Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung von Stahlbauarbeiten nach DIN 18 335 für die energetische Sanierung und den Umbau der ehemaligen Hessischen Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge (HEAE) am Meisenbornweg 11–15 in 35398 Gießen.
Auftraggeber ist der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen (LBIH), Niederlassung Mitte. Die Leistung umfasst im Wesentlichen einen Verbindungsgang zwischen Haus 3 und Haus 2 (Stahl-Dach-, Wand- und Deckenkonstruktion, Trapez-/Wellbleche, Klempnerarbeiten, Spindeltreppe).
Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform des Landes Hessen einzureichen, Submission ist am 5. Oktober 2026 um 13:00 Uhr. Der Auftrag wird voraussichtlich Anfang August 2027 beginnen und bis Ende September 2027 laufen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit erhält das Angebot einer Werkstatt für Behinderte den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Baumaßnahme
Die Stahlbauarbeiten sind Teil der Baumaßnahme A.0435.180536 'Herrichten Meisenbornweg für LBIH NL M'. Ausgeführt wird im 2. Bauabschnitt (Haus 2), der laut Baustelleneinrichtungsplan für ca. 2027–2028 geplant ist. Im Umfeld sind weitere Häuser (1, 6, 7, 9 und Lern- und Erinnerungsort NAL Gießen) noch in Betrieb; Schadstoffsanierungen (Asbest, PAK, PCB, KMF) erfolgten in einer vorgezogenen separaten Maßnahme. Es ist mit Parallelarbeiten und Abstimmungsbedarf mit Dritten zu rechnen.
Werkstatt- und Planungsleistung
Leistungsbestandteile sind die Baustelleneinrichtung und -räumung (Geräte, Kran, Hubwerkzeuge, Arbeitsgerüste gem. DIN 4420), Werk- und Montagepläne Stahlbau (Aufmaß bauseits, bis 2 Korrekturen inkl.), Werk- und Montagepläne für Trapez- und Wellbleche (bis 2 Korrekturen inkl.) sowie zugehörige Berechnungsunterlagen, Ausführungszeichnungen M 1:50, Detailpläne mind. M 1:10 und Übersichtspläne.
Stahl-Dach-, Wand- und Deckenkonstruktion Verbindungsgang Haus 3–Haus 2
Stahlkonstruktion als Pultdach-Ausführung mit Außenmaßen ca. 5,00 m Breite × 10,30 m Länge × 11,00 m Höhe. Tragwerk aus Profilstahl IPE 450, MSH 120/120/8, HEA 120/100, HEB 160 sowie kleineren Teilen (Verankerungs-, Aussteifungs-, Anschlussfahnenbleche), alles in S235 nach DIN 1025, feuerverzinkt. Ausführung als Fest- und Loslager; Montage der Verbindungen erfolgt nur durch Verschrauben (keine Schweißarbeiten vor Ort). Im Leistungsumfang sind alle Verbindungen (Schrauben V2A), Kopf-, Fuß- und Stegplatten, Windverbände, Arbeitsgerüste, Transport- und Krankosten (Autokran) sowie Befestigung und Verankerung am Bestandsmauerwerk gem. Statik enthalten.
Trapez-, Well- und Kantblecharbeiten Verbindungsgang
Verzinkte und beschichtete Dachwellbleche Profil H27, ca. 54 m² inkl. Passschnitte längs (ca. 5 m) und quer (11 m). Trapezbleche als verlorene Schalung im Deckenbereich ca. 90 m² inkl. Randeinfassung (ca. 85 m) sowie Passschnitten längs (34 m) und quer (9 m). Traufausbildung, Dachrandabschlussprofile Ortgang und Pultfirst mit Endkappen. Halbrunde Rinne Titanzink ca. 11 m mit Endstücken, trichterförmigen Abläufen und Ablaufrohrbögen NW 125. Sicherungselemente Securanten (Flachdachabsturzsicherung), Kantbleche/Verwahrungen. CE-Kennzeichen gem. EN 14509.
Stundenlohnarbeiten / Spindeltreppe
Stundenlohnarbeiten Facharbeiter und Helfer (je 5 Stunden) nur auf Anweisung des Bauherrn. Innenliegende Stahl-Spindeltreppe als Zugangselement im Verbindungsgang.
Qualitäts-, Korrosionsschutz- und Ausführungsanforderungen
Korrosionsschutz nach DIN 55634 / EN 10169 / EN 508-1 / Z30.11-30; Oberflächenschutz der Stahlteile durch Feuerverzinkung. Verwendung von bauaufsichtlichen Zulassungen für Verbindungselemente (Z-14.1-4, Z-14.4-407). Einsatz von selbst dichtenden Schrauben. Schall- und Lärmschutz: werktägliche Bauzeiten 7:00–20:00 Uhr.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung über die PQ-Nummer nach (ggf. ergänzt um auftragsspezifische Einzelnachweise). Nicht präqualifizierte Unternehmen geben die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) mit dem Angebot ab. Bei Einsatz anderer Unternehmen ist deren PQ-Fähigkeit auf Anforderung nachzuweisen.
Ausschlussgründe und Integrität
Kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt; kein Antrag mangels Masse abgelehnt; nicht in Liquidation. Keine Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB sowie gemäß § 6e EU VOB/A: in den letzten 2 Jahren keine Verfehlung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €. Kein Bezug zu EU-Sanktionen gegen Russland gemäß EU-VO 2022/576 (10 %-Grenze für Eignungsverleiher/Nachunternehmer/Lieferanten).
Finanzielle und steuerliche Zuverlässigkeit
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), Rolle des Unternehmens, ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung vertragsgemäßer Ausführung