Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen_Heizungs- und Kältetechnik
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenAusführung von Bauleistungen für die vollständige, betriebsbereite Installation der Heizungs- und Kältetechnik in der Dominicusstraße 12–14 in Berlin.
Leistungen: Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer Fernwärme-Übergabestation mit 185 kW, der Hauszentrale mit drei Heizkreisen, geschweißter Heizungsleitungen, Heizkörpern, Deckenstrahlprofilen, Kältetechnik mit R290, Edelstahl-Kaltwasserleitungen, Kühlaggregaten, Dämmung, Brandschutzabschottungen, Prüfung und Dokumentation.
Zusätzlich sind Kernbohrungen, Entsorgungsnachweise, Gefährdungsbeurteilung, SiGeKo und polizeiliche Zuverlässigkeits- und Zutrittsanforderungen zu berücksichtigen. Optional ist ein vierjähriger Wartungsvertrag für die Kältetechnik anzubieten.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtleistung
Die Heizungs- und Kältetechnik ist vollständig, gebrauchsfertig und einschließlich Lieferung und Verbringung, Montage, Entsorgung, sämtlicher Neben- und Begleitarbeiten, Reinigung, Prüfung, hydraulischer Einregulierung, Inbetriebnahme und Dokumentation zu erstellen. Alle im Leistungsverzeichnis genannten Randbedingungen sind in die Einheitspreise einzukalkulieren.
Die Ausführung erfolgt im Zusammenhang mit mehreren Bauphasen geschossweise und in Abstimmung mit parallelen Gewerken. Der Innenhof ist nur über die Fritz-Elsass-Straße erreichbar; Durchfahrtshöhen und -breiten sind begrenzt. Anlieferungen und Abtransporte sind zu koordinieren, die Baustelle täglich besenrein zu halten.
Wärmeerzeugung und Heizungsverteilung
Installation einer flexiblen Fernwärme-Übergabestation Typ 1I-3H mit einer Winterleistung von 185 kW, PN 25 und maximal 120 °C sowie einer Hauszentrale mit drei Heizkreisen: statische Heizung 45 kW, Deckenheizung 120 kW und Lüftung 20 kW.
Installation von 3.944 m nahtlosen schwarzen Stahlrohren für Heizwasser mit Außendurchmessern von 21,3 bis 108 mm einschließlich Schweißen, Formteilen, Befestigungen, Wärmedämmung und Ummantelung. Ergänzend sind Rohrschellen, Bögen, Sprünge, T-Stücke, Reduzierstücke und Gewindeanschlüsse entsprechend dem Leistungsverzeichnis zu installieren.
Hydraulischer Abgleich sowie Sicherheits-, Absperr-, Regel- und Entlüftungsarmaturen, Wärme- und Kältemengenzähler, Wärmemittler und Durchflussregler sind vorzusehen. Die Dämmung ist nach GEG und DIN 4140 auszuführen, in Technikräumen zusätzlich mit Schutzfolie.
Raumheizflächen und Automation
Installation von 88 profilierten Stahl-Flachheizkörpern einschließlich Thermostatventilen, Thermostatköpfen, Verschraubungen, Anschlussleitungen und Absperrungen. Bestehende Heizkörper sind auszubauen und wieder einzubauen.
Installation von 521 Deckenstrahlprofilen mit Baulängen von 2.000 bis 6.000 mm einschließlich Montagesets, Modulanbindung, Befestigungsschienen und thermischen Stellantrieben. Die Montage und betriebsfertige Installation erfolgt je Etage innerhalb von maximal 30 Kalendertagen.
Die DDC-, Automations- und Schaltschranktechnik ist mit Modbus RTU/TCP, BACnet MS/TP und BACnet IP sowie bis zu 100 Datenpunkten zu installieren und anzuschließen.
