Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Schulwerk der Diözese Augsburg schreibt die HLS-Fachplanung (Heizung, Lüftung, Sanitär) nach Leistungsbild § 55 HOAI für das Rhabanus-Maurus-Gymnasium in St. Ottilien aus.
Das Projekt umfasst die Generalsanierung des denkmalgeschützten ehemaligen Klosters St. Katharina (Baujahr 1891) sowie einen Teilersatzneubau. Die bestehende Sporthalle und Schwimmhalle bleiben erhalten. Die Gesamtmaßnahme hat ein fixes Budget von 46,8 Mio. EUR brutto.
Die Leistung wird stufenweise vergeben – beginnend mit Leistungsphase 1 und 2 (Grundlagenermittlung und Vorplanung). Ein Anspruch auf Beauftragung weiterer Stufen besteht nicht. Die Anlagengruppen 1 (Abwasser/Wasser/Gas), 2 (Wärmeversorgung), 3 (Lüftung), 7 (nutzungsspezifische Anlagen) und 8 (Gebäudeautomation) sind beauftragt.
Das Verfahren ist ein einstufiges offenes Verfahren nach VgV. Lose werden nicht gebildet, Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals400%
Bewertung der Qualifikation und Erfahrung von Projektleitung, stellvertretender Projektleitung und mind. einem weiteren Projektmitarbeiter anhand von Kurzlebensläufen
- Auftragsbezogene Qualitätssicherung300%
Bewertung eines einzureichenden Gesamtkonzepts (max. 6 DIN A4-Seiten) zur Auftragsabwicklung
- Bietergespräch150%
Bewertung anhand kompetenter und fachlich zutreffender Beantwortung fachlicher Fragen des AG zur Baumaßnahme durch Projektleitung und stv. Projektleitung HLS-Fachplanung; max. 5 Punkte × Wichtung 30 = 150 Leistungspunkte
- Preis (Gesamthonorar brutto)300%
Bewertung des Gesamthonorars (brutto) nach Anlage Honorarblatt HLS; max. 300 Wertungspunkte Preis (WPP); Formel: WPP = (2Pmin - P) / (2Pmin - Pmin) × 300
WPP = (2Pmin - P) / (2Pmin - Pmin) * 300; wobei Pmin = niedrigster Angebotspreis, P = angebotener Preis, 300 = max. erreichbare Preispunkte. Qualitätskriterien: 0-5 Punkte je Kriterium, multipliziert mit der jeweiligen Wichtung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt und Umfang der Fachplanungsleistung
Gegenstand: Ingenieurleistungen der Technischen Ausrüstung (HLS) gemäß § 55 HOAI für die Generalsanierung und den Teilersatzneubau des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums St. Ottilien.
Beauftragte Anlagengruppen nach § 53 Abs. 2 HOAI:
Zusätzlich gemäß § 54 Abs. 4 HOAI (außerhalb von Gebäuden):
Nicht beauftragt: Anlagengruppen 4 (Starkstrom), 5 (Fernmelde/IT), 6 (Förderanlagen).
Gebäude und Baumaßnahmen
Generalsanierung des ehemaligen Klosters St. Katharina (Einzelbaudenkmal, Baujahr 1891) inkl. Befunduntersuchung, Schadstoffuntersuchung, Statik und Tragwerk, Brandschutz-Vorkonzept.
Teilersatzneubau des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums. Das bestehende Schulgebäude aus den 1960er Jahren mit Erweiterungen der 1970er–1990er wird ersetzt.
Erhalten bleiben: Bestehende Sporthalle und Schwimmhalle (Sportstätten).
Entfällt: Ursprünglich geplante Zweifach-Turnhalle (entfällt ersatzlos).
Standort: Fl.Nr. 1129 (TF), Gemarkung Eresing, erschlossen über Kreisstraße LL13 und Ortsstraße „Erzabtei". Baustellenandienung von Osten. Topographie: Gelände fällt nach Westen und Süden ab; Streuobstwiese im Süden bleibt erhalten.
Leistungsphasen und stufenweise Beauftragung
Stufe 1 (sofort beauftragt):
Weitere Stufen (optional, kein Anspruch auf Beauftragung):
Frist zur Übertragung weiterer Leistungsstufen: maximal 12 Monate ab Fertigstellung der letzten übertragenen Leistung, Ankündigung mindestens 4 Wochen vorher durch den Auftraggeber.
