Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Alfred-Wegener-Institut beschafft im offenen Verfahren sieben spezialisierte Messbojen mit Eisverankerung. Die Bojen dienen der Vermessung des Oberen Ozeans und werden mit Sensoren, Telemetrie, Batterien und weiteren Komponenten ausgestattet. Die Lieferung einschließlich der im Preisblatt aufgeführten Bestandteile und Kältetests soll im März 2027 zur Abholung in Bremerhaven bereitstehen.
Angebote müssen vollständig und in deutscher Sprache ausschließlich elektronisch über subreport ELViS eingereicht werden. Neben den technischen und preislichen Unterlagen sind mehrere Eigenerklärungen und Nachweise zur Eignung einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Eingetragener Preis gemäß Anlage 1 Preisblatt; niedrigster Preis erhält den Zuschlag, bei Angebotsgleichheit entscheidet das Los.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtauftrag und Menge
Herstellung und Lieferung von 7 Stück Driftbojen mit Eisverankerung zur Vermessung des Oberen Ozeans. Der Auftrag umfasst die im Preisblatt aufgeführten Komponenten, Messgeräte, Telemetriepakete, Integration und Prüfungen sowie die Anlieferung nach Bremerhaven.
Allgemeine technische Ausstattung
Alle Bojen erhalten einen weißen, 18 Zoll großen, eisverstärkten Oberflächen-Schwimmer, eine 200 m lange Verbindungsleine und eine Iridium-SBD-Telemetrie mit Webschnittstelle. Abtast- und Übertragungsintervalle sollen in Echtzeit programmierbar sein. Die Batterien müssen für mindestens zwei Jahre Betrieb ausgelegt sein, eine Lagerfähigkeit von mehr als zwölf Monaten besitzen und durch Superkondensatoren für niedrige Temperaturen ergänzt werden.
Messung und Telemetrie
Die Bojen sollen je nach Konfiguration Sensoren für Temperatur, Druck, Strömung, Salzgehalt und weitere Wasserparameter bis 350 m Messtiefe enthalten. Die Messdaten sollen über Iridium-Telemetriepakete übertragen werden; für die Telemetrie ist eine Laufzeit von zwölf Monaten vorgesehen.
Montage, Transport und Lieferung
Die Verpackung soll einen Transport per Helikopter ermöglichen, mit höchstens 2 m² Grundfläche und höchstens 800 kg Gewicht. Die Bojen sollen einfach auf Meereis montierbar sein. Die Fracht ist im März 2027 in Bremerhaven zur Abholung bereitzustellen.
Preisblattpositionen und Tests
Das Preisblatt sieht Positionen für sechs Sensor-Ketten-Drifter, 16 Messgeräte mit Drucksensor und Pumpe, die Integration von Sensoren und Aquadopps, sechs Kältetests in der Eiskammer, 20 Iridium-Telemetriepakete sowie die Anlieferung frei Haus Bremerhaven vor. Zusätzlich ist ein Seeversuch als Testanforderung genannt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFähigkeit zur Berufsausübung
Der Bieter muss eine Eigenerklärung zur Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister oder einen entsprechenden Registerauszug vorlegen. Bietergemeinschaften müssen diese Nachweise für jedes Mitglied erbringen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Vorlage eines Nachweises über eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung für Personen- und Sachschäden bei einem in der EU zugelassenen Versicherungsunternehmen. Zusätzlich sind der Gesamtumsatz und die Umsätze mit vergleichbaren Aufträgen der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre zu erklären.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Ein Unternehmensprofil mit Geschäftsfeldern, Leistungsspektrum, Unternehmensstruktur und Organisationsform ist vorzulegen. Es darf maximal zwei Seiten umfassen. Falls eine Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen vorgesehen ist, ist die entsprechende Erklärung beizufügen.
Ausschlussgründe und gesetzliche Pflichten
Der Bieter muss eine Eigenerklärung abgeben, dass keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe vorliegen. Erforderlich sind außerdem Erklärungen zur Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes, zur Berufsgenossenschaft und zur Sanktionsfreiheit. Bei Bietergemeinschaften gelten die Nachweisanforderungen für alle Mitglieder; bei Unterauftragnehmern sind vergleichbare Angaben und Nachweise vorzulegen.
Sanktionsfreiheit
Das Unternehmen beziehungsweise die Bietergemeinschaft darf nicht unter den in der geforderten Sanktionserklärung genannten Russland-Bezug fallen. Dies umfasst insbesondere die dort genannten Voraussetzungen zur Beteiligung russischer Personen oder Unternehmen sowie zur Beauftragung von Unterauftragnehmern, Lieferanten und kapazitätsbereitstellenden Unternehmen. Die Sanktionsfreiheit ist auch während der Vertragslaufzeit aufrechtzuerhalten.
Nachweise und Gültigkeit
Eignungsnachweise können als Kopie eingereicht werden und dürfen bei der Angebotsabgabe nicht älter als sechs Monate sein. Ausländische Bieter müssen vergleichbare Nachweise aus ihrem Herkunftsland vorlegen, vorzugsweise mit beglaubigter Übersetzung. Fehlende Nachweise oder Erklärungen können zum Ausschluss führen; der Auftraggeber kann die Eignung fortlaufend überprüfen.