Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht es?
Im Gebäude 3 des Bundespolizeiaus- und Fortbildungszentrums in Eschwege (Langemarckstraße 41) soll die komplette Technische Gebäudeausrüstung für Heizung, Lüftung und Sanitär (HLS) erneuert bzw. neu errichtet werden – das frühere Mannschaftsgebäude wird zum Bürogebäude mit Lehrsälen umgebaut.
Was ist zu tun?
Der Auftragnehmer errichtet eine neue Heizungsanlage mit Fernwärme-Anschluss und Wärmeübergabestation, eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für Lehrsäle und Sanitärbereiche, eine Trinkwasser- und Abwasserinstallation mit Sanitärobjekten sowie eine Kälteanlage (VRF-System für Lehrsäle und Serverräume). Hinzu kommen Brand- und Schallschutzabschottungen, Inbetriebnahmen, Dokumentation, Schulung des Bedienpersonals sowie ein Instandhaltungsangebot (Inspektion und Wartung) für die Dauer von 4 Jahren.
Wichtige Randbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit erhält das Angebot der Werkstatt für Behinderte den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Normen
Die Leistungen umfassen drei zusammengehörige Gewerke und sind nach folgenden DIN-Normen auszuführen:
Erfüllungsort: Bundespolizeiaus- und Fortbildungszentrum Eschwege, Langemarckstraße 41, 37269 Eschwege, Gebäude 3.
Vertragsfristen (gemäß § 5 Abs. 1 VOB/B verbindlich):
Vertragslaufzeit insgesamt: vom 27.11.2026 bis zum 08.12.2027 (ca. 13 Monate).
Verbindliche Ausführungs- und Sicherheitsregelungen
Arbeitszeiten: Montag bis Freitag, 06:00–18:00 Uhr.
Baustellenbesprechungen: wöchentlich (oder nach Absprache).
Sicherheitsleistungen:
Sicherheitsüberprüfung: Alle eingesetzten Mitarbeiter (auch Nachunternehmer) benötigen eine Firmenbenehmung zur Sicherheitsüberprüfung für das bewachte Gelände.
Gefährdungsbeurteilung: Betriebsanweisungen, Unterweisungen, 1.-Hilfe-Nachweis, Verbandskasten und Feuerlöscher sind vom Auftragnehmer bereitzustellen.
Abfallmanagement: Der Auftragnehmer wird Erzeuger und Besitzer der Bau- und Abbruchabfälle und übernimmt Pflichten zur Verwertung und Beseitigung gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV). Trennung, Erfassung, ordnungsgemäße Entsorgung und Nachweisführung sind Pflicht.
Baustellenanforderungen (BNB-Kriterium 5.2.1): Wertstoffoptimierte, lärm- und staubarme Baustelle sowie Bodenschutz.
Instandhaltung (Wartung und Inspektion) – Pflichtangebot
Zusätzlich zur Errichtung ist ein Instandhaltungsangebot für die Dauer von 4 Jahren abzugeben (Festpreis für 24 Monate, danach Preisgleitung möglich). Das Fehlen dieses Angebotsteils macht das gesamte Angebot ungültig.
Umfang:
Vertragliche Laufzeit: 48 Monate ab Tag nach Abnahme der Bauleistung, automatische Verlängerung um 1 Jahr, sofern nicht 3 Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wird.
Wartungsintervalle (Auswahl): monatlich, 3-, 6-, 12- und 24-monatlich sowie bei Bedarf. Wasserzähler-Kalibrierung alle 5 bzw. 6 Jahre, Rückflussverhinderer-Austausch mindestens alle 10 Jahre.
Mit dem Angebot vorzulegen: ausgefülltes Vertragsformular, unveränderte Arbeitskarten, Stundenverrechnungssätze, Zuschläge und Fahrtkosten, Nachweis der Haftpflichtversicherung.
Dokumentation und Übergabe
Für alle Gewerke sind zu erstellen bzw. zu übergeben:
Rechnungsstellung: elektronisch im XRechnung-/ZUGFeRD-Format über das Hessen-Portal.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Voraussetzungen und Ausschlussgründe
Ein Bieter ist von der Vergabe ausgeschlossen, wenn:
Selbstreinigung: Unternehmen können gemäß § 6e Abs. 6 VOB/A Maßnahmen zur Selbstreinigung nachweisen, um einen Ausschluss zu vermeiden.
Eignungsnachweise (Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit)
Präqualifizierte Unternehmen: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) zuzüglich ggf. auftragsspezifischer Einzelnachweise.
Nicht präqualifizierte Unternehmen: Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) zuzüglich ggf. auftragsspezifischer Einzelnachweise.
Im Formblatt 124 abgefragte Eignungsaspekte:
Auf Verlangen bei engerer Wahl vorzulegen (Formblatt 124): 3 Referenznachweise mit Mindestangaben, Erklärung zur Zahl der Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre (gegliedert nach Lohngruppen + Leitungspersonal), Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte/IHK-Eintragung, ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen).
Bei Zuschlagserteilung ab Auftragssumme ≥ 30.000 €: Auszug aus dem Gewerbezentralregister (wird vom Auftraggeber direkt angefordert).
Hinweis zu Formblatt 124: Bei nicht fristgerechter Vorlage der Unterlagen wird das Angebot ausgeschlossen.
Einsatz von Unterauftragnehmern und Eignungsleihe
Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235): Bieter müssen Nachunternehmen benennen, deren Kapazitäten sie nutzen, und für jedes Nachunternehmen die überlassene Eignung (wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit) angeben.
Verpflichtungserklärung (Formblatt 236): Andere Unternehmen verpflichten sich, im Falle einer Auftragsvergabe ihre Kapazitäten für definierte Leistungsbereiche bereitzustellen; bei Inanspruchnahme der finanziellen/wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ist eine gemeinsame Haftung zu übernehmen.
Verbotene Unternehmen: Andere Unternehmen mit Ausschlussgründen müssen ersetzt werden.
3 vergleichbare Leistungs-/Lieferreferenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren
Vorzulegen bei engerer Wahl mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengenangaben, Zahl durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmer, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierten Gewerken sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.