Kältetechnik
Installation eines Kaltwassersatzverbunds aus zwei wassergekühlten Kältemaschinen mit natürlichen Kältemitteln R290, Siemens-Climatix-Steuerung, Gaswarnanlage, Sicherheitsabsaugung und ATEX-Ausstattung. Der Verbund ist auf bis zu acht Chiller ausgelegt. Die einzelnen Kältemaschinen sind mit 20,0 kW beziehungsweise 9,7 kW Kühlleistung ausgewiesen.
Weiter sind ein wassergekühlter Flüssigkeitskühler mit 29,7 kW, ein luftgekühlter Rückkühler, ein 1.000-Liter-Pufferspeicher, ein Tischkühler mit 27,5 kW, ein Glykolprotector mit 308 l Auffangvolumen, ein ATEX-Abluftventilator, ein hydraulisches Anschlusssystem für drei Chiller, zwei hydraulische Weichen, Membran-Druckausdehnungsgefäße, Pumpen, Sicherheitsventile, Ventilatorkonvektoren und Regelventile zu installieren.
Installation von 259 m Edelstahl-Kaltwasserleitungen in DN 15 bis 54 mit Pressverbindungen, Bögen, Muffen, T-Stücken, Reduzierstücken, Übergangsstücken, Befestigungen sowie 259 m Kältedämmung. Neun Kaltwasser-Umluftkühlgerät beziehungsweise Ventilatorkonvektoren sind einschließlich Regelventilen, Ventilkits, Kondensatwannen, Anschlussschläuchen und Messgeräten anzubringen.
Das geschlossene Kältesystem ist mit Störungserkennung bei Druckabfall, hydraulischem Abgleich und brandschutzgerechten Durchdringungen auszuführen. Wandkonvektoren erhalten Kondensatwanne, integrierte Kondensatpumpe, Überlaufsicherung und externe Wasserabsperrung. Die Anbindung an die Gebäudeautomation ist mitzuliefern.
Prüfung, Inbetriebnahme und Probebetrieb
Heizungsleitungsabschnitte sind mit dem 1,5-fachen zulässigen Betriebsdruck druckzuprüfen. Die Leitungen sind zu spülen. Die bestehende Heizungsanlage ist zusätzlich mit 4.300 l aufbereitetem Heizwasser zu befüllen; die Klimakaltwasseranlage mit 1.200 l aufbereitetem Wasser.
Mobile Wasseraufbereitung ist für einen Tag mit Enthärtung auf 5 bis 7 °dH gemäß VDI 2035, Probennahme und Laboranalyse vorzusehen. Für den Probebetrieb der Wärmeversorgungsanlage sind 10 Stunden Personal, für den Probebetrieb der Kälteanlage 3 Stunden Personal bereitzustellen. Die Kälteleitungen sind abschnittsweise druckzuprüfen; eine Klimakaltwasserleitung mit maximal 259 m Länge ist zusätzlich druck- und dichtheitszuprüfen.
Hydraulische Schaltbilder sind zu erstellen. Die Kältemaschinen und der Rückkühler sind durch den Hersteller in Betrieb zu nehmen; Inbetriebnahme- und Messprotokolle sowie die Einweisung des Bedienpersonals sind zu erstellen. Eine zweite Inbetriebnahme des Kaltwassersatzes unter 100 % Last erfolgt etwa sechs Wochen nach der ersten Inbetriebnahme.
Bohrungen, Brandschutz und Entsorgung
Die im Leistungsverzeichnis ausgewiesenen Kernbohrungen in Mauerwerk und Beton sind mit Absturzsicherung, schadstoffarmer Ausführung, Sammlung, Verpackung und Transport herzustellen. Durchbrüche sind einzumessen und zu kennzeichnen. Für brandschutzgerechte Durchdringungen und Abschottungen klassifizierter Wände und Decken sind die Mengen des Leistungsverzeichnisses umzusetzen.
600 kg nicht gefährliche, nicht schadstoffbelastete gemischte Bau- und Abbruchabfälle der AVV 170904 sind bis zu 50 km zur Verwertungsanlage zu transportieren. Die Entsorgung ist lückenlos zu dokumentieren; Nachweise und Übernahmescheine sind bereitzustellen.
