts und etwa 39 % außerorts – hier fehlt es an belastbaren Grundlagen für sichere und attraktive Radverkehrsführungen.

Das Vorhaben untersucht Geschwindigkeit, Bremsverhalten und Stabilität, benötigte Wegbreiten, Haltesichtweiten sowie die Empfindlichkeit gegen Unebenheiten und soll daraus Empfehlungen für Regelwerke (z. B. FGSV) ableiten.

Bieter reichen ein vollständiges Angebot mit Vorhabensbeschreibung, Zeit- und Meilensteinplan, Kostenplan und Eignungsnachweisen elektronisch über die e-Vergabe-Plattform ein. Maximaler Kostenrahmen: 275.000 € brutto. Der Zuschlag wird auf Basis der Qualität erteilt.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 10. November 2026
Termin / FristSEP2026OKTNOVDEZJAN2027FEB
Veröffentlichung28. Sep. 2026
Bieterfragen-Fristca. 4. Nov. 2026
Angebotsfrist10. Nov. 2026
Bindefrist10. Nov. 2026 – 9. Feb. 2027
Bindefrist (Stammdaten)10. Nov. 2026 – 10. Dez. 2027bis 2027
RügefristDatum offenRüge von Vergabeverstößen bis zum Schlusstermin (10.11.2026) bzw. 10 Kalendertage nach Erkennen des Verstoßes (§ 107 Abs. 2 Nr. 2 GWB).
Vorinformation ZuschlagDatum offenVorinformation über die Zuschlagserteilung 15 Kalendertage vor Vertragsabschluss (§ 134 GWB).
NachprüfungsantragDatum offen15 Kalendertage nach Zugang der Mitteilung über Nichtabhilfe der Rüge, an die Vergabekammer des Bundes.
UnwirksamkeitsklageDatum offen30 Tage nach Information der betroffenen Bewerber/Bieter, spätestens 6 Monate nach Vertragsschluss.
Information ablehnende BieterDatum offenInnerhalb von 15 Tagen nach Eingang eines entsprechenden Antrags (§ 62 VgV).
Bekanntmachung vergebene AufträgeDatum offenErfolgt innerhalb von 30 Tagen nach Vergabe des Auftrags.
VertragsbeginnDatum offenProjektbeginn unmittelbar nach Zuschlag (gemäß Angebotsformular).
VertragslaufzeitDatum offenGeplante Laufzeit laut Angebotsformular 24 Monate, optional verlängerbar bis 48 Monate (Monate 1–24, optional bis 48).
VertragsendeDatum offenMit Abnahme des Schlussberichts bzw. vollständiger Übergabe der FE-Ergebnisse (gemäß FE-Vertragsvorlage).
KündigungsfristDatum offenOrdentliche Kündigung durch die Auftraggeberin mit Frist von 2 Monaten zum Monatsende.
SchlussrechnungDatum offenEinreichung spätestens 2 Monate nach Projektende.
ErstveröffentlichungsrechtDatum offenFrist der Auftraggeberin zur Ausübung des Erstveröffentlichungsrechts: 18 Monate nach vollständiger Übergabe der FE-Ergebnisse.
VertraulichkeitspflichtDatum offenVertraulichkeitspflicht besteht 5 Jahre über das Vertragsende hinaus.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode4 Kriterien
  • Problemverständnis

    Erfassung des Problemfeldes und der Zielsetzung in Tiefe und Breite sowie Darstellung in eigenen Worten. Berücksichtigung des aktuellen Wissensstands in Wissenschaft und Praxis hinsichtlich Umfang und Tiefe.

  • Methodische Vorgehensweise

    Inhalte der Arbeitspakete (schlüssig und zielführend) sowie Herangehensweise zur Sicherstellung der Belastbarkeit der Ergebnisse (Qualität, Repräsentativität und Realisierbarkeit der Empirie).

  • Zweckmäßigkeit

    Berücksichtigung der Belange zukünftiger Anwendenden in der Planung von Infrastruktur und der Nutzenden der Infrastruktur.

  • Projektorganisation

    Angemessenheit der Ressourcenplanung für die einzelnen Arbeitspakete sowie Qualitätssicherung (Zeitplanung, Risikomanagement, Qualität der Ergebnisse, sprachliche Qualität).

