Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Oberhausen lobt einen nichtoffenen, einphasigen Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren aus. Gesucht werden Bewerbergemeinschaften aus Landschaftsarchitektur (Federführung) und Verkehrsplanung, die den Marktplatz Holten (ca. 4.481 m²) und die angrenzenden Verkehrsräume Burgstraße/Siegesstraße/Bahnstraße/Kastellstraße (ca. 7.729 m²) neu gestalten.
Ziel ist die Aufwertung des öffentlichen Begegnungsraums, die Stärkung der Nahmobilität, die Verknüpfung mit Grünstrukturen und die Sicherung des historischen Ortsbilds. Die Wettbewerbssumme beträgt 142.000 € brutto. Maximal 15 Teilnehmende werden zugelassen; im Anschluss ist ein Verhandlungsverfahren mit den Preisträger*innen für die Objektplanung Freianlagen (§ 39 HOAI) und Verkehrsanlagen (§ 47 HOAI) vorgesehen.
Bewerbungsfrist: 08.09.2026 (Stufe 1, Einreichung über www.dtvp.de).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Wettbewerbsergebnis50%
Ergebnis des Realisierungswettbewerbs, bewertet nach Platzierung: 1. Preis = Faktor 1,0, 2. Preis = Faktor 0,7, 3. Preis = Faktor 0,4; weitere Preise = 0 Punkte. Die Beurteilung im Wettbewerb erfolgt anhand der Kriterien: Entwurfsbestimmende Grundidee, Gestaltungsqualität (Qualität des öffentlichen Raumes, stadträumliche Einbindung, Umgang mit dem Bestand, Identifikationspotenzial/Imagebildung), Funktionale Qualität (Gliederung/Orientierbarkeit, multifunktionale Nutzbarkeit, Aufenthaltsqualität, Nachhaltigkeit/Klimaresilienz, Barrierefreiheit), Qualität der verkehrlichen Erschließung (verkehrliche Grundidee, ÖPNV-Optimierung, Neuordnung ruhender Verkehr, Fuß- und Radverkehr, Intermodalität) sowie Wirtschaftlichkeit und Realisierbarkeit.
- Projektumsetzung35%
Bewertung der Projektumsetzung im Verhandlungsverfahren (detaillierte Bewertungsmatrix wird mit der Aufforderung zum Verhandlungsverfahren versandt)
- Honorar15%
Honorarangebot für die weiteren Planungsleistungen (Freianlagen § 39 HOAI 2021 und Verkehrsanlagen § 47 HOAI 2021)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWettbewerbsgegenstand und Wettbewerbsgebiet
Umgestaltung des Marktplatzes Holten und Neuordnung der Mobilitätsangebote im angrenzenden Kreuzungsbereich Burgstraße / Siegesstraße / Bahnstraße / Kastellstraße. Das Wettbewerbsgebiet umfasst insgesamt ca. 12.210 m² (davon ca. 4.481 m² Marktplatz und ca. 7.729 m² Verkehrsraum).
Der Wettbewerb ist ein nichtoffener, einphasiger Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 mit vorgeschaltetem Auswahlverfahren. Es werden maximal 15 Teilnehmende zugelassen, im Anschluss ist ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb mit den Preisträger*innen vorgesehen. Die Wettbewerbssumme beträgt 142.000,00 € brutto.
Aufgabenstellung und Ziele
Aufwertung des öffentlichen Begegnungsraums, Stärkung der Nahmobilität, Verknüpfung mit Grünstrukturen, Förderung des soziokulturellen Zusammenhalts und Sicherung des historischen Ortsbilds. Im Kern geht es um eine gestalterisch und funktional überzeugende Verbindung von Platz und Straßenraum, die alle Verkehrsarten (Fuß, Rad, ÖPNV, motorisierter Verkehr) neu ordnet und qualitativ hochwertige Aufenthaltsflächen schafft.
Wettbewerbsleistung – einzureichende Arbeiten
Maximal 3 DIN-A0-Pläne im Hochformat mit folgender inhaltlicher Gliederung:
Kennzeichnung: 6-stellige arabische Kennzahl, auf jedem Blatt rechte obere Ecke – kein Rückschluss auf Teilnehmende.
Einreichungsformen
Analog: 1 Plansatz Präsentationspläne, 1 Plansatz Vorprüfpläne inkl. Vermaßung, jeweils farbig und gerollt, DIN A0 Hochformat. Verfassererklärung in verschlossenem Umschlag.
Digital: Pläne als PDF (DIN A0), JPG (DIN A3, 300 dpi), Planzeichnungen als DXF/DWG, Flächenberechnung als XLSX und PDF, Erläuterungsbericht und Verzeichnis der eingereichten Unterlagen als PDF.
