Generalsanierung Schule im Taubertal - Vergabe Elektrotechnische Anlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Rahmen der Generalsanierung der Schule im Taubertal in Lauda-Königshofen (Wagnerstraße 8) werden die elektrotechnischen Anlagen neu errichtet. Der Auftrag umfasst die komplette Stromversorgung und Niederspannungsverteilung, umfangreiche Kabel- und Leitungsnetze, eine KNX-Gebäudeautomation, LED-Beleuchtung inkl. Sicherheits- und Außenbeleuchtung, eine Brandmeldeanlage (Kat. 2), Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Erdung/Blitzschutz, eine Photovoltaikanlage (ca. 170 kWp), Datennetz (Cat. 7 + Glasfaser), Telekommunikation sowie Demontage, Prüfung, Inbetriebnahme und Dokumentation. Angebote sind bis zum 22.10.2026, 13:00 Uhr elektronisch über Vergabe24.de einzureichen. Die geschätzte Auftragssumme liegt bei rund 1,29 Mio. EUR.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis - Wirtschaftlichkeit (niedrigster Preis)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenStromversorgung und Verteilung
Lieferung und Montage eines Zählerschranks (Standschrank mit 4 Zählerplätzen), der Gebäudehauptverteilung (GHV) einschließlich Mess- und Schutztechnik, einer Haupt-Unterverteilung als Standverteiler, 6 Unterverteilungen als Standverteiler sowie einer weiteren Unterverteilung als Wandeinbauverteiler. Ergänzend sind 9 Hauptsammelschienensysteme (250 A) zu liefern.
Kabel- und Leitungsnetz
Installation umfangreicher halogenfreier Leitungs- und Kabelnetze:
KNX-Gebäudeautomation
KNX-Programmierung, Visualisierung und Inbetriebnahme mit folgenden Komponenten:
Beleuchtung innen und außen
Lieferung und Montage umfangreicher LED-Beleuchtung:
Sicherheitsbeleuchtung
Errichtung einer dezentralen Sicherheitsbeleuchtungsanlage mit Notlichtsystemen CLS FUSION (Typen 7Ah, 12Ah, 24Ah), Dreiphasenüberwachung, Rettungszeichenleuchten (IP65, Erkennungsweite 22–30 m), Sicherheitsleuchten (Wand, Einbau klein- und großflächig, Aufbau) sowie Systemleuchten und Mastleuchten mit Notlichtmodul. Dokumentation und Sachverständigenabnahme nach DIN VDE 0100-560, DIN EN 50172, DIN EN 1838.
Erdung, Potentialausgleich und Blitzschutz
Lieferung und Montage von 2 Hauptpotentialausgleichsschienen, 8 Potentialausgleichsschienen, ca. 580 m Potentialausgleichsleitungen N2XH-J (1 × 6 bis 25 mm²), Erdungsschellen und Anschlüssen an Metallkonstruktionen. Innere Blitzschutz- und Überspannungsschutzmaßnahmen mit Überspannungsschutzgeräten Typ 1/2.
Brandmeldeanlage (BMA, Kategorie 2)
Errichtung einer Brandmeldeanlage mit Brandmelderzentrale(n), Mehrfachsensormeldern (Rauch/Wärme, teils mit Akustik), Handfeuermeldern, Relais- und Ein-/Ausgangsmodulen, Ringleitungsmodulen (EN 54-17/18), Feuerwehr-Laufkarten, Feuerwehr-Informations- und Bediensystem, Schlüsseldepot, Blitzleuchte sowie Feuerwehr-Übertragungseinrichtung (Konzessionär: Siemens AG, Würzburg). Inkl. Inbetriebnahme, Sachverständigenabnahme, Betreiberabnahme, Betreiberschulung und Feuerwehrabnahme.
Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA)
Lieferung und Montage einer RWA-Zentrale (24 V/5 A, ISO 21927-9, VdS 2581/2593/2344, 72 h Notakku), Brandschutzgehäuse E30, RWA-Bedienstellen, optische Rauchmelder, Schlüssellüftungstaster, Witterungsüberwachung sowie Inbetriebnahme, Funktionstest und Einweisung durch autorisierten Fachbetrieb.
Datennetz und Telekommunikation
Aufbau einer strukturierten Datenverkabelung:
Elektroakustische Anlage (ELA)
Errichtung einer ELA-Anlage mit digitalem Audio- und Alarmmanagement (PSS-224C), 4-Kanal-Leistungsverstärkern (4 × 750/500 W), Mischvorverstärker, Sprechstellen, Lautsprechern (Decken-, Wand-, Aufbau-, Druckkammerlautsprecher – u.a. 191 ELA-Deckeneinbau-Lautsprecher 15/6 W), ca. 1.500 m E30-Brandmeldekabel und ca. 5.700 m J-H(St)H. Inkl. Feinplanung, Inbetriebsetzung, Einmessung (inkl. STI-Messung), Einweisung und Dokumentation.
Photovoltaikanlage
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer Photovoltaikanlage mit ca. 170 kWp (entsprechend Photovoltaik-Pflicht Baden-Württemberg) inklusive Anbindung an die elektrische Infrastruktur.
Demontage und Bestandsrückbau
Demontage bestehender Elektroinstallationen (Deckeninstallationen, Stark- und Schwachstromleitungen, Installationsgeräte, Leuchten, Brandmelder, Sicherheitsbeleuchtung, Rettungszeichenleuchten, Lautsprecher, Präsenzmelder) sowie fachgerechte Entsorgung. Rückbau von ca. 245 m Starkstromleitungen und ca. 100 m E30-Leitungen.