Leistungsquotient = gewichtete Leistungspunktzahl / Bewertungspreis x 1.000. Bewertungspreis ist der Netto-Angebotspreis zzgl. 19 % Umsatzsteuer. Der Zuschlag erfolgt auf das Angebot mit dem höchsten Leistungsquotienten. Die Qualitätsbewertung erfolgt je Kriterium über eine Skala von 0 / 2,5 / 5 / 7,5 / 10 Punkten, multipliziert mit der Gewichtung.

KI-Hinweis: Die Teilnahmebedingungen (Nr. 9.1) nennen vier Qualitätskriterien mit Gewichtungen (20/60/10/10 von 100) und die Formel Z = L/P; die Bekanntmachung weist dagegen Qualität 50 % und Preis 50 % aus, was dem Widerspruch zu den Unterlagen entspricht, weshalb die Unterlagen maßgeblich sind. Nicht belegte Gewichtungen wurden entfernt.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Forschungsgegenstand und Zielsetzung

Untersucht wird der Zusammenhang zwischen Längsneigung und Länge von Gefällestrecken und der daraus resultierenden Geschwindigkeit von Radfahrenden. Daraus werden Auswirkungen auf Verkehrssicherheit, Flächenbedarf (auch in Kurven), Empfindlichkeit gegen Unebenheiten (Borde, Absenkungen, Anhebungen), erforderliche Haltesichtweiten/Bremswege und Fahrstabilität abgeleitet.

Ziel ist die Formulierung belastbarer Empfehlungen für das Entwurfsregelwerk (z. B. FGSV) zur sicheren und attraktiven Führung des Radverkehrs auf Steigungs- und Gefällestrecken sowie Erkenntnisse zu Trassierungsparametern, Breiten und zur Verträglichkeit mit Fuß- und Kfz-Verkehr.

Wissenschaftliche Durchführung und Methodik

Eigenständige wissenschaftliche Bearbeitung mit geeigneten Methoden unter Nutzung aktueller, wissenschaftlich anerkannter Verfahren. Einhaltung relevanter Regelwerke, methodischer Standards und Normen sowie des DFG-Kodex zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis.

Methodische Bausteine umfassen u. a. Literaturauswertung (auch UDV-Forschungsberichte Nr. 96 und 98), Verkehrserhebungen/-beobachtungen, Geschwindigkeits- und Bremsanalysen, Unfallanalysen sowie ggf. empirische Studien am Hang. Alle Schritte sind nachvollziehbar und prüfbar zu dokumentieren.

Projektorganisation und Berichtswesen

Kontinuierliche Abstimmung mit dem Auftraggeber (BASt); Startbesprechung (online), mindestens eine Präsenzbesprechung in der BASt, ca. drei Besprechungen/Präsentationen nach Zwischenergebnissen sowie Teilnahme an Sitzungen des Betreuungskreises.

Berichtswesen: Sachstandsbericht, ca. zwei Zwischenberichte im Stil des Schlussberichts, Entwurf des Schlussberichts mindestens drei Monate vor Projektende sowie finale Schlussberichtsunterlagen (wissenschaftlicher Bericht, deutscher und englischer Kurzbericht, deutsche und englische Kurzfassung, „Praxis kompakt" 1–2 Seiten). Der letzte Meilenstein umfasst mindestens 5 % der Angebotssumme für die Schlussberichtsunterlagen.

Zeitplan und Meilensteine werden im Angebot definiert (Anlagen B und C).

Datenmanagement, Open Access und Rechte

Aufbau, Pflege und Qualitätssicherung projektbezogener Datenbestände; Bereitstellung als Open Access/Open Source (u. a. GIS-Daten, Datenbanken, Messwerte, Versuchsdaten, Validierungsunterlagen, Modelle).

Übergabe umfasst Daten inklusive Metadaten, Datenmodelle und Dateiformate, Software inklusive Quellcode, Dokumentation aller verwendeten Bibliotheken, Lizenzen und vorbestehender Teile. Die ausschließlichen Nutzungsrechte an den FE-Ergebnissen liegen beim Auftraggeber (BASt).

Datenschutz

Erstellung eines Datenschutzkonzepts (Vertragsbestandteil nach § 34 FE-Vertrag); bei Bedarf Durchführung einer Datenschutz-Folgenabschätzung gemäß Art. 35 DSGVO. Rechtskonforme Erhebung, Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten (u. a. Kontaktdaten, ggf. Gesundheitsdaten von Probanden).

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

Keine Anforderungen (entfällt).

