Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (offenes Verfahren nach VOB/A) des Landes Hessen / Landesbetriebs Bau und Immobilien Hessen für die Justus-Liebig-Universität Gießen, Campus Philosophikum.
Zwei räumlich zusammenhängende Bauabschnitte werden zusammen vergeben:
Die Leistungen umfassen u.a. Landschaftsbau, Erd- und Tiefbau, Entwässerung, Wege- und Pflasterbau, Elektro- und Beleuchtungsanlagen, ein Brunnenspiel/Fontänenfeld, Kampfmittelräumung, Pflanzarbeiten sowie Außenmobiliar (Bänke, Fahrradbügel etc.).
Zusätzlich ist ein separater Instandhaltungs-/Wartungsvertrag für das Brunnenspiel über 4 Jahre Bestandteil der Vergabe.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Gesamtbild
Die Leistung umfasst zwei räumlich zusammenhängende, getrennt abzurechnende Bauabschnitte am Standort Philosophikum der JLU Gießen:
Die Arbeiten finden auf einem aktiven Universitätscampus im laufenden Betrieb statt. Die Ausführung erfolgt in enger Abstimmung mit dem parallel laufenden Hochbau SEM I und mit weiteren Gewerken.
Gewerke / DIN-Normen (vergeben als Einheit)
Die folgenden Gewerke werden als zusammenhängende Leistung vergeben:
Übergeordnete Anforderungen an alle Lose
Kampfmittelräumung ist für die gesamte Baumaßnahme Pflicht. Vor Beginn der Arbeiten sind eine Gefährdungsbeurteilung (3-fach), der Nachweis der gültigen Erlaubnis nach § 7 SprengG, ein Befähigungsschein nach § 20 SprengG für die leitende Person sowie Personal- und Gerätenachweise vorzulegen. Die Kampfmittelräumung muss mindestens 5 Werktage vorher beim Auftraggeber/der Objektüberwachung angemeldet werden.
Arbeitszeit: Mo.–Sa., 06:00–20:00 Uhr (werktags).
Baustelleneinrichtung: Plan ist vor Beginn mit der Objektüberwachung abzustimmen.
SiGeKo: Gefährdungsanalyse vor Arbeitsbeginn.
Materialnachweise: mindestens 21 Tage vor Einbau beim AG einreichen (PDF).
Eigenüberwachung: Verdichtungsprüfungen, Leistungskontrollen.
Dokumentation: Deutsche Sprache, digitale Formate (PDF); Schlussdokumentation in 5-facher Ausfertigung + 2-fach USB-Stick; Schlussrechnung mit Lageplan (dwg + 2-fach Papier).
Mind. 1/3 der Gesamtleistung muss im eigenen Betrieb erbracht werden. Vom Wettbewerb ausgeschlossene Nachunternehmer sind unzulässig.
Verpflichtungserklärung Tariftreue/Mindestentgelt (HVTG) wird Vertragsbestandteil; Auskunfts- und Prüfungsrecht nach § 7 Abs. 1 HVTG (auch für Nachunternehmer).
Sicherheit, Verkehrssicherung, Abbruch, Entsorgung
Sicherungsmaßnahmen: verkehrsrechtliche Anordnung, Bauzaun, Verkehrssicherung, Suchgraben, Leitungssicherung, Behelfsbrücke.
Abbrucharbeiten: Bordsteine, Pflaster, Fundamente, temporäre Bushaltestellen.
Materialentsorgung: Bodenentsorgung/Verwertung (BM-0, BM-F0*, BM-F1, BM-F2, BM-F3), Bauschutt, Asphalt, Baumischabfälle.
Stundenlohnarbeiten: auf Anordnung; Formblätter verwenden; Nachunternehmerbeiträge nach Leitfaden FB 510 VHB Bund und Excel-Datei FB 521 VHB Bund.
Baufristenplan: als Balkenterminplan 10 Werktage nach Auftragserteilung in 2 Fertigungen + digital vorlegen; wöchentliche Baustellenbesprechungen in Präsenz; Abstimmung gefahrgeneigter Arbeiten mind. 48 Stunden vorher.
Bauzeit (Besondere Vertragsbedingungen): Ausführungsbeginn 12 Werktage nach Aufforderung (voraussichtlich bis 04.12.2026), Vollendung abnahmereif bis 30.06.2027, Vorlage Muster bis 29.01.2027, Pflasterarbeiten ab 01.03.2027, Fertigstellung Zuwegungen SEM I bis 16.04.2027.
Baugrund und Aushubmengen
Laut Baugrundgutachten werden für den Aushub ca. 5.700 m³ / 10.830 t erwartet, klassifiziert nach Ersatzbaustoffverordnung (EBV):
Bodenschichten: Humose Oberböden (0,2–0,4 m), Quartäre Auenablagerungen (0,4–1,2 m), Miozäne Sande.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche / rechtliche Eignung (gilt für beide Bauabschnitte)
Registereintragung: Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK-Eintragung (oder keine Eintragungspflicht).
Kein Insolvenzverfahren: weder beantragt noch eröffnet, kein Ablehnungsbescheid mangels Masse, keine Liquidation – ersatzweise rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan.
Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A.
Keine Verfehlungen: in den letzten 2 Jahren kein Verstoß mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €.
Steuern/Abgaben und Sozialversicherung: ordnungsgemäße Erfüllung der Pflichten; Mitgliedschaft Berufsgenossenschaft.
Arbeitskräfte: Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte zur Ausführung.
Fachliche Eignung und Befähigung Kampfmittelräumung
Für die Kampfmittelräumung (Pflicht für gesamten Auftrag):
Referenzen (Mindestanforderung)
Mindestens 3 Referenznachweise vergleichbarer Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (gilt für die Gesamtmaßnahme). Je Referenz sind anzugeben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Beschreibung des maßgeblichen Leistungsumfangs inkl. Mengen, Zahl der eingesetzten Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen (bzw. Kurzbeschreibung der Baumaßnahme), Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke mit eigenem Leitungspersonal. Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung ist beizufügen.
Wirtschaftliche / finanzielle Eignung und Nachunternehmer
Nachweis wirtschaftlicher und finanzieller Leistungsfähigkeit über die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124).
Nachunternehmer: Einsatz über Formblatt 235 (Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen); mind. 1/3 der Gesamtleistung im eigenen Betrieb; vom Wettbewerb ausgeschlossene Nachunternehmer sind unzulässig.
Sozial- und tarifrechtliche Anforderungen
Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und Mindestentgelt gemäß HVTG; Auskunfts- und Prüfungsrecht nach § 7 Abs. 1 HVTG auch für Nachunternehmer.
Ausschlusskriterium: keine Geldbuße ≥ 2.500 € nach § 21 MiLoG in den letzten Jahren.
Sozialkasse: Bescheinigung max. 3 Monate alt.
Steuern: Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt; Freistellungsbescheinigung § 48b EStG.
Berufsgenossenschaft: qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Angabe der Lohnsummen.
Werkstatt für Behinderte: Bonus von 15 % bei gleicher Wirtschaftlichkeit, falls Eigenschaft zutrifft.
Eignung Instandhaltung Brunnenspiel (separater Vertrag)
Einsatz qualifizierter Fachkräfte; Übertragung von Teilleistungen an Nachunternehmer nur mit Zustimmung des Auftraggebers.
Haftpflichtversicherung mit Mindestdeckungen:
Mindestens 3 Referenznachweise vergleichbarer Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren
vergleichbare Leistung mit Angabe Art, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer); Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung erforderlich