Besondere Leistungen (gesondert vergütet nach Zeitaufwand)
Kostenrahmen und Honorarstruktur
Verbindliche Kostenobergrenze der Gesamtmaßnahme: 46,8 Mio. EUR brutto (Kostengruppen 200–700), festgelegt durch den Stiftungsrat. Eine Überschreitung ist ausgeschlossen – Planung, die diese Kostenobergrenze überschreitet, gilt als mangelhaft.
Anrechenbare Kosten Technische Anlagen: 4.147.022,02 EUR.
Honorarstruktur (laut Preisblatt):
Stundensätze Besondere Leistungen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Eignung
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestjahresumsatz: Durchschnittlich 500.000 EUR netto pro Jahr in den Kalenderjahren 2023–2025 im Bereich HLS-Fachplanung. Bei Bietergemeinschaften werden die Umsätze addiert.
Berufshaftpflichtversicherung:
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestanzahl technische Fachkräfte: 4,0 (Ingenieure, Staatlich geprüfte Techniker, Meister oder vergleichbar). Teilzeitkräfte werden auf Vollzeit (40 h/Woche) umgerechnet. Bei Bietergemeinschaften werden die Anzahlen addiert.
Personalbindung: Das im Angebot vorgesehene Personal (Projektleitung, stellvertretende Projektleitung, weitere HLS-Fachplanungsmitarbeiter) muss bei Auftragsausführung eingesetzt werden. Austausch nur mit Zustimmung des Auftraggebers, die nur aus wichtigem Grund (insbesondere fehlende vergleichbare Berufserfahrung oder Qualifikation) versagt werden darf.
Referenzanforderungen
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus dem Referenzzeitraum 01.08.2016 bis 31.08.2026. Nachweis je Referenz auf Formblatt SCH 1 (Eigenerklärung Referenz 1 bis 3), optional ergänzt durch Bescheinigung des Auftraggebers oder formloses Schreiben des Referenzgebers.
Kriterium a – HLS-Fachplanung: Alle 3 Referenzen umfassen HLS-Fachplanung LPh 2–8 gemäß § 55 HOAI; LPh 8 (Abnahme) und Nutzungsaufnahme müssen im Referenzzeitraum erfolgt sein.
Kriterium b – Mindestprojektvolumen: Mindestens 2 von 3 Referenzen mit addierten anrechenbaren Kosten der Anlagengruppen 1–3 sowie 7 und 8 von mindestens 4,0 Mio. EUR netto.
Kriterium c – Honorarzone: Alle 3 Referenzen mindestens Honorarzone II (oder entsprechend).
Kriterium d – Denkmalschutz: Mindestens 1 von 3 Referenzen mit Sanierung/Modernisierung eines denkmalgeschützten Gebäudes.
Kriterium e – Termin- und Kostensicherheit: Alle 3 Referenzen auftragsgemäß oder im Wesentlichen auftragsgemäß bzgl. Termin- und Kostensicherheit ausgeführt.
Der Auftraggeber behält sich vor, bei der Kontaktstelle des Referenzgebers zu überprüfen.
Zuschlagskriterien (Wertung)
Die Wertung erfolgt nach qualitativen und preislichen Kriterien gemäß Zuschlagskriterien-Dokument (Datei 02_Zuschlagskriterien HLS RMG St. Ottilien 1108).
Mindestpunktzahl Wertung: Mindestens 400 von 700 Leistungspunkten müssen erreicht werden, damit das Angebot in die engere Wertung aufgenommen wird.
Bietergespräch: Die besten fünf Bieter nach Leistungspunkten (Kriterien I.1, I.2 und II ohne I.3) werden zum Bietergespräch eingeladen.
Einzureichende Wertungsunterlagen:
Alle Konzepte sind auf die Rahmentermine/Meilensteine des konkreten Auftrags abzustimmen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen für HLS-Fachplanung gemäß § 55 HOAI (LPh 2–8). Alle 3 Referenzen müssen LPh 8 im Referenzzeitraum 08/2016–08/2026 abgeschlossen haben. Mind. 2 von 3 Referenzen mit addierten anrechenbaren Kosten ≥ 4,0 Mio. EUR netto (ALG 1–3, 7 und 8). Alle 3 mind. Honorarzone II. Mind. 1 von 3 mit Sanierung/Modernisierung eines denkmalgeschützten Gebäudes. Alle 3 auftragsgemäß oder im Wesentlichen auftragsgemäß bzgl. Termin- und Kostensicherheit ausgeführt.
Eigenerklärung Referenzen mit Formblatt SCH 1 pro Referenz; optionale Bescheinigung des Auftraggebers oder formloses Schreiben des Referenzgebers; Auftraggeber behält sich Überprüfung bei der Kontaktstelle des Referenzgebers vor