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Aktuelle Bankerklärung (nicht älter als 3 Monate) oder gleichwertige Eigenerklärung bei Körperschaften des öffentlichen Rechts.

Nachweis einer Berufs- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung für Personen-, Vermögens- und Sachschäden über die Gesamtlaufzeit des Auftrags – oder Eigenerklärung, dass diese im Zuschlagsfall abgeschlossen wird.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Drei Referenzlisten (jeweils Vergabeunterlage Nr. 4a), jeweils mit mindestens einem abgeschlossenen Projekt aus den letzten fünf Jahren:

Referenzliste 1: Kenntnisse/Erfahrungen bei Durchführung und Auswertung von Verkehrserhebungen und -beobachtungen von Radverkehr.Referenzliste 2: Kenntnisse/Erfahrungen bei Planung von Anlagen für Fuß- und Radverkehr (Praxis oder wissenschaftliche Untersuchung).Referenzliste 3: Kenntnisse/Erfahrungen bei Durchführung wissenschaftlicher Analysen zur Verkehrssicherheit inkl. Unfallanalysen.

Zusätzlich Eigenerklärung zur Qualifikation des Fachpersonals mit namentlicher Nennung der Projektleitung und der hauptbearbeitenden Personen.

Ausschlussgründe

Eigenerklärung gem. §§ 123, 124 GWB, dass keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe vorliegen (Vergabeunterlage Nr. 4c).

Eigenerklärung zu Artikel 5k der EU-Verordnung 2022/576 (Sanktionsausschluss, Vergabeunterlage Nr. 4d).

Ab einem Auftragswert von 30.000 €: Eignungsauskunft aus dem Wettbewerbsregister.

Besonderheiten für Universitäten und Forschungseinrichtungen

Zusätzliche Garantieerklärung zur Vermeidung unzulässiger Beihilfen und Quersubventionen (Vergabeunterlage Nr. 5): Bestätigung der Trennungsrechnung zwischen wirtschaftlichen und nicht-wirtschaftlichen Tätigkeiten gemäß EU-Gemeinschaftsrahmen sowie Kalkulation auf Vollkostenbasis.

Anforderungen bei Bietergemeinschaften und Unterauftragnehmern

Bei Bietergemeinschaften: Erklärung der Arbeitsgemeinschaft (Vergabeunterlage Nr. 6) mit rechtsverbindlicher Vertretung, Annahmeerklärung für Zahlungen und gesamtschuldnerischer Haftung; Eigenerklärungen aller Mitglieder zu §§ 123/124 GWB; Benennung der Zuständigkeiten.

Bei Unterauftragnehmern/Eignungsleihe: Verpflichtungserklärung gem. § 47 Abs. 1 VgV (Vergabeunterlage Nr. 7); Eigenerklärung des Unterauftragnehmers zu §§ 123/124 GWB; bei Inanspruchnahme der Eignungsleihe zusätzliche Eignungsnachweise; bei finanzieller Eignungsleihe ggf. gemeinsame Haftung.

Referenzprojekte
mindestens 1 abgeschlossenes Projekt ReferenzenZeitraum: innerhalb der letzten 5 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Verkehrserhebungen und -beobachtungen von Radverkehr (Durchführung und Auswertung)

Referenzliste 1 (Vergabeunterlage Nr. 4a)

mindestens 1 abgeschlossenes Projekt ReferenzenZeitraum: innerhalb der letzten 5 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Planung von Anlagen für Fuß- und Radverkehr (Praxis oder wissenschaftliche Untersuchung)

Referenzliste 2 (Vergabeunterlage Nr. 4a)

mindestens 1 abgeschlossenes Projekt ReferenzenZeitraum: innerhalb der letzten 5 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Wissenschaftliche Analysen zur Verkehrssicherheit inkl. Unfallanalysen

Referenzliste 3 (Vergabeunterlage Nr. 4a)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 61%4–10 · 36%11+ · 3%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 23 erledigt
Angebotsformulare und Anlagen
Eignungsnachweise
Erklärungen zu Ausschlussgründen und Compliance
Bei Bietergemeinschaft / Unterauftragnehmern
Optional / Sonstiges
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen | Bundeskartellamt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
51427 Bergisch Gladbach
Ort
51427 Bergisch Gladbach
Kategorie
Nordrhein-Westfalen
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.bast.de ↗

Erfüllungsort

Ort der Leistung
51427 Bergisch Gladbach
Nordrhein-Westfalen

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