Projektdokumentation und Wartungsoption
Die Projektdokumentation umfasst Zeichnungen, Zertifikate, Protokolle, hydraulisches Schaltbild, Schaltschema, Inbetriebnahme- und Messprotokolle, Einweisung und vollständige Übergabeunterlagen. Die Dokumentation ist parallel zur Ausführung zu erstellen, fortzuschreiben und digital gemäß der Dokumentationsrichtlinie bereitzustellen.
Für die Kältetechnik ist das jährliche Wartungsentgelt für die vierjährige Garantiezeit als gesonderter Wartungsvertrag anzubieten. Dieser wird nicht automatisch mit der Hauptleistung beauftragt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung
Für sich und gegebenenfalls Nachunternehmer sind Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit nachzuweisen. Zulässig sind ein Eintrag im ULV oder Präqualifikationsverzeichnis, eine Eigenerklärung, die Einheitliche Europäische Eigenerklärung oder gleichwertige Nachweise, jeweils zusammen mit der vollständig ausgefüllten Selbstauskunft. Auf Verlangen können Eigenerklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen bestätigt werden müssen.
Mit dem Angebot ist rechtsverbindlich zu erklären, dass kein Insolvenz- oder vergleichbares Verfahren besteht, das Unternehmen nicht in Liquidation ist, Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß gezahlt wurden und eine gültige Haftpflichtversicherung besteht. Auch die im Eignungsformblatt aufgeführten Ausschlussgründe sind zu erklären.
Fachliche Eignung und Personal
Für Arbeiten an Kälteanlagen ist eine gültige Sachkundebescheinigung nach ChemKlimaschutzV, Zertifikat A1/A2 oder gleichwertig Kategorie I/II, nachzuweisen. Zusätzlich ist die Fachkunde beziehungsweise Sachkundeschulung für brennbare Kältemittel der Sicherheitsgruppen A2L, A2 und A3, insbesondere R290/Propan, nachzuweisen.
Das Unternehmen muss über geeignete eigene Arbeitskräfte verfügen. Die im Angebot anzugebende Personalzahl und die Gliederung nach Berufsgruppen müssen so ausgelegt sein, dass die geschlossweisen Taktzeiten eingehalten werden. Für Gefahrstoffarbeiten sind insbesondere Qualifikationen nach BGR 128, TRGS 519 und TRGS 521 nachzuweisen.
Polizeiliche Sicherheits- und Zugangseignung
Unternehmen und eingesetzte Mitarbeiter müssen auf Verlangen eine Sicherheitsüberprüfung ermöglichen. Angebote von Bietern, die diese Überprüfung nicht ermöglichen, können ausgeschlossen werden.
Für sämtliche für das Bauvorhaben vorgesehenen Mitarbeiter sind Zuverlässigkeitsüberprüfungen durchzuführen und gültige Zutrittsausweise vor Baubeginn vorzuhalten. Die polizeilichen Sicherheitsauflagen, die Anmeldung von Mitarbeitern und Fahrzeugen sowie die zulässige Baustellenlogistik sind einzuhalten.
Tariftreue und weitere formale Anforderungen
Mit dem Angebot ist die Tariftreue zu erklären. Der Auftragnehmer muss den gesetzlichen Mindestlohn beziehungsweise die Branchenmindestlöhne, die anwendbaren SHK-Tarifverträge und den aktuellen Vergabemindestlohn einhalten. Unterauftragnehmer und Arbeitskräfteverleiher sind entsprechend zu verpflichten.
Das Angebot ist in deutscher Sprache einzureichen. Abweichende Fabrikate sind auf Gleichwertigkeit nachzuweisen. Konkrete Mindestumsätze, Mindestauftragswerte oder quantitative Personalkennzahlen werden nicht verlangt. Das Verfahren ist für kleine und mittlere Unternehmen geeignet.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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