Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBauleistung am denkmalgeschützten Schloss Friedenstein in Gotha: Im Westflügel (2. OG, Weimargalerie) sollen historische Terrakotta-Gipsestrichböden aus dem 17. Jahrhundert fachgerecht ausgebaut und zwischengelagert werden. Konkret geht es um ca. 125 m² Bodenfläche mit rund 900–1000 Terrakottaplatten in den Räumen 2.04 und 2.06. Restaurierung und Wiedereinbau der Böden sind NICHT Teil dieser Vergabe.
Zugelassen werden ausschließlich denkmalfachlich qualifizierte Firmen mit Erfahrung in der Restaurierung von Stein- und Estrichböden im Denkmalbestand. Die Vergabe erfolgt als offenes Verfahren nach EU-VOB/A; der Zuschlag geht auf das niedrigste Preisgebot. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Ausführungszeitraum voraussichtlich November 2026 bis März 2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenHauptleistung – Demontage und Sicherung historischer Böden
Restauratorische, substanzschonende Demontage der historischen Terrakotta-Gipsestrichböden in den Räumen 2.04 (ca. 81 m²) und 2.06 (ca. 44 m²) der Weimargalerie (2. OG, Westflügel). Insgesamt ca. 125 m² mit ca. 900–1000 Terrakottaplatten (Format ca. 24 x 24 x 3,5 cm).
Schwerpunkte:
Hinweis: Restaurierung und Wiedereinbau der Böden sind NICHT Bestandteil dieser Vergabe.
Baustelleneinrichtung und Geräte
Einrichten und Räumen der Baustelle, Bereitstellung Schuttcontainer und Entsorgung. Einsatz eines temporären Schrägaufzugs (Traglast mind. 300 kg) für bis zu 4 Kampagnen mit jeweils max. 3 Werktagen für den Materialtransport.
Dokumentation
Erstellung von Dokumentationsberichten für die Böden R2.04 und R2.06 (2 Stück, je 3-fach analog und digital) sowie Kartierungen im Maßstab 1:25 (2 Stück, je 3-fach).
Stundenlohnarbeiten
Vorhalten und ggf. Abrechnung von Stundenlohnarbeiten für:
Zusätzlich Koordinierungszuschlag (Prozentsatz) für Container/Entsorgung und für Materialkoordination.
Denkmalpflegerische und baustellenbezogene Pflichten
Arbeiten nach denkmalpflegerischen Grundsätzen unter Beachtung kulturhistorischer Belange. Arbeitstechnologie so wählen, dass Beschädigungen an Originalsubstanz und gärtnerischen Anlagen vermieden werden. Schäden, die technologisch unvermeidlich sind, sind mit dem Auftraggeber abzustimmen; nachweisbare Beschädigungen gehen zulasten des Auftragnehmers. Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands (inkl. Gartenanlagen) nach Abschluss der Arbeiten.
Bei Auffinden unbekannter kunsthistorischer Gegebenheiten, Kabel, Kanäle oder Versorgungsanlagen ist der Auftraggeber sofort zu informieren. Vor Arbeiten in Garten-/Parkanlagen ist die zuständige Parkverwaltung zu informieren; Befahren von Parkwegen nur mit Genehmigung.
Eigenverantwortliche Verkehrssicherungspflicht im eigenen Leistungsbereich. Baustelle ist sauber zu halten, Bauschutt ist fortlaufend zu beräumen. Baustellentagebuch führen, wöchentliche Bauberatungen sind verpflichtend. Anmeldung beim Wachpersonal zu Arbeitsbeginn und -ende.
Abfallwirtschaft
Der Auftragnehmer wird Abfallerzeuger und Besitzer der Bau- und Abbruchabfälle. Getrennte Erfassung und sachgerechte Verwertung/Beseitigung gemäß KrWG und NachwV. Bei abweichender Entsorgungslösung sind Anlagenberechtigung, Betreiberbestätigung, ggf. Andienungsbestätigung und Nachweise nach § 53/§ 54 KrWG vorzulegen. Verwertungskosten sind in den Einheitspreisen einzurechnen; Beseitigungskosten sind benannt und können vom Auftraggeber unmittelbar getragen werden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche / rechtliche Eignung
Fachliche Eignung / Registereintragungen
Eintragung im Handelsregister (oder keine Pflicht zur Eintragung) und/oder Eintragung in der Handwerksrolle und/oder Eintragung bei der Industrie- und Handelskammer. Gewerbeanmeldung.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit Bauleistungen und vergleichbaren Leistungen (einschließlich ARGE-Anteile). Nachweis einer Haftpflichtversicherung bezogen auf den Einzelauftrag mit Angabe der Deckungssummen für Personen- und Sachschäden. Bei Nutzung Dritter gesamtschuldnerische Haftung über Haftungsklausel im Formblatt 236.
Technische und fachliche Leistungsfähigkeit – Denkmal/Restaurierung
Denkmalfachliche Eignung gemäß § 14 Abs. 2 ThDSchG: nur Firmen und Personen, die für die Maßnahme nachweislich qualifiziert sind.
Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Referenzleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren mit:
Zusätzlich Vorlage auf beiliegendem Formblatt mit Benennung von Referenzobjekten.
Thüringer Vergabegesetz / Tariftreue
Sanktionsrechtliche Erklärung
Sonderformular Russland-Embargo: Erklärung zur Einhaltung der geltenden Sanktionsregelungen.
Vergleichbare Leistungen: Restaurierung von Stein- und Estrichböden im Denkmalbestand (Erfahrung Demontage von Stein- und Estrichböden)
Vorzulegen auf beiliegendem Formblatt; je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Beteiligung eines Steinrestaurators mit akademischem Abschluss.