Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: An der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS) in Kassel wird die elektrische Energieversorgung modernisiert. Die alte Übergabestation wird abgebaut und durch eine neue, begehbare Mittelspannungs-Übergabestation (SF6-frei) sowie eine neue Fertig-Trafostation mit 1.250-kVA-Transformator und Niederspannungsschaltanlage ersetzt.
Was zu tun ist: Lieferung, Aufstellung und mittelspannungsseitiger Anschluss der beiden fabrikfertigen Stationen, Verlegung und Anschluss der Mittelspannungskabel, Umschwenkung der bestehenden Ringleitung, Aufbau der Fernwirktechnik sowie Inbetriebnahme und Dokumentation. Ausführungszeitraum: 04.01.2027 bis 01.06.2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Leistung
Lieferung, Aufstellung und mittelspannungsseitiger Anschluss (Kundenseite) von fabrikfertigen, betriebsfertigen Stationen inklusive Erdungsanlage. Nachweise gemäß VDE-AR-N 4110, den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Netzbetreibers Städtische Werke Netz + Service GmbH Kassel sowie DIN EN IEC 62271-Reihe.
Übergabestation
Begehbare Stahlbeton-Fertigstation, SF6-frei; Mittelspannungsschaltanlage mit Einspeise-/Ringfeldern, Übergabe-/Leistungsschalterfeld, Mess-/Wandlerfeld und Abgangsfeldern; Schutz-, Fernwirk- und Zählereinrichtungen; Ringleitungsumschwenkung. Außenabmessungen maximal 3,5 m × 3,0 m × 3,8 m.
Trafostation und Transformator
Begehbare Stahlbeton-Fertigstation; Trafokammer mit 1 Trockentransformator 1.250 kVA in Gießharz, Ur = 10 kV, Um = 12 kV, 0,4 kV, Schaltgruppe Dyn5, mit Wicklungstemperaturüberwachung. Außenabmessungen maximal 3,5 m × 3,2 m × 3,8 m. Zwischenlagerung oberirdisch in der Rohbauphase für Baustromversorgung, danach Umsetzung in die vorbereitete Baugrube.
Mittelspannungskabel
Kabel Uo/U 6/10 kV, N2XS2Y 1×35 RM/16 (60 m verlegen, 6 St. kennzeichnen); Kabel N2XSEY 3×120 RM/16 (50 m einziehen, 15 m verlegen, 9 St. kennzeichnen); 6 Verbindungsmuffen und 6 Kabel-Endverschlüsse.
Niederspannungsschaltanlage
Energie-Schaltgerätekombination 2.500 A, IP31, IK05; Hauptsammelschienensystem Cu 2.500 A; Überspannungsschutz Typ 1/2, 12,5 kA/Pol; Einspeisung mit Leistungsschalter MCCB 2.000 A; 2 Verteilerstromkreise 300 A, 8 Verteilerstromkreise 80 A, 8 Verteilerstromkreise 20 A; NH-Sicherungslasttrennschalter in verschiedenen Größen; elektronische Zähler (Viertarif, Zweitarif, MID); Stromwandler 2.500/5 A, Kl. 0,5; Datenschnittstelleneinheit Modbus RTU + TCP/IP.
Fernwirktechnik und Stationstechnik
Fernwirkmodul/RTU, Ethernet-Switch, Relaismodule, Netzschutz; Anbindung der Fernwirktechnik des EVU; Schnittstellenprogrammierung und Inbetriebnahme zusammen mit Städtischen Werken und HLFS; Protokolle IEC 60870-5-101/103/104, IEC 61850, Modbus TCP/RTU; übergeordneter Entkupplungsschutz für PV-Anlagen > 100 kWp.
Sonstiges / Stundenlohnarbeiten
Stundenlohnarbeiten für Obermonteur, Monteur und Programmierer je 5 Stunden als Pauschale. Werkplanung spätestens 4 Wochen nach Auftragserteilung; Übergabe Bestandsunterlagen 20 Werktage vor Abnahme (5-fach in DIN-A4-Ordnern plus digital); Übergabe Dokumentationsunterlagen spätestens 14 Werktage vor Abnahme.
Abfallentsorgung
Der Auftragnehmer ist Erzeuger und Besitzer der Bau- und Abbruchabfälle; Trennung nach Belastungsarten und -graden sowie Verwertung und Beseitigung gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV). Kosten der Verwertung in die Einheitspreise einrechnen, Kosten der Beseitigung benennen. Nachweise auf Anforderung der Vergabestelle bzw. der Abfallwirtschaftsbehörde.
Bauablauf und Baustellenorganisation
Lieferung und Anschluss der Übergabestation schnellstmöglich nach Auftragserteilung; Umsetzen der Trafostation nach Baufortschritt mit rechtzeitiger Anmeldung; wöchentliche Baustellenbesprechungen und nach Bedarf; Vorankündigung gefahrgeneigter Arbeiten mindestens 48 Stunden vorher zur Vermeidung von Fehlalarmen; eigene Schnittstellenkoordination mit Tiefbau und Fremdgewerken; eigenständige Einholung verkehrsrechtlicher Genehmigungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Eintragung
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK. Bei präqualifizierten Unternehmen: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.; bei nicht präqualifizierten Unternehmen: Vorlage der Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder der Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE).
Zuverlässigkeit / Ausschlussgründe
Kein Insolvenzverfahren oder Liquidation; keine schwere Verfehlung im Sinne von § 6e EU VOB/A; keine einschlägige Verurteilung in den letzten 2 Jahren (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €); ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen; Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft; ausreichende Arbeitskräfte.
Nachweise auf Verlangen der Vergabestelle (Shortlist/Engere Wahl)
Drei Referenznachweise vergleichbarer Leistungen der letzten 5 Kalenderjahre (Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsbeschreibung mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer nach Lohngruppen, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, Bestätigung des Auftraggebers); Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte bzw. IHK-Eintragung; Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen); Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG; ggf. Insolvenzplan und Nachweise zu Selbstreinigungsmaßnahmen.
Zuschlagskriterium
Der Zuschlag wird auf das Angebot mit dem niedrigsten Preis erteilt.
Eignungsleihe und Nachunternehmer
Andere Unternehmen müssen präqualifiziert sein oder die Voraussetzungen erfüllen. Bei Eignungsleihe haften Bieter und Eignungsverleiher gemeinsam; Ausschlussgründe sind fristgerecht zu ersetzen.
Tariftreue und Mindestentgelt
Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und Mindestentgelt nach § 4 Abs. 1 HVTG ist mit dem Angebot einzureichen; das Auskunfts- und Prüfungsrecht gegenüber Auftraggeber und Nachunternehmen (§ 7 Abs. 1 HVTG) ist einzuräumen.
Sanktionsrechtliche Eignung
Eigenerklärung zu EU-Russland-Sanktionen (Art. 5k VO (EU) 2022/576 i.V.m. Art. 2h VO (EU) 833/2014): kein Russland-Bezug des Bewerbers/Bieters sowie – bei Beteiligung > 10 % des Auftragswerts – auch nicht bei Nachunternehmern, Lieferanten oder Eignungsverleihern; ansonsten zwingender Ausschluss vom Vergabeverfahren.
Mindestens 3 Referenznachweise über vergleichbare Leistungen (Nieder- und Mittelspannungsanlagen bis 36 kV) mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsbeschreibung mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer (nach Lohngruppen, mit Leitungspersonal), besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Vorlage auf Verlangen der Vergabestelle (Shortlist/Engere Wahl) als präqualifiziertes oder nicht-präqualifiziertes Unternehmen