Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird gebaut? Für die Technologieförderung Münster GmbH entsteht an der Mendelstraße/Heisenbergstraße in Münster ein neuer Labor- und Bürokampus (BattLab3) für die Batteriezellindustrie. Auf ca. 1.500 qm Nutzfläche werden Labore, Werkstätten und Büros untergebracht.
Was wird hier ausgeschrieben? Das Gewerk Gebäude- und Anlagenautomation (Kostengruppe 480). Dazu gehören die DDC-Automationsstationen, Feldgeräte (Sensoren, Aktoren), Schaltschränke, die BACnet-Anbindung an das bestehende Gebäudemanagementsystem sowie das Gebäude- und Energiemanagementsystem (BEMS) inklusive Fernzugang und Störmeldemanagement.
Wie läuft das Verfahren? Offenes Verfahren nach VOB/A, Zuschlag nach Preis. Angebote werden elektronisch über den Vergabemarktplatz NRW (www.evergabe.nrw.de) eingereicht. Angebotsfrist: 14.09.2026, 10:00 Uhr. Ausführung von November 2026 bis Juli 2027.
Wer kann bieten? Grundsätzlich jedes geeignete Bauunternehmen mit Erfahrung in Gebäudeautomation (mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Jahren werden auf Verlangen erwartet).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen & Leistungsgegenstand
Bauvorhaben: Neubau des Labor- und Bürogebäudes BattLab3 (Mendelstraße/Heisenbergstraße, 48149 Münster) als kooperative Forschungsinfrastruktur für die Batteriezellindustrie. Auftraggeber: Technologieförderung Münster GmbH. Nutzfläche ca. 1.500 qm, bestehend aus zweigeschossigem Sockelbau (Labore, Werkstätten, Technikräume) und sechsgeschossigem Büroturm.
Ausgeschriebenes Gewerk: Gebäude- und Anlagenautomation nach DIN 276 / Kostengruppe 480, inklusive der zugehörigen Automationssysteme (KG 481), Schaltschränke (KG 482) und Management- und Bedieneinrichtung (KG 483). Heizungs-/Kälteverteilung (KG 420/434) und Raumlufttechnik (KG 430) sind als Schnittstellen-Gewerke mit einzubinden.
Ausführungszeitraum: ca. 02.11.2026 bis 30.07.2027 (Bauzeit ca. 9 Monate). Werk- und Montageplanung sind 30 Werktage nach Zugang des Auftragsschreibens vorzulegen, Freigabezeit durch den AG 12 Werktage, Baustellenbeginn unmittelbar nach Freigabe.
Automationssystem (DDC / BACnet) – ASP 8
DDC-Regelungssystem mit BACnet/IP-Kommunikation (für sichere Kommunikation BACnet/SC) zur Integration aller TGA-Gewerke (Heizung, Kälte, RLT, Labor, Wetterstation) in das bestehende Gebäudemanagementsystem des AG.
Zulässige Systeme/Fabrikate:
Die Ausführung muss durch den Werkskundendienst des jeweiligen Herstellers erfolgen.
Projektierung, Programmierung, Inbetriebnahme, 1:1-Funktionstest BACnet sowie Ersteinweisung des Bedienpersonals (mit Protokoll) sind enthalten.
Feldgeräte, Schaltschränke und Verkabelung
Feldgeräte je nach Anlagenbereich u.a.:
Schaltschränke nach DIN EN 60439-1 / VDE 0660-500, ausgestattet mit E/A-Modulen (digital/analog), Koppelrelais, Netzgeräten, Überspannungsschutz; je nach Einsatz Wandschrank oder Anreihschrank (Stahlblech/Edelstahl).
Verkabelung: Kabelanschluss beidseitig je nach Position (51–121 Stück), Kabelschutz, Kabelmarkierung. Netzwerk: Ethernet-Switches, Patchkabel, BACnet-Kopplung inkl. Parametrierung und Aufschaltung.
BEMS, Management- und Bedienebene – ASP 8/10
Gebäude- und Energiemanagementsystem (BEMS):
Leistungen: Ausführungsunterlagen Gebäudemanagement, Projektierung/Inbetriebnahme/Konfiguration, Erstellung von 35 Grafik-/Anlagenbildern, Einweisung des Bedienungspersonals.
Bedienung: Bedienclient-Lizenz (Concurrent-User), Einrichten WEB-Browser für browserbasierte Bedienung.
Fernzugang & Störmeldemanagement – ASP 9
Fernzugang:
Störmeldemanagement:
Netzwerk: Inbetriebnahme Netzwerk.
Schnittstellen / Anzubindende TGA-Gewerke (Übersicht)
Die Gebäudeautomation hat u.a. folgende TGA-Anlagen zu integrieren bzw. zu automatisieren (Angaben aus dem beigefügten LV):
Montagehöhen: EG/1.OG 0–4,20 m ü OKFFB; 2.–5.OG 0–3,00 m ü OKFFB; Attika Dach 6.OG bis 25,00 m ü OKG.