Beauftragung nach Wettbewerb – Objektplanung
Nach Wettbewerbsabschluss und Verhandlungsverfahren sollen folgende Planungsleistungen stufenweise bis Leistungsphase 5 beauftragt werden (weitere Phasen vorbehalten, abhängig von Haushaltslage):
Zusätzliche Leistung für den 1. Preisträger: Transformation des Kostenrahmens in eine vorläufige Kostenschätzung nach DIN 276 (2. Gliederungsebene), Einreichung beim Fördermittelgeber bis 31.01.2027. Honorar hierfür: 750 € netto, fällig innerhalb 7 Tagen nach Zustellung des Preisgerichtsprotokolls.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTeilnahmeberechtigung – Personen und Bewerbergemeinschaften
Teilnahmeberechtigt sind natürliche und juristische Personen, die im Zulassungsbereich (EWR-Mitgliedsstaaten, WTO/GPA-Staaten) ansässig sind. Bei juristischen Personen muss der satzungsmäßige Geschäftszweck auf Planungsleistungen gerichtet sein, die der Wettbewerbsaufgabe entsprechen; die bevollmächtigte Vertretung und die/der Verfasser*in der Wettbewerbsarbeit müssen die fachlichen Anforderungen erfüllen.
Zugelassen werden Bewerbergemeinschaften aus Büros der Landschaftsarchitektur (Federführung) und der Verkehrsplanung. Jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft muss die fachlichen Anforderungen erfüllen; die Gemeinschaft muss in Summe die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Eine separate Bewerbung von Mitgliedern der Bewerbergemeinschaft ist ausgeschlossen.
Berufsqualifikation – Landschaftsarchitektur (Federführung)
Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt*in nach den Rechtsvorschriften des jeweiligen Heimatstaates (entsprechend Architektenkammer NRW). Nachweis z.B. über Kammerurkunde oder Kopie der letzten Beitragsrechnung. Bei juristischen Personen ist der Nachweis zusätzlich für die/den Verfasser*in des Wettbewerbsbeitrags sowie die bevollmächtigte Vertretung zu erbringen.
Berufsqualifikation – Verkehrsplanung (Planungsdisziplin)
Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung Ingenieur*in (Verkehrsplanung) oder vergleichbarer berufsqualifizierender Hochschulabschluss. Nachweis z.B. Kammernachweis oder Diplomurkunde. Zusätzlich ist eine Referenzliste als Tätigkeitsnachweis für die ingenieurtechnischen Leistungen einzureichen.
Ausschlussgründe und Eigenerklärungen
Folgende Erklärungen sind abzugeben bzw. dürfen nicht vorliegen:
Berufshaftpflichtversicherung (für Verhandlungsverfahren)
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen (bzw. Verpflichtung, diese im Auftragsfall abzuschließen):
Eignungsleihe und Unteraufträge
Eine Eignungsleihe (Inanspruchnahme der wirtschaftlichen/finanzielle und/oder technischen/beruflichen Leistungsfähigkeit anderer Unternehmen) ist nach § 47 VgV möglich. Die Eignungsverleiher müssen mit Name, Vorname/Unternehmensbezeichnung und Kontaktdaten angegeben werden und erklären, dass keine Ausschlussgründe vorliegen. Die Vergabestelle kann jederzeit Nachweise und Eigenerklärungen anfordern.
Beim Einsatz von Unterauftragnehmern sind die übernommenen Auftragsteile und Leistungsbereiche zu benennen sowie vollständige Kontaktdaten (Firma, Sitz, Kontaktdaten) zu hinterlegen. Unterauftragnehmer müssen ebenfalls bestätigen, dass keine Ausschlussgründe vorliegen.
Tätigkeitsnachweis-Referenzliste für die Disziplin Verkehrsplanung (Stufe 2/Bewerbung)
Verkehrsplanung, Objektplanerische Leistungen für öffentliche Verkehrs- und Platzräume, Leistungen im Leistungsbild Verkehrsanlagen gemäß § 47 HOAI i.V.m. Anlage 13 Nr. 13.1; Nachweisinhalt: Projektbezeichnung, Erfüllungsort, Auftraggeber*in, Leistungszeitraum, Kurzbeschreibung
Referenz Objektplanung Freianlagen (§ 39 HOAI 2021) – für Verhandlungsverfahren
Vergleichbare Größe und Komplexität; mind. Honorarzone IV; mind. Leistungsphasen 2–5 nach § 39 HOAI 2021
Referenz Objektplanung Verkehrsanlagen (§ 47 HOAI 2021) – für Verhandlungsverfahren
Öffentliche innerstädtische Verkehrsanlagen; mind. Honorarzone III; mind. Leistungsphasen 2–5 nach § 47 HOAI 2021