Außenanlagen
Lieferung und Montage von 5 Lichtmasten (Aluminium, 5.000 mm, EN 40, pulverbeschichtet) mit 5 LED-Aufsatzleuchten (26 W, 3.688 lm, DALI, IP66, 200.000 h), Verbindungsmuffen, Notlichtmodul, 264 m Kabel NYY-J 5 × 4 RE sowie druckwasserdichte Rohrabdichtungen (Kabuflex).
Durchbrüche, Brandschutz, Schallschutz
Herstellung von Kernbohrungen (Mauerziegel Ø 50–100 mm, 30 St.), Durchbrüchen in Kalksandstein und Gipskarton (je 4 St.), Brandschutzmaßnahmen (Brandschutzmasse, Kabelmanschetten, Kombiabschottung, Brandschutzmörtel, Kennzeichnungsschilder – 30 St.) sowie Schallschutzmaßnahmen (40 Akustikboxen, 60 Schallschutzdurchbrüche) und Luftdichtmanschetten.
Prüfung, Inbetriebnahme, Dokumentation
Funktionsprüfung, Werks- und Vor-Ort-Prüfungen, Sachverständigenabnahme nach TPrüfVO, Sach- und Bedienungsanleitung (DIN A4), CAD-Planunterlagen und PDF-Dokumentation. Erstellung aller Bestands- und Revisionsunterlagen in Papierform und digital.
Nachhaltigkeit / Ökologische Kriterien
Einhaltung der ökologischen Kriterien gemäß beigefügter Anlage „Ökologische Kriterien zur Materialwahl" (ÖkoBauKriterien 2020, baubook ökologisch ausschreiben). Alle eingesetzten Produkte sind entsprechend zu deklarieren und ggf. mit Prüfnachweisen zu belegen. Abweichungen sind mit technisch/funktionaler Begründung zu dokumentieren.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenRegistereintragungen
Eintragung im Handelsregister ODER in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) ODER bei der IHK. Soweit keine Eintragungspflicht besteht, ist dies zu erklären. Vorzulegen sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug bzw. Eintragungsnachweis.
Zuverlässigkeit – keine Ausschlussgründe
Weder ein beantragtes noch ein eröffnetes Insolvenzverfahren, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, keine Liquidation (oder rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A, keine Verurteilung in den letzten 2 Jahren wegen Verstößen mit mehr als 3 Monaten Freiheitsstrafe, mehr als 90 Tagessätzen oder mehr als 2.500 € Geldbuße. Ab Auftragssumme ab 30.000 € erfolgt eine Abfrage beim Wettbewerbsregister (Bundeskartellamt) gemäß § 6 WRegG durch den Auftraggeber.
Steuern, Abgaben, Sozialversicherung
Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Nachzuweisen durch:
Berufsgenossenschaft
Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Nachweis durch qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Angabe der Lohnsummen.
Fachliche und personelle Leistungsfähigkeit
Die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte müssen zur Verfügung stehen. Vorzulegen ist die Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal. Während der Ausführungszeiten muss eine fachlich qualifizierte deutschsprachige Aufsichtsperson des Auftragnehmers anwesend sein.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit Bauleistungen und vergleichbaren anderen Leistungen ist nachzuweisen (KEV 179).
Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Leistungen, die mit der zu vergebenden Leistung (Elektrotechnische Anlagen) vergleichbar sind, ausgeführt in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren. Für jede Referenz sind Baumaßnahme, Ort, Bauherr/Auftraggeber, Leistung (Menge/Einheit), Auftragswert der gesamten Leistung und eigener Leistung, Ausführungszeitraum, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer und Leitungskräfte sowie ggf. besondere technische/gerätespezifische/zeitliche Anforderungen anzugeben. Auf Verlangen ist eine schriftliche Bestätigung des damaligen Auftraggebers über die vertragsgemäße Leistungserbringung mit Benennung des Ansprechpartners vorzulegen.
Tariftreue und Mindestlohn
Verpflichtung zur Einhaltung der Vorgaben des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG), des Mindestlohngesetzes (MiLoG) sowie des Landestariftreue- und Mindestlohngesetzes Baden-Württemberg (LTMG, §§ 3 und 4). Abgabe der Verpflichtungserklärung Mindestlohn (KEV 179.3).
Sicherheits- und Gesundheitsschutz
Beachtung der Baustellenverordnung, Bestellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (SiGeKo), Einhaltung der einschlägigen Unfallverhütungsvorschriften. Vorlage einer Bestätigung zur Schutzzone.
Präqualifikation und Nachunternehmer
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis führen und ihre PQ-Nummer im Angebotsschreiben angeben. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die Eigenerklärung (KEV 179) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ein. Bei Einsatz anderer Unternehmen (Eignungsleihe/Unteraufträge) sind Kapazitäten und Geeignetheit nachzuweisen (KEV 177), Verpflichtungserklärungen abzugeben (KEV 178); bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe haften Bieter und anderes Unternehmen gemeinsam.
Technische Qualifikation BMA / ELA
Für die Brandmeldeanlage ist eine Fachfirma nach DIN 14675 mit VdS-Anerkennung einzusetzen; alle Geräte benötigen eine VdS-Prüfbescheinigung oder eine gleichwertige Anerkennung. Für die ELA-Anlage ist der Hersteller mit QM-System nach DIN EN ISO 9001:2015 sowie Zertifizierungen nach EN 54-4 und EN 54-16 zu führen; es darf nur ein Herstellerfabrikat verwendet werden.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über elektrotechnische Anlagen
Schriftliche Bestätigung des damaligen Auftraggebers über vertragsgemäße Leistungserbringung; Angabe von Baumaßnahme, Ort, Bauherr, Leistung (Menge/Einheit), Auftragswert gesamt und eigener Anteil, Ausführungszeitraum, Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), eingesetzte Arbeitskräfte und Leitungspersonal, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen
Wettbewerb & Angebotsprognose
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