Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenGefährdungsbeurteilungen für Liegenschaften und Flurstücke des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburgische Seenplatte.
Die Leistungen umfassen die Begehung der Flächen, die Kontrolle und Nummerierung von Bäumen, die Erfassung weiterer Gefahrenquellen sowie eine dokumentierte Standort- und Fotodokumentation. Zusätzlich sind Leistungsverzeichnisse für erforderliche Maßnahmen zu erstellen. Die Ausschreibung ist in vier Lose gegliedert; Angebote können für einzelne, mehrere oder alle Lose abgegeben werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Pos. 1 - Gefährdungsbeurteilung (Gesamtpreis)85%
Niedrigster Gesamtpreis für die Gefährdungsbeurteilung der Liegenschaften. Günstigster Preis erhält 100 Punkte, übrige im Verhältnis dazu. Gewichtung 0,85 an der Gesamtpunktzahl.
- Pos. 2 - Erstellung Leistungsverzeichnis (Stundensatz)15%
Niedrigster Stundensatz für die Erstellung von Leistungsverzeichnissen für Verkehrssicherungsmaßnahmen. Günstigster Stundensatz erhält 100 Punkte, übrige im Verhältnis dazu. Gewichtung 0,15 an der Gesamtpunktzahl.
Pro Position wird das günstigste Angebot mit 100 Punkten bewertet. Die übrigen Angebote erhalten Punkte im Verhältnis ihres Preises zum günstigsten Preis (Punkte = 100 × günstigster Preis / eigener Preis). Die Gesamtpunktzahl ergibt sich aus: Punkte Pos. 1 × 0,85 + Punkte Pos. 2 × 0,15. Punktevergabe auf zwei Nachkommastellen gerundet. Bei Punktgleichheit erhält das Angebot mit dem niedrigsten Preis für Position 1 den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGefährdungsbeurteilung vor Ort
Jede Liegenschaft ist einschließlich Sukzessions- und Naturschutzflächen zu begehen. Der vorgefundene Zustand der Flurstücke ist zu dokumentieren. Dabei sind der aktuelle Zustand der Flächen und mögliche Gefahrenquellen zu erfassen.
Baumkontrollen
Bäume mit Nähe zu Straßen, Wegen oder Bebauung sind fachgerecht vom Boden aus gemäß den FLL-Baumkontrollrichtlinien zu kontrollieren. Die Bäume sind mit handelsüblichen Baumnummern zu versehen. In der Baumdokumentation sind Baumart, Höhe, Kronendurchmesser und Stammumfang in 1,30 m Höhe sowie Artenschutzbelange, Handlungsbedarf und Maßnahmen festzuhalten.
Erfassung sonstiger Gefahrenquellen
Sonstige Gefahrenquellen wie Gebäude, Mauerreste, Gruben und Schächte sind zu erfassen. Zusätzlich sind Gefahrenquellen an Gewässern zu berücksichtigen, wenn diese erkennbar für Freizeitsport geeignet sind.
Standort-, Bild- und Luftbilddokumentation
Die Standorte der Gefahrenquellen sind GPS/GIS-basiert mit Submeter-Genauigkeit in standardisierter, maschinenlesbarer Form als GIS-Shapefiles zu dokumentieren. Gefahrenquellen mit Handlungsbedarf sind fotografisch zu erfassen. In Luftbildern sind die Gefahrenquellen mit Nummerierung darzustellen.
Bewertung und Sofortmaßnahmen
Der Handlungsbedarf ist für die erfassten Gefahrenquellen festzustellen und dem Auftraggeber zu melden. Akute Gefahren sind unverzüglich zu melden. Das Leistungsverzeichnis für Sofortmaßnahmen ist unverzüglich nach Feststellung zu übergeben.
Leistungsverzeichnisse und Maßnahmen
Für alle Bäume und sonstigen Gefahrenquellen mit Handlungsbedarf bis drei Monate nach der Kontrolle sind Leistungsverzeichnisse als Langtext zu erstellen. Maßnahmen sind gemäß ZTV-Baumpflege 2017 zu beschreiben, einschließlich Rückschnitten von Hecken und Sträuchern sowie allgemeinen Vorbemerkungen. Mögliche Maßnahmen sind unter anderem Totholzentfernung, Kronenpflege, Lichtraumprofilschnitt, Kroneneinkürzung, Kopfbaumschnitt, Verbesserung des Wurzelbereichs, Fällung, eingehende Untersuchung und das Entfernen von EPS.
Kontroll- und Umsetzungsfristen
Für Maßnahmen sind je nach Feststellung Fristen wie Sofort, 1–3 Monate, 3–6 Monate oder bis ein Jahr vorzusehen. Für Maßnahmen innerhalb von drei Monaten ist das Leistungsverzeichnis bis einen Monat nach der jeweiligen Kontrolle zu übergeben. Die gesamte Gefährdungsbeurteilung ist bis zum 30.11.2026 zu übergeben.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachkunde und Leistungsfähigkeit
Die Bieter müssen vergleichbare Leistungen nachweisen. Falls die Eigenerklärung zur Eignung in die engere Wahl führt, sind drei Referenzen aus den letzten drei Jahren mit Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme und Ausführungszeitraum vorzulegen. Zusätzlich ist die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten der letzten drei Jahre anzugeben und die für die Leitung vorgesehenen Personen zu benennen.
Berufsregister und wirtschaftliche Zuverlässigkeit
Falls zutreffend ist eine Bescheinigung über die Eintragung in das Berufsregister vorzulegen. Falls zutreffend ist ein Insolvenzplan beizubringen. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts beziehungsweise Bescheinigung in Steuersachen ist erforderlich. Bei Auftragssummen ab 30.000 Euro wird ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert.
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
Die ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie die ordnungsgemäße Beitragszahlung zur gesetzlichen Sozialversicherung sind nachzuweisen.
Tariftreue und Mindestarbeitsbedingungen
Die Bieter müssen sich zur Einhaltung der einschlägigen Mindestarbeitsbedingungen verpflichten. Soweit keine Verpflichtungen aus repräsentativen oder Branchentarifverträgen bestehen, ist der vergaberechtliche Mindestlohn von 14,68 Euro brutto pro Stunde zugrunde zu legen. Die Pflichten sind an Nachunternehmen weiterzugeben und dort zu überwachen.
Kontrollunterlagen
Auf Verlangen sind vollständige und prüffähige Unterlagen zu Entgelt, Meldeunterlagen, Aufzeichnungen und Geschäftsunterlagen über Art, Umfang, Dauer und tatsächliche Entlohnung sowie Arbeitsbedingungen der Beschäftigten bereitzuhalten. Personenbezogene Beschäftigtendaten sind zu anonymisieren.
Mindestens drei Referenzen über vergleichbare Leistungen aus den letzten drei Jahren; je Referenz sind Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme und Ausführungszeitraum anzugeben.
Vergleichbare Leistungen; Nachweis durch Referenzangaben mit Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme und Ausführungszeitraum.