Planung, Dokumentation, Abnahme & Übergabe
Werk- und Montageplanung ist rechtzeitig vor Ausführungsbeginn zur Prüfung/Freigabe vorzulegen. Baufristenplan als Balkenplan mit Ressourcen-/Mitarbeitereinsatzplanung. Bautagebuch täglich, wöchentlich zur Unterschrift vorzulegen. Arbeitszeiten Montag–Freitag 06:00–20:00, samstags nach Absprache; lärmintensive Arbeiten nicht zwischen 19:00 und 07:00 Uhr.
Objektdokumentation mindestens 2 Wochen vor Abnahmeverlangen in digitaler Form (PDF/DWG/XLS/DOC), mit: Bezugs-/Herstellernachweisen, Fachunternehmer-/Fachbauleitererklärungen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen, Zulassungen, Entsorgungsnachweisen, Pflege-/Wartungs-/Inbetriebnahmeunterlagen, Revisionsplänen.
Abnahmedokumentation 3-fach in Papierform: Messprotokolle, farbige Bestandszeichnungen (Übersichtspläne, Strangschema, Detailpläne), Betriebs-/Bedienungsanweisungen, Einweisungsbestätigung, Wartungschecklisten, TÜV-Prüfbescheinigungen.
Schaltplanunterlagen in CAD nach DIN 61346 mit Inhaltsverzeichnis, Stromlaufplänen, Anordnungsplänen, Stücklisten, Kabellisten, Anschlussplänen (3-fach Papier + PDF auf Datenträger).
Vor Schlussabnahme schriftliche Erklärung über Mängelfreiheit, abgeschlossenen Probebetrieb, Einweisung des Bedienpersonals und vollständige Bestandspläne.
VOB-Abnahmen: Teilnahme an 5 zeitlich getrennten Terminen von je 3 Arbeitsstunden ist einzuplanen. Verunreinigungen sind binnen 48 Stunden nach Aufforderung zu beseitigen.
Vertragsstrafe: 0,2 % der Auftragssumme (ohne USt) je Werktag Verzug, max. 5 % der Auftragssumme.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahren & Nachweiswege
Es handelt sich um ein offenes Verfahren nach VOB/A Abschnitt 2. Es gibt keine losweise Vergabe – der Auftrag wird als ein Los vergeben.
Eignungsnachweis kann erbracht werden durch:
Bei Einsatz anderer Unternehmen (Unteraufträge/Eignungsleihe) ist deren PQ-Nachweis bzw. eine Verpflichtungserklärung (Formblatt 236) und ggf. das Verzeichnis 235 einzureichen. Bei Eignungsleihe ist gemeinsame Haftung erforderlich.
Fachliche Eignung – Gebäudeautomation
Die fachliche Eignung ergibt sich aus dem Zusammenspiel der einschlägigen Normen und Richtlinien, die für die Leistungserbringung verbindlich sind:
Werkskundendienst-Pflicht: Die Ausführung der Gebäudeautomation ist durch den Werkskundendienst des jeweiligen Herstellers (Kieback+Peter, DEOS, TROX-HGI oder Siemens) vorzunehmen.
Wirtschaftliche & persönliche Eignung
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und andere vergleichbare Leistungen betrifft (inkl. gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführter Leistungen).
Arbeitskräfte: Erforderliche Arbeitskräfte müssen zur Verfügung stehen; auf Verlangen: jahresdurchschnittliche Mitarbeiterzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, Leitungspersonal extra ausgewiesen.
Registereintragungen (auf Verlangen): Handelsregistereintragung oder Handwerksrolleneintragung (Handwerkskarte) oder IHK-Eintragung oder keine Eintragungsverpflichtung. Zusätzlich Gewerbeanmeldung.
Keine Ausschlussgründe: Kein Insolvenzverfahren (Ausnahme: rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan), keine schwerwiegenden Verstöße (Freiheitsstrafe > 3 Monate / Geldstrafe > 90 Tagessätze / Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren gem. Gewerbezentralregister), keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A (Selbstreinigung möglich). Ab Auftragssumme > 30.000 € wird ein Gewerbezentralregisterauszug angefordert.
Steuern/Sozialversicherung: Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen – nachzuweisen durch Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamtes, qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen), Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Keine unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen.
Pflicht-Erklärungen (bei Angebotsabgabe)
Folgende Erklärungen sind mit dem Angebot einzureichen:
Zuschlag & Angebotsmodalitäten
Zuschlagskriterium: allein der Preis (Wertungssumme des Angebotes).
Nebenangebote: nicht zugelassen. Mehrere Hauptangebote: zugelassen, jedes muss eigenständig zuschlagsfähig sein.
Angebotsabgabe: Elektronisch über Vergabeplattform (www.evergabe.nrw.de) in Textform nach § 126b BGB oder mit fortgeschrittener/qualifizierter elektronischer Signatur bzw. Siegel. Sprache: Deutsch. Preise: in Euro ohne Umsatzsteuer, max. 3 Nachkommastellen. Keine Mischkalkulationen. Fehlende Unterlagen werden nachgefordert.
Vergleichbare Referenzen im Bereich Gebäudeautomation (Bauleistungen und andere Leistungen, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind)
Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen mit: Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Benennung des mit eigenem Personal ausgeführten maßgeblichen Leistungsumfanges einschl. Mengen, Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer, Beschreibung besonderer technischer/gerätespezifischer Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung